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Coronakrise: Die Jungen zahlen die Rechnung, Beamte und Rentner nicht!

Die jungen Menschen zahlen die Zeche für die Coronakrise. Beamte und Rentner dagegen bleiben verschont. Der soziale Frieden ist gefährdet, wenn die Jungen immer Lasten tragen müssen!

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Unglaublich schnell und auch konzertiert haben Staaten und Notenbanken auf die Coronakrise reagiert: Mit Riesenrettungspaketen, Feuerlöschen ist angesagt, angesichts des finanziellen Großbrandes. Aber was bedeutet dies für die Finanzen von morgen? Für Deutschland gibt eine Studie der Universität Freiburg im Zusammarbeit mit der Stiftung Marktwirtschaft darüber etwas Auskunft.

Coronakrise: Anstieg der Staatsschulden – offiziell und inoffiziell

Es sind nicht nur die neuen Schulden des Staates, die durch die Kreditaufnahme des Bundes und der Länder zustande kommen, sondern die versteckten Schulden in den Sozialversicherungen, die jetzt infolge der Einnahmeausfälle durch die Coronakrise richtig in die Höhe schnellen. Die offiziell ausgewiesene Verschuldung wird in diesem Jahr von knapp 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf fast 80 Prozent des BIP ansteigen. Der Staat hat die Schuldengrenze außer Kraft gesetzt, um die verschiedenen Rettungspakete (Kurzarbeit, Konjunkturhilfen u.w.) zu finanzieren, durch eine Kreditaufnahme von bisher 214 Milliarden Euro.

Diese so genannte explizite Schuldenlast macht aber gerade ein Fünftel der Gesamtschulden aus, diese (inklusive der impliziten Schulden) steigen durch die Krise um 125 Prozent des BIP auf 11,9 Billionen Euro oder auf 345 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands.

Dies ist die Rechnung, die der Freiburger Finanzprofessor Bernd Raffelhüschen zusammen mit der Stiftung Marktwirtschaft erstellt hat. Vorgestellt am 7. Juli in Berlin unter dem Titel „Generationenbilanz im Schatten der Corona-Krise“.

Dazu noch sein Fazit: „Vor allem für die künftige Generation als Steuerzahler könnte es bitter werden.“ Denn jetzt brechen die Einnahmen weg bei gleichzeitig extremem Ausgabenanstieg im Gefolge der Coronakrise.

Das große Thema ist die Nachhaltigkeitslücke, denn die langfristigen Verbindlichkeiten des Staats werden nicht mit Rücklagen gegenfinanziert. Die hiesigen Sozialversicherungen haben keine Kapitalreserven, sondern müssen stets aus den gegenwärtigen Steuer- und Beitragseinnahmen beglichen werden. Für Rentenansprüche, medizinische Versorgung, Pflege und natürlich die Beamtenpensionen. Genau diese Verbindlichkeiten sind in keinem Haushaltsplan enthalten.

Blackbox Corona-Pandemie

Der Kampf gegen Covid-19 hat zu einem Lockdown und einem extremen Einbruch in der Wirtschaft geführt. Die momentane Schätzung der Regierung beinhaltet eine Schrumpfung der deutschen Wirtschaft aufgrund der Coronakrise um 6,7 Prozent in diesem Jahr, aber auch ein Wachstum von 5,2 Prozent in 2021. Aber was ist, wenn die Coronakrise länger anhalten sollte und die Wirtschaftserholung länger benötigen sollte? Die Nachhaltigkeitslücke würde weiter steigen durch sinkende Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten für Sozialleistungen. Der damit verbundene Anstieg der Gesamtverschuldung (implizit plus explizit) macht schwindlig.

Die derzeitigen Gewinner und Verlierer

Es dürfte keinem entgangen sein, wer im Lockdown finanziell wenig tangiert wurde: Die Rentner hatten dabei keine Einbußen ihrer Bezüge zu verzeichnen, es gab auch noch zum 1. Juli eine Erhöhung um 3,45 Prozent im Westen und um 4,2 Prozent im Osten Deutschlands. Daher kritisierte der Freiburger Ökonom, dass die Ruheständler die ökonomischen Belastungen der Beschäftigten infolge von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und stagnierenden Löhnen in diesem Jahr „nie zu spüren bekommen werden.“ Es gibt die gesetzliche Rentengarantie, die verhindert, dass die zu erwartende Schrumpfung der Lohneinkommen im kommenden Jahr auf die Altersbezüge übertragen wird. Damit dürfte sich das Rentenniveau von aktuell 48 Prozent im nächsten Jahr auf deutlich über 50 Prozent anheben.

