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Coronakrise: Das nächste „heiße Ding“ heißt – Plexiglas!

Die Coronakrise sorgt für den Durchbruch bestimmter Produkte – und das nächste „heiße Ding“ dürfte hier Plexiglas sein! Dass eine Pandemie wie die Lungeseuche Covid-19 eine große Menge Nachfrage an medizinischen Geräten erzeugt, ist für jeden sofort nachvollziehbar. Schutzausrüstung von der einfachen Atemschutzmaske über Schutzbrillen, Schutzkittel, Schutzanzüge und Handschuhe wurde zur Mangelware und schoss im Beschaffungspreis nach oben. Aber es gibt noch eine weitere Schutzvorrichtung, die jeder kennt, die aber nicht gerade mit einer Infektionskrankheit in Zusammenhang gebracht wird – es ist die Scheibe aus Plexiglas.

Coronakrise: Der neue Schutz vor Ansteckung durch Plexiglas

Wer hatte sich da nicht gewundert, wie schnell dies gegangen war? Innerhalb weniger Tage gab es plötzlich Abertausende von Trennscheiben in Arztpraxen, Lebensmitteldiscountern und in Apotheken an den Kassen, um die Verkäufer vor den Kunden zu schützen. Eine Wunderwaffe gegen Corona in der Phase der Abstandsregelungen und insbesondere zur Verhinderung von Tröpchenübertragungen.

Dabei war dies erst der Beginn künftiger Einsatzmöglichkeiten des durchsichtigen Plastikmaterials in der Coronakrise. Wichtige Menschen halten ihre Pressekonferenzen hinter den Plastikwänden ab, wie man in den Medien sehen kann, es arbeiten italienische Firmen an Plastikboxen für Strandurlauber, an Plastikschutzwänden für Restaurants – und was wird es nicht alles für Plastikgebilde geben, wenn erst die Geschäfte mit engem Kundenkontakt richtig geöffnet haben. Dazu die vielen Dienstleister wie Friseure, Masseure, Kosmetikerinnen oder auch die schweißverbreitenden Fitnessstudios. Schutzwände könnte es in vielen Lebensbereichen geben, an die man im Leben nicht gedacht hat, in Schulen, Büros, Ämtern und Fabriken.

Wer profitiert von der Nachfrage nach Plexiglas?

Es sind natürlich zunächst die Platzhirsche, die Firmen aus dem Metall- und Kunststoffhandel, die in der Coronakrise urplötzlich mit Aufträgen für Produkte aus Plexiglas überschüttet wurden. Aber zusätzlich schießen auch viele Onlineshops aus dem Boden, die von der Goldgräberstimmung profitieren wollen. Einfache Durchreichen kosten um die 60 Euro. Im Ankauf kostet das Grundmaterial 3 Euro das Kilogramm, also gibt es eine ordentliche Verdienstspanne. Alle Anbieter berichten von explodierender Nachfrage.

Röhm, der Erfinder des Plexiglases

Die Firma Röhm, dessen Gründer Otto Röhm das Material 1907 als Chemiker erfunden hat, kann sich auch vor Aufträgen seit Mitte März kaum retten. Man stehe erst vor der großen Welle an Nachfragen, wenn die vielen Geschäfte mit Kundennähe jede Menge Schutzscheiben aus Plexiglas aufstellen müssen, so der Geschäftsführer der Firma, Michael Pack. Obwohl der Begriff Plexiglas jedem ein Begriff ist, dürfen nur die Produkte des Erfinders so genannt werden, alles andere ist Acrylglas. Nichstdestotrotz könnte dem durchsichtigen Kunststoff mit all seinen Erscheinungsformen eine richtige Blütezeit bevorstehen.

Denn wie hat es der omnipräsente Virologe Professor Dr. Christian Drosten erst gestern wieder in den Medien ausgedrückt? Das Coronavirus wird uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben. Die Ära der durchsichtigen Scheiben hat vermutlich gerade erst richtig begonnen.

In der Coronakrise erlebt Plexiglas einen ungekannten Boom



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2 Kommentare

  1. Hallo Herr Fugmann.
    Corona – PORSCHE Österreich hat heute bekannt gegeben, dass alle Mitarbeit von der Zentrale Porsche bis 30.09.2020 zuhause bleiben sollen. Wahnsinn!!!

  2. Ja, aber mit home office, denk ich mal.

    Unsere Firma macht bis vorraussichtl. Mitte Juni Home office. Und die Österreicher haben ja diesesmal mehr Panik als Deutschland. (Bayern ausgenommen.) Tekos jeden Morgen oder mittags, geht alles.

    Nur die Produktion darf/muss aufs Gelände, da ja sowieso z.B. der Influenzavirus viel stärker wirkt, und den haben wir schon seit vielen Jahren ohne Theater oder Hysterie.
    Aber die Schutzvorrichtungen sind die Hölle. Alle 2 oder 8 Stunden Flächen mit Seife abwischen und desinfizieren, je nachdem, was für eine Fläche. Tastaturen, Sitzflächen, Tische … Nur Schutzmasken! Dann in Meetings überkreuz sitzen, man darf seinen Schreibtisch nur im Notfall verlassen, Kantine erst mal zu, Essen von zuhause, kein Zusammenstehen der Mitarbeiter… Es ist definitiv ein total durchgeknalltes Theater des Halbwissens.
    https://www.youtube.com/watch?v=LsExPrHCHbw

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