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Coronavirus: CNN berichtet über erste Erkrankung in USA – Wall Street reagiert

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Laut dem US-Sender CNN wird die amerikanische Behörde zur Abwehr von Epidemien (CDC; US Centers for Disease Control and Prevention) den ersten Fall einer Erkrankung eines US-Bürgers mit dem Coronavirus bekannt geben:

Und die Wall Street reagiert:

2 Kommentare

2 Comments

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    berti

    21. Januar 2020 19:52 at 19:52

    Naja.reagiert. sie zuckt kurz

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    depotrockerin

    21. Januar 2020 20:23 at 20:23

    Schön das die Medien ihren Job machen und ihr von Finanzmarktwelt auf den Zug auf springt.
    Ein relativ unrelevantes Thema wie diese kleine Häufung von Fällen mit Viren bedingten Lungenerkrankungen über zu priorisieren.

    Wird außer einer kurzen, wenig nachhaltigen Phase der erhöhten Volatilität mit moderater Korrektur, nicht viel passieren.

    Der geldpolitische Rückenwind wird weiter anhalten und durch zunehmende fiskale Stimulis ergänzt werden. Die relevanten geldpolitischen Impulse werden zunehmen über eine Versteilung der ZSK und den somit frei werdenden Transmissionskanälen (Banken/Kreditkanal) in den wirtschaftlichen Bereichen auf mikro-und makroökonomischer Ebene zu Wirkung kommen. Dies wird sich weiter in den relevanten Indikatoren darstellen und somit auch für fundamentale Unterstützung für weiter Steigende Aktienkurse sorgen.

    Somit ergeben sich durch die medial angeheizten Rücksetzer immer wieder gute Kaufgelegenheiten in den diversen Bereichen.

    Erst mittelfristig, wenn eine zunehmende Dynamisierung der Inflation zum Thema wird, kann es zu einer weiteren Instabilität des Finanzsystems kommen und wir in eine säkulare Bärenphase eintreten.

    Viele Anleger und Investoren verlieren aufgrund des langen überwiegen deflationären Umfeldes (die letzten ~25 geprägt durch unterdurchschnittlich niedrige Inflation), die Rahmenbedingungen um ein inflationäres Umfeld komplett aus den Augen und zeigen sich im Bezug auf Inflation und den damit verbundenen geldpolitischen Auswirkungen (nominale Werte) nur wenig sensibilisiert.

    Ich gehe kurzfristig von keinen relevant steigenden Zinsen aus, jedoch sehe ich mittelfristig also die nächsten ~5 Jahre durchaus Tendenzen, welche zu einer zunehmend dynamischen Inflationsentwicklung führen können.

    Eine Dynamisierung der Inflation Bedarf grundsätzlich einer Geldmengenausweitung in Verbindung mit einer Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit. Dies wirkt sich in den systemisches Abhängigkeiten in den verschiedenen Ebenen natürlich, wenn auch teilwiese Wirkungsverzögert (Transmissionsmechanismus) real im wirtschaftlichen, geldpolitischen sowie fiskalpolitischen Umfeld aus.

    Neben den geldpolitischen Maßnahmen, welche zu einer Geldmengenausweitung führen, fordern die relevanten Zentralbanken, allen voran die EZB, in ihren letzten Berichten eindeutig von den Verantwortlichen der Fiskalpolitik ein aktiveres Handeln. Fiskalpolitische Maßnahmen können jedoch nur durch Unterstützung (Finanzierung) durch die Geldpolitik realisiert werden. Das sollte jedoch nicht das Problem sein, da die neue EZB Chefin bereits eindeutig signalisierte, dass ein ausgeprägter fiskalpolitischer Impuls dringend notwendig ist und durch die Geldpolitik auch nachhaltig unterstütz wird.

    Geldpolitische Impulse benötigen in der Regel einen Transmissionskanal (Wirkungsverzögerung) um in der Wirtschaft zur Wirkung zu kommen. Fiskalpolitischer Stimulus kommt dagegen direkt in der Wirtschaft an (Deregulierung, Steuerentlastungen, Subventionen, Lohnerhöhungen Beamte/Staatsbedienstete, Investitionen Infrastruktur und anderen Bereichen, Geldleistungen bestimmten sozialen Bereichen usw.) und führen dadurch zu einer erhöhten Umlaufgeschwindigkeit. Andere preistreibende Faktoren wie steigende Energiepreise, steigende Löhne im Rahmen der Deglobalisierung usw. kommen noch zusätzlich inflationierend hinzu.

