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Commerzbank-Quartalszahlen: Solide Zahlen, Privatkundengeschäft macht Hoffnung

Die Commerzbank-Quartalszahlen sind da. Hier die wichtigsten Fakten...

FMW-Redaktion

Die Commerzbank-Quartalszahlen sind da. Hier die wichtigsten Fakten.

Der Umsatz liegt bei bei 2,37 Milliarden Euro nach 2,32 Milliarden Euro im 1. Quartal 2016.

Der Gewinn liegt bei 217 Millionen Euro nach 169 Millionen Euro im 1. Quartal 2016.

Die harte Kernkapitalquote steigt auf 12,5 % nach 12,0% vor einem Jahr.

Das Segment Privatkunden zeigt ein leicht rückläufiges Ergebnis von 277 Millionen Euro vor einem Jahr auf jetzt 194 Millionen Euro. Das soll aber auf verschiedene Sondereffekte zurückzuführen sein, die das Bild verzerren. Zum laufenden Geschäft hier auszugsweise aus dem heutigen Bericht:

In Deutschland wurden im ersten Quartal rund 151.000 Nettoneukunden gewonnen, seit dem vorzeitigen Erreichen des 1-Million-Ziels im Oktober 2016 stieg die Kundenzahl damit um 0,3 Millionen. Das Kreditvolumen konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 % gesteigert werden. Im gleichen Zeitraum wuchs das Baufinanzierungsneugeschäft erneut. Die Qualität der Provisionserträge wurde durch den gestiegenen Anteil in gemanagten Anlageprodukten weiter erhöht.

Das Segment Firmenkunden zeigt ebenfalls ein leicht rückläufiges Ergebnis von vormals 280 Millionen Euro auf jetzt 250 Millionen Euro.

Die nach wie vor problematische Geschäft mit Schiffsfinanzierungen hat die Commerzbank veranlasst die Rückstellungen für faule Kredite auf 195 Millionen Euro von vormals 148 Millionen Euro zu erhöhen. Bis Ende 2017 rechnet die Bank allein bei Schiffskrediten mit Abschreibungen von 450 bis 600 Millionen Euro.

Hier der offizielle Ausblick der Commerzbank für den weiteren Geschäftsverlauf, Zitat:

Der Ausblick bleibt unverändert: Die Bank wird ihre Marktposition im laufenden Geschäftsjahr weiter stärken und sich auf die Umsetzung der Strategie Commerzbank 4.0 konzentrieren. Dabei soll die harte Kernkapitalquote CET1 stabil bei mindestens 12 % bleiben, indem Investitionen, Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich Restrukturierungsaufwendungen, Kapital und RWA ausbalanciert werden. Die Kostenbasis soll stabil gehalten und der erste Teil der Restrukturierungsaufwendungen für Commerzbank 4.0 gebucht werden. Die Risikovorsorge für die Segmente Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden dürfte auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen. Die Risikovorsorge für die Schiffsfinanzierung sollte in einer Bandbreite von 450 bis 600 Millionen Euro liegen.

Kurz-Fazit: Die Zahlen sind in Ordnung, mehr aber auch nicht. Eine sensationelle Überraschung im positiven Sinne ist in den Zahlen nicht zu entdecken, eine Enttäuschung aber auch nicht. Erfreulich ist, dass die Bank im „Brot- und Butter-Geschäft“ mit den „normalen“ Kunden gut wächst. Langfristig dürfte sich das positiv auswirken.



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