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Christine Lagarde: Headlines ihrer PK

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Das erste Mal stellt sich Christine Lagarde einer Pressekonferenz als neue EZB-Chefin! Wird sie neue Schwerpunkte setzen? Wie sicher ist sie in Sachen „Notenbanker-Sprech“? Hier ihre wichtigsten Aussagen in Schlagzeilen:

– Lagarde beginnt – ungewöhnlich, nicht mehr an diesem Platz Drahi zu sehen..

– sie wiederholt all das, was die EZB zuvor erklärt hat – bei Draghi ging das etwas flüssiger, man merkt, dass sie sich an die Notenbanker-Terminologie noch gewöhnen muß

– anhaltend schwacher Inflationsdruck (FMW: besonders bei den Vermögenspreisen…)

– erste Anzeichen für Stabilisierung der globalen Konjunktur

– haben Wachstumserwartung für 2020 leicht gesenkt; Risiken bleiben abwärtsgerichtet, aber haben sich zuletzt etwas verringert

– Lagarde fordert, wie Draghi, Strukturreformen

– Länder, die fiskalischen Spielraum haben, sollten zeitnah Stimulusmaßnahmen ergriffen werden (FMW: welches Land könnte Lagarde damit wohl meinen??)

– jetzt eine Zwischenansprache Lagardes: jeder hat seinen eigenen Stil, macht keinen Sinn, diese Stile zu vergleichen (FMW: wow, das ist selbstbewußt!)

– Überprüfung unserer Politik ist überfällig, wird Januar 2020 starten

– Lagarde: wenn ich hetwas nicht weiß, werde ich sagen: ich weiß es nicht (FMW: das spricht für sie – sie gibt ihr fehlendes know how zu und geht damit offensiv um!)

– sind uns der Nebenwirkungen unserer Politik bewußt, aber Negativzinsen scheinen zu wirken

– Lagarde: sind nicht auf dem Weg zu einer „Japanifizierung“ (FMW: mit Ausnahme der Geldpolitik, der Demografie und anderer Kleinigkeiten…)

Hier der Live-Feed:

Foto: EZB

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Schweizer Franken: Warum der Anstieg weitergehen könnte

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Schweizer Fränkli Symbolbild

Der Schweizer Franken erreichte letzte Woche die höchsten Notierungen gegen den Euro seit drei Jahren. Wir berichteten letzte Woche darüber. Maßgeblich angeschoben wurde der Franken durch die Aufnahme der Schweiz auf eine Beobachtungsliste des US-Finanzministeriums, bei der es darum geht Staaten im Blick zu behalten, die im Verdacht stehen ihre Währung zu manipulieren. Und nun ja, die Schweizerische Nationalbank (SNB) interveniert seit Jahren massiv beim Schweizer Franken. Also, nur Intervention, oder ist das schon eine Manipulation?

Schweizer Franken auf Dreijahreshoch

Wie auch immer. Also Folge dieser Listen-Aufnahme kann man als allgemeine Vermutung in den Raum stellen, dass „die Schweizer“ (mal so allgemein formuliert) Angst vor finanziellen Repressalien aus den USA haben, und dass sich die SNB nicht gegen einen weiter steigenden Schweizer Franken stellen wird – zumindest kurzfristig – um den USA für den Moment keinen weiteren Anlass für eine Manipulations-Unterstellung zu geben. Und so konnte der Schweizer Franken letzte Woche aufwerten. Euro vs Franken fiel von Montag bis Freitag von 1,0824 auf 1,0731 (aktuell 1,0738). Wie gesagt, der Franken lief damit auf den höchsten Stand seit knapp drei Jahren! Der folgende Chart zeigt Euro vs Schweizer Franken seit dem 7. Januar.

Euro vs Schweizer Franken im Verlauf seit dem 7. Januar

Warum der Anstieg im Schweizer Franken weitergehen könnte

Laut aktuellen Berichten spricht Goldman Sachs davon, dass der Schweizer Franken ein Stellvertreter für Gold sei. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung der letzten drei Monate von Euro vs Franken (grün-rot) im Vergleich zum Goldpreis (blau). Wenn man sich den Euro-Franken-Verlauf spiegelverkehrt vorstellt, dann laufen Franken und Gold parallel nach oben. Wohin Gold in der Vergangenheit gelaufen sei, dahin sei ihm der Schweizer Franken gefolgt, so Goldman.

