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Coronavirus: Wie lange kann es an der Luft überleben?

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Symbolbild für Coronavirus

Am 4.2.2020 schrieb ich das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin an. Ich bat das Institut meine Fragen bezüglich des Coronavirus zu beantworten. Man antwortete mir, und verwies mich auf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR), da diese alle Antworten geben können! Am 26.02.2020 besuchte ich die Seite des Bundesinstituts. Auf dieser Seite sollte ich alle meine Fragen beantwortet bekommen. Vorsichtshalber rief ich, bevor ich mir die Fragen und Antworten durchlas, am 26.02.2020 beim BFR an. Man bestätigte mir, dass die Antworten absolut aktuell sind und sie erst am 24.02.2020 aktualisiert wurden. Gleich am Anfang stand dort die Antwort meiner Frage! Sind auch andere Übertragungswege möglich?

Antwort: Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug, mit dem neuartigen Coronavirus (offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2) infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Fragen zum Coronavirus an einen Experten

Ist das wirklich so? Hierzu setzte ich mich mit dem Experten für Hygiene und Umweltmedizin Herrn Prof. Dr. Kampf von der Universität Greifswald in Verbindung.

FMW: Herr Prof. Dr. Kampf, es gibt unterschiedliche Informationen über das Risiko der Übertragungswege des Coronavirus. Ist es denkbar, dass das Coronavirus zum Beispiel an einer Türklinke oder einem Haltegriff einer S-Bahn “überlebt“ und dadurch einen Menschen ansteckt?

Prof. Dr. Kampf: Zunächst einmal braucht es dafür Menschen, die mit diesem Virus infiziert sind und die das Virus über Tröpfchen (beim Niesen oder Husten) auf diese Flächen bringen. Das Virus muss dann in einer hohen Anzahl vorhanden sein. Es kann in dieser Situation bei Raumtemperatur durchaus 4-5 Tage an Oberflächen wie Glas, Kunststoff oder Metall überleben. Im Extremfall können es sogar bis zu 9 Tage sein, wobei die Anzahl nachweisbarer Coronaviren im Lauf dieser Zeit immer weiter abnimmt.

FMW: Das bedeutet, dass die Ansteckung zum Beispiel an der Türklinke am ersten Tag am höchsten ist, und zum Beispiel am 9. Tag am geringsten?

Prof. Dr. Kampf: Grundsätzlich ja. Doch gilt es zu beachten, dass wir noch nicht wissen, wie viele Viren es tatsächlich benötigt, um den Menschen zu infizieren. Es kann also durchaus sein, dass schon am 1. Tag das Risiko eher gering ist, denn für eine Übertragung von kontaminierten Flächen braucht es in der Regel die Hände. Nur ein Teil der Viren einer kontaminierten Fläche bleibt jedoch an den Händen haften. Und wiederum nur ein Teil davon kommt bei der Berührung mit dem eigenen Gesicht auf die Schleimhäute. Deshalb: regelmäßig Hände waschen, immer in die Ellen-beuge husten oder niesen, und nach Möglichkeit auf den Handschlag verzichten.

FMW: Ist es denkbar das dieser Coronavirus „künstlich“, also mit voller Absicht erschaffen wurde?

Prof. Dr. Kampf: Ich möchte diese Frage nicht beantworten und beteilige mich auch nicht an Spekulationen, denn es hilft momentan absolut niemandem!

Prof. Dr. Kampf will wie alle seine Kollegen auch keine Panik auslösen, deshalb ist er sehr vorsichtig mit seinen Äußerungen. Eines wurde mir aber klar. Da man noch nicht weiß, wie viel Vieren es braucht um einen Menschen zu infizieren, kann sich auch noch nach fünf oder neun Tagen ein Mensch über einen kontaminierten Gegenstand infizieren, zum Beispiel an einer Türklinke oder an Haltegriffen in Zügen. Hier zwei interessante Links:

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/wie-lang-coronaviren-auf-flaechen-ueberleben/

Im nächsten Link findet man Tabellen, wie lange das Virus überlebt:

https://www.journalofhospitalinfection.com/article/S0195-6701(20)30046-3/pdf

Was schrieb das Bundesinstitut für Risikobewertung noch gleich auf seiner Seite?: „Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich“. Ein kurzer Zeitraum sind 4-5 Tage mit Sicherheit nicht!

