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Christine Lagarde jetzt offiziell Nachfolgerin von Mario Draghi auf EZB-Chefsessel

Bei einem EU Gipfel in Brüssel wurde es heute amtlich gemacht, wie man auch aktuell auf der EZB-Webseite nachlesen kann: Angela Merkel und die anderen EU-Regierungschefs fassten den Entschluss, die französische Juristin Christine Lagarde zur Nachfolgerin von Mario Draghi zu bestimmen.

Damit tritt Madame Lagarde das Erbe des Italieners ab dem 1. November an, der zwar die Eurozone vor einem Auseinanderbrechen bewahrt hat mit seinem „Whatever it takes“, ihr aber mit seiner Zinspolitik gleichzeitig ein schweres Erbe hinterlassen hat. Ein Zentralbanker, der in seiner gesamten Amtszeit von immerhin acht Jahren nicht ein einziges Mal den Leitzins angehoben hat.

Christine Lagarde wird nach dem Niederländer Wim Duisenberg (1998-2003), dem Franzosen Jean-Claude Trichet (2003-2011) und dem Italiener Draghi (2011-2019) die erste Frau an der Spitze der Zentralbank in Frankfurt am Main sein.

Lagarde war bereits im Juli durch die EU-Staats- und Regierungschefs für den Posten nominiert worden. Sie hatte vorher acht Jahre lang die UN-Sonderorganisation Internationaler Währungsfonds (IWF) geleitet, steht aber jetzt als Nicht-Ökonomin vor schwierigen Herausforderungen. Bei einer bevorstehenden Rezession, ohne Zinsspielraum nach unten, geht es für die EZB nach ihrem gesetzlichen Auftrag zwar formal um die Preisstabilität, aber übergeordnet geht es um mehr: den Erhalt der Eurozone und deren Leitwährung Euro.

 

Christine Lagarde ist nun offiziell als Nachfolgerin von Draghi bestätigt

Mario Draghi und Christine Lagarde im Juni. Foto: EZB



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