Euro vs Schweizer Franken in Relation zum Goldpreis

Aktuell gibt es vermehrt Gerüchte, dass sogenannte Carry-Trader, die short im Franken sind, nun zunehmend ihre Positionen glattstellen. Das würde den Anstieg im Schweizer Franken nur noch bestärken. Eine sehr anschauliche Grafik finden Sie bei Institutional Money. Der Anstieg im Franken könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, das Shorties nun glattstellen und somit Franken kaufen müssen. Bei einem Carry-Trade haben sie vorher mit anderen Währungen wie zum Beispiel dem Euro deutsche Bundesanleihen gekauft. Die Grafik zeigt, dass Bund + Euro/USD seit Jahreswechsel steigen, während Euro vs Franken sich von der vorher parallelen Entwicklung abgekapselt hat. Nährt nun die Hausse somit die Hausse im Franken? Je mehr er steigt, desto mehr müssen die Shorties glatt stellen, und verstärken damit nur noch den Aufwärtstrend? Natürlich kann man als Außenstehender ohne Einblick in die Bücher von Hedgefonds und Banken nicht abschätzen, wann so eine Welle von Shorteindeckungen endet.

SNB hat wohl nicht interveniert

Vor allem im letzten Jahr schauten Beobachter desöfteren auf die wöchentlichen Veränderungen der Sichteinlagen bei der Schweizerischen Nationalbank als Anhaltspunkt dafür, ob sie am Devisenmarkt interveniert hat, um den Franken zu schwächen. Aktuelle Berichte zeigen, dass sie offenbar nicht interveniert hat. Die Sichteinlagen stiegen nur um 1,3 Milliarden auf 585,9 Milliarden Franken. Eine zu kleine Veränderung, um auf eine Intervention der SNB schließen zu können. Die schweizerische „Finanz und Wirtschaft“ ist aktuell gegenteiliger Meinung. Dieser Zuwachs von 1,3 Milliarden Franken sei ein Indiz für eine Intervention. Wir möchten da fragen: Nur 1,3 Milliarden bei dieser Franken-Aufwertung? Da wirkt die Summe doch etwas gering. Natürlich gibt es auch Gründe, die für die nächsten Wochen gegen eine weitere Franken-Aufwertung sprechen. Entspannt sich der Handelskrieg mit China weiter, und gibt es in Sachen Iran-Konflikt keine neuen Nachrichten… und gibt es dazu noch gute Quartalszahlen von den US-Konzernen… geht die Aktienhausse dann ungebremst weiter, und Franken + Goldpreis als Sichere Häfen verlieren dann erst einmal wieder an Attraktivität?

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Rüdiger Born: Feiertag in den USA, Idee im Euro

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Die USA haben heute einen Feiertag, von daher ist die US-Börse geschlossen. Euro vs US-Dollar könnte eine interessante Trading-Idee sein. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Pfund fällt deutlich – aktuelle UK-Daten vermiesen die Laune

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Das britische Pfund konnte im Verlauf diese Woche eigentlich gut zulegen von 1,2970 gegen den US-Dollar am Montag bis auf 1,3118 im Hoch heute früh. Und dann? Heute früh um 10:30 Uhr deutscher Zeit wurden in Großbritannien die Einzelhandelsumsätze für Dezember vermeldet. Und die waren überhaupt nicht gut. Im Monatsvergleich zu November ist es ein Minus von 0,6% bei Erwartungen von +0,5%, und einem vorigen Wert von -0,8%. Also den zweiten Monat eine rückläufige Zahl! Im Jahresvergleich sind die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien um 0,9% gestiegen. Die Erwartungen lagen bei +2,6%, und die vorherige Zahl lag bei +0,8%.

Der Devisenmarkt scheint davon überrascht zu sein, denn das Pfund ist seitdem von 1,3108 ganz schnell auf 1,3040 gefallen (erster Chart zeigt GBPUSD seit Anfang der Woche). Damit ist der Aufwärtsdrang im Pfund erstmal unterbrochen. Kommentatoren auf der Insel sprechen aktuell sogar von einem echten Schock, den diese Zahlen mit sich bringen! In den Monatsveränderungen bei den Einzelhandelsumsätzen gab es jetzt fünf Monate nacheinander keinen Anstieg, was es seit Beginn der Aufzeichnungen in den 70er nicht gegeben habe. Man denke daran: Am 30. Januar tagt die Bank of England bezüglich des Leitzinses. Werden die PMI-Daten (Einkaufsmanagerindex) für Großbritannien am 24. Januar auch schlecht ausfallen, so steigt die Wahrscheinlichkeit für einen sinkenden Leitzins in UK am 30. Januar weiter deutlich an.

Britisches Pfund vs US-Dollar seit Montag

Also, gibt es bald sinkende Zinsen auf der Insel? Der folgende Chart zeigt das Pfund vs USD in den letzten 12 Monaten. Sieht man, wie das Pfund seit Sommer 2019 von 1,20 auf jetzt 1,30 gestiegen ist, sollte oder könnte bei sinkenden Zinsen Abwärtspotenzial für das Pfund vorhanden sein? Natürlich geht es jetzt auch darum, ob und wie stark dieses Szenario schon vor dem 30. Januar in den Wechselkurs eingepreist wird. Entscheiden Sie selbst, wir werfen nur die Frage einer Pfund-Abwertung in den Raum.

Pfund vs USD in den letzten 12 Monaten

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