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Coronavirus: Warum sterben in Italien so viele Menschen?

In Italien ist der Anteil derjenigen, die aufgrund des Coronavirus versterben, so hoch wie in keinem anderen westlichen Land! Warum ist das so?

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In Italien ist der Anteil derjenigen, die aufgrund des Coronavirus versterben, so hoch wie in keinem anderen westlichen Land! Laut Wordometer hat Italien eine Sterblichkeitsquote von mehr als 10% – während in Deutschland die Mortalitätsrate durch das Coronavirus  bei nicht einmal 0,5% liegt.

Warum ist das so? Liegt es an den Erfassungmethoden, die sich unterscheiden? Oder ist das Gesundheitssystem in Deutschland so viel besser als in Italien? Ist es gar die Luftverschmutzung in Kombination mit der Demografie, wie die „Süddeutsche Zeitung“ annimmt:

„Das „Epizentrum“ der Ausbreitung umfasst jene drei Regionen im Norden, alle in der Po-Ebene, die das wirtschaftliche und industrielle Herz des Landes bilden, die Lombardei, Venetien und die Emilia-Romagna. Nirgendwo in Europa ist die Luftverschmutzung größer. Viele ältere Bewohner leiden an Atemwegsbeschwerden. Und die Bevölkerungsdichte ist hoch: Ungefähr 40 Prozent der Italiener leben dort. Ein gefährlicher Mix.“

Möglich könnte auch sein, dass Italien uns etwa zwei Wochen voraus ist, weil die Epidemie dort deutlich früher ausgebrochen war – und dann auch in Deutschland in etwa zwei Wochen die Sterblichkeitsrate durch das Coronavirus deutlich zunehmen wird.

Aber vielleicht gibt es noch einige Faktoren, die die hohe Sterblichkeit durch das Cornavirus in Italien erklären können:

1. In der Ausbruchsregion um Mailand gibt es 5000 chinesische Firmen, die für die italienische Textilindustrie arbeiten. Damit herrschte im Januar ein heftiger Virusaustausch mit China. Zudem hat man lange gewartet, bis man mit Testungen und Quarantänemaßnahmen begonnen hat.
2. In Italien begrüßt man sich mit Bussi-Bussi auf die Wange – anders als  in Deutschland, wo das nicht einmal im Familienkreis Usus ist. Damit hat man die intensivste Form der Infizierung mit dem Coronavirus.
3. Italien hat eine sehr alte Bevölkerungsstruktur und eine andere Familienkultur: die Eltern wohnen mit im Haus und passen auf die Kinder oder Enkel auf. Teilweise leben die Familien auch von der Rente der Eltern oder Großeltern. Damit gibt es eine viel höhere Infektionsmöglichkeit für die gefährdeten Bevölkerungsgruppe. In Deutschland landen die Alten viel häufiger  in Altenheimen, wo sie auch noch selten besucht werden.

Bei den ersten Auswertungen der italienischen Gesundheitsbehörden ergab sich ein Durchschnittsalter der Gestorbenen von 79,5 Jahren und eine Quote von 99 % derer, die eine oder mehrere Vorerkrankungen hatten.

Natürlich kommt noch hinzu, dass diese massive Ballung an alten Patienten die Krankenhäuser (in Bergamo und anderen Städten) mit wenigen Beatmungsgeräten massiv überfordert haben. Ein weiterer Grund für die hohe Todesrate..

 

 

Das Coronavirus und die extrem hohe Sterblichkeit in Italien

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Panse Jim

    27. März 2020 12:30 at 12:30

    Wer ist bitte über 60 und hat keine Vorerkrankung??
    Bluthochdruck, Diabetes, Hoher Cholesterin, Herzkranzgefäße…
    Zeig mir jemanden, der keine Medikamente schlucht.

