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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Commerzbank Übernahme? UniCredit dementiert… nicht wirklich!

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So langsam kocht die Gerüchteküche über in Sachen Commerzbank. Nachdem die starke Hand einer „Deutschland Bank“ bestehend aus CoBa und DB nicht mehr als Szenario existiert, ist die Commerzbank quasi ein vogelfreies Objekt der Begierde. Zahlreiche Kandidaten aus den Niederlanden, Frankreich und Italien könnten als Käufer für die CoBa in Frage kommen.

Commerzbank ein leichtes Opfer

Zuletzt hatten wir die ING als möglichen Käufer besprochen. Immerhin, mit 44 Milliarden Euro Börsenwert wäre eine „Fusion“ per Aktientausch eine einfache Nummer für die Holländer bei einem Wert der Commerzbank von nur 10 Milliarden Euro. Aber gestern Nachmittag kam die Nachricht auf den Tisch, dass die italienische UniCredit, die sich bereits im Jahr 2005 mit der HypoVereinsbank eine der ehemals vier großen deutschen Banken einverleibt hatte, Banken ein Mandat erteilt habe für die Planung der Coba-Übernahme. In den letzten 14 Jahren wurde die Hypo quasi von der UniCredit vollumfänglich „verdaut“.

Kauft die UniCredit nun auch die Commerzbank, dann wären quasi drei (!) von vier ehemals deutschen Großbanken unter dem Schirm der Italiener verschwunden (Hypo, CoBa, Dresdner). Angeblich habe die UniCredit beratende Banken mit einem Mandat beauftragt, um die Übernahme der Commerzbank vorzubereiten. Auf diesen Bericht reagiert nun die UniCredit mit einem „Dementi“, wenn man es so nennen kann. So sagt sie im Wortlaut:

At the request of the Italian market Autorithies, further to an article published by Reuters today 14 May 2019, and the ensuing media speculations, UniCredit would like to clarify that no banking mandate has been signed related to any potential rumoured market operation. UniCredit would like to reiterate it is fully focused on the successful conclusion of its Transform 2019 plan, based on organic assumptions, which is well on track to achieve all stated objectives, as confirmed at the Group’s Q1 2019 results on 9 May 2019. As previously announced, in addition to the four financial measures unveiled on 7 May 2019, the Group will present its new business strategy at an investor day to be held in London on 3 December 2019.

Dementi klingt anders

Die entscheidenden Worte haben wir fett markiert. In diesem „Dementi“ der UniCredit wird also lediglich dementiert, dass man keiner Bank einen Mandat für eine Aktion erteilt habe. Man hat aber mit keinem Wort erwähnt, dass man kein Interesse an der Commerzbank habe. Ein nicht vorhandenes Übernahme-Interesse klingt anders! Also darf man fleißig weiter spekulieren, dass die UniCredit durchaus Interesse daran hat die Commerzbank zu schlucken.

Die UniCredit hat „nur“ einen Börsenwert von 24 Milliarden Euro. Bei einer Fusion per Aktientausch wäre die UniCredit mit ihren Aktionären aber immer noch deutlich überrepräsentiert, und die Führungsebene der Commerzbank wäre in einer fusionierten Bank wohl auch nicht mehr zu halten. Also würde die CoBa letztlich genau so untergehen (degradiert werden) wie schon die Hypo. Also deutsche Außenstelle, als Cash Cow, die bitteschön jährlich Überschüsse nach Mailand liefern soll. Dafür müsste die CoBa natürlich kräftig auf Profit getrimmt werden (Entlassungen, Filialschließungen uvm)!

Die Commerzbank-Aktie stieg gestern schon von 7,32 auf 7,72 Euro. Wird sie heute im Tagesverlauf schwächer tendieren? Na ja… bei dem schwammigen halb garen Dementi, da wird die Gerüchteküche ja eher angeheizt als runtergekocht!