    So möchte ich grundsätzlich sensibilisieren die Thematik um dynamisierende Inflation und die geldpolitischen Auswirkungen, unter anderem auf das Zinsniveau, ernst zu nehmen und sich intensiv, über eine Vielzahl von Quellen diversifiziert, zu Informieren und in einer robusten Anlagestrategie umzusetzen.

    Unter den momentanen Rahmenbedingungen ist ein Zinsniveau von 3-6% nicht vorstellbar. Mittelfristig im dynamischen inflationären Umfeld bedingt durch die massive Geldmengenausweitung mit zunehmender Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit, kann sich das jedoch ändern.

    Ich gehe fest davon aus, dass wir Geld und fiskalpolitisch noch bei weitem nicht alles gesehen haben und sich die nächsten Jahre gerade beim Thema Geldmengenausweitung und Zinsniveau noch einiges tuen wird (EU und USA), was sich massiv auf das investierte Kapital auswirken wird.

    Wir werden im Umfeld steigender Digitalisierung die Implementierung komplett neuer relevanter systemischer Komponenten erleben, bis hin zu neuen staatlichen digitalen Geldsystemen. (Sie erste Entwicklungen China usw.)

    Ich kann mich nur wiederholen und darauf hinweisen, dass es dringend erforderlich ist, frühzeitig zu beginnen den Investitionsschwerpunkt in Richtung robuster Sachwerte zu verlegen.

    Auch wenn ich davon ausgehe, dass das Zinsniveau weiter im deflationärem Umfeld niedrig bleibt, weisen zahlreiche Indikatoren bereits auf eine zunehmende inflationäre Tendenz hin. Diese dynamisch inflationären Entwicklungen werden sich dann auch geldpolitisch auswirken.

    Die hohen Renditen bei Anleihen waren im hohen Maß durch die jahrzehntelangen ausgeprägten Zinssenkungszyklen geprägt. Dieser renditefördernde Effekt fällt in Zukunft im wesentlich weg und wird sich mittel bis langfristig sogar im inflationären Umfeld umkehren und in diesen nominalen Anlageklassen, zusätzlich zu den Unternehmensausfällen im inflationären und geldpolitisch schwierigem Umfeld, zu massiven Kursverlusten führen.

    Bondholder handeln überwiegend hoch riskanten Müll und agieren wenig vorausschauen und überwiegend nur auf kurzfristiger Basis (Anleihen sind mittlerweile hoch Riskant, währen robuste Aktien mittlerweile im Risiko als moderat bewertet werden können).

    Mittel bis langfristig wird das gerade im Bereich des FicedIncomes Bereich in einem hektischen und mit massiven Verlusten verbundenem reagieren enden, da der Schwerpunkt in der Erwartungshaltung in kurzfristigen weit überdurchschnittlichen Renditen durch Realisierung von Kursgewinnen besteht.

    Wir erleben aus meiner persönlichen Bewertung heraus, aktuell eine Phase wichtiger Veränderungen der Rahmenbedingungen und es ergeben sich teilweise intensive Entwicklungen und Signale in geldpolitischen wie auch fiskalpolitischen Bereichen sowie fast allen relevanten Indikatorenebenen.

    Die letzten Monate profitierten die Aktienmärkte von den massiven geldpolitischen Impulsen (Erhöhung Liquidität/Geldmenge) zusätzlich werden wir in den kommenden Monaten/Jahren intensive fiskalpolitische Impulse (erhöhte Umlaufgeschwindigkeit und weiter Geldmengenausweitung) sehen. Diese werden zum Großteil ohne große Wirkungsverzögerung in der Wirtschaft auf den relevanten Ebenen zu positiven Wirkung kommen können. Diese belebenden Impulse in den Wirtschaftlichen Bereichen, werden mittelfristig die inflationären Rahmenbedingungen weiter dynamisieren und bis zum Eintritt in einen säkulären Bärenmarkt (Ausgeprägte Rezession), zu weiter profitablen Chancen in den relevanten Sachwertklassen und Bereichen führen.

    Hier sollten die Investoren genau analysieren und die Chancen wie auch Risiken erkennen und in einer robusten Anlagestrategie umsetzten.

    Kurz und Knapp. Ich sehe bei robusten Unternehmen / Aktien sowie anderen robusten Anlageklassen, mehr Potenzial unter Bewertung des Risikos zum Verhältnis der Erwartungshaltung der zu erzielenden Rendite.

