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Coronavirus: Trumps Management und das US-Gesundheitssystem

In den USA spitzt sich die Corona-Krise immer weiter zu, das Land ist zum Epizentrum des Coronavirus geworden. Katastrophaler als Trump kann man die Krise nicht managen, sagt Sandra Navidi

Redaktion

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In den USA spitzt sich die Corona-Krise immer weiter zu, das Land ist zum Epizentrum des Coronavirus geworden: Immer mehr Infizierte und Tote, die Arbeitslosenzahlen schnellen nach oben, die Aktienmärkte crashten – und Donald Trump versucht mit Milliarden-Hilfen seine Wiederwahl zu retten. „Das US-Gesundheitssystem ist hoffnungslos überfordert. Man baut schon Zelte für Leichen auf. Noch katastrophaler als Donald Trump kann man die Krise nicht managen“, so berichtet Sandra Navidi aus New York. Die Geschäftsführerin von BeyondGlobal erklärt mit Blick auf die Notenbank Fed: „Wir können kein Virus mit Geldpolitik bekämpfen.“

Das total auf Profit getrimmte US-Gesundheitssystem ist durch das Coronavirus total überfordert – die Lage dürfte sich weier zuspitzen, berichtet Sandra Navidi im Gespräch mit Manuel Koch:

Das Coronavirus und Donald Trump

 

 

 

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Joe

    2. April 2020 13:35 at 13:35

    selten so dummes Zeug gehört wie von Frau Navidi.
    Die Trump Regierung tut was sie kann, andere Länder machen auch nichts anderes.
    Mit ihrer plakativen Anti-Trump Haltung macht sie sich natürlich in Deutschland liebkind

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      2. April 2020 13:39 at 13:39

      @Joe, jetzt tut Trump was er kann. Davor hat er, wie Navidi ja völlig richtig erwähnt, das Virus als eine Verschwörung seiner politischen Gegner bezeichnet – und dadurch wertvolle Zeit verspielt. Man muß schon extremer Anhänger von Trump sein, wenn man diese ja durchweg belegbaren Fakten leugnet!

  2. Avatar

    Joe

    3. April 2020 09:02 at 09:02

    Trumps Zustimmungswerte könnten wohl eher steigen.
    Kümmern sie sich mal um ihre Gesundheit bzw. um die unterversorgten Italiener und Spanier und Griechen, da ist einiges im Argen, in der schönen EU Welt

  3. Avatar

    Hinterfrager

    3. April 2020 11:05 at 11:05

    Hochmut kommt immer vor dem Fall, Joe! Und das verrottete/nicht vorhandene US-Sozial- bzw. Gesundheitssystem ist zum Glück kein Vorbild für Europa und den Rest der Welt…

    • Avatar

      Joe

      3. April 2020 14:34 at 14:34

      das trifft wohl auf sie zu.
      Das in ihren Augen verrottete Gesundheitssystem hält pro 100.000 Einwohner pro Person fast soviele Intensivbetten vor wie z. B. Österreich…
      Europa ist sicherlich kein Vorbild für den Rest der Welt oder sich selbst.
      Siehe Flüchtlinge und siehe Finzanz- und Gesundheitswesen.
      Werden sie glücklich damit.
      Schönes Wochenende

      • Avatar

        leftutti

        3. April 2020 14:52 at 14:52

      • Avatar

        TM

        3. April 2020 15:20 at 15:20

        Tatsächlich ist die Zahl der Intensivbetten pro 100.000 Einwohner in den USA höher als im europäischen Durchschnitt, aber niedriger als in Deutschland.

        Und vermutlich haben Sie auch grundsätzlich Recht damit, dass das US-Gesundheitssystem besser ist, als viele hier im Forum glauben und besser als der europäische Durchschnitt – allerdings bei doppelt so hohen Ausgaben pro Kopf. Infoern gibt es sicherlich sowohl in den verschiedenen europäischen Staaten wie auch in den USA durchaus erheblichen Verbesserungsbedarf.

        • Avatar

          Hinterfrager

          3. April 2020 17:10 at 17:10

          „Besser“ aber nur für diejenigen, die sich eine Grunddaseinsvorsorge/-leistung auch tratsächlich leisten können. Zig-Millionen Amerikaner können es sich nach wie vor schlicht nicht leisten, krank zu werden. Das vollkommen auf Profit getrimmte US-Gesundheitssystem ist nämlich nicht nur das teuerste der Welt, sondern auch das mit Abstand ungerechteste. Und Top-Sozialdarwinisten wie der dumpfe Donald und Konsorten haben wenige zarte Fortschritte wieder einstampfen lassen!

          • Avatar

            Lausi

            4. April 2020 03:47 at 03:47

            Und dann noch die vielen illegalen Hispanics, die sich – aufgrund ihrer Illegalität – vielleicht gar nicht zum Arzt trauen. Gerade in New York leben sehr viele (illegale) Hispanics.

  4. Avatar

    Joe

    3. April 2020 17:25 at 17:25

    Ich arbeite im deutschen Gesundheitswesen seit zig Jahren…
    Sie können mir also nichts erzählen und ich bin gerne ein Ami Fan!

    Immer schön aufpassen und Mundschutz und Handschuhe tragen, achso, es gibt ja keine zu kaufen..

    • Avatar

      Stina Cartwright

      3. April 2020 19:35 at 19:35

      Little Joe aus dem Gesundheitswesen: Arbeiten Sie als Verwaltungsbeamter, als Arzt, als Pfleger, als Sekretär oder einfach als Facility Manager, Vision Clearance Engineer oder Environment Improvement Technician in einem Krankenhaus? Wie qualifiziert Sie Ihr Job zu einer fundierteren und fachlich besseren Einschätzung des amerikanischen Gesundheitssystems, als andere sie haben? Sind Sie als Ami Fan nicht befangen und voreingenommen?

      Immer schön Denk- und Tippschutz tragen!

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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