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Coronakrise: Geschichte reimt sich – 2000, 2007, 2020! Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

In der letzten Handelswoche zeigten die Aktienmärkte trotz Coronakrise eine starke Hoffnugns-Rally. Aber ist damit der Boden wirklich schon erreicht? Ein Blick in die jüngere (Finanz-)Geschichte zeigt: wir erleben derzeit ein ähnliches Muster wie in den Jahren 2000/2001 (Platzen der Dotcom-Blase) und 2007/2008 (Finanzkrise), als einem herben Crash dann jeweils impulsive Rallys folgten, die jeweils bis zum 20-Tages-Durchschnitt liefen. Aktuell ist der Leitindex S&P 500 genau an diesen 20-Tage-Durchschnitt gestiegen. Und wenn Geschichte sich wirklich reimt – weil Menschen sich in ähnlichen Situationen ähnlich verhalten, also nach Panik dann wieder Hoffnung aufkommt, der dann meist angesichts der Dimension der Krise wieder Ernücherung folgt (und die Coronakrise ist eine gigantisch große Krise), dann würde das bedeuten, dass die Aktienmärkte eben noch nicht ihren Boden gefunden haben…

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    depotrockerin

    20. April 2020 09:05 at 09:05

    Wenn man sich auf die historischen Daten, Indikatoren und Entwicklungen in vergangenen Börsenphasen bezieht, was durchaus seine Berechtigung zur Bewertung zukünftiger Wahrscheinlichkeiten in der Risikoanalyse betrifft, dann sollte man sich aber auch die relevanten Indikatoren näher anschauen.

    Ich empfehle dazu dieses Video mit den Indikatoren und Analyse zu den Entwicklungen der letzten Woche.

    Sehr sehenswert.

    Daten Analyse und Grafiken:

    https://www.ccmmarketmodel.com/short-takes/2020/4/17/stocks-the-good-the-bad-and-the-ugly

    Aus aktueller Sicht spricht einiges dafür, dass der übergeordnete positive säkulare Trend weiter intakt ist.

    Ich erwarte mittelfristig, also die nächsten ~ 5 Jahre eine stake Dynamisierung in der Inflationsentwicklung.

    Die aktuelle Ausweitung der Geldmenge (Geldpolitik / Fiskalpolitik) übertrifft die historischen unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen zur Geldmengenausweitung um das Vielfache.

    Deshalb sind auch die Vergleiche mit der mittelfristigen historischen Entwicklung der Inflation nicht möglich, gerade da diese in einem Umfeld der massiven Globalisierung statt gefunden hat.

    Mittelfristig und davon bin ich nach intensiver Analyse der Mikro- u. Makroökonomie sicher, werden wir eine massive Dynamisierung der Inflation bekommen.

    Bis zu einem bestimmten Niveau, ich denke nach intensivem Studium der relevanten Arbeitspapiere der Zentralbanken um ~5% Inflation, werden die Zentralbanken beginnen mit einer Anpassung des Zinsniveaus der Inflation entgegen zu wirken.

    Sollte das nicht ausreichen, wird die Fiskalpolitik gezwungen sein über Steuererhöhungen und andere Maßnahmen die umlaufende Geldmenge zu reduzieren.

    Diese Rahmenbedingungen werden sich massiv auf hoch Fremdkapitalabhängige Unternehmen speziell im Mittelstand auswirken, welche sich regelmäßig über die Finanzmärkte refinanzieren müssen.

    Ich gehe zwar nach wie vor davon aus, dass über die Implementierung neuer geldpolitsicher Komponenten diesen Wirkmechanismen entgegengewirkt werden könnte, jedoch bin ich mir nicht sicher ob es rechtzeitig gelingt diese Neuausrichtung umzusetzen.

    Aufgrund meiner Erwartungshaltung zu den mittelfristigen Entwicklungen richte ich mein Portfolio entsprechen im langfristigen Entscheidungsprozess aus.

    Ich meide konsequent Nominalwerte, welche typischer Weise im inflationären Umfeld starke Verluste erleiden.

    In einem durch zunehmende Inflation geprägtem Umfeld wird es für Nominalwerte unmöglich sein eine real positive Rendite über die Inflation bei adäquatem Risiko zu erwirtschaften.

    Besonders Qualitätsaktien als robuste Sachwerte bieten neben Gold einen adäquaten Inflationsschutz.

    Qualitätsunternehmen ist es aufgrund ihrer starken Marktpositionierung möglich Anpassungen in den Preise durchzusetzen. Die Umsätze und Gewinne werden global über verschiedene Währungsräume erwirtschaftet.

