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Coronavirus: Trump will jetzt plötzlich den Sozialstaat

Wolfgang Müller

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Das Coronavirus wird vor allem die USA hart treffen – und US-Präsident Trump weiß das!

Diese Problematik war eigentlich vorauszusehen: Eine sich entwickelnde Epidemie in der größten Volkswirtschaft der Welt, die es aber nicht schafft, ein finanzierbares und effektives Gesundheitssystem auf die Beine zu stellen – das muss zu einer kleinen Katastrophe führen. Ich hatte in einem Artikel vom 6. März schon darauf hingewiesen: „Coronavirus: Die Schwächen des US-Gesundheitssystems“.

Aber dass das Coronavirus bereits in atemberaubender Zeit zu einem Umbau des Sozialwesens führen würde, dies hätte vor ein paar Tagen noch kaum jemand erwartet. Initiator ist natürlich US-Präsident Trump, der in dieser Krise urplötzlich erkennt, dass die zu erwartende soziale Not ihn das Amt im November 2020 kosten könnte. Aber auch das wurde schon in vielen Artikeln beschrieben: dass Donald Trump alles daran setzen wird um wiedergewählt zu werden. Dass er dabei gleich einen von ihm gehassten Sozialsstaat zu implementieren versucht – man staunt Bauklötze.

Coronavirus: Die Wandlung von Donald Trump

Dass US-Präsident sehr eigenwillig mit Fakten und früheren Aussagen umgeht, ist eigentlich nichts Neues. Aber im Fall des Coronavirus hat er noch mal einen draufgelegt. Vor einer Woche sagte er im Fernsehen: „Das ist eine Pandemie und ich hatte schon das Gefühl, dass es eine Pandemie ist, lange bevor es als Pandemie bezeichnet wurde.“ Diese Aussage ist total falsch, denn am 22. Januar, als er danach gefragt wurde, ob er sich vor einer Pandemie fürchte, hatte er geantwortet: „Nein. Überhaupt nicht. Es ist eine Person, die aus China kommt und wir haben es total unter Kontrolle. Es wird alles gut werden.“

Trump verglich das Coronovirus in der Folge mit einer Grippe und mutmaßte dahinter eine Idee der Opposition. Diese würde auf einfache Art und Weise verschwinden, wenn es wärmer würde. Jetzt spricht oder von einer epochalen Bedrohung durch das „chinesische Virus“.

Die Rettungsmaßnahmen im Sozialen

Die Ausbreitung dees Coronavirus zu einer Epidemie wird weitreichende Folgen haben: für die Wirtschaft, die Börsen und vor allem für Millionen Bürgern, die traditionell nicht auf Leistungen eines Sozialstaats hoffen können – bisher.

Der Zustand vor Corona:

  • 27 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung, oft aus finanziellen Gründen
  • Trump rühmte sich zwar selbst des Öfteren für die gute Entwicklung am US-Arbeitsmarkt, dabei ignorierend, dass hierbei eine große Zahl an schlecht bezahlten Jobs entstanden ist. Arbeitsplätze, die mit sehr dürftigen Krankenversicherungen verbunden sind.
  • In dem großen Land ohne gesetzliche Krankenversicherung ist es Usus, dass die Lohnfortzahlung nach fünf Tagen eingestellt wird. Wer meldet sich bei Grippesymptomen krank, wenn ihm Lohnausfall oder sogar der Verlust des Arbeitsplatz droht?

Die soziale Kehrtwende

Nachdem Donald Trump noch im Monat Februar geplant hatte, Sozialleistungen zu kürzen, um mehr Geld für Militär und den Mauerbau zu Mexico zu haben, zieht er plötzlich ein soziales Sicherheitsnetz auf.

Alles in allem will die US-Regierung über eine Billion Dollar durch den Kongress bringen, um die Folgen des Coronavirus erträglich zu machen. Hiervon sollen nun per Gesetz viele Milliarden in das Sozialsystem fließen:

  • Demnächst landesweit in die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die es bisher in den USA nur spärlich gegeben hat. Dazu noch eine Steigerung der Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Denn das Arbeitslosengeld liegt in den USA in der Regel bei deutlich weniger als der Hälfte des letzten Gehaltes – und es wird auch nur ein Vierteljahr bezahlt. Für Teilzeitarbeiter entfallen diese Leistungen. Damit entfällt dieses Auffangnetz für bis zu 30 Millionen US-Beschäftigte.
  • Für Bürger ohne Krankenversicherung gibt es Zuschüsse für bestimmte Behandlungen. Umfragen hatten ergeben, dass jeder vierte Amerikaner im letzten Jahr eine dringend notwendige Behandlung aus Kostengründen verschoben hatte.
  • Man kann sich auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus kostenlos testen lassen.
    Seit einigen Tagen ist von Helikoptergeld die Rede: 1200 Dollar für jeden Erwachsenen, 500 Dollar pro Kind.

Leistungsverbesserungen waren in der Vergangenheit für die Republikaner ein Tabu. Wer so etwas früher vorgeschlagen hatte, konnte seine Laufbahn begraben. Nach Ausbreitung des Coronavirus ist es ausgerechnet Donald Trump, der Ideen der Opposition übernimmt, um die Wählerbasis bei „der Stange zu halten“.

Anscheinend ist der Präsident geschockt durch die Vorhersagen seiner Ökonomen für die zu erwartenden Arbeitslosenzahlen. Bereits bis zum Ende des Monats sollen über eine Million Amerikaner ihren Arbeitsplatz verlieren. Noch vor einem Monat herrschte hier noch eitel Sonnenschein, der Arbeitsmarkt war die große Stütze für US-Konsum und damit für die US-Wirtschaft.

Fazit: Trump und seien Reaktion auf das Coronavirus

Die Krise durch das Coronavirus wirft Vieles über den Haufen. Deutschland rückt von der schwarzen Null ab – und US-Präsident Trump erkennt aus „uneigennützigen“ Gründen die Vorteile eines Sozialstaates. Das US-Gesundheitswesen gerät in Windeseile an seine Grenzen.

Auch der ganze Stolz Donald Trumps, der tausendfach erwähnte Rückgang der Arbeitslosigkeit in den USA auf ein 50-Jahrestief, ist Vergangenheit. Denn in dieser Woche kam es bei der Anmeldung zur Beantragung des Arbeitslosengeldes zu so einen Ansturm, dass die Webseiten der Behörden ihren Geist aufgaben.

Stellt sich natürlich die Frage, ob sich Donald Trump nach Überwindung der Krise durch das Coronavirus – falls er da noch im Amt ist – nicht wieder an seine alte Abneigung erinnert und größere Staatsausgaben für die Bedürftigen seines Landes auf Dauer aufrechterhält?

Das Coronavirus schmälert die Chancen von Trump auf eine Wiederwahl

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    frank

    23. März 2020 10:59 at 10:59

    Damit würde Trump als größter Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Keine Kriege, höhere Löhne und dann rettet er noch die Unterschicht. Trump schützt Amerika!

    • Avatar

      sabine

      23. März 2020 13:25 at 13:25

      Wenn er gelinde gesagt auch eine große Klappe hat, keine Kriege finde ich schon mal um Welten besser als Obama oder Bush!

      • Avatar

        Claudia

        23. März 2020 18:58 at 18:58

        @Sabine, auch Handels- und Ideologiekriege sind Kriege. Kalte Kriege mit mehr Opfern, als man sich vorstellen mag. Für Mr. President mag es statt „Cold War“ ein „Cool War“ sein, für viele Milliarden anderer Menschen eher nicht.

        Wie lange wird es wohl dauern, bis er sich über die Ungerechtigkeit beschwert, dass Deutschland ein vergleichsweise offensichtlich herausragendes Gesundheitssystem besitzt? Mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte, als die großartigste Nation des Planeten. Übernehmenswerte Biotech-Firmen, die wir in der Krise nicht einfach mal schnell für 1 lächerliche Milliarde an Mr. Wonderful verscherbeln.

        Die Chinesen sind Schuld am Virus, Deutschland verhält sich asozial und egoistisch seinen besten Freunden gegenüber. America great again hat alles richtig gemacht, sofort reagiert, vor allem damit, was sie können: Drucken, pumpen, drucken, pumpen, money, money, money…
        Ohne China und DE gäbe es keinen einzigen Infizierten in Cool-War-Land.

  2. Avatar

    ollifred

    23. März 2020 11:26 at 11:26

    den Zug hat er erkannt, und wird die Gleise legen. Egal was es kostet. Die Krise wird für ihn zur Freifahrt in die nächsten 4 Jahre. Und alle werden ihn lieben.

    • Avatar

      Mutwürger

      23. März 2020 12:53 at 12:53

      @OLLIFRED
      Da es ohnehin auf den Schuldenschnitt hinausläuft, ist es nicht egal, was es kostet?

      • Avatar

        Scheer

        23. März 2020 15:44 at 15:44

        So lange die weltweiten Schulden auf US-Dollar Basis erfolgen, kann sich Amerika alles leisten – auch die Sozialisierung ihrer Wirtschaft.
        Die ganze Welt wird dies bezahlen und die Amerikaner haben es wieder geschafft die great Nation zu bleiben.

  3. Avatar

    Mutwürger

    23. März 2020 12:47 at 12:47

    Seine Chancen wiedergewählt zu werden steigen somit enorm. Donald als Sozialist :-) welch eine Ironie.
    Meine Damen und Herren hier kommt der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei von Amerika und Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Rates der Union der sowjetischen sozialistischen Staaten von Amerika Genosse Trump!
    Karl Marx schütze Amerika!

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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