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Coronakrise und Aktienmärkte: Mythos „free lunch“! Marktgeflüster (Video)

In der Coronakrise glauben die Aktienmärkte offensichtlich, dass es eine Art „free lunch“ durch die Notenbanken gebe, weswegen man sich auch nicht um die Folgeschäden der Markt-Manipulationen kümmern müsse. Aber das Gegenteil ist der Fall: nicht nur haben freie Finanz-Märkte mit realem Angebot und Nachfrage aufgehört zu existieren, sondern man verschiebt in der Coronakrise das Problem erneut weiter in die Zukunft, um in der Gegenwart möglichst wenig Schmerz in Kauf nehmen zu müssen. Die Kosten und Folgeschäden dieser Verdrängung werden erheblich sein – und es sind unsere Kinder, die das zu schultern haben. Insofern kann man jedem seine Gewinne an den Aktienmärkten gönnen – aber es sind eben nur die Brotkrumen, die vom Tisch fallen – die Rechnung kommt dann nach dem vermeintlichen free lunch..

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7 Kommentare

  1. Die Marktschwergewichte wieder im Minus ((Apple, Microsoft, Amazon, Facebook, Google) und Netflix unverändert.
    Der Gesamtmarkt steigt aber auch an solchen Tagen. Schon irgendwie irre.

  2. Aber die Rechnung kommt nicht während der Krise und die Krise dauert noch länger und die Taschen der Notenbanken sind sehr tief. Die Rechnung kommt vielleicht erst in 2 Jahren oder noch später. Ich schaue da sicher nicht an der Seitenlinie zu oder noch schlimmer, gehe Short!

  3. Hallo Herr Fugmann,

    mein Kompliment persönlich an Sie,u.a.auch ein entscheidender Grund,daß ich diese
    Seite mag.Ihre Situation ist sicher nicht einfach,denn das Handeln am Finanzmarkt
    an sich erfordert leider oft das Ausblenden von „Gewissen“,will hier nichts dramatisieren
    doch dominiert wird dieses Geschäft mit Gier und Egoismus.Wer hier Verantwortungsbewußtsein
    hat,oder vielleicht an seine Kinder/die Zukunft denkt ist hier „fehl am Platze“???
    Sicher denken das die meisten,die bereits ihr Gewissen an der Gardarobe abgegeben haben.
    Doch reduziert nur auf die täglichen Börsenkurse ? Wer das meint ist hier vielleicht
    „fehl am Platze“.Allerdings gilt hier eben immer noch:Das muß ich mit mir selbst ausmachen.

  4. Dow steigt um 550 Punkte ohne das VortagesGAP zu schließen!!! Wie so oft!!! Und nein das GAP zu gestern ist nicht zu!!! Guckt einfach die offizielle NYSE Seite

    1. Und heute Nacht kommt die Asien-Rampe, deshalb Dow morgen über 26000 und DAX kurz vor 12K, da sind wir dann Freitag endlich drüber und nächste Woche dann Richtung 13000, die Übernacht-Gaps machen es einem auch sehr einfach.

  5. Ich finde halte die Idee der Marktbereinigung durch Exit von Zombi-Firmen, wodurch produktives Kapital und Arbeit freisetzt wird, dass anders besser genutzt werden kann, für ein wenig einfach. Das ist sicherlich zutreffend, in Phasen dynamischen Wachstums, wie zur Zeit der .com Blase, nach deren Platzen man Devs, Produkt-Manager usw. auch anders wieder einsetzen konnte, aber was verspricht man sich etwa von der Pleite Kaufhofs, außer immer mehr Amazon? Die Annahme, dass der Schock nichts therapiert, dass die Wirtschaft auch nach Ende des Lockdowns und ohne zweite-Welle nicht zu ihrer alten Größe zurückkehren wird, wird ja auch und gerade auf FMW immer wieder artikuliert.

    Was Potemkinsche Dörfer betrifft, so sind auch vor Corona schon Fiktiv- und Realwirtschaft ineinander geflossen. Insofern bin ich überrascht, dass auch Dirk Müller die „Grüne Welle“ reitet, im Grunde ein polit-religiöses Projekt mit 10-Jahresplänen, Quersubventionen, Priestern, die den Leuten Entsagung und Neu-Orientierung predigen und mehr Marketing Fluff als Substanz. Wenn Fiktion und Realität ineinander verschwimmen, dann ist das eine „Illusion“ sofern wir es kritisieren, andernfalls ist es „Glaube“ und „Hoffnung“. Es ist dieselbe Sache, nur von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet.

  6. Avatar
    BörsianerAlteingesessen

    Vermutlich wird die Rechnung irgendwann einmal in Form einer massiven Inflation bis hin zur Hyperinflation kommen. Ich konnte mir schon vor der Coronakrise nicht vorstellen, dass die hohen weltweiten Schulden bei der aktuellen Kaufkraft des Geldes – unabhängig davon, ob Konsumentenschulden, Unternehmensschulden oder aber Staatsschulden – zum großen Teil zurückgezahlt werden können. Sollte etwa eine Pizza jedoch infolge Hyperinflation irgendwann einmal 100 Milliarden Euro kosten, dürfte die Rückzahlung sämtlicher aufgelaufener Schulden kein Problem mehr sein…

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