„Eine Entsolidarisierung zwischen Alt und Jung durch die Corona-Pandemie“, so Raffelhüschen. Ähnliches würde auch für die Beamten gelten, da der Gesetzgeber den letzten Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes regelmäßig auf die Beamtenbezüge und Pensionen überträgt.

Und künftige Belastungen?

Die Studie der Stiftung Marktwirtschaft kommt bei der Feststellung der Belastungen in der Coronakrise auf eine große altersbedingte Spreizung. Während es die über 65-Jährigen mit nur maximal 15.000 Euro betrifft, sollen die Kosten für die Altersgruppe 10 bis 40 Jahre pro Kopf bis zu fast 40.000 Euro betragen. Wie soll man die Lasten gerechter verteilen? Durch einen Anstieg der Mehrwertssteuer, der Jedermann betreffen würde – oder durch eine Kürzung bestimmter Leistungen? Letzteres wird nicht so leicht umsetzbar sein, angesichts der demographisch bedingt immer stärker werdenden Zahl älterer Wähler, die durch die Pensionierungswelle der Babyboomer immer mehr zunehmen wird.

Fazit

Wohin soll das alles führen, nach Beendigung der Coronakrise? Ohne jetzt gleich auf die dramatische Lösung eingehen zu wollen (Schuldenschnitt, Währungsreform u.w.) müssen die Schulden doch bedient und die sozialen Leistungen aufrechterhalten werden. Da dies mit Wachstum allein nicht mehr möglich sein wird, müssen zusätzliche Einnahmen generiert werden.

Noch beträgt das deutsche Volksvermögen über sechs Billionen Euro, liegen 2,4 Billionen Euro auf unverzinslichen Konten – und gibt es viele abgezahlte Immobilien in Deutschland. Man wird an die Fleischtöpfe müssen, die Abgaben erhöhen und die Einnahmen nach oben schrauben müssen. Aber in welcher Form? Zunächst werden es höhere Steuern und Abgaben sein, aber kann dies nur die junge Generation betreffen? Die Jugend die Zeche zahlen zu lassen wird jedenfalls nicht möglich sein, ohne den sozialen Frieden zu gefährden!

Die Jungen zahlen für die Koisten der Coronakrise, Beamte und Rentner nicht

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    hunni

    9. Juli 2020 10:16 at 10:16

    wenn ich den raffelhüschen immer höre kann ich gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte.
    wenn er sich an den gemeinkosten in gleichen teilen so beteiligen im bezug auf sein einkommen wie die rentner dann würde es dem land viel besser gehen und er brauchte nicht immer so ein mist zuschreiben

  2. Avatar

    ohje

    9. Juli 2020 10:26 at 10:26

    hallo herr müller, ich bin mir nicht sicher ob es sinn macht bestimmte personengruppen gegeneinander auszuspielen.
    da gibt es arme rentner, welche an der suppenküche schlange stehen und mit beamten im unteren und mittletem dienst will in normalen zeiten niemand tauschen. nur wenn die ka… am dampfen ist, kommt diese neiddebatte immer wieder hoch.
    das problem für die jetzige lage, liegt doch woanders.

  3. Avatar

    thinkSelf

    9. Juli 2020 11:52 at 11:52

    Es ist kein Kampf zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Vermögensbesitzern und Schuldnern. Denn die Schulden des Einen sind die Vermögen der Anderen (das Residual ist nämlich immer 0).
    Und wenn die Schuldner einfach mal sagen „ihr könnt uns mal“ sind auch die Vermögen nichts mehr wert.

    Die Leistungen werden sich daher am Ende ganz von alleine kürzen. Denn z.B. meine Kinder werden die Zeche nicht zahlen. Und dafür gibt es diverse Möglichkeiten:

    1. In den Staatsdienst gehen und dort eine freizeitorientierte Schonhaltung einnehmen
    2. Auswandern
    3. Nicht arbeiten, bzw. das Einkommen vor allem aus dem „informellen“ Sektor ziehen

    Man muss am Ende nämlich imemr die Dummen finden, die wertschöpfend arbeiten und sich auch noch alles weg nehmen lassen. Und das könnte sich als zunehmend schwierig herausstellen.

