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Coronavirus: Wie lange kann es an der Luft überleben?

Stefan Kasper-Behrs

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am

Symbolbild für Coronavirus

Am 4.2.2020 schrieb ich das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin an. Ich bat das Institut meine Fragen bezüglich des Coronavirus zu beantworten. Man antwortete mir, und verwies mich auf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR), da diese alle Antworten geben können! Am 26.02.2020 besuchte ich die Seite des Bundesinstituts. Auf dieser Seite sollte ich alle meine Fragen beantwortet bekommen. Vorsichtshalber rief ich, bevor ich mir die Fragen und Antworten durchlas, am 26.02.2020 beim BFR an. Man bestätigte mir, dass die Antworten absolut aktuell sind und sie erst am 24.02.2020 aktualisiert wurden. Gleich am Anfang stand dort die Antwort meiner Frage! Sind auch andere Übertragungswege möglich?

Antwort: Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug, mit dem neuartigen Coronavirus (offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2) infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Fragen zum Coronavirus an einen Experten

Ist das wirklich so? Hierzu setzte ich mich mit dem Experten für Hygiene und Umweltmedizin Herrn Prof. Dr. Kampf von der Universität Greifswald in Verbindung.

FMW: Herr Prof. Dr. Kampf, es gibt unterschiedliche Informationen über das Risiko der Übertragungswege des Coronavirus. Ist es denkbar, dass das Coronavirus zum Beispiel an einer Türklinke oder einem Haltegriff einer S-Bahn “überlebt“ und dadurch einen Menschen ansteckt?

Prof. Dr. Kampf: Zunächst einmal braucht es dafür Menschen, die mit diesem Virus infiziert sind und die das Virus über Tröpfchen (beim Niesen oder Husten) auf diese Flächen bringen. Das Virus muss dann in einer hohen Anzahl vorhanden sein. Es kann in dieser Situation bei Raumtemperatur durchaus 4-5 Tage an Oberflächen wie Glas, Kunststoff oder Metall überleben. Im Extremfall können es sogar bis zu 9 Tage sein, wobei die Anzahl nachweisbarer Coronaviren im Lauf dieser Zeit immer weiter abnimmt.

FMW: Das bedeutet, dass die Ansteckung zum Beispiel an der Türklinke am ersten Tag am höchsten ist, und zum Beispiel am 9. Tag am geringsten?

Prof. Dr. Kampf: Grundsätzlich ja. Doch gilt es zu beachten, dass wir noch nicht wissen, wie viele Viren es tatsächlich benötigt, um den Menschen zu infizieren. Es kann also durchaus sein, dass schon am 1. Tag das Risiko eher gering ist, denn für eine Übertragung von kontaminierten Flächen braucht es in der Regel die Hände. Nur ein Teil der Viren einer kontaminierten Fläche bleibt jedoch an den Händen haften. Und wiederum nur ein Teil davon kommt bei der Berührung mit dem eigenen Gesicht auf die Schleimhäute. Deshalb: regelmäßig Hände waschen, immer in die Ellen-beuge husten oder niesen, und nach Möglichkeit auf den Handschlag verzichten.

FMW: Ist es denkbar das dieser Coronavirus „künstlich“, also mit voller Absicht erschaffen wurde?

Prof. Dr. Kampf: Ich möchte diese Frage nicht beantworten und beteilige mich auch nicht an Spekulationen, denn es hilft momentan absolut niemandem!

Prof. Dr. Kampf will wie alle seine Kollegen auch keine Panik auslösen, deshalb ist er sehr vorsichtig mit seinen Äußerungen. Eines wurde mir aber klar. Da man noch nicht weiß, wie viel Vieren es braucht um einen Menschen zu infizieren, kann sich auch noch nach fünf oder neun Tagen ein Mensch über einen kontaminierten Gegenstand infizieren, zum Beispiel an einer Türklinke oder an Haltegriffen in Zügen. Hier zwei interessante Links:

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/wie-lang-coronaviren-auf-flaechen-ueberleben/

Im nächsten Link findet man Tabellen, wie lange das Virus überlebt:

https://www.journalofhospitalinfection.com/article/S0195-6701(20)30046-3/pdf

Was schrieb das Bundesinstitut für Risikobewertung noch gleich auf seiner Seite?: „Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich“. Ein kurzer Zeitraum sind 4-5 Tage mit Sicherheit nicht!

Bundesgesundheitsminister Spahn äußerte sich heute zum Coronavirus. Er machte klar, dass die beiden Fälle aus Baden-Württemberg, (ein Mann und seine Ehefrau) keine eindeutige Infektionskette vorweisen. Im gleichen Atemzug erwähnte Minister Spahn, dass aus Sicherheitsgründen das Europa League Spiel zwischen Inter Mailand und Ludogorets Rasgard (Donnerstag 21 Uhr) unter Ausschluss der Fans stattfindet. Das zeigt, wie ernst die Nachbarländer die Situation einschätzen – und wie man versucht eine Ausbreitung weitestgehend zu verhindern.