Frankfurt Skyline mit Commerzbank Tower
Foto: Epizentrum – Opera propria CC BY-SA 3.0

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Aktuell: Broker sieht „code red“ bei Tesla, Aktie vorbörslich unter 200 Dollar

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Der in Los Angeles beheimatete Broker „Wedbush“ schießt aktuell ganz schön heftig gegen Tesla. Einst war man dort mal ein großer Fan der Aktie. Jetzt aber offenbar nicht mehr. Man stuft die Aktie ab von 275 auf nur noch 230 Dollar. Tesla müsse einen Kilimanjaro-artigen Aufstieg hinlegen, damit die Erreichung der Gewinnzone im zweiten Halbjahr 2019 doch noch erreicht werden könne, so die Worte des Analysten.

Wedbush nennt die aktuelle Lage bei Tesla eine „code red situation“, also Alarmstufe Rot! So sagt der Analyst von Wedbush auch, dass man Bedenken habe zum Verlauf des Wachstums bei den Model 3-Verkäufen und der Nachfrage in den USA. Außerdem verzettele sich Elon Musk derzeit in dubiosen Projektideen wie Robotaxis, Versicherungen usw. Dabei müsste er sich gerade jetzt völlig auf das Model 3 konzentrieren. Aber offenbar hat Wedbush ernsthafte Bedenken an der Ernsthaftigkeit und Fokussierung von Elon Musk.

Die Tesla-Aktie war bereits am Freitag um 17,3 Dollar auf 211 Dollar gefallen. Und dann noch gestern die Aussagen von Wedbush. Vorhin notierte die Aktie auf einem Dreijahrestief! Im vorbörslichen Handel nämlich lag sie vorhin kurzzeitig unter 200 Dollar. Aktuell liegt sie im Vergleich zu Freitag Abend vorbörslich bei 201,80 Dollar, was ein Minus von 4,37% darstellt.

Um einen besseren Überblick zu bekommen, betrachten wir die Tesla-Aktie mal im folgenden Chart seit dem Jahr 2011. Das aktuelle Niveau von grob 200 Dollar haben wir im Chart blau eingezeichnet. Es ist auf lange Sicht eine verdammt wichtige Marke. Viele Unterstützungsniveaus hatte die Aktie in den letzten Wochen schon unterschritten. Und gerade erst hatte Tesla die Aktienbasis über eine Kapitalerhöhung weiter verwässert. Momentan scheinen selbst die blind gläubigen Tesla-Jünger die Aktie nicht aufhalten zu können auf dem Weg nach unten.

Tesla Aktie in Langfristbetrachtung

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Aktuell: Deutsche Bank mit Allzeittief, Wirecard klettert weiter nach oben

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Aktuell wollen wir das frische Allzeittief der Deutsche Bank-Aktie besprechen sowie das weitere Ansteigen der Wirecard-Aktie. Aber zunächst zu den Deutschbankern. Die UBS gibt der Aktie aktuell einen kräftigen Stoß. So hat man das Kursziel für die Aktie gesenkt von 6,40 auf 5,70 Euro. Die Einstufung ändert man von „Neutral“ auf „Verkaufen“. Aktuell notiert die Aktie bei 6,62 Euro. Damit hat sie ein neues Allzeittief erreicht, weil sie nun 6 Cents tiefer notiert als im Tiefpunkt aus Dezember 2018.

Die UBS sieht zwei Probleme für die Deutsche Bank. Nach der abgesagten Fusion mit der Commerzbank würden der DB wenig strategische Optionen bleiben. Und wegen den niedrigen Zinsen werde die Ertragsflaute bei der DB wohl anhalten. Daher habe man die Gewinnschätzungen reduziert. Die Gewinne würden sich nur schleppend entwickeln, und die Bank bleibe weiter deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Nach dem Motto (so meinen wir): Warum die DB-Aktie kaufen, wenn sie weiterhin so wenig Gewinne bringt, und die Konkurrenz einfach besser arbeitet?