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    Koch

    9. Juli 2020 13:04 at 13:04

    Aus diesem Artikel springt die totale Verachtung der Babyboomergeneration,welcher ich selber angehöre,hervor.Um von den wahren,für Deutschland lösbaren Problemen,abzulenken,wird ein Generationenkonflikt konstruiert und sogleich angefacht!Die Mehrzahl der Rentner „springt nicht von einem Kreuzfahrtschiff auf’s nächste(zur Zeit sowieso nicht),sondern unterstützt erheblich seine Kinder,wenn denn vorhanden(früher eher üblich).Pensionäre werden das Gleiche tun,wegen der meist erheblich höheren Pension auf einem höheren Level.Die Politik der letzten 20 Jahre verstehen immer weniger Bürger.Sie merken lediglich mehr und mehr,dass sie auserkoren sind die gravierenden Fehler der €uroeinführung und ständiger Retterei mit für sie selbst notwendigen Geldern,auszubaden.Die unheilige Allianz von Regierung/Finanzwirtschaft/Überbevölkerungsrettungsgläubigen und haushaltspolitischen Volldilettanten wird Deutschland zur Strecke bringen.Die momentane EU-Ratspräsidentschaft,welche unter dem Coronadeckmäntelchen, Billionen, nach vor allem Südeuropa verschenkt,ist der ultimativ grösste Gesetzesbruch unter den beinahe unzähligen der letzen beiden Dekaden.Wäre Deutschland eine AG und Angela Merkel die Vorstandsvorsitzende,der Aufsichtsrat müsste sie unverzüglich entlassen und wegen Veruntreuung vor Gericht bringen.Da der Aufsichtsrat(Bundestag)überwiegend gleichgeschaltet ist,wird das jedoch nicht passieren und somit der Europäische Länderfinanzausgleich analog seinem auf Bundesebene(mit beinahe nur einem Nettozahler),beginnen.Die Raffelhüschen’s,Bertelsmannstiftung und Stiftung „Neue soziale Marktwirtschaft“ sind die trojanischen Pferde der Unfähigen,welche die Bevölkerung auf spätere Renten,vielleicht auch Pensionsbeginne und absenkungen weichkochen sollen.Einige Steuer/Abgaben-„anpassungen“wird’s natürlich auch noch geben.Damit’s Euch nicht zu wohl wird!-Ende der Abrechnung-

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    Maria Pech

    11. Juli 2020 18:01 at 18:01

    „Flux erodierte der Herr im Angesicht“… Ein Glück, dass wir den Hans haben 🤪😩😂

    Lasst uns diese tiefschürfenden und geheimnisvollen Worte näher beleuchten, um den wahren Sinn, die tief darin verborgende Weisheit, ans Tageslicht zu fördern:

    „Der Herr im Angesicht“
    Dieser Satzteil scheint nach langwierigen Recherchen höchstwahrscheinlich auf die Bibel zu verweisen. Wahrscheinlichste Bedeutung, in etwa: Herr, lass dein Angesicht leuchten.
    Weitere Möglichkeit: Angesichts des Herrn oder im Angesicht des Herrn. Im übertragen Sinne, im Angesicht der Wahrheit.

    „Erodierte“
    Dies ist der einfachste Teil: Den Boden auswaschen, wegspülen, abtragen.
    Im übertragenen Sinne kann erodieren auch bedeuten, dass etwas generell geschmälert wird oder ein Trend im Begriff ist, abzuklingen.

    „Flux“
    Dies ist der schwierigste und umstrittenste Teil.
    Aus dem Englischen und Lateinischen: Fluss, Strom. Sich im Fluss befinden, fluktuieren.
    Fluxkompensator: Den Fluss der Raumzeit manipulierende Technologie mit unbekannten Risiken und Nebenwirkungen.

    Wie lassen sich diese verschiedenen gedanklichen Hieroglyphen – noch dazu so sinnlos aneinander gereiht – unter einen Hut bringen? Da wir über Satzbau und grammatikalische Regeln dieser geheimen und mysteriösen Sprache nur wenig wissen, können dazu nur Vermutungen, Möglichkeiten und Vorschläge erarbeitet werden.

    1. Gott hat sich während bei einer Zeitreise seines beeindruckenden Rauschebartes entledigt.
    2. Gott leuchtete hell und voller Freude, als Strom und Wasserstoff begannen, die Auswaschung erdölhaltiger Böden abzulösen.
    3. Der Herr leuchtete puterrot und wollte sich am liebsten im Boden verkriechen, als er den Zustand unserer Flüsse erblickte.a
    4. Die Gesichtszüge des Herrn Hans im Glück fielen zusammen, während er im kurzen zeitlichen Verlauf seiner eigenen Argumentation zusehends den Boden unter den Füßen verlor.

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

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