Asien

Chinesische Exporte explodieren, Japan-BIP deutlich besser als erwartet

Erst gestern wurde das Handelsbilanzdefizit der USA für Januar bekanntgegeben. Es ist gegenüber Dezember nochmal gewachsen um 2,7 Milliarden Dollar. Das Defizit mit China wuchs im Januar um weitere 1,5 Milliarden Dollar. Und heute früh wurden für Februar Daten für chinesische Exporte vermeldet. Sie explodieren...

FMW-Redaktion

Erst gestern wurde das Handelsbilanzdefizit der USA für Januar bekanntgegeben. Es ist gegenüber Dezember nochmal gewachsen um 2,7 Milliarden Dollar. Das Defizit mit China wuchs im Januar um weitere 1,5 Milliarden Dollar. Und heute früh wurden für Februar Daten für chinesische Exporte vermeldet. Sie explodieren regelrecht!

Von Februar 2016 auf Februar 2017 steigen sie um 44,5%. Bei einem Vormonatswachstum von 11,1% hatten Analysten heute ein Plus von 13% erwartet. Da hat man die 44,5% ja nur knapp verfehlt… zu gewissen oder großen Teilen wird dieses Plus darauf zurückzuführen sein, dass ein Kalendereffekt die Jahres-Vergleichszahlen durcheinander wirbelt. Denn das chinesische Neujahresfest, das in der Regel Produktion und Konsum massiv steigen lässt, fand dieses Jahr im Februar statt, und 2016 im Januar.

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Aber welchen exakten Anteil das Neujahresfest am 44,5% Wachstum hat, ist unmöglich zu sagen. Dennoch ist zu vermuten, dass die US-Handelsdaten für Februar mit den Chinesen noch deutlich weiter ins Minus drehen werden, wenn sie in vier Wochen veröffentlicht werden. Das dürfte den Zorn von Donald Trump nur noch erhöhen. Wenn man nämlich die chinesischen Exportzahen für Januar und Februar addiert und mit Januar + Februar 2016 vergleicht, entfallen Kalender-Effekte zwischen einzelnen Monaten. Bei diesem Vergleich liegt die Steigerung der chinesischen Exporte nämlich bei 24,4%. Das ist immer noch eine enorme Exportsteigerung!

Japan

Auch in Japan geht es weiter bergauf. Zeigt das jahrelange maßlose Gelddrucken endlich Resultate? Das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal steigt gegenüber dem 4. Quartal 2016 um 1,6%. Verantwortlich für das Wachstum ist eine Aufwärtsrevision von Daten zu Kapitalausgaben und Lagerdaten. Im Vorquartal waren es nur +0,5%. Die Erwartungen für heute lagen um die 1,0%. Damit wächst Japans Wirtschaft jetzt acht Quartale in Folge.

Das ist für das Land die längste Wachstumsstrecke seit 1989, wo man in einer gigantischen Blase von steigenden Vermögenswerten lebte. Eigentlich ist in Japan erstaunlich, dass das Wachstum bei all dem Geldpumpen immer noch so gering ausfällt. Aber in Japan wirkt sich der demografische Wandel stärker aus als überall sonst in der Welt.


Die „Große Halle des Volkes“ in Peking. Photo by CEphoto, Uwe Aranas (CC BY-SA 3.0)



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