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Commerzbank: Höllenhund verjagt CEO – dieser Chart zeigt das Desaster

Commerzbank Hochhaus links im Vordergrund

Die Commerzbank gibt kein gutes Bild ab, um es mal vorsichtig auszudrücken. Am Freitag gab die Bank bekannt, dass ihr CEO Martin Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann zurücktreten werden (hier alle Details). Offenbar hat der US-Finanzinvestor Cerberus (Höllenhund) hinter den Kulissen weiter Druck gemacht, nachdem bereits im Juni ein Brief von Cerberus bekannt wurde, in dem die Unzufriedenheit über das Management der Commerzbank ganz klar zum Ausdruck gebracht wurde.

Der Niedergang der Commerzbank

Mit über 5 Prozent Anteil ist Cerberus zwar ein bedeutender Aktionär der Commerzbank (hier die Eigentümerstruktur), aber kein Schwergewicht, das eigenständig Aufsichtsrat und Vorstand in die Ecke drängen kann. Vermutlich haben andere ebenfalls unzufriedene Aktionäre auch mitgemacht beim Aufstand gegen das Management? Was steht an bei der Commerzbank? Man muss kein Wahrsager sein. Die Einschnitte in Sachen Personal und Filialen (die Kosten weiter runter drücken) dürften nochmal deutlich zunehmen!

Denn die Ergebnisse von Herrn Zielke waren in der Tat recht bescheiden. Die Fusion mit der Deutschen Bank scheiterte (ob sie überhaupt positive Effekte gebracht hätte?) Und trotz jahrelanger Sanierung gibt es Mini-Gewinne, und sogar jüngst wieder Verluste. Nicht Fisch, nicht Fleisch! Auch der deutsche Staat als großer Ankeraktionär seit der Finanzkrise dürfte mit der Entwicklung kaum glücklich sein.

Sind vielleicht am Ende alle Beteiligten froh, dass ein farbloser Herr Zielke verschwindet? Die Zeche dürften die einfachen Mitarbeiter bezahlen. Wir raten mal (mit guter Trefferwahrscheinlichkeit?): Interne Abteilungen und Prozesse outsourcen nach Polen, Ungarn, oder gleich nach Indien? Dies sieht man bei zahlreichen Banken und Finanzdienstleistern in Europa in den letzten Jahren. Denn damit spart man richtig viel Geld! Zur Verteidigung von Herrn Zielke darf man aber auch erwähnen: Nach der Abschaffung der Zinsmarge durch die EZB war sein Job ein verdammt trockenes Brot!

Deutlich schlechter performt als der Gesamtmarkt

Schauen Sie bitte auf den folgenden Chart. Er zeigt seit dem Jahr 2004 den Niedergang der Commerzbank-Aktie, während der Dax (blaue Linie) sich gleichzeitig prächtig entwickeln konnte. Auch nach dem jüngsten Aktien-Crash ab März konnte sich der Gesamtmarkt eindeutig besser entwickeln als die Commerzbank-Aktie.

Chart zeigt Commerzbank-Aktie seit 2004 gegen den Dax



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1 Kommentar

  1. Sorry,
    aber meiner Meinung nach zeugt der Tenor des Kommentares nicht von Weitblick bzw. Sachverstand.

    Man kann heutzutage Banken bei dem Verlust der Geschäftsgrundlage durch Nullzinsen nicht mit dem Gesamtmarkt vergleichen. Und wem ist mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer gedient?
    Kritik ist zu richten an Dhragi und Lagarde und weniger an das Management der Banken.
    Ich verweise auf die Videobeiträge von Markus Krall.

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