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Christine Lagarde verurteilt in einem Strafprozess – damit kommt man bis an die Spitze der EZB

Redaktion

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Christine Lagarde wird in wenigen Wochen ihren Posten als Chefin der EZB antreten. Das ist wirtschafts- und finanzpolitisch der wichtigste Job beziehungsweise Posten, den Europa zu vergeben hat. Man kann also sagen: Christine Lagarde hat es bis an die Spitze geschafft. Bis ganz nach oben! Ihr voriger Posten als Chefin des Internationalen Währungsfonds war auch schon „gar nicht mal so schlecht“ in Sachen Renommee. Aber da war doch mal was?

Erst einmal etwas Grundsätzliches. Gerade in Zeiten von Fake News, Hate Speech, dem Erstarken populistischer Bewegungen, da predigt uns die hohe Politik seit Monaten: Jetzt müssen wir liefern, wir müssen dem Bürger zeigen, dass die etablierte Politik seriös arbeitet, verlässlich ist, wirklich einen Mehrwert für die Bürger liefert, transparent arbeitet, bla bla, usw usw. Da ist die persönliche Integrität des politischen Führungspersonals natürlich extremst wichtig! Und machen wir uns nichts vor. Auch wenn die EZB auf dem Papier „nur“ eine Notenbank ist, so ist sie doch inzwischen ein Eckpfeiler der europäischen Politik geworden. Denn sie hat vor allem Staaten im Mittelmeerraum (zu aller erst Italien) seit Jahren mit dem Aufkauf von Staatsanleihen gerettet. Was wäre wohl ohne die EZB passiert?

Christine Lagade verurteilt in einem Strafprozess

Aber zurück zu Christine Lagarde. Sie ist, da sie zur Chefin der EZB ernannt wurde, offensichtlich eine integere Person? Immerhin hat sie ja auch in der Außenwirkung ein nettes Erscheinungsbild. Aber mit der Integrität und Seriosität, da gibt es doch ein Problem. Denn im Jahr 2016 wurde sie vom „Gerichtshof der Republik“ in Frankreich im Rahmen eines Strafprozesses für schuldig befunden. Auch Jahre später machen die damaligen Vorgänge noch fassungslos. Es ging damals um Millionen-Zahlungen an den Unternehmer Bernard Tapie. Lagarde als damalige französische Finanzministerin wurde wegen Fahrlässigkeit schuldig gesprochen, und das, obwohl sogar der Staatsanwalt darum bat von einer Verurteilung abzusehen. Tja, und das Gericht? Es sprach Christine Lagarde damals zwar schuldig, verhängte aber keinerlei Strafe. Unglaublich aber wahr. Denn Frau Lagarde sei eine „Persönlichkeit“ und genieße „Internationales Ansehen“, und sie habe während der Finanzkrise 2008, als die Straftat geschah, als Finanzministerin eben so viel um die Ohren gehabt (sinngemäß zusammengefasst)… da konnte so etwas schon mal passieren?

Darf so jemand IWF oder EZB leiten?

Kann so jemand die EZB leiten? Na ja, mag man sagen… Christine Lagarde hat ja immerhin auch jahrelang den IWF geleitet. Und was geschah beim IWF nach ihrer Verurteilung 2016? Man sah davon ab eine personelle Veränderung vorzunehmen. Das Führungsgremium des IWF sprach nur einen Tag nach dem Urteilsspruch in Frankreich im Dezember 2016 Frau Lagarde sogar ausdrücklich das Vertrauen aus! Unfassbar, auch heute noch. Man stelle sich vor ein kleiner Filialmitarbeiter einer Bank wird in einem Strafprozess für schuldig befunden. Jede Bank hätte diesen Mitarbeiter sofort fristlos entlassen, weil er nicht mehr tragbar gewesen wäre für eine Tätigkeit in einer Bank. Aber Christine Lagarde? Da reicht es gerade eben noch für den Chefposten beim IWF, und jetzt bei der EZB.

Dass es hier um politische Postenverteilung geht, ist ja wohl mehr als offensichtlich. Da vergisst man mal schnell das ganze Gelaber in Sachen Integrität bla bla bla. Es geht nicht darum, ob Frau Lagarde qualifiziert für den Posten bei der EZB ist oder nicht. Es geht darum, ob eine verurteilte Person überhaupt so ein Amt bekleiden darf. Und da muss man eindeutig NEIN sagen. Es hätte sicher noch genug andere qualifizierte Persönlichkeiten gegeben. Aber wie läuft es nun mal? Frau von der Leyen bekommt als Deutsche die EU-Kommission, und Frankreich bekommt im Gegenzug die EZB. Und da braucht man eine namhafte Persönlichkeit, dazu noch eine Frau wegen irgendeiner Quote? Nehmen wir doch Frau Lagarde…

Wie wird die Politikerin Christine Lagarde als EZB-Chefin in der nächsten Wirtschaftskrise reagieren? Lesen Sie dazu unseren Artikel beim Klick an dieser Stelle.

Christine Lagarde ist bald neue EZB-Chefin
Christine Lagarde. Tomaz Silva/ABr – Agência Brasil CC BY 3.0 br

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Panse Jim

    11. September 2019 10:32 at 10:32

    Der BIAS der Finanzmedien, die Largarde diffamiert aus Angst vor lockerer EZB Politik für die nächsten Jahrzehnte.

  2. Avatar

    Macwoiferl

    11. September 2019 11:37 at 11:37

    @Panse Jim: no way! Die Linke (Medien) liebt Lagarde (weil sie verteilt)!
    Die Börse liebt Lagarde weilt sie pusht.
    Ihre Wahl ist eher ein (weiterer) Ausdruck des zeitläuftigen Pipi-Langstrumpf-Syndroms:
    Eine Welt wie sie MIR gefällt.
    Der Politiker pocht auf Moral (wenns gerade passt)
    Der Deutsche pocht auf Klima-Greta (wenns gerade passt)
    Frau Weidel pocht auf Ausländer raus (wenns gerade passt – sie lebt mit ner Frau aus Sri Lanka zusammen)
    Die Kirche pocht auf Jesus-liebt-dich (wenns gerade passt – Stichwort Luxusbadewanne)
    Die SPD pocht auf die kleinen Leute (wenns gerade passt)
    Der Richter pocht auf Gesetze (wenns gerade passt, oder auch nicht, siehe Lagarde)
    Dein Steuerbescheid hat Bestandskraft (wenns gerade passt)
    Dein endgültiger Führerschein ist vorläufig (weils gerade passt)
    Dein Doktortitel ist ehrlich erworben (wenns gerade passt).

    Seit Steuer-Lambdsdorff und Schwarzgeldkoffern, Kindsmissbrauch durch Katholen und Veruntreuung von Spenden für Afrika durch alle möglichen „Organisationen“, seit Weinpansch-, Rindfleisch-, Dieselskandal ist doch klar:
    Eine in Grund und Boden a-moralische und wertelose Gesellschaft muss sich ihre Realitäten zurechtschnitzen.
    Jeden Tag und jede Sekunde.
    Da werden eben irgendwelche „Werte“ und „Vorsätze“ dann aufgebaut als Mittel zum Zweck.
    Man beruft sich auf „Bibeln“, „Verfassungen“, „Grundsätze“ etc., die so lange Bestand haben wie sie ein bestimmtes Tun untermauern.

    Na und der Bürger, Kirchgänger, Wähler, Arbeitnehmer, Unternehmer, der schaut zu und tut nichts.

    Ich finds in Ordnung, wenn Pöstchenschieber, Scheinheilige, Kofferträger etc. an der Spitze stehen.
    Denn diese Gesellschaft hat damit, was sie verdient.

    Europa verdient Lagarde. Und von der Leyen.
    Was soll dieses Pochen auf eine Moral, die nie da war im Politikbetrieb?

    • Avatar

      DieterG

      11. September 2019 12:33 at 12:33

      Wie geil. Will heissen, ich darf meinen Chef bescheissen, Steuererklärung nicht nur ein bisschen türken, endlich Schwarzarbeit ohne Reue und Tadel, Tickets für Bus und Bahn werden geklaut oder nicht bezahlt…usw…. usw..

      Meine persönliche Meinung: Du hast den falschen Blickwinkel

      Toi…toi…toi für Erfolg an der Börse (damit der Bezug hergestellt wird zum Artikel)

      Dieter

      • Avatar

        Macwoiferl

        11. September 2019 12:52 at 12:52

        ????
        Was hat Börse mit Moral zu tun?
        Eben.
        PS: Bin nicht investiert.
        Eben weil.
        Ist aber persönlich… ;-)

  3. Avatar

    BrettonWood

    11. September 2019 12:08 at 12:08

    Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich ganz ungeniert…Passt doch auch, dann kan man später sagen alles die Schuld dieser Verbrecherin….

  4. Avatar

    Dreistein

    27. September 2019 15:39 at 15:39

    Nehmt den Leuten da oben das Recht weg und man erkennt sofort die Mafiastrukturen.

  5. Avatar

    Helmut Josef Weber

    7. Oktober 2019 09:15 at 09:15

    In Deutschland kann man noch Innenminister von NRW werden(also oberster Polizeiinspektor), wenn man rechtskräftig 2 x wegen Meineides verurteilt ist,und
    Verkehrsminister kann man noch in Bayern werden, nachdem man im besoffenen Kopf eine Frau tot gefahren hat und dafür rechtskräftig verurteilt wurde.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

    • Avatar

      Quintus

      7. Oktober 2019 18:07 at 18:07

      Sehr geehrte Stina
      Welchen Zusammenhang erkennen Sie zwischen der AFD und der aktuellen Rechtssprechung?
      Möchten Sie uns mit der Erwähnung der AFD auf die große Gefahr hinweisen, die uns droht?
      Liegt ihrer Pawlowschen Reaktion zu den Aussagen von Herrn Weber Angst, Haß oder etwas ähnliches zu Grunde, welches, sofern sie uns dieses mitteilen, auch verstehen können?

      Mit freundlichen Grüßen
      Quintus
      (kein AFD-Mitglied)
      P.S. Da diese Personen rechtskräftig verurteilt wurden zeigt es uns doch die Funktionsfähigkeit der deutschen Judikative, während die Politik noch( und nicht nur)moralische Defizite „aufweist“.

      • Avatar

        Stina

        7. Oktober 2019 19:20 at 19:20

        @Quintus, seit einigen Wochen schreibt ein Idiot immer wieder mit meinem Namen dämliche Kommentare. Dieser Troll wird Ihnen nicht antworten. Ich möchte nur sagen, ich bin es nicht!

    • Avatar

      Hesterberg

      7. Oktober 2019 19:44 at 19:44

      @Stina
      Wenn man wie Sie über keine sachlichen Gegenargumente verfügt, ist es am besten, den Mund zu halten. Mit Diffamierung und übler Hetze erreichen auch die etablierten Parteien gar nichts und zeigen damit stets nur, wie hilflos sie sich fühlen.

      • Avatar

        Stina

        7. Oktober 2019 20:06 at 20:06

        @Hesterberg, seit einigen Wochen schreibt ein Idiot immer wieder mit meinem Namen dämliche Kommentare. Dieser Troll wird Ihnen nicht antworten. Ich möchte nur sagen, ich bin es nicht!

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          7. Oktober 2019 20:24 at 20:24

          @Stina, der Kommentar dieses Trolls ist inzwischen gelöscht..

    • Avatar

      Stina

      7. Oktober 2019 20:38 at 20:38

      @Helmut Josef Weber, Sie haben völlig recht! Europa wird immer mehr wie USA unter Trump. Aber das Beispiel aus Bayern ist doch mit 25 Jahren schon sehr historisch.

  6. Pingback: Lagarde - eine Verurteilte nicht nur an der EZB-Spitze

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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