    Die Qualitätsdividenden wirken inflationsindexiert. Durch das langfristige stabile Wachstum bei Qualitätsunternehmen wird nur mit dieser Anlageklasse ein stabiler Inflationsschutz möglich. Bei durchschnittlichem Dividendenwachstum von ~5% p.a. bei meinen Qualitätsunternehmen habe alleine durch die nachhaltige Qualitätsdividende einen systemischen integrierten Inflationsschutz.

    Gold als stabiler Sachwert kann im inflationären Umfeld ebenfalls überdurchschnittlich Profitieren generiert jedoch keinen Cashflow. Gold ist auch aufgrund seiner langfristigen niedrigen Rendite nicht als langfristiger Inflationsschutz geeignet. Das belegen Zahlreiche Studien mit Auswertung historischer Daten.

    Im allgemeinen halte ich Gold nur als Absicherungskomponente für das Eintreten systemischer Risiken für relevant. Hier aber nur in einer Gewichtung von max ~10%.

    Aus meiner Sicht kann es mittelfristig notwendig werden, dass durch die Verantwortlichen durch bestimmte Maßnahmen in relevanten Umfang Einfluss auf die Anlageklasse Gold genommen wird um die Implementierung neuer systemischer Komponenten im Bereich des Geldsystems oder Finanzmarktstrukturen zu ermöglichen.

    Die FED hat im aktuellen Krisenszenario bereits frühzeitig begonnen den Aktienmarkt mit Liquidität zu stützen und die ergriffenen Maßnahmen übertreffen die bisherigen um ein vielfaches. In 2008 hat die FED erst sehr spät und verhalten Reagiert was zu einer zusätzlichen Verunsicherung der Marktteilnehmer führte.

    Im aktuellen Fall setzten die geldpolitischen und fiskalpolitisch Verantwortlichen in der Kommunikation wie auch den ergriffenen Maßnahmen eindeutige Signale an die Akteure.

    Das kann durchaus dazu führen, dass zwar die Liquidität erst verzögert den Weg über die Transmissionskanäle in die Wirtschaft findet, jedoch die fiskalpolitischen Impulse sollten kurzfristig nach ersten Lockerungsmaßnahmen in der Wirtschaft verstärkt durch Aufholeffekte zur Wirkung kommen können. Zeitversetzt wird dann auch der massive geldpolitische Impuls in den verschiedenen Ebenen der Wirtschaft zum Wirken kommen können.

    Aufgrund der eindeutigen Signale der Verantwortlichen aus Geld und Fiskalpolitik und den umfangreichen Maßnahmen ist können die Finanzmärkte stabilisiert werden. Das kann dazu führen, dass die Aktienmärkte die positiven Entwicklungen vorweg nehmen und zeitnah beginnen einzupreisen was dazu führen kann, dass sich zwischenzeitlich die Bewertungen von den fundamentalen Daten entkoppeln. Dieser Prozess kann bekanntlich länger Bestand haben als man denkt.

    Erst mittelfristig mit einer zunehmenden Dynamisierung der Inflationsentwicklung, welche die verantwortlichen Akteure bei weitem vor größere Herausforderungen stellt und den daraus entstehenden massiven Belastungsfaktoren für die Finanzmärkte und Wirtschaft, sehe ich einen initialen Impuls für einen langjährigen säkularen Bärenmarkt.

    Über diesen säkularen Bärenmarkt und einer langjährigen Seitwärtsbewegung kann sich das Bewertungsniveau wieder den fundamentalen Gegebenheiten anpassen.

    Im aktuellen deflationärem Umfeld und den aktuellen temporären Belastungsfaktoren Corona und Ölpreis sehe ich keinen initialen Impuls für einen nachhaltigen säkularen Bärenmarkt.

    Ganz im Gegenteil, im aktuellen Umfeld (Deflation lässt geldpolitisch sich leichter behandeln als Inflation) hat die Geldpolitik sowie die Fiskalpolitik neben den bereits massiven Maßnahmen weitere relevante Möglichkeiten noch umfangreicher unterstützend für die Finanzmärkte tätig zu werden.

    Die extrem schlecht ausfallenden Wirtschaftsdaten für Q2 und in Teilen Q3 wurden eingepreist weil es den Marktteilnehmern bekannt ist, dass diese Daten eine Katstrophe werden. Sollte es nicht eine Überraschung geben, welche zu einer weiteren Emotionsexplosion führen würde, werden sich die Unsicherheiten weiter auflösen und die Liquidität zunehmend den Weg in die Aktienmärkte finden.