  2. Avatar

    Mike Lohmann

    27. März 2020 12:34 at 12:34

    Das ist eine wirklich unglaubliche Situation. Wir wissen doch alle schon längst, wie die Ansteckung vor sich geht. Aber weder die Italiener noch ganz Europa würde endlich mal einen Mundschutz tragen. Die Zuständigen der Regierung kommunizieren das nicht einmal, sondern behaupten es nütze nichts. Jeder Schüler weiss doch, wenn alle einen Mundschutz tragen würden, hätten auch diejenigen einen, die Angesteckt sind und damit der eigentliche Schutz wirken würde.
    Es gebe keine zu kaufen, meinen Regierungsvertreter. Mann Leute es ist doch sehr einfach selbst einen herzustellen oder einen Schaal zu nehmen oder noch besser bei Abstand unter 2m die Hand vor den Mund zu halten, wenn man sich unterhält. Wo ist eigentlich das Problem? Wahrscheinlich in den Hirnen der Leute, die ohne Schutz in überfüllten Zügen sitzen und gar nichts unternehmen. Haltet doch wenigstens die Zeitung hoch, damit der Gegenüber euch nicht ansteckt. Macht einfach mal etwas, es würde nicht einmal etwas kosten und schickt die Regierungen zu einem Intelligenztest.
    In Korea hat das Volk aus Anstand und Respeckt zu selbstgemachten Masken gegriffen und das Resultat ist dermassen gut, dass es in allen Nachrichten um die Welt geht. Sind die intelligenter?

  3. Avatar

    Faktist

    27. März 2020 13:21 at 13:21

    Hmmm keine Ahnung wieso es keinem Auffällt, aber die Evolution fordert Ihren Tribut und die Natur bzw. die Umwelt bereinigt auf natürlich weise den Planeten (was seit Millionen von Jahren funktioniert). Wären die Menschen nicht in den letzten 100 Jahren so weit gekommen mit der Entwicklung von Medikamenten gegen unterschiedliche Krankheiten (auch normale Grippe usw). Dann hätte die Evolution die Arbeit einfach weiter gemacht und schwache Organismen aus der Welt genommen und immer nur die starken weiter gelassen. Dadurch gäbe es auch keine Überbevölkerung der Erde und damit verbundene Zerstörung des Planeten.

    Aber wir leben in einer Welt wo die Politik und Wirtschaft natürlich in jedem Land die Menschen als Kapital ansieht und nur durch steigende Menge an Menschen ein jährliches Wachstum stattfinden kann. Wenn also, sagen wir mal 10% oder gar 30% sterben kann die Wirtschaft nicht wachsen und wenn die Wirtschaft nicht wachsen kann, dann werden auch weniger Steuern eingenommen. Also alles in Allem ein Hamsterrad in einer gewaltigen Dimension. Wehe wenn da die Evolution in die quere kommt!!!

    Nun zurück zur Evolution, dieser Virus hat es also auf alte Schwache Menschen abgesehen in einer überalternden Weltbevölkerung. Hmmm aber irgendwie ist alles so logisch wie 1+1=2. Aber ehrlich gesagt ist eine Influenza Grippe auch genauso tödlich wie Corona und daher tut die Natur schon immer diesen Job und sorgt für das Gleichgewicht und die Evolution. Die Panik ist also eigentlich komplett künstlich durch die sorgende Politik und Wirtschaft, dass denen die Schaafe verloren gehen und diese immer auf Wachstum getrimmte Menschenwelt dadurch nicht nach deren Wünschen läuft. Lasst die Evolution einfach laufen und dann wird sich die Welt weiter drehen… letzte 100 Jahre sind einfach mit Gier durchtrieben (natürlich ist vielen Toll was dadurch erfunden wurde). Aber bei der Formel wurde wohl eine Komponente vergessen (welche es ist, brauche ich nicht nochmal wiederholen lol).

    p.s. oh ja die DOW shorts seit 29000 waren lecker und auch die rallye der letzten tage genauso… hohe dreistellige prozentzahlen im zuwachs meines depots zeigen, dass es auch so geht.

  4. Avatar

    Milan Vujcic

    27. März 2020 14:31 at 14:31

    Hm so viele Theorien, vielleicht stimmen einfach die Infektionszahlen vorne und hinten nicht, vielleicht sind 10x so viele Leute infiziert? Dann wären die Sterblichkeitsrate „nur“ bei 1%.

    • Avatar

      Faktist

      27. März 2020 15:09 at 15:09

      Natürlich stimmen die Zahlen sowieso nicht, weil nicht alle getestet werden oder sich nicht testen lassen. Ich war z.B. auch Krank vor ein paar Wochen… komische temperaturschwankungen und dauern schwach und müde… kein Husten aber leichtes Kratzen im Hals. Naja knapp 2 Wochen hat es gedauert und nun seit Montag bin ich wieder fit als ob nix wäre… und ja davor war ich auch überall und mit vielen Menschen zu tun und hätte mich locker infizieren können. Aber ich gehöre nicht zur Risikogruppe, daher wahrscheinlich auch diese Verlauf, von was auch immer das war. Jedenfalls hatte ich solche Symptome noch nie… Erkältung oder Grippe verliefen bei mir immer anders und ich bin eigentlich jedes Jahr mind. 1 mal erkältet… was natürlich positiv für mein Immunsystem ist.

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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