Folgen Sie uns

Konjunkturdaten

Coronavirus wütet – vor allem Exportländer leiden darunter

Mit jedem neuen Fall des Coronavirus außerhalb Chinas, wird der Pandemie-Fall wahrscheinlicher und die Beeinträchtigung der Wirtschaft größer

Avatar

Veröffentlicht

am

China steht durch das Coronavirus still. In Folge von Quarantänemaßnahmen und Werksstilllegungen in gigantischem Ausmaß, zumindest aus unserer Sicht. Demzufolge ist es nicht einmal eine pessimistische Einschätzung, wenn man von einem scharfen Wirtschaftseinbruch in der Volksrepublik im ersten Quartal 2020 ausgeht. Schließlich befinden wir uns schon in der letzten Februarwoche und ein Hochfahren der Kapazitäten auf Normalmaß ist sicher nicht in den nächsten Tagen und Wochen möglich. Aber nicht nur China leidet unter den Folgen des Coronavirus, sondern insbesondere Exportländer, die ihr Bruttoinlandsprodukt sehr stark mit ihren Ausfuhren erwirtschaften.

Coronavirus und die Folgen: China, Japan, Deutschland, Italien und Südkorea

Wenn man sich diese Auflistung betrachtet, so muss einem sofort auffallen, dass es sich bei diesen Staaten um ausgeprägte Exportkönige, teilweise sogar um ehemalige Exportweltmeister handelt.

Allen Länder ist damit auch gemein, dass sie besonders unter den Auswirkungen des Coronavirus leiden, außerhalb Chinas durch deutliche Beeinträchtigung von Liefer- und Wertschöpfungsketten. Allen voran natürlich der Auslöser der Krise, China, dessen Wirtschaftsaktivitäten nach der Zwangspause noch nicht einmal mit halber Kraft laufen. Schätzungen gehen von einer Halbierung des Wirtschaftswachstums im ersten Quartal auf 3,0 Prozent aus, für das Gesamtjahr laufen die Annahmen derzeit immer noch bei ansehnlichen 5,0 bis 5,6 Prozent Wachstum. Doch welche Folgen wird der Coronavirus in den anderen Industriestaaten verursachen? Einige könnten sogar in eine technische Rezession schlittern.

Hierzu ein paar Daten zur Entwicklung der Konjunktur sowie der Beeinträchtigung der entsprechenden Wirtschaften.

Japan

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt präsentierte in letzter Zeit überaus schlechte volkswirtschaftliche Daten. So war der Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe im Februar mi 47,6 Punkten weiter in den rezessiven Bereich gerutscht. Dies nach dem schlechten Quartal Q4 – 2019, in dem die Wirtschaft mit minus 6,3 Prozent zum Vorjahr richtig eingebrochen war. Es war das schlechteste Quartal seit fünf Jahren, allerdings spielt hierbei die Erhöhung der Mehrwertsteuer eine bedeutende Rolle. Das Land wird derzeit besonders stark von der Krise durch das Coronavirus in China betroffen.

Die großen japanischen Autohersteller wie Nissan, Toyota und Honda haben große Verzögerungen bei der Wiederaufnahme des Betriebs in ihren chinesischen Werken angekündigt. Lässt sich in diesem Umfeld eine technische Rezession in Japan überhaupt noch verhindern?

Deutschland

Die viertgrößte Volkswirtschaft rettete sich im vierten Quartal 2019 gerade noch mit einer Stagnation (oder mit einem Wachstum von 0,028 Prozent) vor einer Schrumpfung. Ähnlich wie Japans Autofirmen, sind auch die deutschen Hersteller betroffen, die in China längst einen Großteil ihres ertragreichen Geschäfts abwickeln. In unserer Schlüsselindustrie mit Marken wie Audi, BMW, Mercedes, Skoda oder Volkswagen ist man extrem abhängig von der Produktion und dem Verkauf im Reich der Mitte. Die chinesischen Auto-Verkaufszahlen sind, wie kürzlich berichtet wurde, um sage und schreibe 92 Prozent eingebrochen!