Ich vermute, gerade nach dem heutigen Telefonat mit Prof. Dr. Kampf, dass die Fakten der nicht vollständigen Infektionskette, die Bundesgesundheitsminister Spahn heute erwähnte, möglicherweise daraus resultieren, dass das Virus mehrere Tage an verschiedenen Oberflächen überleben kann! Durch ein Virus welches 4-5, oder sogar 9 Tage an Gegenständen schlummern kann, ist ein Bruch der nachvollziehbaren Infektionskette recht einleuchtend!

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Torsten

    26. Februar 2020 23:56 at 23:56

    Der Artikel hat mir Null Erkenntnis gebracht, nichts genaues weiß man nicht.

    InteressantEr wäre zu erfahren wer an Corona erkrankt war und wieder gesund ist. Wie setzen sich sich die Erkranten und Gehailten altersmäßig zusammen.
    Warum werden wegen Corana mehr Maßnahmen durchgeführt als bei normaler Grippe obwohl die Todesrate ähnlich ist?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. Februar 2020 07:09 at 07:09

      @Torsten, hier die Antwort des Autors Stefan Kasper-Behrs:

      Prof. Dr. Kampf kann nur Auskunft geben über die Übertragungswege des Virus.
      Im Gegensatz zum Bundesinstitut für Risikobewertung hat der Prof. Dr Kampf klar zum Ausdruck gebracht dass das Virus an Gegenständen bis zu 9 Tage überlebt .
      Eine Aussage die bis jetzt so klar noch nicht von einem deutschen Experten getätigt wurde.

      Ein Infizierter der heute z.B. einen Türgriff anniest und die Infektion selbst gut wegsteckt, nicht schwer erkrankt, ggf. gar nicht merkt das er selbst den Virus hart, ist als „ansteckender„ kaum auszumachen. Wenn z.B. 7-8 Tage später jemand diesen Türgriff anfasst, ist es möglich dass diese Person sich dann noch anstecken könnte. Die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung über den Türgriff sinkt zwar von Tag zu Tag, aber es ist leider, nach jetzigem Stand nicht auszuschließen!
      Warum werden wegen Corana mehr Maßnahmen durchgeführt als bei normaler Grippe – obwohl die Todesrate ähnlich ist?
      Die Todesrate ist laut dem Gesundheitsminister Spahn noch nicht klar erfasst. Momentan schwanken die Schätzungen einiger Virologen zwischen 0,5-2%!
      Das Besondere gegenüber einer Influenza ist, dass es keinen Impfstoff und auch kein anderes Medikament zur Zeit gibt.
      Erschwerend kommt hinzu, dass es bei einer flächendeckenden Pandemie keine notwendigen Atemmasken mehr für das Krankenhauspersonal gibt, weil diese alle nach China verlauft wurden. Gemeint ist nicht der „normale „ Mundschutz wie man ihn auf vielen Bildern zur Zeit kennt. Dieser Mundschutz hilft im Übrigen null, sondern schützt nur Personen vor einem selbst! (Zitat Prof Dr. Alexander Kekule)
      Auch gibt es in Deutschland, bei einer Pandemie nicht genügend vollausgestattete Betten/ Zimmer in den Krankenhäusern.

      50-60 Patienten im kritischen Zustand, laut Prof Dr. Kekule, kann man in Deutschland gleichzeitig versorgen, aber sicher keine 200 oder mehr …
      Aus Kostengründen wurde nach der letzten Pandemie in den Krankenhäusern nicht vorgesorgt!
      Interessanter wäre zu erfahren wer an Corona erkrankt war und wieder gesund ist. Wie setzen sich sich die Erkranten und Geheilten altersmäßig zusammen?
      Laut Prof Dr. Alexander Kekule kann jeder, auch ein durchtrainierter Sportler, sich anstecken und im schlimmsten Fall versterben.
      Bei 80% der Infizierten geht aber der Verlauf zum Glück glimpflich aus .
      Bei denen, die es sehr schwerer erwischt, müssen diese 3-5 Tage künstlich beatmet werden, weil die Lunge es nicht schafft das Blut mit Sauerstoff zu versorgen.
      Kranke Menschen mit einem schlechten Immunsystem werden eine Infektion logischerweise schlechter wegstecken..

      • Avatar

        Torsten

        27. Februar 2020 07:41 at 07:41

        Danke für die Info! Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Zeit der Schweinegrippe erinnern aber medial war das damals auch ganz groß aufgezogen wirden und war plötzlich wieder verschwunden.

