Folgen Sie uns

Allgemein

Coronavirus: Diese Wirtschaftsdaten werden Licht ins Dunkel bringen

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Illustration - Angst vor Coronavirus lähmt die Wirtschaft

Bis auf ein paar wenige bekannte Daten stochern die Ökonomen bezüglich der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus noch im Dunkeln. Doch das wird sich demnächst ändern.

Wie hoch sind die ökonomischen Schäden durch den Coronavirus?

Abgesehen davon, dass den Zahlen des Regimes aus Peking nicht zu trauen ist, gibt es bislang kaum harte ökonomische Daten. Lediglich die bereits viel zitierten Gruselzahlen des chinesischen Automobilverbands CAAM zum Absatz im Januar geben einen Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Fakt ist, dass momentan gut zwei Drittel der chinesischen Wirtschaft stillstehen. Fakt ist auch, dass die Versuche der Regierung in Peking, die Produktion wieder anzukurbeln, mangels Personal kaum voranschreiten. Viele Maßnahmen zur Prävention einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 blockieren weiterhin ganze Städte, große Teile des Binnenverkehrs in China, die meisten großen Häfen sowie den Flugverkehr. 70 Airlines, hauptsächlich aus den westlichen Staaten, fliegen Festlandchina bis Ende März/Anfang April überhaupt nicht mehr an. 50 Weitere Fluggesellschaften haben die Anzahl der Flüge nach China mangels Nachfrage drastisch reduziert.

Es ist daher wahrscheinlich, dass im kompletten Monat Februar sowie vermutlich bis weit in den März hinein die Wirtschaft in China durch den Coronavirus stark belastet sein wird.

Bedenkt man zudem, dass bereits vor dem Ausbruch der Covid-19-Epidemie die Wirtschaftsdaten in den meisten Regionen der Welt, so zum Beispiel für die Eurozone aber auch für die gesamte Weltwirtschaft und den Welthandel schwach waren, dann sollte sich diese zusätzliche Belastung massiv in den nun anstehenden Daten bemerkbar machen.

Diese Daten bringen bereits etwas Licht ins Dunkel

Als Erstes werden zunächst Stimmungs- und Frühindikatoren einen Eindruck von der Dimension der ökonomischen Schäden durch den Coronavirus vermitteln. Bereits am Dienstag stehen Zahlen zur Neukreditvergabe in China für den Monat Januar an, so diese denn veröffentlicht werden. Die Exportzahlen für den Januar aus dem Reich der Mitte wurden dem Markt bislang vorenthalten.
Ebenfalls am Dienstag steht der deutsche ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen an. Da das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung bei der Erhebung der Daten aber v. a. Experten von Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen ausgewählter Großunternehmen befragt, orientiert sich dieser Index erfahrungsgemäß stärker am Stand des DAX als an der Realwirtschaft.

Hier gibt der ifo-Geschäftsklimaindex deutlich verlässlicher Auskunft darüber, wie es um die Wirtschaft Deutschlands bestellt ist, deren Entwicklung stark vom Außenhandel mit China abhängt. Die Konjunkturforscher des ifo-Instituts befragen über 9.000 Manager aus deutschen Unternehmen verschiedenster Branchen. Der nächste Veröffentlichungstermin dieses wichtigen ökonomischen Frühindikators ist der kommende Montag, 10:00 Uhr.

Bereits an diesem Freitag wird der Datenanbieter Markit Economics um 9:30 Uhr das aktuelle Umfrageergebnis unter deutschen Einkaufsmanagern des Verarbeitenden Gewerbes bekannt geben. Der Wert des Diffusionsindex lag zuletzt bei mageren 45,3 Punkten. Bereits seit über einem Jahr verharrt dieser Index unter der Expansionsschwelle von 50. Die Analysten erwarten einen nur leichten Rückgang um 0,1 auf 45,2 Punkte. Na, wenn das mal nicht zu optimistisch ist. Im Tief notierte der Index Ende Oktober 2019 bei 41,7.

Ebenfalls am Freitag, nur eine halbe Stunde später, also um 10:00 Uhr, wird Markit auch den Index der Einkaufsmanager aus dem Verarbeitenden Gewerbe für die gesamte Eurozone publizieren. Um 15:45 Uhr folgen dann die entsprechenden Daten aus den USA. Hier stand der Index für das Verarbeitende Gewerbe zuletzt bei 51,9 (Prognose Februar: 51,7) und für den US-Dienstleistungssektor bei 53,4 (Prognose Februar: 53,2). Auch hier sind in Anbetracht der nur moderaten prognostizierten Rückgänge negative Überraschungen sehr wahrscheinlich.

Mitte März wird dann erneut der chinesische Automobilverband CAAM seine Schätzungen für den wichtigsten Automarkt der Welt im Februar publizieren. Vermutlich mit einem Rückgang der Autoabsätze von 30 bis 50 Prozent gegenüber dem Februar 2019.
Bis endgültige und vor allem harte Daten für den noch laufenden Monat veröffentlicht werden und auch endlich wieder Zahlen aus China kommen, wird noch einige Zeit vergehen.

Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt Chinas für das Auftaktquartal 2020 werden erst in der 14. Kalenderwoche veröffentlicht, vermutlich am Mittwoch, den 1. April – kein Scherz. Die BIP-Daten für Deutschland gar erst Mitte Mai.
Auch die Zahlen aus den Unternehmen lassen noch auf sich warten. Hier wird man die Bremsspuren durch den Coronavirus erst im Zuge der Berichtssaison ab Ende April sehen können.

Fazit und Ausblick

Noch stochern Ökonomen, Analysten, Politiker und Marktteilnehmer im Nebel, wenn es um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus geht. Schaut man sich jedoch die nur moderat verringerten Prognosen diverser Frühindikatoren an, dann sind herbe Enttäuschungen vorprogrammiert. Eine der am meisten zu lesenden Floskeln in den Wirtschaftsmedien wird in den nächsten Tagen und Wochen wohl diese sein: „Die Daten waren überraschend schwach“.

Für die Aktienmärkte wäre aber auch das noch kein Grund zur Sorge, denn bereits am kommenden Donnerstag plant die People´s Bank of China eine weitere Zinssenkung. Am 12. März folgt dann die nächste Sitzung der Europäischen Zentralbank und am 18. März die Sitzung der US-Notenbank Fed. Die Helden der Märkte, die Geldpolitiker, könnten also im Notfall zeitnah Maßnahmen ergreifen, um die Aktienkurse erneut trotz schlechter Nachrichten aus der Realwirtschaft stützen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

weiterlesen

Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

weiterlesen

Allgemein

Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen