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Chronik eines Abstiegs: Deutsche Bank fliegt laut Insidern aus Eurostoxx 50 – E.On auch

Markus Fugmann

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Der Abstieg der Deutschen Bank verlief in den letzten Jahren schleichend, aber sehr konstant. Zahllose Klagen gegen die führende Bank Deutschlands, eine hoffnungslos veraltete IT, der Führungswechsel an der Spitze der Bank kürzlich – all das sind Zeichen, dass die Deutsche Bank eigentlich kein wirklich funktionierendes Geschäftsmodell mehr hat.

Und so verlor die Deutsche Bank immer mehr an Substanz – sichtbar in der schwindenden Marktkapitalisierung: man gehörte schon 2017 nicht mehr zu den Top 10 der Banken Europas an Marktkapitalisierung.

Und nun das: die Deutsche Bank fällt aus dem Eurostoxx 50 heraus, wie Insider bereits verkünden (noch aber ist das nicht offiziell bestätigt durch die Deutsche Börse Group, zu der der Indexanbieter Stoxx gehört):

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Das alles hatte sich bereits abgezeichnet. Die Deutsche Bank-Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 40% verloren – und damit mehr als jeder andere Wert im Eurostoxx 50:


(Chart durch anklicken vergrößern)

All das zeigt den Niedergang der deutschen Banken-Branche (in Deutschland zählt der Finanzsektor zu einer der wenigen Bereiche, in denen konstant Jobs verloren gehen) – am Freitag dann dürfte die altehrwürdige Commerzbank aus dem Dax heraus fallen und durch das Fintech-Unternehen Wirecard ersetzt werden. Immer stärkere Regulierungen, die Nullzins-Politik bzw. Negativ-Zins-Politik der EZB, die den Banken die Margen kaputt macht, eine verfehlte Geschäftspolitik – all das sind Gründe für den Niedergang.

Neben der Deutschen Bank fliegt auch E.On aus dem Eurostoxx 50 – ein Opfer der Energiewende durch die Kanzlerin, die plötzlich unter Verweis auf den Super-Gau in Fukushima die Nicht-Beherrschbarkeit der Atom-Technologie proklamierte uns sich damit elegant alter Verträge Deutschlands mit den „Stromern“, die zulasten der Öffentlichkeit gingen, entledigen konnte..

Die Index-Änderungen werden ab dem 24.September wirksam – für Fondsmanager bedeutet das, dass sie sich von Deutsche Bank-Aktien und E.On-Aktien trennen müssen, wenn sie den Index nachbilden. Mithin steigt also die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Aktien der Deutschen Bank und von E.On bis dahin uner Verkaufsdruck geraten – ist die Änderung dann vollzogen, könnte es wieder nach oben gehen (so zumindest oft das Muster in der Vergangenheit)..


Die Deutsche Bank-Türme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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