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Coronavirus: Trump mit America first, nun in neuer Dimension

Was wird da auf die ehemals befreundeten Staaten zukommen, sollte sich das Coronavirus zu einer Krise auch für amerikanischen Firmen entwickeln?

Wolfgang Müller

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am

Die durch das Coronavirus entstehende Dynamik geht immer weiter – stehen die Regierungen der wichtigsten Staaten nun zusammen, geführt durch die Weltmacht USA und damit durch Donald Trump?

Donald Trump hat bereits in seinem Wahlkampf deutlich gemacht, dass es in seiner Politik um eines geht: “America first“ oder auch „Make America Great again“. Unter diesem Aspekt konnte man auch alle Handelsstreitigkeiten sehen, die der US Präsident in den letzten drei Jahren mit verschiedenen Ländern geführt hat. Aber der neue Feind in Gestalt des Coronavirus bringt das Ganze in eine neue Dimension.

Coronavirus: Donald Trumps spätes Handeln

Der US-Präsident hatte sich bekanntermaßen nicht um die Virusinfektion gekümmert. Er hatte sich sogar ein paar handfeste Fauxpas erlaubt, wie „die Krise sei unter Kontrolle oder das Coronavirus sei eine Grippe, und die Fälle in den die USA würden nahe gegen null tendieren“. Und „man habe relativ bald einen Impfstoff und jedermann könne getestet werden“.

In den letzten Tagen musste er sich eines Besseren belehren lassen, angesichts des raschen Anstiegs der Infektionsfälle sowie der an der Lungenkrankheit verstorbenen Amerikanern. Und was macht der Präsident in seiner üblichen Art? Das Coronavirus sei ein ausländisches Virus und das Zentrum liege in Europa. Jetzt versucht er es wieder mit Alleingängen, um seine überragende Regierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Er überraschte mit seinem Entschluss eine Einreisperre für europäische Reisende in die USA zu verhängen, ohne die befreundeten Staaten in Europa vorher ins Bild zu setzen. Dabei zunächst Großbritannien ausnehmend, weil man dort die Virusinfektion viel besser im Griff habe. Zu voreilig, Herr Präsident, denn bereits zwei Tage später musste er diese, nach einem rapiden Anstieg der Fälle, auch auf die britische Insel ausdehnen.

Cornavirus: Der Kampf um den Impfstoff und medizinische Hilfsmittel

Besonders stolz hatte Donald Trump bei seiner freitäglichen Pressekonferenz verkündet, dass die Schweizer Firma Roche Diagnostics mehrere Hunderttausend Testkits liefern werde, die dann bei „Drive-Through-Tests“ auf Parkplätzen und im Fahrzeug Anwendung finden könnten. Ob hierbei die 27 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung oder die zahlreichen Obdachlosen in den USA zum Zuge kommen, steht auf einem anderen Blatt.

Aber bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus bahnt sich ein Konflikt zwischen den USA und Deutschland an. Der Chef des Tübinger Biotech- Unternehmens CureVac war am 3. März bei einer Besprechung im Weißen Haus. Jetzt hat er seinen Chefposten aufgegeben und Donald Trump hat nach Aussage von deutschen Regierungsreisen eine Milliarde Dollar geboten, wenn die Firma das Medikament liefert – aber ausschließlich für die USA. Was Deutschland natürlich auf die Palme bringt, es wäre angebracht in einer Krise international zusammen zu arbeiten und nicht egoistisch an das eigene Wohl zu denken. Man erwägt ein Verkaufsverbot der Bezugsrechte, unter anderem nach dem Außenwirtschaftsgesetz.

Fazit

Donald Trump hat durch seine Politik – auf wirtschaftlich-, militärisch-, außen- und umweltpolitischen und jetzt auch gesundheitspolitischen Feldern – einen neuen Protektionismus gefördert, mit ganz großen nationalen Egoismen. Das lässt für die Zukunft in einer Krise nichts Gutes erwarten, denn im Jahr 2008 hatte man sich international noch über eine Krisenbewältigung verständigt. Wenngleich die damalige Krise auch durch die USA initiiert wurde, durch den weltweiten Verkauf von faulen, gebündelten Wertpapieren (Subprime Loans), welches aber auch nie richtig geahndet wurde. Was wird da auf die ehemals befreundeten Staaten zukommen, sollte sich das Coronavirus zu einer Krise auch für amerikanischen Firmen entwickeln? Hatte Trump nicht schon wegen Problemen in der Stahl- und Automobilindustrie die nationale Sicherheit als Argumentation für Abwehrmaßnahmen bemüht?

Trump hat die Dimension des Coronavirus unterschätzt

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    frank

    16. März 2020 11:30 at 11:30

    für mich als Laie völlig unverständlich, wieso man einen möglichen Impfstoff nicht allen Ländern zukommen lässt? Welchen Nachteil hätte die USA, wenn ein Medikament allen zu Gute kommt? oder geht es rein ums Geschäft, dass sich die USA die Rechte sicher?

    Viel schlimmer als die Forderung Trumps ist jedoch das Versagen der Deutschen. Alleine dass die Möglichkeit besteht, dass ein Deutsches Unternehmen das möglicherweise einen Impfstoff hat, außer Landes geht und man eigentlich nichts dagegen unternimmt ist der viel größere Skandal. Deutschland ist schwach bzw. wird von Schwächlingen regiert, die komplett auf die Deutsche Bevölkerung scheißt.

  2. Avatar

    Roberto

    16. März 2020 11:34 at 11:34

    Der Mann ist absolut gefährlich. Und ich glaube nicht das er wieder gewählt wird. In dieser aktuellen Zeit hat er den Amerikanern gezeigt wie schwach er als Führungsperson eigentlich ist. Die Menschen merken das zu einem seriösen und starken Staatsmann nicht nur die Fähigkeit gehört deals zu machen, sondern sie auch angemessen zu schützen wenn eine Krise auf sie zu kommt. Ich glaube seine Tage sind gezählt. Und das ist auch gut so.

  3. Avatar

    Shorti

    16. März 2020 12:07 at 12:07

    Also nach Handelskrieg, Währungskrieg jetzt auch noch Medikamentenkrieg ( Drogenkrieg) , wäre vielleicht ein Gebiet wo ihm seine nachgesagten Mafiakontakte helfen würden.
    Ich habe immer gesagt, das Timing seiner Börsenblase sei schlecht.Und wo sind jetzt die Dipenkäufer u.die Aktienrückkäufer , die doch bei 30% höheren Preisen immer kauften?
    Unglaublich, nicht einmal die Amis verdienen einen solchen Präsidenten.

  4. Avatar

    franko33

    16. März 2020 12:09 at 12:09

    Es sollte dem letzten Menschen in unserem Land aufgefallen sein,daß unser Land
    eine völlig eigene Strategie entwickeln sollte mit einer eigenen Identität.
    Mit einer geradlinigen Finanz-und Verteidigungspolitik aus dem „Herzen“ unserer
    Bürger.Wir wollen keine Diktatur !
    Nicht von Rechts – nicht von Links !
    Oder will die Mehrheit weiter jemanden der für sie entscheidet ohne zu fragen !
    Bitte aufwachen !

    • Avatar

      Andreas.M.

      16. März 2020 12:57 at 12:57

      Lasst mal den Donald in Ruhe machen. Wie sagte er? Bleibt locker ….
      Und erinnern wir uns, wie er doch über sich fabulierte, wie kluuuuuuug er sei.
      Schließlich hat er sich und seinem hirntoten Wahlvolk sein American First eingebläut und so erwarten seine Anhänger auch einen Impfstoff first. Es ist anzunehmen, dass es nach seinem Fehlversuch (angeblich auch durch das Veto eines hurensohnigen Großaktionärs) seine superstumpfe Sanktionswaffe anwenden möchte, weil ihm niemand traut zu sagen, dass in einer produktionslosen Welt nichts mehr zu sanktionieren gibt. ….. so ein schönes Spielzeug….. einfach weg.
      Zum Glück 🍀 aber kommt jetzt seine eigentliche Waffe ins Spiel, seine unendliche Klugheit, die wir eben noch gar nicht kapiert haben, ich auch nicht. Aber ich lerne gerne …. also Augen auf und Ohren .
      Meine Fresse, was wird das für ein Desaster.

  5. Avatar

    Doris

    16. März 2020 12:31 at 12:31

    Sehr geehrter Herr Fugmann.
    Börsen geschlossen. bei 5/7/13/20
    aber die schliessen ja bei 5 schon den ganzen tag und nicht nur 15 Minuten.
    muss ich mit dieser Entscheidung leben.
    lg doris

    • Avatar

      berti

      16. März 2020 13:00 at 13:00

      Fugi hat das schon mal erklärt bei Futures ist so bei 5 das erst mit Markt um 14:30 gehandelt werden kann und dann ist das mit den 15 Min, nicht bei den Futures

  6. Avatar

    Peter

    16. März 2020 12:43 at 12:43

    Lese, höre oder sehe ich die Nachrichten in Deutschland, stehen die USA kurz vor dem Corona-Kollaps , während bei uns alles zum „Besten bestellt ist“. Lese ich aktuellsten Statistiken (worldometer) dann gibt den USA 11,5 Cases pro 1. Mio. Einwohner. In Deutschland
    sind es hingegen 74,2.
    Ich habe den Eindruck das USA- und Trump-Bashing soll von unseren Unzulänglichkeiten ablenken. Ich glaube nun wirklich nicht, dass wir uns das einen Gefallen tun. Die Amerikaner (auch die Demokraten) lesen aufmerkmsam mit.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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