    Depotrockerin

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Warum eine Stagflation sehr gefährlich wäre

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Containerterminal - Symbol für den Welthandel - eine Stagflation droht

Durch die Coronavirus-Epidemie droht den großen Volkswirtschaften eine Kombination aus stagnierender Wirtschaftsleistung und steigenden Preisen – die Stagflation. Warum sie so gefährlich ist und warum die Notenbanken in diesem Fall kaum Handlungsspielräume hätten.

Die Weltwirtschaft kühlt sich bereits merklich ab – eine Stagflation käme zur Unzeit

Belastet durch die teilweise Rückabwicklung der Globalisierung im Zuge der diversen Handelsstreitigkeiten sowie die globale Überschuldung hat sich das Weltwirtschaftswachstum bereits merklich abgekühlt. Nach noch 3,8 Prozent globalem Wachstum im Jahr 2017 waren es im Folgejahr, trotz massiver Steuerstimuli in den USA und ultralockerer Geldpolitik weltweit, nur noch 3,6 Prozent Wachstum. Im vergangenen Jahr brach die Expansionsrate dann auf 3,0 Prozent ein, vor allem wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China sowie den Schuldenkrisen in diversen Schwellenländern (z. B. in Argentinien, der Türkei, Brasilien, Chile, Venezuela, etc.).

Für dieses Jahr hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen gemäß dem World Economic Outlook aus dem Februar bereits von 3,4 auf 3,0 Prozent abgesenkt. Doch der IWF behält sich weitere Revisionen vor und die Schätzungen diverser Bankenökonomen aus Nordamerika und Europa gehen mittlerweile nur noch von einer Wachstumsbandbreite zwischen 2,3 und 2,8 Prozent für das Gesamtjahr 2020 aus. Diese nochmalige Wachstumsabkühlung entspräche der geringsten Wirtschaftsdynamik seit der Finanzkrise. Bereits bei einer Wachstumsrate von global zwei Prozent spricht der IWF von einer „gefühlten weltweiten Rezession“.

Die größte Gefahr sieht der IWF in einer Unterbrechung der Lieferketten in Folge der Eindämmungsmaßnahmen der Coronavirus-Epidemie (sie verursacht aktuell auch Turbulenzen an den Börsen, siehe beispielsweise hier). Die betroffenen Unternehmen sind dadurch gezwungen, alternative aber auch teurere Quellen für Vorleistungsgüter und Zwischenprodukte zu nutzen, wenn es sie denn überhaupt in ausreichendem Maße gibt. Diese erzwungene Umorientierung in der Beschaffungskette führt zu steigenden Inputpreisen bei den verarbeitenden Unternehmen, die aber nicht durch eine höhere Nachfrage, sondern durch einen Angebotsschock verursacht werden.

Eine solche Situation gab es zuletzt in den 1970-er Jahren, als eine künstliche Verknappung der Angebotsmenge von Rohöl zu explodierenden Energiepreisen führte. Die wirtschaftliche Aktivität in den westlichen Ländern litt stark unter dem Ölpreisschock. Mit einer Kombination aus Zinsanhebungen und Lohnsteigerungen wurden damals die Inflationserwartungen eingedämmt und die reale Kaufkraft der Endverbraucher stabilisieret. Beides ist heute jedoch nicht möglich. Höhere Löhne zum Ausgleich gestiegener Preise würden die Margen der Unternehmen noch stärker belasten. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie befindet sich beispielsweise mit nur 76,8 Prozent bereits auf dem Niveau früherer Rezessionen. Zinsanhebungen zur Inflationsbekämpfung wären aufgrund des globalen Schuldenniveaus der „Sudden Death“ für den modernen Finanzkapitalismus. Eine Stagflation käme daher für die Weltwirtschaft zur Unzeit.

Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock

Dass die Preise wegen Lieferverzögerungen und dem Ausfall von Zulieferbetrieben bereits ansteigen, haben die jüngsten Daten von IHS Markit zu den Einkaufsmanager-Indizes für den Monat Februar gezeigt. So ist der für Deutschland erhobene Index für das verarbeitende Gewerbe im Wesentlichen nur deshalb angestiegen, weil sich die beiden Unterkomponenten für die Lieferzeit und die Inputpreise signifikant erhöht haben. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte an diesem Montag vor sich verstärkenden Lieferengpässen in den kommenden Wochen und Monaten, vor allem aus Fernost. BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang spricht sogar von „Schweren Auswirkungen auf die Konjunktur“ durch den Angebotsschock aus China.

