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Cohen droht Trump mit 14 Millionen Dokumenten – 70 Prozent der Wall-Street-Manager glauben an Trump-Wiederwahl

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Jetzt kommt es noch dicker für Trump: Cohen droht mit 14 Millionen Dokumenten

Der Ex-Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, will den potenziell brisanten Fundus aus seiner Zeit als Trumps „Fixer“ den Demokraten übergeben.

Er wünscht sich dafür eine Reduktion seiner Haftstrafe oder zumindest die Verzögerung des Haftantritts.

Die „Files“ sollen E-Mails, Audio-Tapes, Anhänge und Fotos enthalten, sie sind auf einem Computer gespeichert. Laut seinem Anwalt Lanny Davis hätte Cohen die Daten erst kürzlich entdeckt.

Er benötige Zeit, um sie zu sichten, wird in einen Brief an den Kongress argumentiert: Deshalb sollte der Beginn der dreijährigen Gefängnisstrafe hinausgeschoben werden.

Ob sich die Demokraten auf die mögliche Zusammenarbeit mit Cohen einlassen und die Gerichte zustimmen, ist noch unklar.

Für den Präsidenten jedenfalls könnte eine neue Zeitbombe ticken. 

 

70 Prozent der Wall-Street-Manager glauben an Trump-Wiederwahl

Ein Großteil der Amerikaner kann Donald Trump nicht ausstehen – an der Wall Street aber bleibt der umstrittene US-Präsident weiter populär.

Verwiesen wird bei den Börsianern vor allem auf die profitorientierte Finanz- und Wirtschaftspolitik des Republikaners (Steuersenkungen, Firmenentlastungen und Deregulierungen).

Laut einer von der Investmentbank RBC durchgeführten Umfrage glauben 70 Prozent der Finanzmanager an eine Wiederwahl von Trump 2020.

Diese Trump-Euphorie an der Wall Street freilich wirkt völlig abgehoben im Vergleich mit der Stimmung in der Bevölkerung: Laut einer jüngsten NBC/WSJ-Erhebung würden bloß 40 Prozent der US-Wähler Trump neuerlich die Stimme geben wollen.

Unter den Demokraten wird von den Brokern Ex-Vize Joe Biden als am finanz-freundlichsten angesehen. Sollten sich jedoch Kandidaten vom linken Progressiven-Flügel wie Bernie Sanders durchsetzen, wird mit Kursrutschen gerechnet.

Während die meisten Finanz-Profis zwar mit vier weiteren Trump-Jahren rechnen, hätten gleichzeitig 40 Prozent der Fondsmanager eine mögliche Niederlage bereits bei ihren Investitionen einkalkuliert, so CNBC.

Man will sich offenbar nach allen Richtungen absichern.   

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

 

By The Circus – YouTube, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77222381

 



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