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Coronakrise und Aktienmärkte: Mythos „free lunch“! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

In der Coronakrise glauben die Aktienmärkte offensichtlich, dass es eine Art „free lunch“ durch die Notenbanken gebe, weswegen man sich auch nicht um die Folgeschäden der Markt-Manipulationen kümmern müsse. Aber das Gegenteil ist der Fall: nicht nur haben freie Finanz-Märkte mit realem Angebot und Nachfrage aufgehört zu existieren, sondern man verschiebt in der Coronakrise das Problem erneut weiter in die Zukunft, um in der Gegenwart möglichst wenig Schmerz in Kauf nehmen zu müssen. Die Kosten und Folgeschäden dieser Verdrängung werden erheblich sein – und es sind unsere Kinder, die das zu schultern haben. Insofern kann man jedem seine Gewinne an den Aktienmärkten gönnen – aber es sind eben nur die Brotkrumen, die vom Tisch fallen – die Rechnung kommt dann nach dem vermeintlichen free lunch..

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Savestrax

    27. Mai 2020 20:26 at 20:26

    Die Marktschwergewichte wieder im Minus ((Apple, Microsoft, Amazon, Facebook, Google) und Netflix unverändert.
    Der Gesamtmarkt steigt aber auch an solchen Tagen. Schon irgendwie irre.

  2. Avatar

    Zimmermann

    27. Mai 2020 20:55 at 20:55

    Aber die Rechnung kommt nicht während der Krise und die Krise dauert noch länger und die Taschen der Notenbanken sind sehr tief. Die Rechnung kommt vielleicht erst in 2 Jahren oder noch später. Ich schaue da sicher nicht an der Seitenlinie zu oder noch schlimmer, gehe Short!

  3. Avatar

    franko33

    27. Mai 2020 22:11 at 22:11

    Hallo Herr Fugmann,

    mein Kompliment persönlich an Sie,u.a.auch ein entscheidender Grund,daß ich diese
    Seite mag.Ihre Situation ist sicher nicht einfach,denn das Handeln am Finanzmarkt
    an sich erfordert leider oft das Ausblenden von „Gewissen“,will hier nichts dramatisieren
    doch dominiert wird dieses Geschäft mit Gier und Egoismus.Wer hier Verantwortungsbewußtsein
    hat,oder vielleicht an seine Kinder/die Zukunft denkt ist hier „fehl am Platze“???
    Sicher denken das die meisten,die bereits ihr Gewissen an der Gardarobe abgegeben haben.
    Doch reduziert nur auf die täglichen Börsenkurse ? Wer das meint ist hier vielleicht
    „fehl am Platze“.Allerdings gilt hier eben immer noch:Das muß ich mit mir selbst ausmachen.

  4. Avatar

    Faktist

    27. Mai 2020 22:13 at 22:13

    Dow steigt um 550 Punkte ohne das VortagesGAP zu schließen!!! Wie so oft!!! Und nein das GAP zu gestern ist nicht zu!!! Guckt einfach die offizielle NYSE Seite

    • Avatar

      Roland

      27. Mai 2020 22:28 at 22:28

      Und heute Nacht kommt die Asien-Rampe, deshalb Dow morgen über 26000 und DAX kurz vor 12K, da sind wir dann Freitag endlich drüber und nächste Woche dann Richtung 13000, die Übernacht-Gaps machen es einem auch sehr einfach.

  5. Avatar

    Dreamtimer

    28. Mai 2020 09:14 at 09:14

    Ich finde halte die Idee der Marktbereinigung durch Exit von Zombi-Firmen, wodurch produktives Kapital und Arbeit freisetzt wird, dass anders besser genutzt werden kann, für ein wenig einfach. Das ist sicherlich zutreffend, in Phasen dynamischen Wachstums, wie zur Zeit der .com Blase, nach deren Platzen man Devs, Produkt-Manager usw. auch anders wieder einsetzen konnte, aber was verspricht man sich etwa von der Pleite Kaufhofs, außer immer mehr Amazon? Die Annahme, dass der Schock nichts therapiert, dass die Wirtschaft auch nach Ende des Lockdowns und ohne zweite-Welle nicht zu ihrer alten Größe zurückkehren wird, wird ja auch und gerade auf FMW immer wieder artikuliert.

    Was Potemkinsche Dörfer betrifft, so sind auch vor Corona schon Fiktiv- und Realwirtschaft ineinander geflossen. Insofern bin ich überrascht, dass auch Dirk Müller die „Grüne Welle“ reitet, im Grunde ein polit-religiöses Projekt mit 10-Jahresplänen, Quersubventionen, Priestern, die den Leuten Entsagung und Neu-Orientierung predigen und mehr Marketing Fluff als Substanz. Wenn Fiktion und Realität ineinander verschwimmen, dann ist das eine „Illusion“ sofern wir es kritisieren, andernfalls ist es „Glaube“ und „Hoffnung“. Es ist dieselbe Sache, nur von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet.

  6. Avatar

    BörsianerAlteingesessen

    28. Mai 2020 18:06 at 18:06

    Vermutlich wird die Rechnung irgendwann einmal in Form einer massiven Inflation bis hin zur Hyperinflation kommen. Ich konnte mir schon vor der Coronakrise nicht vorstellen, dass die hohen weltweiten Schulden bei der aktuellen Kaufkraft des Geldes – unabhängig davon, ob Konsumentenschulden, Unternehmensschulden oder aber Staatsschulden – zum großen Teil zurückgezahlt werden können. Sollte etwa eine Pizza jedoch infolge Hyperinflation irgendwann einmal 100 Milliarden Euro kosten, dürfte die Rückzahlung sämtlicher aufgelaufener Schulden kein Problem mehr sein…

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Lockdown, Märkte – und Realität! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Bislang haben die Märkte den Lockdown ignoriert: man geht davon aus, dass mit den Impfungen das Problem früher oder später komplett erledigt ist. Wenn dem wirklich so wäre, dann würen die aktuellen Bewertungen vielleicht sogar Sinn machen – aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Erholung der Wirtschaft so stark ausfällt wie erhofft, ist eher gering. Vilemehr zeichnet sich ein härterer und verlängerter Lockdown ab, während zugleich die Impfungen bislang weit unter den Erwartungen bleiben. Und so entsteht eine Lücke zwischen den Erwartungen der Märkte und der Realität – und das obwohl die neuesten Zahlen einen klaren Trend zeigen: die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus sinkt..

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Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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