Erst überzeugte heute Nacht der KI-Cloud-Vermieter CoreWeave mit guten Quartalszahlen und einem besseren Ausblick, die Aktie legt aktuell in New York 20 % zu. Jetzt liegt Meldung des Konkurrenten Nebius vor. Beide sind keine großen Unternehmen, aber sie bieten einen Einblick, ob der Drang nach KI-Kapazitäten weiterhin groß ist. Und auch Nebius kann glänzen, die Aktie legt aktuell auf Tradegate 16,7 % zu.
Nebius meldet 514 % Anstieg der KI-Cloud-Umsätze
Nebius mit Sitz in den Niederlanden meldete heute Mittag einen Mega-Umsatzsprung. Der Quartalsumsatz steigt im Jahresvergleich um 454 % von 105 auf 582 Millionen Dollar (erwartet 557). Der Verlust sinkt von 91,5 auf 33,2 Millionen Dollar.
Der Umsatzsprung im Cloud-Geschäft liegt bei 514 %. Er ist auf die starke Nachfrage nach KI-Rechenleistung zurückzuführen, so Bloomberg News. Der Umsatz im KI-Cloud-Bereich, der den Großteil des Geschäfts ausmacht, erreichte im Quartal 575 Millionen US-Dollar.
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„Alles, was wir uns für dieses Quartal vorgenommen hatten, haben wir erreicht“, sagte Vorstandsvorsitzender Arkady Volozh in der Mitteilung. „In den meisten Fällen haben wir sogar mehr erreicht.“
Der Wert der im Quartal gewonnenen Aufträge vervierfachte sich laut der Mitteilung im Vergleich zum Vorquartal, darunter vier Verträge mit einem durchschnittlichen Volumen von jeweils mehr als 1 Milliarde US-Dollar.
Das Unternehmen ging 2024 aus dem russischen Internetgiganten Yandex hervor und hat Verträge mit Nvidia sowie großen Rechenzentrumsbetreibern wie Microsoft und Meta Platforms abgeschlossen. Der Aufbau einer Infrastruktur für KI-Workloads ist ein kostspieliges Unterfangen. Nebius sicherte sich im Juli eine Finanzierung in Höhe von 775 Millionen US-Dollar, die durch seine Vermögenswerte, darunter GPUs, besichert ist, wie es in der Erklärung hieß. Im zweiten Quartal gab das Unternehmen rund 5,7 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Chips und Ausrüstung sowie für den Ausbau von Rechenzentren aus.
Kommentar
FMW: Die Quartalszahlen bei CoreWeave und Nebius zeigen eine starke Nachfrage nach KI-Rechenzentrums-Kapazität. Das lässt wiederum darauf schließen, dass ihre Kunden selbst nicht oder noch nicht genug eigene Kapazitäten für KI-Rechenleistung zur Verfügung haben. Das Geschäft (Nutzung von KI durch die Endverbraucher) wächst also schneller als die Hyperscaler die Angebotskapazitäten ausbauen können, weswegen sie externe Kapazitäten anmieten müssen? Daher könnten die aktuellen Meldungen dieser kleinen KI-Vermieter der ganzen KI-Branche am Aktienmarkt Aufwind verleihen.
FMW/Bloomberg
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„Das Geschäft (Nutzung von KI durch die Endverbraucher) wächst also schneller als die Hyperscaler die Angebotskapazitäten ausbauen können“
dass der endkunde der treiber ist waage ich hier mal ernsthaft in zweifel zu ziehen.
mehr als 70% der datencenter-kapazitäten wird von open ai und anthropic gebucht. das ponzi schema muss weiter gehen – die überkapazitäten werden einfach über die super-defizitären abgegriffen, um den eindruck von echter nachfrage zu faken. ist ja egal wo man die kohle verbrennt – am unauffälligsten geht es somit über die ohnedies bekannten – und damit „unverdächtigen“ – geldverbrennungsmaschinen.