Glänzen so gut man kann, um Anleger davon zu überzeugen, dass eine Übernahme durch die UniCredit der falsche Weg ist? Die Commerzbank meldet heute einen weiteren Aktienrückkauf von bis zu 400 Millionen Euro. Und die 2024-Dividende soll auf 0,65 Euro pro Aktie steigen, von 0,35 Euro in 2023 – eine kräftige Steigerung. Die Aktie steigt seit der Meldung von 18,30 Euro auf 18,66 Euro.
Commerzbank mit Rekordgewinn in 2024
Und die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2024? Die hat die Commerzbank ebenfalls heut gemeldet. Das Nettoergebnis liegt bei 2,68 Milliarden Euro nach 2,22 Milliarden Euro in 2023. Damit erreichte man jetzt ein Rekordergebnis, so die Bank. Die Erträge (Umsätze) stiegen dank des starken Kundengeschäfts um 6 % auf 11,11 Milliarden Euro nach 10,46 Milliarden Euro in 2023. Treiber war laut Aussage der Commerzbank vor allem das stärker als erwartete Wachstum des Provisionsüberschusses um 7 % auf 3,64 Milliarden Euro (2023: 3,39). Der Zinsüberschuss lag mit 8,33 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswret von 8,37 Milliarden Euro.
„Wir haben unser Kapitalrückgabeversprechen an unsere Aktionärinnen und Aktionäre übererfüllt“, erklärte Commerzbank-CEO Bettina Orlopp. Durch konsequentes Kostenmanagement und den Fokus auf Wachstumsinitiativen sei man in der Lage gewesen das Nettoergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich steigern. Dank einer weiter steigenden Profitabilität und neuer Wachstumsinitiativen werde man die Kapitalrückgabe in den kommenden Jahren nochmals erhöhen. „Die Commerzbank ist und bleibt ein attraktives Investment“, so Orlopp.
Bloomberg-Aussagen
Die Commerzbank kündigte einen neuen Aktienrückkauf an und meldete Rekordgewinne für das vergangene Jahr, während der deutsche Kreditgeber versucht, eine unerwünschte Annäherung des italienischen Rivalen UniCredit abzuwehren, so die Aussage von Bloomberg zu den aktuellen Zahlen. Die Commerzbank gab bekannt, dass sie mit dem Rückkauf von bis zu 400 Millionen Euro ihrer Aktien beginnen wird, nachdem sie die behördlichen Genehmigungen eingeholt hat. Der Nettogewinn stieg im vergangenen Jahr um etwa 20 % auf 2,68 Milliarden Euro, wie es in einer Erklärung am Freitag hieß. Von Bloomberg befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von 2,47 Milliarden Euro gerechnet.
Die Aktien der Commerzbank stiegen aufgrund dieser Nachricht um bis zu 2,3 % und damit auf den höchsten Stand seit August 2011. In diesem Jahr sind sie bisher um fast 20 % gestiegen. Die Commerzbank hat erklärt, dass sie unabhängig bleiben will, und hat einen möglichen Übernahmeversuch durch UniCredit als „feindlich“ bezeichnet, nachdem sich der italienische Rivale einen großen Anteil gesichert hatte. Sie sieht ihre stärkste Verteidigung darin, ihren Aktienkurs zu erhöhen, indem sie die Aktionäre von ihrer eigenständigen Strategie überzeugt. Der Kreditgeber plant außerdem, für das vergangene Jahr eine Dividende von 0,65 € pro Aktie vorzuschlagen, wodurch sich die Kapitalrendite für 2024 auf rund 1,73 Milliarden Euro bzw. 71 % des Gewinns nach Abzug der AT1-Kupons belaufen würde. „Wir haben unser Kapitalrenditeversprechen an unsere Aktionäre übertroffen“, sagte CEO Bettina Orlopp in der Erklärung.
FMW/Bloomberg
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