Bundesgesundheitsminister Spahn äußerte sich heute zum Coronavirus. Er machte klar, dass die beiden Fälle aus Baden-Württemberg, (ein Mann und seine Ehefrau) keine eindeutige Infektionskette vorweisen. Im gleichen Atemzug erwähnte Minister Spahn, dass aus Sicherheitsgründen das Europa League Spiel zwischen Inter Mailand und Ludogorets Rasgard (Donnerstag 21 Uhr) unter Ausschluss der Fans stattfindet. Das zeigt, wie ernst die Nachbarländer die Situation einschätzen – und wie man versucht eine Ausbreitung weitestgehend zu verhindern.

Ich vermute, gerade nach dem heutigen Telefonat mit Prof. Dr. Kampf, dass die Fakten der nicht vollständigen Infektionskette, die Bundesgesundheitsminister Spahn heute erwähnte, möglicherweise daraus resultieren, dass das Virus mehrere Tage an verschiedenen Oberflächen überleben kann! Durch ein Virus welches 4-5, oder sogar 9 Tage an Gegenständen schlummern kann, ist ein Bruch der nachvollziehbaren Infektionskette recht einleuchtend!

17 Kommentare

17 Comments

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    Torsten

    26. Februar 2020 23:56 at 23:56

    Der Artikel hat mir Null Erkenntnis gebracht, nichts genaues weiß man nicht.

    InteressantEr wäre zu erfahren wer an Corona erkrankt war und wieder gesund ist. Wie setzen sich sich die Erkranten und Gehailten altersmäßig zusammen.
    Warum werden wegen Corana mehr Maßnahmen durchgeführt als bei normaler Grippe obwohl die Todesrate ähnlich ist?

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      Markus Fugmann

      27. Februar 2020 07:09 at 07:09

      @Torsten, hier die Antwort des Autors Stefan Kasper-Behrs:

      Prof. Dr. Kampf kann nur Auskunft geben über die Übertragungswege des Virus.
      Im Gegensatz zum Bundesinstitut für Risikobewertung hat der Prof. Dr Kampf klar zum Ausdruck gebracht dass das Virus an Gegenständen bis zu 9 Tage überlebt .
      Eine Aussage die bis jetzt so klar noch nicht von einem deutschen Experten getätigt wurde.

      Ein Infizierter der heute z.B. einen Türgriff anniest und die Infektion selbst gut wegsteckt, nicht schwer erkrankt, ggf. gar nicht merkt das er selbst den Virus hart, ist als „ansteckender„ kaum auszumachen. Wenn z.B. 7-8 Tage später jemand diesen Türgriff anfasst, ist es möglich dass diese Person sich dann noch anstecken könnte. Die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung über den Türgriff sinkt zwar von Tag zu Tag, aber es ist leider, nach jetzigem Stand nicht auszuschließen!
      Warum werden wegen Corana mehr Maßnahmen durchgeführt als bei normaler Grippe – obwohl die Todesrate ähnlich ist?
      Die Todesrate ist laut dem Gesundheitsminister Spahn noch nicht klar erfasst. Momentan schwanken die Schätzungen einiger Virologen zwischen 0,5-2%!
      Das Besondere gegenüber einer Influenza ist, dass es keinen Impfstoff und auch kein anderes Medikament zur Zeit gibt.
      Erschwerend kommt hinzu, dass es bei einer flächendeckenden Pandemie keine notwendigen Atemmasken mehr für das Krankenhauspersonal gibt, weil diese alle nach China verlauft wurden. Gemeint ist nicht der „normale „ Mundschutz wie man ihn auf vielen Bildern zur Zeit kennt. Dieser Mundschutz hilft im Übrigen null, sondern schützt nur Personen vor einem selbst! (Zitat Prof Dr. Alexander Kekule)
      Auch gibt es in Deutschland, bei einer Pandemie nicht genügend vollausgestattete Betten/ Zimmer in den Krankenhäusern.

      50-60 Patienten im kritischen Zustand, laut Prof Dr. Kekule, kann man in Deutschland gleichzeitig versorgen, aber sicher keine 200 oder mehr …
      Aus Kostengründen wurde nach der letzten Pandemie in den Krankenhäusern nicht vorgesorgt!
      Interessanter wäre zu erfahren wer an Corona erkrankt war und wieder gesund ist. Wie setzen sich sich die Erkranten und Geheilten altersmäßig zusammen?
      Laut Prof Dr. Alexander Kekule kann jeder, auch ein durchtrainierter Sportler, sich anstecken und im schlimmsten Fall versterben.
      Bei 80% der Infizierten geht aber der Verlauf zum Glück glimpflich aus .
      Bei denen, die es sehr schwerer erwischt, müssen diese 3-5 Tage künstlich beatmet werden, weil die Lunge es nicht schafft das Blut mit Sauerstoff zu versorgen.
      Kranke Menschen mit einem schlechten Immunsystem werden eine Infektion logischerweise schlechter wegstecken..

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        Torsten

        27. Februar 2020 07:41 at 07:41

        Danke für die Info! Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Zeit der Schweinegrippe erinnern aber medial war das damals auch ganz groß aufgezogen wirden und war plötzlich wieder verschwunden.

        Mir macht Hanau und Volkmarsen mehr Sorgen. Gegen Corona habe ich eine Chance, gegen solche Verrückten nicht.

        Ich unterschätze Corona nicht, aber frage mich ob:
        1. Etwas verheimlicht wird über die Gefahr des Virus
        2. Endlich ein Grund gefunden wurde um die überhitzten Finanzmärkte zu bändigen
        3. China Amerika die rote Karte zeigen möchte und die Situation ausnutzt

        Jeden Tag sterben 10 Menschen im Straßenverkehr und fast 1000 an Krebs!!! Kein Vergleich zu Corona!

        Krebs ist das wirkliche Thema! 50% der Militärausgabe dafür investieren. Abschöpfen des leistungslosen Vermögen damit das Geld nicht in Blasen investiert wird.

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    Quintus

    27. Februar 2020 07:55 at 07:55

    Werden wir in 3-4 Wochen einem richtigen Problem gegenüberstehen?
    Italien stellt sich gerade (berechtigt?) die Frage, warum Deutschland und gerade Deutschland! so wenige Coronainfizierte bzw. Verdachtsfälle trotz Messe in Hannover mit Teilnehmern
    aus aller Welt! https://www.tiretechnology-expo.com/de/ sowie vollkommen offenen Flughäfen und Zugverbindungen ins benachbarte Ausland, trotz Karneval und Faschingsumzügen allerorten, aufzuweisen hat? Ein Geschäftspartner aus Bozen hat uns gestern auch diese Frage gestellt und auch dieser hält die Vorgehensweise der deutschen Behörden, milde ausgedrückt ,für „fragwürdig“
    https://www.alessandriaoggi.info/sito/2020/02/25/80-000-casi-di-influenza-in-germania-la-meta-diagnosticata-nelle-ultime-due-settimane-che-si-tratti-di-coronavirus/
    Wie oft wurde bei normalen Verdachtsfällen bisher auf Corona getestet? Laut offiziellen Stellen bisher nur bei schweren Verdachtsfällen die auch in eine Klinik eingeliefert wurden!
    Warum haben wir gerade einen starken Anstieg an Grippeverdachtsfällen in den letzten beiden Wochen? Wieviel wurden auf SARS-COV2 getestet?
    Update vom 20.02.2020, 10.00 Uhr: Gemeldete Fälle( bestätigte Virusgrippe?)zeigen nur Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens:
    „Seit dem Herbst sind im Labor knapp 80.000 Fälle von Grippe erfasst worden, davon allein die Hälfte schon in den letzten zwei Meldewochen. Dies geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch Institut (RKI) in Berlin hervor, wie die Deutsche-Presse Agentur mitteilt. Zudem sind in dieser Saison bereits nachweislich 130 Menschen an einer Infektion mit dem Influenzavirus gestorben. 13.300 Kranke wurden in den Kliniken behandelt.
    Gemeldete Grippefälle zeigen immer nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens. Bei einer heftigen Grippesaison werden in Deutschland mehrere Zehntausend Tote vermutet. Laut dem Bericht kam es in 92 Kindergärten, 43 Krankenhäusern und 25 Schulen zu mehr als fünf Fällen von Ausbrüchen“
    https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/grippe-faelle-in-bayern-steigen-rasant-mehr-als-100-tote-in-deutschland;art154607,3713112

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      Columbo

      27. Februar 2020 09:52 at 09:52

      @Quintus

      Berechtigte Frage. Warum hat auch Österreich so wenig Infektionszahlen? Massenhaft Touristen aus aller Welt in Kirchen, Museen, Konzerten in Salzburg und Wien, in den Skigebieten. Während die Lombardei kein besonderes Urlaubsgebiet ist.
      Alles Zufall?

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        Lausi

        27. Februar 2020 11:38 at 11:38

        Nein, da steckt ein ganz perfider Plan dahinter! ;-)

      • Avatar

        Columbo

        27. Februar 2020 11:52 at 11:52

        Wer weiß, vielleicht könnte es auch vorteilhaft sein, weniger zu testen. Die Krankheit ist ja im Grund eine Grippe.

      • Avatar

        Torsten

        27. Februar 2020 11:54 at 11:54

        In Norditalien arbeiten viele Chinesen, in Österreich und Deutschland sind die meisten Urlauber

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    Mariusch

    27. Februar 2020 11:29 at 11:29

    Moin FMW,
    habt ihr evtl. irgendwelche Infos bezüglich Coronamedikation von Gilead Sciences und deren Feldversuche, die bereits im März in Asien geben soll?
    MfG

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    Wirrologe

    27. Februar 2020 13:11 at 13:11

    @ Columbo, Wegschauen u.Schönreden waren noch immer die besten Problemlöser.Norditalien hatte ja vor wenigen Tagen auch noch kein Problem.Es kann fatal werden ,wenn in armen Ländern mit schlechter Versorgung das Problem zu spät erkannt wird.Der Virus ist globaler als jedes andere Produkt u.kann auch nicht durch Zölle gestoppt werden.

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    Columbo

    27. Februar 2020 14:18 at 14:18

    @Wirrologe

    Panik und Angst verbreiten ist auch nicht das Wahre. Was willst du den machen? Auswandern? Eine Höhle graben und mit Nudel-und Klopapiervorräten warten, bis es vorbei ist?

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    Kritisch on fire

    27. Februar 2020 14:34 at 14:34

    Ich bin ja schon neugierig darauf wie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit seinem NICHT-Gesundheitssystem sich dieses Virus ausbreiten wird, wenn man in Betracht zieht, dass der Grossteil der unteren Einkommensschichten nur sehr, sehr bedingt krankenversichert ist und sich schlicht und ergreifend KH-Behandlungen nicht leisten kann. Dieser Umstand macht die USA für mich vergleichbar mit Entwicklungsländern und den daraus resultierenden schon oftmals zitierten Risken. ABER, „mr. president“ wird auch diese Sizuation meistern – in letzter Konsequenz mit dem Hinweis, dass es sich um einen perfiden Angriff mit biologischen Waffen handeln würde.

  7. Avatar

    Kritisch on fire

    27. Februar 2020 17:30 at 17:30

    Na, das ist je eine hoffnungfrohe Nachricht. Und wo kommt sie (die Nachricht) und er (der Wissenschafter)Her? Eh klar!
    https://kurier.at/wissen/gesundheit/therapie-gegen-coronavirus-team-um-josef-penninger-startet-studie-in-china/400764777

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    Torsten

    27. Februar 2020 18:04 at 18:04

    In 2 Wochen ist der Corona Spuk vorbei, die wirtschaftlichen Folgen werden aber noch einige Monate belasten und viele Firmen zum Umdenken bringen. Die Globalisierung wird nicht stoppen, aber Firmen werden Produktionsketten auf mehrere Kontinente aufteilen und teilweise ins eigen Land zurückholen. Das stärkt den Zwang zu mehr Automation und IT umd die höheren Lohnkosten zu kompensieren. Diese Branchen werden profitieren.

    Ich setze auf eine Erholung von 5% und dan einen weiteren Abverkauf aber nicht so heftig, SP500 sollte die 2700 im März testen.

  9. Avatar

    Werner

    27. Februar 2020 19:36 at 19:36

    Von „Türklinken“ wird gesprochen, von Paketsendungen nicht. Wo ist der Unterschied? Beide können von Personen kontaminiert werden, nicht wahr?

    Das die Frage nach einer vorsätzlichen Vergiftung nicht beantwortet wird, ist klar. Gleichwohl stellt sich die Frage nach einer biologischen Waffe durchaus. ABC-Kriegsführung ist nichts neues.

  10. Avatar

    Corona himself

    27. Februar 2020 21:26 at 21:26

    @ Torsten, für einmal bin ich mit dir gar nicht einverstanden, ICH CORONAVIRUS ,ALIAS SCHWARZER SCHWAN, bin weltweit unterwegs, leider trifft es wieder die armenLänder am meisten. Viele haben zwar Atombomben aber bis sie mich bemerkt haben ,habe ich schon Viele infiziert.Für Gesundheitskontrolle u.Medikamente haben sie kein Geld aber ihre Machthaber leben in Saus u.Braus.
    Also mein lieber Torsten ,es wird mindestens Sommer werden bis ich mit den erschwerten Flugbedinungen
    meine Welttournee beendet habe.
    Wenn du im Fall an der Börse tätig bist solltest du alle Aktien verkaufen u.in Spitäler, Bitcoins, Whisky u.Gold investieren. Ab 2021 kannst du dann in den neuen Impfstoff gegen mich investieren. das wird eine Bombe,sozusagen ein Tesla in der Tube.

  11. Avatar

    Wirrologe

    28. Februar 2020 12:14 at 12:14

    Eine Kita Angestellte aus Basel war in Mailand u.wurde positiv getestet. Die Gefahr dass die Kinder zuhause die Familie ansteckten ist gross.
    Mit dem will ich sagen ,die Verbreitung geht wie ein Schneeballsystem. Während Schneeballsysteme in Finanzprodukten geliebt werden u. irgendenwann zerfallen, ist es bei Pandemien fatal.
    Wie steht es mit Afrka u.Indien, vielleicht wird dort weniger getestet ? ?

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Immobilien: Nach der Coronakrise wird es einen Gewinner geben!

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Mieter von gewerblichen Immobilien sind wohl die Gewinner nach der Krise

Alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft sind derzeit von der Coronakrise betroffen, so auch die Immobilien. So hört man die letzten Tage, dass zahlreiche gewerbliche Großmieter wie Adidas, Deichmann und Co einfach Mietzahlungen für ihre Ladengeschäfte aussetzen. Aber wie wird die Lage bei Immobilien nach der Coronakrise aussehen? Wird alles weitergehen wie bisher? Ich möchte hier ein Szenario besprechen, dass nicht mit hundertprozentiger Garantie so eintreten muss. Aber die im folgenden Text beschriebene Auswirkung der Coronakrise auf die Branche scheint mir logisch.

Die Lage am Markt für Immobilien wird sich nach der Krise ändern

Bislang war es so: Die Eigentümer von Immobilien waren die Gewinner. Egal ob gewerblich oder privat, wer besitzt und vermietet, konnte jahrelang immer höhere Mieten kassieren. Und die jahrelange Flutung der Märkte mit Notenbankgeld und die abgeschafften Zinsen trieben Assets wie Aktien und Immobilien immer weiter nach oben. Die Käufer von Wohnungen und Projektentwickler von Gewerbeimmobilien mussten immer höhere Grundstückspreise und Erstellungskosten zahlen – und waren somit gezwungen die Mietpreise immer weiter hochzuschrauben, wenn sie denn noch eine nennenswerte Rendite auf ihren Kapitaleinsatz erzielen wollten. Aber jetzt wird sich einiges ändern. Womöglich nicht für private Mieter.

Aber die Mieter von Gewerbeimmobilien im Bereich Einzelhandel und in der Gastronomie, die werden nach der Coronakrise die großen Gewinner sein. Natürlich meine ich diejenigen Mieter, die diese aktuelle Durststrecke finanziell überleben werden, und auch danach ihre Cafes, Restaurants und Bekleidungsgeschäfte weiter betreiben. Bisher war es so: Der Immobilien-Eigentümer konnte bei Auslauf des Mietvertrags für den nachfolgenden Zeitraum stets kräftige Mietpreissteigerungen verlangen. Aber was passiert jetzt? Selbst nach gigantischen Rettungspaketen und KfW-Kreditprogrammen werden zahlreiche Gastronomen und Bekleidungsgeschäfte nicht überleben. By the way… viele kleine Unternehmer werden diese Kredite wohl gar nicht erhalten (mehr dazu hier). Entweder gehen zahlreiche Unternehmer in den nächsten Monaten pleite, oder dank der KfW-Kredite werden sie vielleicht erst in einem Jahr überschuldet aufgeben und ihren Laden dicht machen.

Angebot und Nachfrage

Dadurch, dass zahlreiche dieser Mieter aus dem Markt ausscheiden, verschiebt sich das Machtgefüge zwischen Mietern und Vermietern bei Immobilien im gewerblichen Bereich. Es wird viel Leerstand geben. Die Entwicklung hatte ja schon vor der Coronakrise in Innenstädten und Einkaufszentren eingesetzt. Zu viel Fläche, zu hohe Ladenmieten und immer mehr Online-Konkurrenz machen den Mietern schon seit Jahren zunehmend das Leben schwer. Nach und nach gaben einige auf und machten ihre Läden dicht. Dieser Trend wird nun durch die Coronakrise massiv beschleunigt werden. Der Leerstand wird deutlich zunehmen. Und die Eigentümer der Flächen werden auf einmal den bestehenden Mietern entgegenkommen. Ja, diese Prognose wage ich, auch wenn ich selbst kein Experte für Immobilien bin. Es geht um das Grundprinzip von Angebot und Nachfrage.

Mieter werden nach Auslauf der Verträge womöglich günstigere Anschlussverträge aushandeln können, weil die Vermieter sehen, wie links und rechts schon Flächen leer stehen. Da hat man Angst seinen noch vorhandenen Bestandsmieter zu verlieren, denn der hat nun die freie Auswahl. Und ganz schnell werden wohl auch die Neuvermietungspreise für Flächen im gewerblichen Bereich purzeln. Wer also die Coronakrise finanziell überlebt, und/oder wer nach der Krise ganz neu mit einer Geschäftsidee im Einzelhandel oder in der Gastronomie startet, der wird womöglich spürbar geringere Mietkosten erwarten dürfen, oder aushandeln können! Vielleicht noch nicht Ende April oder im Mai. Aber wohl in sechs Monaten, wenn nach und nach andere Gewerbemieter pleite gehen und ihre Läden dicht machen. Die letzten Tage haben Restaurantketten wie Maredo und Vapiano bereits Insolvenz angemeldet. Ob und wie viele dieser Läden fortbestehen werden nach einer möglichen Restrukturierung? Unklar, aber die Pleitewelle wird wohl kommen. Was man jetzt in Einzelfällen sieht, ist erst der Anfang.

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Schwellenländer drohen durch die Pandemie im Chaos zu versinken

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Christus-Statue in Rio - Schwellenländer hart getroffen durch Pandemie

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung schauen die Märkte zur Zeit vor allem auf die dramatischen Entwicklungen in den USA und Europa. Doch für die Schwellenländer, die bereits vor der Pandemie angeschlagenen waren, droht nun der ökonomische Super-GAU.

Schwellenländer leiden bereits unter dem Abzug von Kapital

Wie wir schon vor der Pandemie berichteten, bewegten sich wichtige Schwellenländer bereits vor der Pandemie in schwerem Fahrwasser. Einige Länder, wie Argentinien, Brasilien, die Türkei, Venezuela, Südafrika oder Chile haben bereits Schlagseite. Die sich jetzt bereits in Ansätzen abzeichnenden globalen Verwerfungen drohen diese Staaten ökonomisch zum Kentern zu bringen. Die Schwellenländer sind besonders abhängig von Mittelzuflüssen aus den Industriestaaten und reagieren in einer Krise wie jetzt sehr sensibel auf eine Umkehr der Kapitalströme. Doch genau das passiert bereits, wie das Institute of International Finance (IIF) berichtet: Seit Ende Januar 2020 sind 95 Mrd. USD aus Aktien und -Anleihen der Emerging-Markets von ausländischen Investoren abgezogen worden.

Damit sind in dieser relativ kurzen Zeitspanne deutlich mehr Gelder rapatriiert worden als in der Finanzkrise ab September 2008. Die Kapitalflucht der Investoren aus Nordamerika und Europa aus den Schwellenländer-Märkten ist in weltweit unruhigen Zeiten ein bekanntes Phänomen. Gerade dann stellen stark überschuldete und politisch instabile Länder ein besonderes Verlustrisiko dar, das es zu meiden gilt. Kommt es zeitgleich zu Turbulenzen an den großen Finanzmärkten in New York, Tokio und London, wird die Liquidität dringend zu Hause benötigt, um Vermögenslöcher zu stopfen oder Margin-Calls zu bedienen.

Für eine Pandemie schlecht gewappnet

Im speziellen Fall der COVID-19-Pandemie befürchten die Investoren wahrscheinlich zu Recht, dass die Gesundheits- und Sozialsysteme einiger Schwellenländer mit der Seuche überfordert sein könnten. Eine Befürchtung, die in Indien bereits Realität ist. Dort sind soziale Sicherungssysteme kaum vorhanden, das Gesundheitssysteme ist extrem fragil und die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Die jetzt eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz der Menschen verursachen Chaos im indischen Verkehrssystem und bringen die Menschen ohne jeden Schutz noch dichter zusammen. In Brasilien, wo das Virus mittlerweile ebenfalls angekommen ist, folgte die Regierung um Präsident Jair Bolsonaro zunächst der Strategie Londons und Washingtons und verharmloste das Virus. Jetzt rudert die Staatsführung in Brasília zurück, wahrscheinlich wie in den USA und England viel zu spät.

Die bereits getätigten und sich aktuell verstärkenden Kapitalabflüsse werden die fiskalpolitischen Möglichkeiten in den Schwellenländern stark beeinträchtigen. Zum einen wird weniger Geld für die Seuchenbekämpfung und zur Abmilderung der ökonomischen und sozialen Folgen mobilisiert werden können. Zum anderen steigen die Kosten für die Kreditaufnahme ausgerechnet jetzt deutlich an. Gleichzeitig schwinden auch die Devisenreserven, die nicht nur für die hohen Zinslasten der zum Teil hoffnungslos in US-Dollar überschuldeten Länder benötigt werden, sondern auch für den Ankauf von Schutzkleidung, Test-Kits und teuren medizinischen Geräten. Staaten wie Venezuela, Brasilien, Südafrika oder Argentinien sind zudem wichtige Rohstofflieferanten. Die Preise für natürliche Ressourcen waren in den letzten Wochen stark rückläufig, was die Ökonomien dieser Staaten zusätzlich belastet. Außerdem müssen viele Förderstätten zum Schutz der Arbeiter vorübergehend stillgelegt werden. In Südafrika für mindestens drei Wochen. Es ist daher zu befürchten, dass die Schwellenländer die Pandemie noch schwerer werden bewältigen können als die Industriestaaten.

Schwellenländer bekommen den Stress im Finanzsystem zu spüren

Seit Mitte März bekommen die Schwellenländer die Krise bereits an den Finanzmärkten zu spüren. Die Zinsaufschläge, die Entwicklungsländer aktuell gegenüber zehnjährigen US-Staatsanleihen zahlen müssen, sind seitdem stark angestiegen. Besonders hart trifft es die Ukraine. Der osteuropäische Pleitestaat muss nun statt 400 Basispunkten Zinsaufschlag über 1.200 Basispunkte mehr bezahlen. Der Risikoaufschlag türkischer Staatsanleihen hat sich von 352 Anfang März auf aktuell über 700 erhöht. Russland steht trotz des Ölpreisverfalls mit 350 Basispunkten aufgrund der niedrigen Staatsverschuldung von lediglich 12,5 Prozent des BIP noch vergleichsweise gut da. Deutlich dramatischer stellt sich die Lage für den afrikanischen Ölproduzenten Nigeria dar, der nach einer Verdreifachung der Zinsaufschläge nun ebenfalls bei über 1.200 Basispunkten Zinsaufschlag gegenüber US-Anleihen angekommen ist. Auch Südafrika ist mit in den Aufwärtssog bei den Renditen geraten und muss aktuell 1.120 Basispunkte Zinsaufschlag bezahlen. Argentinien, dass seinen Schuldendienst bereits ausgesetzt hat, ist sogar gezwungen, für seine stark ausfallgefährdeten Anleihen (S&P-Rating: CCC-) Mehrkosten in Höhe von 2.640 Basispunkten am Kapitalmarkt zu akzeptieren. Das Land ist bereits de facto bankrott.

Die Kapitalflucht und die steigenden Risikoprämien werden auch in den Währungsentwicklungen der Schwellenländer sichtbar. Seit der verstärkten Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus Anfang Februar über die Landesgrenzen Chinas hinaus, kam es auch an den Devisenmärkten zu heftigen Bewegungen. Der mexikanische Peso verlor seitdem 23 Prozent, der russische Rubel über 20 Prozent (was übertrieben scheint), der argentinische Peso von niedrigem Niveau aus nochmals 5 Prozent und der südafrikanische Rand 16 Prozent.

Fazit und Möglichkeiten der Stabilisierung

Die bereits sichtbaren Folgen für die Schwellenländer sind wahrscheinlich nur der Beginn schwerer ökonomischer, sozialer und politischer Verwerfungen. In den kommenden Wochen und Monaten könnten sich die Turbulenzen infolge der Rezession in den USA und Europa, der zunehmenden Anzahl von COVID-19-Fällen auch in den Schwellenländern, einer fortschreitenden Unterbrechung der Lieferketten und einer sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen noch vergrößern. Der für viele Entwicklungsländer als Devisenquelle enorm wichtige Tourismus ist bereits weitgehend kollabiert.

Ein Großteil der Schwellenländer hat keine ausreichenden Rückstellungen oder fiskalischen Spielräume, um die heimische Wirtschaft mit großen Konjunkturpaketen á la USA oder Deutschland zu unterstützen. Würde die Zentralbank Argentiniens vergleichbar der US-Notenbank Fed eine staatliche Schuldensause von 10 Prozent des BIP durch Gelddrucken finanzieren, würde sich der Restwert des argentinischen Peso in Luft auflösen. Der makroökonomische Handlungsspielraum der Schwellenländer ist generell im Vergleich zu fortgeschrittenen Volkswirtschaften aufgrund der begrenzten Glaubwürdigkeit ihrer Währungen stark limitiert. Selbst Staaten mit niedriger Verschuldung, wie Russland, bekommen dies bereits durch die massive Abwertung ihrer Währung zu spüren. Daher sind die Schwellenländer auf externe Hilfe mittels harter Devisen angewiesen.

