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Commerzbank-Quartalszahlen: Keine Euphorie, Dividende sinkt

Commerzbank Tower in Frankfurt

Die Commerzbank hat heute ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 2,17 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,04). Der Gewinn (operatives Ergebnis) liegt bei 250 Millionen Euro (Vorjahresquartal 240). Im Gesamtjahr 2019 sind es 1,26 Milliarden Euro (1,24 im Vorjahr).

Die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt bei 13,4% nach 12,9% im Vorjahr.

Die Dividende sinkt von 20 auf 15 Cents.

Provisionsüberschuss und Zinsüberschuss (!) sind beide im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen!

Hier der Ausblick der Commerzbank im Wortlaut:

Die Commerzbank wird ihre Wachstumsstrategie weiter fortsetzen und erwartet für 2020 bereinigte Erträge mindestens auf dem Niveau von 2019. Sie bestätigt ihr Ziel einer Kostenbasis von 6,7 Milliarden Euro plus bis zu 0,2 Milliarden Euro für IT-Investitionen im Rahmen von „Commerzbank 5.0“. Die Belastungen aus dem Risikoergebnis werden bei mehr als 650 Millionen Euro erwartet. Die Bank plant für 2020 mit einer vergleichbaren Dividenden-Ausschüttungsquote wie für 2019. Bei der harten Kernkapitalquote strebt die Bank weiterhin einen Wert von mindestens 12,75 % zum Jahresende an.

Hier die Headline-Aussage der Commerzbank zu den aktuellen Zahlen:

Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2019 trotz der sich nochmals verschärfenden Rahmenbedingungen ihr Operatives Ergebnis stabil gehalten. Das Kundengeschäft entwickelte sich auf Basis des Wachstums bei Kunden und Assets weiter robust. Die Bank gewann in Deutschland netto rund 473.000 Privat- und Unternehmerkunden hinzu und baute das Kredit- und Wertpapiervolumen um 16 % auf 261 Milliarden Euro aus. Das Segment Firmenkunden steigerte das Kreditvolumen um 6 Milliarden auf 88 Milliarden Euro und verbesserte im direkten Kundengeschäft seine Erträge. Insgesamt erhöhte die Bank dank ihrer Wachstumsinitiativen den Zinsüberschuss und kompensierte so den Gegenwind aus dem negativen Zinsumfeld. Auf der Kostenseite realisierte die Bank aufgrund ihres strikten Kostenmanagements zudem weitere Einsparungen und erreichte damit trotz höherer Pflichtbeiträge ihr Kostenziel für 2019 von unter 6,8 Milliarden Euro. Dem stand ein aufgrund von Einzelfällen im Firmenkundengeschäft höheres negatives Risikoergebnis gegenüber. Gleichzeitig hat sich die Portfolioqualität jedoch mit einer Quote für Problemkredite (NPE-Quote) von 0,9 % noch weiter verbessert.

Die Bank hat die Umsetzung ihrer Strategie „Commerzbank 5.0“ erfolgreich gestartet und bereits greifbare Fortschritte erzielt. Sie hat ihren Anteil an der comdirect auf über 90 % erhöht und so den Grundstein für eine schnelle Integration gelegt. Der Verkaufsprozess für die polnische mBank ist angelaufen. Und mit der zügigen Vereinbarung eines vorgezogenen Altersteilzeitprogramms hat die Bank die Basis für einen möglichst sozialverträglichen Stellenabbau gelegt. Hierfür wurde bereits im vierten Quartal 2019 eine entsprechende Rückstellung in Höhe von 101 Millionen Euro gebucht.

„Wir haben das Geschäftsjahr 2019 mit einem besseren Operativen Ergebnis abgeschlossen als zwischenzeitlich erwartet. Zusammen mit der starken Kapitalquote haben wir eine gute Absprungbasis für 2020 geschaffen. Diesen Spielraum werden wir nutzen“, sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. „Bei der Strategie ,Commerzbank 5.0‘ haben wir bereits greifbare Fortschritte erzielt und kommen schneller als geplant voran. Das stimmt mich mit Blick auf unsere Renditeerwartung optimistischer, als ich es im vergangenen Herbst war.“



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