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Coronavirus: Wer profitiert in der Krise? Drei Aktien mit Potenzial

Claudio Kummerfeld

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am

Das Coronavirus greift um sich

Das Coronavirus greift um sich. Und so makaber es klingt – es gibt natürlich wie in jeder Krise auch Profiteure. Aber es sind Profiteure, denen man den Erfolg auch gönnen sollte. Denn verdammt, diese Profiteure helfen uns allen, jeden Tag! Wir wollen hier exemplarisch drei Aktien von Unternehmen besprechen, die gerade jetzt essenziell wichtige Produkte herstellen im Kampf gegen das Coronavirus.

Aktien wichtiger Hersteller im Kampf gegen das Coronavirus

Das wäre zum Beispiel der US-Gigant Kimberly-Clark. Die Marke haben Sie vielleicht schon mal beim Hausarzt am Waschbecken gesehen? Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Hygieneartikelhersteller. Sie kennen den Hersteller aber auch von Marken wie Kleenex. Auch Klopapier stellt man her, Windeln uvm. Man braucht derzeit wohl kaum versuchen sich nach aktuellen Analysteneinschätzungen für solche Aktien umzuschauen. Der gesunde Menschenverstand funktioniert da viel besser. Nach allem menschlichem Ermessen dürften Unternehmen wir Kimberly-Clark derzeit aufgrund des Coronavirus auf Voll-Last produzieren. Und die Frage ist ja auch, was nach der Krise geschieht? Viele Menschen bunkern auf Vorrat.

Fällt dann in ein paar Monaten die Produktion ab? Es ist genau so gut möglich, dass der Bedarf nach Medizin- und Hygieneprodukten noch sehr lange Zeit weiter extrem hoch bleiben wird, auch wenn diese Krise bewältigt ist. Denn Krankenhäuser, Arztpraxen etc weltweit müssen massiv nach- und aufrüsten. Wie viel Potenzial in so einer Aktie wie Kimberly-Clark vorhanden ist, das kann man unmöglich schätzen. Also machen Sie sich doch bitte Ihre eignen Gedanken. Wir können nur zum Nachdenken anregen! Hier der Chart der Aktie seit dem 14. Februar. Am 21. Februar begann der große Aktien-Crash. Seitdem hat die Aktie 10,6 Prozent verloren, während der Gesamtmarkt dramatisch stärker verlor. Hat die Aktie die nächsten Monate Aufwärtspotenzial – vor allem wenn klar wird, wie stark die Produktion zulegt?

Coronavirus schüttelt die Märkte durch - Kimberly-Clark-Aktie seit 14. Februar

Drägerwerk

Die Drägerwerk AG aus Lübeck hatten wir bereits am Montag besprochen. Die Bundesregierung hat vor einer Woche an das Unternehmen einen großen Auftrag vergeben für die Produktion von Beatmungsgeräten. Die sind in dieser Coronavirus-Krise wohl so dringend gefragt wie sonst nur noch Schutzmasken und Desinfektionsmittel. Die Aktie der Drägerwerk AG hat seit dem 21. Februar bis heute von 56 Euro auf aktuell 69,80 Euro zugelegt. Auch viele andere Kunden dürften beim Drägerwerk Sturm laufen mit neuen Aufträgen. Das Unternehmen selbst sagte bereits, dass man die Kapazitäten ausweite, und alleine für die Abarbeitung des Auftrags aus Berlin bis Jahresende benötige. Also, hier wird man noch lange Zeit gut zu tun haben. Hat die Aktie noch viel Potenzial?

Drägerwerk-Aktie profitiert vom Coronavirus

Lakeland Industries

Lakeland Industries ist Hersteller von Schutzkleidung. Die Aktie ist wie auch Drägerwerk bisher ein Gewinner der Krise. Wie lange wird die sehr hohe globale Nachfrage nach Medizingeräten, Schutzbekleidung etc anhalten? Diese Coronavirus-Krise hat offenkundig eine ganz andere Dimension wie vorige Krisen. Wird die Nachfrage noch lange Zeit am Anschlag bleiben? Werden die Aktienkurse der Unternehmen irgendwann wieder einbrechen, wenn sich die Umsätze normalisieren? Und wann wird das sein? Hat sie erst einmal Potenzial nach oben? Die Lakeland-Aktie ist unterm Strich seit dem 21. Februar von 13,30 auf gestern 17,43 Dollar gestiegen.

Lakeland Industries Aktie

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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