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Citigroup-Quartalszahlen: Gewinn über den Erwartungen – Wall Street entspannt trotz Verlust von 18,3 Milliarden Dollar

FMW-Redaktion

Soeben wurden die Citigroup-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,25 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 17/erwartet 17,2).

Der Gewinn liegt bei 1,28 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,14/erwartet 1,19). Flüsterschätzungen lagen bei 1,23 Dollar.

Umsatz im Equity-Segment -23%.

Kreditgeschäft legt im Jahresvergleich 7% zu.

Umsätze mit institutionellen Kunden gehen um 1% zurück.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,4%.

Tatsächlich macht man einen Monster-Verlust von 7,15 Dollar pro Aktie. Aber eine Abschreibung über 19 Milliarden Dollar rechnet man als Sonderposten heraus, und kommt so auf einen Gewinn von 1,28 Dollar pro Aktie. Diese 19 Milliarden Dollar werden als kurzfristige Mehrkosten durch Trumps Steueränderungen bei Seite gelegt. Mit so was hatte der Markt schon gerechnet, daher ist die Wall Street darüber nicht schockiert! Citi im Wortlaut:

The net loss of $18.3 billion, or $7.15 per share, included an estimated one-time, non-cash charge of $22 billion, or $8.43 per share, recorded in the tax line within Corporate / Other, related to the enactment of the Tax Cuts and Jobs Act (Tax Reform)7. This charge is comprised of $19 billion related to the re-measurement of Citi’s deferred tax assets (DTA) arising from a lower U.S. corporate tax rate and shift to a territorial tax regime, and $3 billion related to the deemed repatriation of unremitted earnings of foreign subsidiaries. Excluding the impact of Tax Reform, net income of $3.7 billion increased 4% from the prior year period. Earnings per share increased 12% to $1.28, driven by the higher net income and a 7% reduction in average diluted shares outstanding. These results include a combined net benefit of roughly $0.08 per share, recorded in Corporate / Other, related to discrete items that resulted in a lower-than-expected tax rate, as well as a one-time loss in discontinued operations.


Die Zentrale der Citigroup in Manhattan
Foto: Beyond My Ken; https://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License



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2 Kommentare

  1. Ach ja, und die Deutsche Bank hat mal wieder ein weiteres Problem an den Hacken. Dieses Mal soll am kanadischen Zins gedreht worden sein. Fall Numero 7.943…

    http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/US-Klage-wirft-Deutscher-Bank-Manipulation-von-kanadischem-Zins-vor-1013102830

  2. @Hinterfrager. Es ist schon unglaublich, was sich das Geldinstitut in den letzten 12 Jahren geleistet hat und welch geringe Konsequenzen es für die Verantwortlichen gegeben hat. Die Deutsche Bank, die in sage und schreibe 7000 Rechtsstreitigkeiten verwickelt war/ist, zahlte über 12 Mrd. $ Strafen, führte seit 10 Jahren Kapitalerhöhungen in Höhe von über 30 Mrd. € durch, was gerade in etwa der jetzigen Marktkapitalisierung. entspricht. Der Aktienkurs fällt seit fast 12 Jahren von 102 € auf derzeit gut 15 €. Die Bank zahlte aber im Jahre 2015 für 750 Mitarbeiter ein Jahressalär von über 1 Mio € und möchte für dieses Jahr (Cryan hat schon Zustimmung geäußert) den Bonustopf wieder von 600 Mio auf 1000 Mio € erhöhen – um die größten Talente bei “ der Stange zu halten.“ Schon seit der Jahrtausendwende wundere ich mich über die Investmentbranche, die anscheinend jedes Maß verloren hat. Es wird zwar gemurrt, aber die Investoren haben jede Kapitalerhöhung ohne Revolte mitgemacht. In der Psychologie bezeichnet man so etwas als Fehlschluss aus versunkenen, irreversiblen Kosten (sunkcost fallacy).

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