        Mir macht Hanau und Volkmarsen mehr Sorgen. Gegen Corona habe ich eine Chance, gegen solche Verrückten nicht.

        Ich unterschätze Corona nicht, aber frage mich ob:
        1. Etwas verheimlicht wird über die Gefahr des Virus
        2. Endlich ein Grund gefunden wurde um die überhitzten Finanzmärkte zu bändigen
        3. China Amerika die rote Karte zeigen möchte und die Situation ausnutzt

        Jeden Tag sterben 10 Menschen im Straßenverkehr und fast 1000 an Krebs!!! Kein Vergleich zu Corona!

        Krebs ist das wirkliche Thema! 50% der Militärausgabe dafür investieren. Abschöpfen des leistungslosen Vermögen damit das Geld nicht in Blasen investiert wird.

  2. Avatar

    Quintus

    27. Februar 2020 07:55 at 07:55

    Werden wir in 3-4 Wochen einem richtigen Problem gegenüberstehen?
    Italien stellt sich gerade (berechtigt?) die Frage, warum Deutschland und gerade Deutschland! so wenige Coronainfizierte bzw. Verdachtsfälle trotz Messe in Hannover mit Teilnehmern
    aus aller Welt! https://www.tiretechnology-expo.com/de/ sowie vollkommen offenen Flughäfen und Zugverbindungen ins benachbarte Ausland, trotz Karneval und Faschingsumzügen allerorten, aufzuweisen hat? Ein Geschäftspartner aus Bozen hat uns gestern auch diese Frage gestellt und auch dieser hält die Vorgehensweise der deutschen Behörden, milde ausgedrückt ,für „fragwürdig“
    https://www.alessandriaoggi.info/sito/2020/02/25/80-000-casi-di-influenza-in-germania-la-meta-diagnosticata-nelle-ultime-due-settimane-che-si-tratti-di-coronavirus/
    Wie oft wurde bei normalen Verdachtsfällen bisher auf Corona getestet? Laut offiziellen Stellen bisher nur bei schweren Verdachtsfällen die auch in eine Klinik eingeliefert wurden!
    Warum haben wir gerade einen starken Anstieg an Grippeverdachtsfällen in den letzten beiden Wochen? Wieviel wurden auf SARS-COV2 getestet?
    Update vom 20.02.2020, 10.00 Uhr: Gemeldete Fälle( bestätigte Virusgrippe?)zeigen nur Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens:
    „Seit dem Herbst sind im Labor knapp 80.000 Fälle von Grippe erfasst worden, davon allein die Hälfte schon in den letzten zwei Meldewochen. Dies geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch Institut (RKI) in Berlin hervor, wie die Deutsche-Presse Agentur mitteilt. Zudem sind in dieser Saison bereits nachweislich 130 Menschen an einer Infektion mit dem Influenzavirus gestorben. 13.300 Kranke wurden in den Kliniken behandelt.
    Gemeldete Grippefälle zeigen immer nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens. Bei einer heftigen Grippesaison werden in Deutschland mehrere Zehntausend Tote vermutet. Laut dem Bericht kam es in 92 Kindergärten, 43 Krankenhäusern und 25 Schulen zu mehr als fünf Fällen von Ausbrüchen“
    https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/grippe-faelle-in-bayern-steigen-rasant-mehr-als-100-tote-in-deutschland;art154607,3713112

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      Columbo

      27. Februar 2020 09:52 at 09:52

      @Quintus

      Berechtigte Frage. Warum hat auch Österreich so wenig Infektionszahlen? Massenhaft Touristen aus aller Welt in Kirchen, Museen, Konzerten in Salzburg und Wien, in den Skigebieten. Während die Lombardei kein besonderes Urlaubsgebiet ist.
      Alles Zufall?

      • Avatar

        Lausi

        27. Februar 2020 11:38 at 11:38

        Nein, da steckt ein ganz perfider Plan dahinter! ;-)

      • Avatar

        Columbo

        27. Februar 2020 11:52 at 11:52

        Wer weiß, vielleicht könnte es auch vorteilhaft sein, weniger zu testen. Die Krankheit ist ja im Grund eine Grippe.

      • Avatar

        Torsten

        27. Februar 2020 11:54 at 11:54

        In Norditalien arbeiten viele Chinesen, in Österreich und Deutschland sind die meisten Urlauber

  3. Avatar

    Mariusch

    27. Februar 2020 11:29 at 11:29

    Moin FMW,
    habt ihr evtl. irgendwelche Infos bezüglich Coronamedikation von Gilead Sciences und deren Feldversuche, die bereits im März in Asien geben soll?
    MfG

  4. Avatar

    Wirrologe

    27. Februar 2020 13:11 at 13:11

    @ Columbo, Wegschauen u.Schönreden waren noch immer die besten Problemlöser.Norditalien hatte ja vor wenigen Tagen auch noch kein Problem.Es kann fatal werden ,wenn in armen Ländern mit schlechter Versorgung das Problem zu spät erkannt wird.Der Virus ist globaler als jedes andere Produkt u.kann auch nicht durch Zölle gestoppt werden.

