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Commerzbank-Vorstand verdient mit Wetten auf fallenden Dax gutes Geld! – Update 12:55 Uhr

Dax verlor kräftig - Commerzbank-Vorstand hat gut mit verdient

Ein glänzendes Vorbild für Integrität strahlt ein Vorstandsmitglied der Commerzbank da gerade aus, so möchte man es ausdrücken (Ironie). Man kann es kaum fassen. Marcus Chromik sitzt als Oberaufseher der Commerzbank für Risiken (Chief Risk Officer) im Vorstand der Bank. Auf der Commerzbank-Webseite ist er bei den Vorständen an Stelle Nummer 3 gelistet – also ein wichtiger Mann bei Deutschlands zweitgrößter Bank!

Commerzbank-Vorstand zockt auf fallenden Dax

Da er von Risiko offenkundig etwas versteht (Satire?), hat er den fallenden Dax in den letzten Wochen vorhergesehen? Denn am 3. März kaufte er für 3,13 Euro Dax-Puts (Wetten auf fallende Kurse), und verkaufte am 16. März zu einem Kurs von 26,29 Euro. Hey, ist das also ein Kaufsignal, wenn er jetzt nicht mehr auf fallende Kurse wettet? (Sarkasmus, schon klar). Hat er vielleicht mit diesem Trade seinen bestehenden Aktienpositionen als Privatmann einfach nur abgesichert, und mit diesem erzielten Gewinn in Höhe von 76.000 Euro mögliche Verluste bei Aktien ausgeglichen? Wir wissen es nicht – eine Info der Commerzbank könnte für Klarheit sorgen! Wir sehen nur diesen Trade (hier die aktuelle Verkaufsveröffentlichung). Es ist ein verdammt kräftiges Geschmäckle!

finanz-szene.de hatte heute früh zuerst darüber berichtet (hier nachzulesen). Die Kollegen des Portals verweisen auch darauf, dass die Commerzbank, während der Chief Risk Officer auf den fallenden Dax wettete, ihren Kunden einen Tag vor seinem Short-Einstieg empfahl („Sonderausgabe Corona“) „Kursrückschläge als Kaufchance“ zu sehen und jetzt „nicht den Kopf in den Sand zu stecken“. Der Dax stand damals noch rund 40% höher, die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland lag 98% niedriger. Gut, sicherlich ist der Chief Risk Officer nicht direkt in die Anlageempfehlungen für die Kundschaft involviert! Aber von außen betrachtet hat dieser Dax-Trade ein verdammt bitteres Geschmäckle! Die Commerzbank hat übrigens auf Anfragen von finanz-szene.de zu dem Vorgang nicht reagiert. Und wir haben aktuell nachgeschaut – auch heute früh keine Pressemitteilung oder sonstige Mitteilung bezüglich diesen Vorgangs von der Commerzbank.

Achtung, hier ein aktuelles Update von 12:55 Uhr. Nach Veröffentlichung dieses Artikels hat uns die Pressestelle der Commerzbank geantwortet. Hier das Statement:

„Es ging hier um Absicherungsgeschäfte, um den Verlust im Aktienportfolio zu begrenzen. Den Gewinn, der über die Absicherung des Portfolios hinausging, hat unser Risikovorstand an verschiedene Hilfsorganisationen gespendet.“



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4 Kommentare

  1. Wasser predigen und Wein trinken, und das erstaunt hier irgendeinen? Das ist NORMAL in der Branche, war es nicht fie DB die intern die Subprimes als Dreck was bei Kunden abgeladen werden muss…erstaunlich ist nicht das es passiert sondern das man es als Berichtenswert erachet, es ist der ganz normale Wahnsinn…und es läuft überall so, darum ist es auch so wichtig das wie Bürger die Banken retten oder (sarkasmus) es wird sich nie etwas ändern bis der dumme
    Michel
    Mal aifwacht und König Louis aus dem Elysee jagt das gilt Weltweit überall, es ist Zeit für eine Revolution, eventuell schnallen das die 99% dann irgendwann auch mal noch und bis dahin word das spiel weitergehen, immer weiter und weiter….wir sind die deppen die es in der aha d haben es zu stoppen aber wir wollen das nicht…also was solls…

    1. Verstehe ich jetzt auch nicht, warum das hier jetzt besondere Erwähnung findet. Im Umfeld der Finanzindustrie passiert jeder erdenkliche „Sauerei“. Wen solche Dinge überraschen sollten, kann man nur als naiv bezeichen. Eine andere Umschreibung für diesen Personenkries lasse ich hier lieber.

      1. Und deshalb darf das Thema nicht thematisiert werden? Oder alle sollen es als gegeben hinnehmen?

  2. Bei ca. 8.000€ Anfangsposition und 76.000€ Verkaufserlös ist das doch gerade mal ne Tagesschwankung, und bei ihm ging das über 2 Wochen. Also total pille palle. Das ging bei mir in kürzerer Zeitspanne vom 4. auf den 9. mit ähnlichem Erlös aber wesentlich weniger Einsatz.
    Im Vgl. zu seinem Gehalt sind die 8.000 bzw. 76.000€ auch nicht betrachtenswert hoch

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