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Commerzbank glänzt mit Quartalszahlen – Gewinn doppelt so hoch wie erwartet

Commerzbank-Tower in Frankfurt

Die Commerzbank hat gestern Abend nach Börsenschluss ihre vorläufigen Quartalszahlen veröffentlicht – die endgültigen und ausführlichen Daten folgen am 12. Mai. Solche vorgezogenen Meldungen sind immer dann nötig, wenn das Unternehmen sieht, dass die Zahlen zu deutlich von den Markterwartungen abweichen werden. Dann ist man verpflichtet seine vorläufigen Zahlen umgehend zu melden. Hier die wichtigsten Daten.

Der Ertrag liegt bei 2,79 Milliarden Euro (Vorjahr 2,49 / Analysten-Konsens 2,308 Milliarden Euro). Also liegt der Ertrag deutlich über den Erwartungen! Das Zinsergebnis stieg um 12 Prozent auf 1,40 Millirden Euro (Vorjahr 1,254 Milliarden Euro, Analysten-Konsens 1,278 Milliarden Euro). Das Provisionsergebnis stieg um 2 Prozent auf 972 Millionen Euro (Vorjahr 951 Millionen Euro, Analysten-Konsens 932 Millionen Euro).

Im ersten Quartal 2022 hat die Commerzbank (auf Basis der vorläufigen Zahlen) ein operatives Ergebnis von 544 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 538 Millionen Euro / Analysten-Konsens von 282 Millionen Euro). Hier sehen wir ein fast doppelt so gutes Ergebnis wie erwartet!

Das Risikoergebnis lag bei minus 464 Millionen Euro (Vorjahr: minus 149 Millionen Euro, Analysten-Konsens 262 Millionen Euro) und enthält ein Top Level Adjustment (TLA) von 334 Million Euro für erwartete Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine Krieg. Insgesamt bestehen per Ende Q1 TLAs in Höhe von 713 Millionen Euro (Q4 2022 523 Millionen Euro).

Die Commerzbank erwartet für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin ein Konzernergebnis von mehr als 1 Milliarde Euro und hält auch an allen weiteren für das Geschäftsjahr 2022 gesteckten Zielen fest.

Mit dem zweistelligen Ertragswachstum fing die Commerzbank laut eigener Aussage die finanziellen Belastungen infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mehr als auf.

Weitere Aussagen der Commerzbank im Wortlaut:

Für das Gesamtjahr erwartet die Commerzbank weiterhin ein Konzernergebnis von mehr als 1 Milliarde Euro und hält an allen weiteren finanziellen Zielen fest. Das gilt auch für das Risikoergebnis, das weiterhin bei weniger als 700 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2022 unter Berücksichtigung der gebildeten Top-Level-Adjustments erwartet wird. Der Ausblick basiert auf der Annahme, dass es keine substanzielle Erhöhung der Vorsorge für das Kreditportfolio der mBank in Schweizer Franken gibt und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs begrenzt bleiben.

„Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Dank eines starken Kundengeschäfts haben wir unseren Operativen Gewinn gesteigert, obwohl die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unser Risikoergebnis belastet haben. An unseren Zielen für das Gesamtjahr halten wir fest“, sagte Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.



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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Commerzbank stand am Mittwoch dem 22.März 2000 bei 47,60 EUR! Nach dem 10 : 1 Resplit im Jahre 2013 sind das 476 Euro!

    Im gleichen Zeitraum sind die Aktionäre der Banken Goldman Sachs und J.P.Morgan um 375 Prozent reicher geworden, während die Commerzbank Aktien 98 Prozent vom Wert verloren!

    Augen auf bei der Aktienanlage!

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