Kommt es also nun zu steigenden Preisen, dann nicht aufgrund einer prosperierenden Wirtschaft, sondern wegen der Knappheit bestimmter Güter. Gleichzeitig leidet auch die Nachfrage unter der eingeschränkten Bewegungsfreiheit von zig Millionen Konsumenten in den von der Epidemie betroffenen Regionen. Ganz abgesehen von der eingetrübten Stimmung der Verbraucher, die in solchen Ausnahmesituationen andere Sorgen haben, als dem Konsum zu frönen. Der drastische Einbruch der Automobilabsätze in China in den letzten beiden Monaten von 20 Prozent im Januar und 92 Prozent im Februar gibt hier einen Vorgeschmack auf das, was bei einer globalen Pandemie, die nach wie vor nicht gebannt ist, zu erwarten wäre.

In der Folge von Knappheit bestimmter Güter und Lebensmittel stieg die Inflationsrate im Reich der Mitte bereits massiv an, auf 5,4 Prozent im Januar. Im Vorjahresmonat, also im Januar 2019, lag die offizielle Inflationsrate noch bei moderaten 1,7 Prozent. Die Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock kann in Kürze zu dem gefürchteten Phänomen der Stagflation führen. Dass die chinesische Wirtschaft im Auftaktquartal 2020 überhaupt gegenüber dem von Handelsstreitigkeiten weniger belasteten und vor allem virusfreien Vorjahresquartal 2019 wachsen kann, bleibt Wunschdenken des Regimes in Peking. Auch die westlichen Industriestaaten werden im ersten Quartal 2020 im besten Fall mit einer wirtschaftlichen Stagnation aufwarten können.

Den Notenbanken wären bei einer Stagflation die Hände gebunden

Die Bekämpfung einer Stagflation stellt die Fiskal- und Geldpolitiker in der heutigen Gemengelage vor besondere Herausforderungen. In China versucht die Notenbank auf Geheiß der Regierung, die Kreditvergabe massiv zu stimulieren, indem die Kreditkosten (Zinsen) sowie die Kreditanforderungen drastisch gesenkt werden. Andernfalls würden Millionen bereits angeschlagener Betriebe aus dem Markt ausschieden – ein Horrorszenario auch für den Westen. Bestimmte Vorprodukte werden nur noch in China produziert. Insofern offenbart die Coronavirus-Pandemie die enorme Abhängigkeit des Westens von China, was aus politischen Gründen in der Konsequenz ebenfalls zu einer Rückabwicklung der Globalisierung führen wird, um die Autarkie der westlichen Länder von essenziellen Produkten, wie zum Beispiel Arzneimitteln, sicherzustellen.

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Drei der fünf großen Schweizer Banken bestehen Stresstest nicht

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Die schweizerische Finanzmarktaufsicht FINMA hat heute die Ergebnisse eines Stresstests veröffentlicht. Drei von fünf großen Schweizer Banken bestanden diesen Stresstest nicht, beziehungsweise sie haben die Vorgaben der Aufseher noch nicht vollständig umgesetzt. Die fünf großen für die Schweiz systemrelevanten Banken sind die UBS, Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank. Probleme machen laut FINMA die drei zuletzt genannten. Die folgende Grafik zeigt einzelne Abschnitte des Tests und zeigt was gut läuft, und was noch nicht so gut läuft. Bevor Sie die Worte der FINMA lesen, möchten wir noch allgemein anmerken: Ob die Stresstests der Notenbanken für einen echten Notfall überhaupt irgendeine Aussagekraft haben, darf bezweifelt werden. Die griechischen Banken zum Beispiel, die nachweislich längst platt sind dank gigantischer ausgefallener Kredite, haben die Stresstests ja auch bestanden. Und Institute wie UBS, Credit Suisse oder auch die Deutsche Bank – sie sind so groß von ihrem Geschäftsvolumen her, dass selbst das schönste Notfallkonzept in einer echten Krise wohl nichts nützen würde.

