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Commerzbank-Quartalszahlen: Flaute im Tagesgeschäft, Gewinnsprung wie erwartet

Die Commerzbank-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Commerzbank-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (vergleichbar mit Umsatz bei Industrieunternehmen) liegt bei 2,51 Milliarden Euro (Vorjahreswert 2,44).

Der Ertrag aus den Bereichen Zins und Handel sinkt im Jahresvergleich von 1,5 auf 1,24 Milliarden Euro.

Auch der Provisionsüberschuss sinkt, nämlich von 781 auf 738 Millionen Euro.

Und wo kommt nun der kleine Zuwachs beim Gesamtertrag her? Der Ertrag aus Finanzanlagen steigt von 94 auf 300 Millionen Euro. Das „sonstige Ergebnis“ steigt von -22 auf +222 Millionen Euro. Fazit: Im operativen Kerngeschäft herrscht Flaute, zumindest im Vergleich vom Q3 2016 auf das Q3 2017.

Der Gewinn liegt bei 472 Millionen Euro (Vorjahreswert -288). Damit liegt er im Rahmen der Erwartungen.

Die harte kernkapitalquote steigt im Quartalsvergleich von 13,0% auf 13,5%.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7%.

Hier der Ausblick im Wortlaut von der Commerzbank:

Die Bank wird ihre Marktposition weiter stärken und sich auf die Umsetzung der Strategie „Commerzbank 4.0“ konzentrieren. Die Bank strebt eine harte Kernkapitalquote CET 1 von mindestens 12,5 % an, einschließlich des Effekts aus der Einführung von IFRS 9 ab 1. Januar 2018. Die Kostenbasis wird 2017 unter 7,1 Milliarden Euro erwartet. Die Risikovorsorge dürfte bei rund 800 Millionen Euro liegen, davon entfallen rund 400 Millionen Euro auf das Segment ACR. Die Bank erwartet weiterhin ein leicht positives Konzernergebnis für das Gesamtjahr.

Aussagen zum aktuellen Ergebnis im Wortlaut auszugsweise von der Commerzbank:

Die Commerzbank hat im dritten Quartal 2017 ihre Wachstumsstrategie fortgesetzt, ihre Kapitalquote weiter gesteigert und Abbauportfolios weiter reduziert. Die Geschäftsentwicklung der Kundensegmente war gegenüber dem Vorquartal stabil. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden hat die Commerzbank in Deutschland seit Jahresbeginn netto bereits rund 450.000 neue Kunden gewonnen und die Assets um 28 Milliarden Euro gesteigert. Mit ihrem Wachstumskurs legt die Bank die Basis für künftige Profitabilität. Die harte Kernkapitalquote lag per Ende September bei 13,5 % nach 11,8 % vor einem Jahr. Das Schiffsportfolio im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) wurde in den ersten neun Monaten 2017 um 1,5 Milliarden Euro deutlich reduziert und lag Ende des dritten Quartals bei 3,3 Milliarden Euro. Die Umsetzung der Strategie „Commerzbank 4.0“ wurde auch im dritten Quartal planmäßig fortgesetzt. Die Auflösung des Joint Ventures „Commerz Finanz GmbH“ und die Übernahme des Ratenkreditportfolios von rund 3,5 Milliarden Euro auf die Bücher und Systeme der Bank wurden im dritten Quartal vollständig abgeschlossen. Diese Übertragung bietet nun die Möglichkeit, das Geschäft auf der eigenen Plattform auszuweiten. Ziel ist es, dieses Portfolio bis 2020 auf über 10 Milliarden Euro zu steigern. Investitionen in Digitalisierung und die Umsetzung im „Digital Campus“ laufen wie geplant.

„Wir haben dieses Jahr gute Fortschritte erzielt und wichtige Grundlagen für unsere Transformation gelegt. Wir konzentrieren uns auf Wachstum, um nachhaltig und langfristig profitabel zu sein. Bei Kunden und Assets sind wir weiter gewachsen, frei werdende RWAs und Kapital haben wir unserem Kerngeschäft zugeteilt und kräftig in unsere Digitalisierung und IT investiert. Das Ratenkreditgeschäft haben wir nun erfolgreich auf unsere Bücher übertragen und können es jetzt weiter ausbauen“, sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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