  5. Avatar

    Columbo

    27. Februar 2020 14:18 at 14:18

    @Wirrologe

    Panik und Angst verbreiten ist auch nicht das Wahre. Was willst du den machen? Auswandern? Eine Höhle graben und mit Nudel-und Klopapiervorräten warten, bis es vorbei ist?

  6. Avatar

    Kritisch on fire

    27. Februar 2020 14:34 at 14:34

    Ich bin ja schon neugierig darauf wie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit seinem NICHT-Gesundheitssystem sich dieses Virus ausbreiten wird, wenn man in Betracht zieht, dass der Grossteil der unteren Einkommensschichten nur sehr, sehr bedingt krankenversichert ist und sich schlicht und ergreifend KH-Behandlungen nicht leisten kann. Dieser Umstand macht die USA für mich vergleichbar mit Entwicklungsländern und den daraus resultierenden schon oftmals zitierten Risken. ABER, „mr. president“ wird auch diese Sizuation meistern – in letzter Konsequenz mit dem Hinweis, dass es sich um einen perfiden Angriff mit biologischen Waffen handeln würde.

  7. Avatar

    Kritisch on fire

    27. Februar 2020 17:30 at 17:30

    Na, das ist je eine hoffnungfrohe Nachricht. Und wo kommt sie (die Nachricht) und er (der Wissenschafter)Her? Eh klar!
    https://kurier.at/wissen/gesundheit/therapie-gegen-coronavirus-team-um-josef-penninger-startet-studie-in-china/400764777

  8. Avatar

    Torsten

    27. Februar 2020 18:04 at 18:04

    In 2 Wochen ist der Corona Spuk vorbei, die wirtschaftlichen Folgen werden aber noch einige Monate belasten und viele Firmen zum Umdenken bringen. Die Globalisierung wird nicht stoppen, aber Firmen werden Produktionsketten auf mehrere Kontinente aufteilen und teilweise ins eigen Land zurückholen. Das stärkt den Zwang zu mehr Automation und IT umd die höheren Lohnkosten zu kompensieren. Diese Branchen werden profitieren.

    Ich setze auf eine Erholung von 5% und dan einen weiteren Abverkauf aber nicht so heftig, SP500 sollte die 2700 im März testen.

  9. Avatar

    Werner

    27. Februar 2020 19:36 at 19:36

    Von „Türklinken“ wird gesprochen, von Paketsendungen nicht. Wo ist der Unterschied? Beide können von Personen kontaminiert werden, nicht wahr?

    Das die Frage nach einer vorsätzlichen Vergiftung nicht beantwortet wird, ist klar. Gleichwohl stellt sich die Frage nach einer biologischen Waffe durchaus. ABC-Kriegsführung ist nichts neues.

  10. Avatar

    Corona himself

    27. Februar 2020 21:26 at 21:26

    @ Torsten, für einmal bin ich mit dir gar nicht einverstanden, ICH CORONAVIRUS ,ALIAS SCHWARZER SCHWAN, bin weltweit unterwegs, leider trifft es wieder die armenLänder am meisten. Viele haben zwar Atombomben aber bis sie mich bemerkt haben ,habe ich schon Viele infiziert.Für Gesundheitskontrolle u.Medikamente haben sie kein Geld aber ihre Machthaber leben in Saus u.Braus.
    Also mein lieber Torsten ,es wird mindestens Sommer werden bis ich mit den erschwerten Flugbedinungen
    meine Welttournee beendet habe.
    Wenn du im Fall an der Börse tätig bist solltest du alle Aktien verkaufen u.in Spitäler, Bitcoins, Whisky u.Gold investieren. Ab 2021 kannst du dann in den neuen Impfstoff gegen mich investieren. das wird eine Bombe,sozusagen ein Tesla in der Tube.

  11. Avatar

    Wirrologe

    28. Februar 2020 12:14 at 12:14

    Eine Kita Angestellte aus Basel war in Mailand u.wurde positiv getestet. Die Gefahr dass die Kinder zuhause die Familie ansteckten ist gross.
    Mit dem will ich sagen ,die Verbreitung geht wie ein Schneeballsystem. Während Schneeballsysteme in Finanzprodukten geliebt werden u. irgendenwann zerfallen, ist es bei Pandemien fatal.
    Wie steht es mit Afrka u.Indien, vielleicht wird dort weniger getestet ? ?

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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