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Coronakrise: Subventionierte Wohlstandversprechen für alle!

Hätte es die Coronakrise nicht gegeben, müsste man sie fast erfinden..

Fast hat man den Eindruck, als sei die Coronakrise schon vorbei – oder als hätte es sie irgendwie gar nicht gegeben! Erinnern wir uns überhaupt noch an den herben Abverkauf der Aktienmärkte ab Februar? Lange her – inzwischen handeln eben diese Aktienmärkte wieder direkt (Leitindex S&P 500) oder nicht allzu weit von Allzeithochs (etwa der Dax).

Coronakrise: Reicher und viel gerechter als zuvor

Im Gefolge der Coronakrise fielen die zuvor stets steigenden Vermögenspreise, also retteten die Notenbanken und Staaten alles und jeden. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Vermögen der Bürger in Deutschland im 2.Quartal wieder deutlich steigen, wie heute Zahlen von Flossbach von Storch erweisen:

„Auch im zweiten Quartal 2020 ist die Entwicklung der Vermögenspreise deutscher privater Haushalte von der Covid-19 Pandemie geprägt. Während noch im ersten Quartal die Preise um -2,7 % nachgaben, sind sie innerhalb des zweiten Quartals um +3,2 % angestiegen und liegen zur Jahresmitte +4,4% über dem Vorjahreswert.“

Also war das erste Quartal nur ein Ausrutscher? Faktisch sind also die Deutschen nun reicher als ein Jahr zuvor – das ist schön. Fast noch schöner aber ist, dass die Unterschiede zumindest nicht größer geworden sind, wie Flossbach von Storch betonen. Nur die untere Mittelschicht scheint weniger zu profitieren:

„Die Vermögenspreisinflation fällt im Querschnitt des Nettovermögens deutscher Haushalte zur Jahresmitte verhältnismäßig homogen aus. Bis auf die untere Mittelschicht liegt die Preissteigerungsrate innerhalb einer Bandbreite von einem Prozentpunkt mit Ausnahme der Haushalte der unteren Mittelschicht. Grund für das homogene Bild ist die geringe Preisveränderung des Betriebsvermögens, das in den vergangenen Jahren die Preise des Vermögens wohlhabender Haushalte stark ansteigen lassen hat. Die untere Mittelschicht besitzt ein geringes Immobilienvermögen und eine anteilsmäßig hohe Sparquote. Daher beträgt die Preissteigerung für das Vermögen dieser Haushalte lediglich +1,7 %.“

Auch die Unterschiede nach Alter sind nicht wirklich groß:

„Im Querschnitt des Alters der Referenzperson der Haushalte beträgt die Spannbreite der Vermögenspreisinflation lediglich einen halben Prozentpunkt. Für jüngere Haushalte ist sie am geringsten, da sie am seltensten über Immobilienvermögen verfügen, und steigt mit dem Alter der Haushalte an.“

Man sieht: das bißchen Coronakrise stecken wir locker weg. Na gut: wir müssen dafür das Insolvenzrecht ausser Kraft setzen, Banken faule Kredite in der Bilanz verzeihen, halb Deutschland in Kurzarbeit versetzen (und diese dann wohl bald verlängern), die eigenen Staatsanleihen aufkaufen (QE), Unternehmensanleihen kaufen. Und Scholz als Kanzlerkandidaten ertragen.

Aber das ist ja nicht schlimm. Das machen wir einfach so weiter, bis die Wirtschaft völlig vom Staat abhängig ist. Spätesten dann wird Scholz Kanzler. Und der wird dann, frei nach Wirecard, feststellen, dass da 1,9 Billionen Euro irgendwo fehlen. Und dann machen wir eine Währungsreform, und das Geld ist plötzlich wieder da.

Ach, so eine Coronakrise hat doch was Gutes: Subventionierte Wohlstandsversprechen für alle. Hätte es die Coronakrise nicht gegeben, müsste man sie fast erfinden..

Als hätte es die Coronakrise gar nicht gegeben



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6 Kommentare

  1. Persönlich habe ich einen großen Respekt vor den Bürgern der ehemaligen DDR.
    Wir können viel von ihnen lernen,wenn wir unsere Arroganz ablegen.Schon merkwürdig:
    Früher stand der Westen für die Nazis und der Osten für den Sozialismus mit dem Motto
    wer anderer Meinung ist, ist mein Feind.Dann kamen die „Bürgerrechtler“ – vergleichbar
    mit unseren heutigen Verschwörungstheoretikern.Es war eben eine analoge Revolution.
    Jetzt haben wir plötzlich den sozialiustischen Westen und den Nazi-Osten ?
    Habe ganz vergessen – jeder,der anderer Meinung ist,ist eben Nazi.
    So befinden wir uns eben in einer digitalen Revolution mit (noch)ungewissem Ausgang.
    Um auf Sie zurückzukommen,Herr Fugmann.Allgemein bekannt scheint die gewollte Richtung
    vergleichbar mit der jetzigen chinesischen Diktatur als „Planziel“ weltweit und wenn es Deutschland schafft diesen Weg zu gehen,wird uns die gesamte Welt ein weiteres Mal verfluchen und der Preis ist der Verlust des Restes unserer freien Marktwirtschaft und
    noch schwerwiegender,der Verlust unser persönlichen Freiheit !

  2. Ich würde als Politiker und Kandidat für das höchste Amt ebenfalls die Insolvenzmeldungen möglichst vertagen in die Zukunft, die Bürger mit neuen Unterstützungs-Euros beschenken und dabei geschickt die Termine bis nach der Wahl einkalkulieren. Damit wird man bestimmt als Retter der Nation zum Amt gewählt, wenn auch das Erwachen erst nach der Wahl erfolgt. Denn auch die neuen Schulden haben einen Rückzahlungstermin und dass die Bürgen eines Landes diese auch bezahlen müssen, wissen ja die Griechen zu berichten – ausser… es kommen wieder einige Billionen von der Brüsseler Kollegin, die bei Verteilungsmodalitäten hohe Kompetenz bewiesen hat und deshalb die Beste ist die man wählen konnte.

  3. Moin, moin,

    Währungsreform? Was würde sich dadurch ändern? Es wird wie immer mehr Geld ausgegeben, um Ruhe im Land zu kaufen, als durch Steuern und Abgaben eingenommen wird. In welcher Währung man das rechnet ist doch egal oder?

    M.E. wird es für den Steuerzahler und die Wirtschaft in einer Katastrophe enden. Wer nichts hat, der kann nichts verlieren. Wer etwas hat wird verlieren, mehr oder weniger. Und das Grundproblem ist das BRD Wahlsystem. Wieso darf jemand, der sich erfolgreich vor der Arbeit drückt bei Wahlen über die Verwendung von Steuergeldern mit entscheiden?

    Aber solange noch BRD gilt, gibt es Wohlstand für alle. Im September nun 300 Euro für jedes Kind. Nur viele gebildete Personen mit guten Jobs haben keine Kinder. Sozusagen ist das wieder ein Extrageld für unsere Tagesfreizeitartisten. Die erkaufte Ruhe.

  4. Keine Sorge – der Scholzomat wird’s schon richten! Man muss nur wie ein Cyborg an die Sache ran gehen! :-)

  5. @Markus Fugmann

    Du wolltest ja nicht hören, als ich vor 7 Monaten vom Rücksenderecht oder alternativ vom föderalistischen Länderaustausch mit EU-Recycling Gebrauch machen wollte.
    https://finanzmarktwelt.de/zahlen-sie-2020-mehr-steuern-als-sie-gewinn-machten-153552/
    Michael @19:02

    Jetzt haben wir den Insalata Mista. Nach Dekaden, in denen der Staat von einigen wenigen Wirtschaftskonzernen abhängig war, wird nun die Wirtschaft abhängig vom Staat. Mit Scholz als kommunistisch-inkompetentem Westkanzler und Höcke als freiheitlich-kapitalistischem Ost-Kanzler. Kaiser Markus aus dem Süden wacht derweil als moderat-regulierende Veto-Instanz über Wohl und Wehe der geschundenen Republik.

  6. Soziale Marktwirtschaft ist das auf das wir uns konzentrieren müssen…das sollte das Ziel sein…

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