Hier die FINMA auszugsweise im Wortlaut:

Alle fünf systemrelevanten Schweizer Banken haben der FINMA Stabilisierungspläne (Recovery-Pläne) unterbreitet. Die FINMA konnte diese Pläne alle genehmigen. Bis Ende 2019 mussten die beiden Grossbanken überdies umsetzbare Schweizer Notfallpläne erstellen. Die FINMA hat diese geprüft. Bei der Credit Suisse beurteilt die FINMA den Notfallplan als umsetzbar. Die FINMA beurteilt die gesetzlichen Vorgaben für einen umsetzbaren Notfallplan auch bei der UBS als erfüllt, mit dem Vorbehalt, dass bestimmte Eventualverbindlichkeiten noch zu hoch sind.

Auch die drei inlandorientierten systemrelevanten Banken haben je einen Notfallplan eingereicht. Die Banken sind aber mit der Umsetzung per Ende 2019 unterschiedlich weit. Als umsetzbar gilt noch keiner dieser Pläne. Bei der Zürcher Kantonalbank besteht ein plausibler Plan, wie die für den Krisenfall notwendigen Ressourcen in den Bereichen Kapital und Liquidität vervollständigt werden können. Bei Raiffeisen und PostFinance fehlt insbesondere noch ein plausibler Plan für den Aufbau der erforderlichen verlustabsorbierenden Mittel für den Krisenfall. Alle drei inlandorientierten Banken arbeiten weiterhin an der Bereitstellung eines umsetzbaren Notfallplans.

Und hier die FINMA zu den Großbanken im Wortlaut, auszugsweise:

Die FINMA muss für beide Grossbanken einen sogenannten Global-Resolution-Plan erstellen. Im Gegensatz zum Notfallplan, der nur die systemrelevanten Funktionen in der Schweiz umfasst, bezieht dieser globale Abwicklungsplan die gesamte Bankengruppe weltweit mit ein. Die FINMA beurteilt diese globale Abwickelbarkeit (Resolvability) anhand des Kriteriums, ob die Grossbanken die für die Umsetzung des Abwicklungsplans notwendigen Vorbereitungen getroffen haben. Sie kommt dabei zum Schluss, dass beide Banken hierfür bereits wesentliche Vorbereitungsmassnahmen getroffen und damit grosse Fortschritte in ihrer globalen Abwickelbarkeit erzielt haben. So beurteilt die FINMA insbesondere die Anforderungen an die strukturelle Entflechtung als erfüllt. Mit Blick auf diese Entflechtung sind beispielsweise Holdingstrukturen und Schweizer Tochtergesellschaften geschaffen worden. In anderen Bereichen, namentlich der Liquidität für den Krisenfall, stehen jedoch noch Umsetzungsarbeiten an. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die regulatorischen Anforderungen in diesem Bereich noch fehlen.

Schaubild der großen Schweizer Banken unter dem Stresstest der FINMA

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Exporte der deutschen Industrie mit mauen Aussichten

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Kurzzeitig sah es in den letzten Monaten so aus, als würde die deutsche Konjunktur gerade eben so an der Rezession vorbei schrammen. Die Industrie ist längst in einer heftigen Rezession, aber Bau und Dienstleistungen haben das aufgefangen, sodass die gesamte Wirtschaftsleistung derzeit glatt bei 0,0% liegt. Auch die Exporte schienen sich ganz vorsichtig zu erholen. Aber gerade erst letzte Woche meldet das Institut ZEW schwache Exporterwartungen. Und heute folgt das ifo-Institut mit seinem Index für die Exporterwartungen. Der Chart zeigt die Entwicklung der Erwartungen seit 2014. Der Index ist für den Monat Februar von +0,8 auf -0,7 Indexpunkte gefallen, was man am Endes des Chart sehen kann. Die ifo Exporterwartungen basieren auf 2.300 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Sie können angeben, ob sie für die nächsten drei Monate die Exporte erwarten mit „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“. Aus allen Antworten wird dann dieser Index errechnet. Hier noch einige Detailaussagen von ifo im Wortlaut:

Die Entwicklungen rund um das Corona-Virus lassen kurzfristig kaum auf Besserung hoffen. Die Autobranche befürchtet einen verstärkten Rückgang ihrer Exporte in den kommenden Monaten. Auch in der Chemischen Industrie ist die Skepsis zurück, nach einem zuletzt leicht optimistischen Ausblick. Im Maschinenbau gehen die Unternehmen ebenfalls tendenziell von einem leicht rückläufigen Auslandsgeschäft aus. Lichtblicke in diesem Monat waren die Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln sowie die Getränkehersteller. Sie erwarten deutliche Zuwächse bei ihren Exporten in den kommenden Monaten.

ifo-Chart für die Erwartungen der Exporte

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