Die Fed hat diesem Bedürfnis bereits Rechnung getragen und ihre Dollar-Swap-Linien geografisch stark ausgeweitet und bietet nun auch Entwicklungsländern über diesen Weg einen Zugang zu US-Dollar-Liquidität. Bereits 80 Länder haben zudem den Internationalen Währungsfonds (IWF), gemäß dessen Direktorin Kristalina Georgiewa, um finanzielle Hilfe gebeten. Der supranationalen Institution stehen zur Zeit dafür 1 Billion US-Dollar zur Verfügung. Dieser Betrag muss dringend in Anbetracht der Vielzahl der Hilfegesuche aufgestockt werden.

Auf Ebene der G20-Staaten wurde beim jüngsten virtuellen Sondergipfel ebenfalls über Hilfen für Entwicklungsländer diskutiert – allerdings sehr abstrakt. So sollen Handelsbeschränkungen abgebaut und die Entwicklungshilfe ggf. aufgestockt werden. Dem Rest der Welt sollten die Schwellenländer nicht egal sein. Wenn diese im Zuge der jetzt bevorstehenden Weltrezession noch tiefer in finanziellem Chaos versinken, würde dies für die gesamte Weltwirtschaft einen zusätzlichen Schock bedeuten. Eine schnelle wirtschaftliche Erholung exportorientierte Länder wie Deutschland nach dem Abebben der Pandemie wäre dann unwahrscheinlich.

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Dirk Müller über die dramatischen Folgen der Corona-Krise

„Unser Finanzsystem hat fertig“

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Die Corona-Krise nimmt immer dramatischere Foolgen für die Wirtschaft an – der Einbruch ist heftiger als in der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929, sagt Dirk Müller. Eigentlich sollte „Mr. Dax“ bei einer Finanzmesse auftreten – aber da das aufgrund der Corona-Krise nicht möglich ist, hielt Dirk Müller seinen Vortrag von zuhause aus per Video.

Corona-Krise schlimmer als Weltwirtschaftskrise 1929

Der Crash der Aktienmärkte passierte sogar schneller als in der Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 (und folgende). Und das wird bedeuten, dass da viele Finanz-Player erwischt wurden – daher sind viele Pleiten im Finanzsektor wahrscheinlich, von denen wir in den nächsten Wochen und Monaten erfahren werden. Das gilt auch und vor allem für Banken – Dirk Müller erwartet daher Banken-Pleiten. Wenn aber Banken pleite gehen, werden auch die Gelder auf deren Konten in Gefahr sein, sagt Dirk Müller – denn faktisch ist ein Kontoguthaben bei einer Bank eine Art Kredit, den man der Bank gibt.

Dirk Müller über den Crash des Kreditsystems

„Unser Finanzsystem hat fertig“, so Dirk Müller – wir erleben jetzt einen reset des Systems. Das Coronavirus sei nur der Auslöser für diesen reset – und die Ausrede zugleich, warum eben dieser „reset“ nun vermeintlich nötig sei. Bisher haben die Notenbanken es nicht geschafft, die Märkte zu beruhigen, was aber eigentlich durch das „plunge protection team“ der Amerikaner möglich gewesen, aber eben nicht erfolgt sei, meint Dirk Müller.

Das eigentliche Problem könnten die Notenbanken so oder so nicht lösen, so „Mr. Dax“: den „Credit Crunch„. Alle brauchen nun Liquidität, um Kredite und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Cash ist King im deflationären Schock.

Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gesellschaft

Was fast noch schlimmer ist: die Menschen haben Angst um ihre Jobs und damit um ihre Zukunft. Dazu kommt noch die Angst um die Gesundheit der eigenen Familie – Müller spricht daher von einer so noch nie dagewesenen „Angstkombination“, die massive und bisher unkalkulierbare Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Gesellschaft haben dürfte. Es könne daher zu sehr häßlichen Szenen kommen, die wir bisher nicht für möglich halten. Diese „Angstkombination“ in der Gesellschaft verstärke dann die Neigung der Menschen, Sündenböcke zu suchen – vielleicht die Flüchtlinge, die mit der einheimische Bevölkerung etwa um Arztbesuche konkurrieren?

Sehen Sie hier das Szenario von Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise:

Dirk Müller über die Folgen der Corona-Krise

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