Wir meinen: Ohaaaaaaaaa, das wird ja immer bedrohlicher. Die Deutsche Bank wird immer billiger für potenzielle Käufer. Die Bank hat jetzt nur noch einen Wert von 14,2 Milliarden Euro. Neben der noch viel billigeren Commerzbank wächst die tatsächliche Gefahr, dass Schnäppchenjäger die ganze Bank mal eben so im Vorbeigehen kaufen, oder zumindest einen bedeutenden Teil der Aktien. Was die Bundesregierung dazu wohl sagen würde – Stichwort „Finanzielle Staatsraison“?

Dazu kommen aktuell noch Nachrichten, dass angeblich Führungskräfte der Deutschen Bank in den USA Meldungen von für Geldwäscheprävention zuständigen Mitarbeitern an Behörden unterbunden haben sollen. Dabei sei es in 2016 und 2017 um verdächtige Transaktionen von Organisationen gegangen, die Donald Trump zugerechnet werden. Droht hier schon die nächste Geldbuße in den USA?

Deutsche Bank
Deutsche Bank-Aktienkurs seit 2002.

Wirecard steigt weiter

Und wo wir eh schon über die Deutsche Bank reden. Es ist heute just diese Bank, die mit ihrer Einschätzung dafür sorgt, dass die Aktien von Wirecard weiter klettern. Sie notieren heute mit +2,1% auf 142,95 Euro. Im folgenden Chart sieht man die Aktie seit September 2018. Der große Abwärtspfeil zeigt die drei kurz nacheinander folgenden Abstürze bei Wirecard aufgrund der drei übelst negativen Berichte der Financial Times (Absturz von 166 bis auf 86 Euro) Bis heute kann niemand zu 100% sicher sein, wer nun recht hat.

Zwar konnte Wirecard einen externen Bericht präsentieren, wonach die Vorkommnisse in Asien im Großen und Ganzen mit rechten Dingen zugehen sollen. Aber so ganz zu 100% ist der Rauch noch nicht verzogen. Bis jetzt konnte sich die Aktie wieder zu großen Teilen erholen, und scheint diese Verluste weiter auszugleichen. Die DB stuft Wirecard hoch von „Halten“ auf „Kaufen“. Das Kursziel steigt von 170 auf 200 Euro. Beachtlich dabei ist: Die Financial Times hat heute erneut negativ über Wirecard berichtet. Dabei werden Aussagen aus April wiederholt. Wirecard haben in den letzten Jahren die Hälfte der Erlöse sowie fast alle Gewinne nur mit drei Partnern erzielt.

Und wenn? Apple hat nur ein einziges Produkt, das den Großteil von Umsatz und Gewinn liefert – und da sagt auch niemand was zu. Man kann fast den Eindruck haben, als seien die „Journalisten“ bei der FT beleidigt, dass niemand mehr auf ihre negativen Artikel hört. Und so versucht man alte Vorwürfe nochmal aufzuwärmen? Es sieht schon sehr merkwürdig aus. Aber wer weiß. Nachher schütteln wirklich alle Beobachter über die FT den Kopf, und ganz am Ende behält sie doch recht? Aber zurück ins Hier und Heute. Die Börse ignoriert die Aussagen der FT und achtet auf die netten Worte der Deutschbanker. Die Wirecard-Aktie ist zur Zeit im Aufwärts-Flow.

Wirecard-Aktie seit September 2018

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Trade-Rückblick und Vorschau auf Dax, Forex, Aktien

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An dieser Stelle biete ich eine kurze Vorschau auf mein heutiges ausführliches Video vor dem Marktstart in Frankfurt. Es geht um einen Rückblick, und um heutige Ereignisse bei Dax, Forex, Aktien. Seid ihr noch nicht registriert? Dann bitte einfach hier anmelden, denn es ist völlig kostenfrei! Dann könnt ihr das aktuelle und alle noch kommenden Videos von mir sehen.

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