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Commerzbank mit langweiligen Zahlen – gelingt der Gegenentwurf zum Deutsche Bank-Modell?

Redaktion

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Die Commerzbank-Quartalszahlen wurden heute veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (das selbe wie der Umsatz bei Industrieunternehmen) liegt bei 2,3 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,28).

Der Gewinn liegt bei 250 Millionen Euro ( Vorjahresquartal 229). Dieser Gewinnzuwachs kommt eigentlich nur zustande, weil man nach 81 Millionen Euro Steuern vor einem Jahr jetzt nur noch 5 Millionen Euro Steuern gezahlt hat.

Während der Zinsüberschuss minimal sank, konnte der Provisionsüberschuss etwas gesteigert werden – insgesamt gesehen bieten die Zahlen der Commerzbank gegenüber dem Vorjahr eine Art Seitwärtsbewegung (vereinfacht ausgedrückt).

Anders als die Deutsche Bank kann man bei der Commerzbank ein klares Konzept erkennen, nämlich die Fokussierung auf Neukundenwachstum im „langweiligen“ Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden“. Deswegen betont die Commerzbank dieses Wachstum wohl auch so offensiv. Netto habe man in diesem Segment im letzten Quartal 73.000 neue Kunden dazu gewonnen. Damit sei das Kundenwachstum höher gewesen als in den vergangenen zwei Quartalen. Es ist die große Frage: Kann die Bank mittel- und langfristig durch ihr in der Tat gutes Kundenwachstum ansehnliche Gewinne produzieren? Es ist gut möglich, dass sich diese Strategie bei steigenden Zinsen auszahlt, wenn die Zinsmarge im Massengeschäft deutlich ansteigt.

Die harte Kernkapitalquote steigt binnen Jahresfrist von 12,5% auf jetzt 13,3%.

Zitat aus der Headline-Aussage der Commerzbank:

„Wir liefern, was unsere Strategie auszeichnet: Wir wachsen in unserem Kerngeschäft und digitalisieren unser Geschäftsmodell. Für das Geschäftsjahr 2018 streben wir die Ausschüttung einer Dividende an und haben eine entsprechende Abgrenzung vorgenommen.“

Zuletzt hatte man 2015 erstmals seit der Finanzkrise überhaupt eine Dividende gezahlt in Höhe von 0,20 Euro. Jetzt im ersten Quartal habe man für 2018 schon mal 5 Cents pro Aktie zurückgelegt. Läuft es also wieder grob geschätzt auf 20 Cents für das Gesamtjahr 2018 hinaus?

Die Commerzbank-Aktie notiert heute mit +3%.


Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.

Commerzbank-Quartalszahlen
Commerzbank-Handelssaal in Frankfurt. Foto: FNDE / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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