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Commerzbank-Quartalszahlen: Ertrag und Gewinn rückläufig, aber Steuer rettet

Die Commerzbank-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 2,13 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,18). Der Gewinn (operatives Ergebnis) liegt bei 298 Millionen Euro (Vorjahresquartal 401). Weil die Steuerlast im letzten Quartal von 94 auf nur noch 20 Millionen Euro gesunken ist, liegt der letztendliche den Aktionären zuzurechnende Gewinn aber bei 271 Millionen Euro, und damit fast genau auf dem Vorjahresniveau (272).

Die harte Kernkapitalquote sinkt im Jahresvergleich von 13% auf 12,9%.

Man schaue in die Details. Während der Provisionsüberschuss im Jahresvergleich von 763 auf 739 Millionen Euro sinkt (hat die CoBa die Kontogebühren gesenkt?), ist der Zinsüberschuss sogar gestiegen, nämlich von 1,19 auf 1,27 Milliarden Euro (hat die EZB heimlich die Zinsen angehoben?).

Zum Ausblick äußert sich die Commerzbank wie folgt. Zitat:

Die Bank wird auch 2019 ihre Wachstumsstrategie fortsetzen und erwartet im Vergleich zu 2018 höhere bereinigte Erträge. Insgesamt rechnet die Bank für das Geschäftsjahr 2019 mit einem im Vergleich zum Vorjahr leichten Anstieg des Konzernüberschusses, auch wenn dieses Ziel vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr sowie der sich spürbar eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Lage und der zunehmend von Unsicherheit geprägten geopolitischen Situation deutlich ambitionierter geworden ist. Die harte Kernkapitalquote soll zum Jahresende 2019 bei mindestens 12,75 % liegen. Die Kostenbasis dürfte 2019 unter 6,8 Milliarden Euro bleiben, während die Belastungen aus dem Risikoergebnis bei mindestens 550 Millionen Euro erwartet werden. Für das Geschäftsjahr 2019 plant die Bank mit einer Ausschüttungsquote auf vergleichbarem Niveau wie 2018.

Commerzbank-Quartalszahlen

Commerzbank-Quartalszahlen
Der Commerzbank-Tower in Frankfurt. Foto: © Commerzbank AG CC BY-SA 3.0 de

Auszugsweise Aussagen von der Commerzbank zu den aktuellen Zahlen im Wortlaut:

Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr 2019 das Wachstum bei Kunden und Assets fortgesetzt. Durch das zusätzliche Geschäft in den Kernsegmenten steigerte die Bank den Zinsüberschuss in einem äußerst anspruchsvollen Umfeld um 9 % und erzielte im Kundengeschäft höhere bereinigte Erträge. Damit erwiesen sich die Beiträge von neuen Kunden erneut als wichtiger Ausgleich für den Gegenwind aus negativen Zinsen, niedrigen Margen und Regulierung. Den Fortschritten im Kundengeschäft stand allerdings insbesondere im zweiten Quartal im Segment Firmenkunden ein deutlich niedrigeres Fair-Value-Ergebnis gegenüber, was zu insgesamt niedrigeren Erträgen führte. Zudem stiegen die Belastungen aus dem Risikoergebnis aufgrund von Einzelfällen im zweiten Quartal und geringerer Auflösungen von Risikovorsorge im ersten Halbjahr an. Die Quote für Problemkredite (NPL-Quote) lag bei niedrigen 0,8 % (H1 2018: 0,9 %). Die operativen Kosten wurden durch aktives Kostenmanagement und selektivere strategische Investitionen in Wachstum und Digitalisierung um 4 % gesenkt. Neben dem fortgesetzten Wachstum bei Kunden und Assets hat die Bank zwei weitere strategische Meilensteine erreicht: Das Abbausegment Asset & Capital Recovery (ACR) wurde dank der Erfolge bei der Reduzierung der nicht strategischen Portfolios in den vergangenen Jahren per Anfang Juli 2019 eingestellt. Und der Umbau der Zentrale ist einen wichtigen Schritt weitergekommen. Seit dem 1. Juli arbeiten IT und Produktbereiche eng verzahnt unter dem Namen „Campus 2.0“ zusammen.



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1 Kommentar

  1. Die Kunden wandern von der Commerzbank ab, wegen der total überzogenen Gebühren. Im Gegenzug gewinnt die Comdirect Kunden, ohne Gebühren, aber mit Lombardkredit wird dann bei 4% wieder bei einigen Geld verdient.
    Wo kann Bank heute quasi risikolos 4% Zins bekommen/verlangen?

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