    Das 2020 ein extrem volatiles wird, hat man erwarten können. Aus meiner Sicht sind jedoch die Rahmenbedingungen für einen säkularen Bärenmarkt nicht gegeben.

    Den aktuellen temporären Belastungsfaktoren kann geldpolitisch mit fiskaler Unterstützung im erforderlichen Umfang begegnet werden, um die Aktienmärkte im bestehenden Zinsumfeld weiter zu stützen und die Wirtschaft relevant zu stimulieren.

    Im durch inflationäre Tendenzen belasteten Umfeld wird das nicht gelingen und zwangsläufig zu der notwendigen Anpassung der Bewertungsniveaus an die fundamentalen Daten führen. Aber solch ein Szenario ist er mittelfristig in ~5y zu erwarten. Bis dahin ist der säkulare Bullenmarkt weiter intakt.

    Und es ist auch nicht auszuschließen, dass durch die Implementierung neuer systemischer Komponenten in Zukunft den relevanten inflationären Funktionsmechanismen begegnet werden kann.

    Das aktuelle Weltzinsniveau stellt zusätzlich die Rahmenbedingungen für eine Art Alternativlosigkeit zu robusten Qualitätsaktien. Nach ausführlicher Risikoanalyse muss man feststellen, dass Qualitätsaktien das optimale Risk to Reward Profil im Vergleich zu anderen Anlageklassen aufweist.

    Die massiv vorhandene Liquidität wird daher zeitnah den Weg in die möglichst R/R Profil optimale Anlageklasse finden.

    • Avatar

      Shong09

      20. April 2020 13:17 at 13:17

      Danke für das Teilen ihrer Gedanken

  2. Avatar

    sabine

    20. April 2020 11:23 at 11:23

    Ein Riesentext. Aber ich kann Ihnen sagen, letztes Jahr hatten alle Autohersteller grob und plusminus 20-30% Einbußen im Absatz. (Genaue Zahlen sind nicht öffentlich, da viel auf Halde produziert wird, Gewinne auch aus anderen Quellen kommen usw.) Das hat sich nun auf 70-80% im ersten Quartal erhöht. Alles andere sehen wir dann. Normaler Verlauf mit „Qualitätsaktien“ ist eher höchst unwahrscheinlich, auch ein 10%iger Rückgang ist glaub ich nur Festhalten am Gelernten und Ist-Zustand, der gar nicht mehr ist.

  3. Avatar

    Hesterbär

    20. April 2020 13:23 at 13:23

    Selbst wenn man den Lock down weltweit sofort beenden würde, hätte die Weltwirtschaft noch lange katastrophale Folgen zu verarbeiten. Bei noch längerem Fortbestehen kommt es zum Super-GAU. Ich habe meine Short-Positionen auf den Nasdaq und Russel 2000 heute noch einmal aufgestockt. Beide Indizes sind vollkommen überbewertet.

  4. Avatar

    Ungläubiger

    20. April 2020 15:06 at 15:06

    Zu der Aussage von Sven Henrich kann ich nur sagen:

    Wenn mir jemand Anfang März gesagt hätte ich würde 30 Jahre nach der Wende wieder nach Klopaier anstehen müssen, …. hätte ich auch gesagt, dass die Person gaga ist. Erstens ist es völlig absurd, dass so eine Krise unsere hochmoderne Gesellschaft überhaupt überwältigen kann und selbst wenn wäre Scheißpapier wohl so ziemlich das letzte was die Leute auf Vorrat kaufen würden.

    Aber es kommt ja immer anders und meistens als man denkt.

  5. Avatar

    Prognosti

    20. April 2020 16:59 at 16:59

    @ Depotrockerin, diese ewige Wiederholung von Alternativlosigkeit hat auch in letzter Zeit nicht gestimmt u.könnte in Zukunft noch weniger stimmen ,vor allem bei US-Aktien.Denn wenn allen Firmen geholfen werden muss, werden sich die Aasgeier auch weniger oder keine Dividenden mehr ausschütten dürfen.Dann haben wir hochbewertete Aktien ohne Rendite aber mit Kursrisiko.
    Die Hoffnung, dass das alte Spiel bald wider weitergeht ohne Konsequenzen können sie vergessen.Corona wird die Finanzwirtschaft u.einige Börsianerhirne ein wenig durchlüften.

  6. Avatar

    Korrektor

    20. April 2020 17:48 at 17:48

    Ich hab ein Gefühl, dass Sie sich die Geschichte zusammenreimen liebe Redaktion ;-)

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