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Commerzbank-Quartalszahlen: Ins Minus gerutscht

Claudio Kummerfeld

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am

Commerzbank Tower in Frankfurt

Die Commerzbank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 1,85 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,16).

Der Verlust liegt bei 295 Millionen Euro (Vorjahresquartal +122).

Die harte Kernkapitalquote liegt bei 13,2 Prozent (Vorjahresquartal 12,7).

Die operativen Kosten sinken leicht von 1,57 auf 1,50 Milliarden Euro.

Die Commerzbank-Aktie notiert heute früh mit -3,8 Prozent.

Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss sind im Jahresvergleich gestiegen. Der Ertrag ist dennoch geringer, weil Zitat:
Dem standen vor allem vorübergehend negative Bewertungseffekte auf Absicherungsgeschäfte für Kunden und für das eigene Geschäft in Höhe von 295 Millionen Euro gegenüber. Grund dafür war die hohe Marktvolatilität. Bei einer Stabilisierung der Märkte dürften sich die Bewertungen dieser Derivate wieder erholen.

Rücklagen für Kreditausfälle? Dazu sagt die Commerzbank foglendes, Zitat:

Das Risikoergebnis vervierfachte sich getrieben von der Corona-Pandemie auf minus 326 Millionen Euro (Q1 2019: minus 78 Millionen Euro). Davon sind 185 Millionen Euro auf die Krise zurückzuführen. Neben tatsächlichen Verlusten von 74 Millionen Euro infolge der Pandemie zeigen sich hier vor allem zusätzliche Buchungen in Höhe von 111 Millionen Euro für derzeit erwartete künftige Ausfälle. Dies berücksichtigt die derzeit absehbaren Belastungen ebenso wie die umfangreichen staatlichen Hilfsprogramme. Insgesamt erwies sich das Kreditbuch dank des massiven Risikoabbaus in den vergangenen Jahren mit einer Quote der Problemkredite von weiterhin niedrigen 0,8 % als gesund.

Zum Ausblick sagt die Commerzbank aktuell folgendes, Zitat:

Die Commerzbank wird auch in Zeiten von Corona an der Seite ihrer Kunden stehen. Die Bank wird ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und dabei auch die Erfahrungen aus der Krise berücksichtigen. Ein konkreter Ausblick ist angesichts der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie schwierig. Unter der Annahme, dass die Wirtschaft nach einem rund zweimonatigen Lockdown Schritt für Schritt wieder hochfährt und es zu keinem zweiten Lockdown kommt, erwartet die Bank, dass sie die Erträge im Kundengeschäft ohne den Einfluss von Sonder- und Bewertungseffekten im Geschäftsjahr 2020 weitgehend stabil halten kann. Dank des intensivierten Kostenmanagements strebt die Bank eine Kostenbasis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 an, nun aber inklusive der IT-Investitionen von bis zu 0,2 Milliarden Euro im Rahmen von „Commerzbank 5.0“. Beim Risikoergebnis erwartet die Commerzbank Belastungen zwischen 1,0 Milliarden und 1,4 Milliarden Euro. Angesichts der Reduktion der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen um 55 Basispunkte passt die Bank ihr Ziel für die harte Kernkapitalquote von mindestens 12,75 % auf mindestens 12,5 % zum Jahresende an. Dies gibt der Bank mit Blick auf die aktuelle Kernkapitalquote von 13,2 % Spielräume, um zusätzliche Geschäftschancen zu nutzen.

CEO-Headline-Statement zu den aktuellen Zahlen:

„Wir befinden uns in einer historischen Ausnahmesituation. Die Corona-Pandemie stellt die Welt und unser Wirtschaftssystem auf eine Belastungsprobe, wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen haben. Bei der Bewältigung dieser Krise kommt Banken eine Schlüsselrolle zu, indem sie Liquidität bereitstellen und ihren Kunden so durch diese schwere Zeit helfen. Dieser Verantwortung stellen wir uns und haben bereits rund 11 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität bereitgestellt“, sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. „Mit unserer starken Bilanz sowie unserer komfortablen Liquiditäts- und Kapitalposition sind wir gut aufgestellt, die deutsche Wirtschaft mit voller Kraft zu unterstützen.“

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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