Gestern überraschte der Anstieg des Ifo-Index auf 96,1 Punkte, aber da konnten die 9000 befragten Unternehmenschefs sicher noch nicht die Verschärfung der Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus einkalkulieren.

Italien

Auch Italiens Wirtschaft schrumpfte im vierten Quartal 2019 um 0,3 Prozent, für das Gesamtjahr blieb gerade noch ein Wachstum von 0,1 Prozent. Und jetzt wütet das Coronavirus im industrialisierten Norden des Landes. Schlagartig leidet der Tourismus, auch in Südtirol. Ein Tourismus-Chef sprach laut der südtirolischen Tageszeitung Dolomiten von „Stornierungen im Minutentakt“.

Südkorea

Das aufstrebende Land in Südostasien wird (außerhalb von China) am schwersten von der Lungenkrankheit betroffen. Die Zahl der Infektionen ist auch gestern weiter gestiegen und beträgt jetzt bereits fast 900 Fälle. Die Wirtschaft des Landes hat für ihre Verhältnisse ein schwaches Jahr 2019 mit zwei Prozent Wachstum verbuchen müssen, dem schwächsten Wachstum seit der Finanzkrise 2009. Der Handelskrieg hat im Hightech-Land seine Spuren hinterlassen. Die Störung der Lieferketten beeinträchtigen das Exportland extrem, denn es weist eine ähnlich große Abhängigkeit von Exporten auf, wie man sie nur in Deutschland vorfindet. Auch hier leidet zunächst die Automobilindustrie. Hyundai und Kia beispielsweise mussten ihre Produktion auch im Heimatland Südkorea aussetzen, weil die aus China dringend benötigten Teile fehlten.

Aktuell wurde auch eine Infizierzung mit dem Coronavirus in einer Samsung-Fabrik festgestellt.

Die fünf beschriebenen Länder repräsentieren ein ziemliches Gewicht im Welt-Bruttoinlandsprodukt:

China 14 Billionen $
Japan 5,2 Billionen $
Deutschland 4,2 Billionen $
Italien 2,2 Billionen $
Südkorea 1,6 Billionen $

Das ökonomische Gewicht dieser exportorientierten Länder zeigt, welche Belastung auf das globale Wirtschaftswachstum zukommen könnte, sollte die „Pandemie“ nicht rasch in den Griff gebracht werden.

Fazit

Bei einer Betrachtung der Bedeutung dieser Länder für die Weltwirtschaft ist davon auszugehen, dass sich das Wachstum auf das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise abschwächen könnte. Das Welt-Bruttoinlandsprodukt betrug 2019 ca. 86 Billionen Dollar (Quelle statista), der Anteil dieser fünf Exportstaaten beträgt damit alleine schon fast 30 Prozent.

Was irgendwie verwundert, ist die Annahme der großen Wirtschaftsinstitute, dass das Weltwitschaftswachstum 2020 immer noch sehr komfortabel über 3 Prozent verbleiben könnte. Aber mit jedem neuen Fall des Coronavirus außerhalb Chinas, wird der Pandemie-Fall wahrscheinlicher und die Beeinträchtigung der Wirtschaft größer. Noch ist Europa „nur“ durch Italien richtig betroffen und auch die Fälle in den USA sind mit aktuell 53 Infizierten noch überschaubar.

Damit lautet die Fragen aller Fragen weiterhin: Kommt es zur Ausbreitung des Coronavirus im Sinne einer Pandemie? Viele Experten beantworten diese Frage bereits mit einem Ja.

Man kann aber auf lange Sicht auch eine optimistische Sicht auf die Dinge haben. Desto stärker der Wirtschaftseinbruch in den Exportländern sein wird, desto größer wird auch die Erholung sein, die sich in ein paar Quartalen daran anschließen wird.

In China waren die Autoverkäufe schon vor der Coronakrise 16 Monate in Folge gefallen. Jetzt kamen die Zahlen für die ersten Wochen des Stillstands mit einem Rückgang der Zahlen um 92 Prozent. Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Kfz-Nachfrage, um nur ein Beispiel aus der Industrie zu nehmen, in China, Japan, Deutschland und Südkorea nicht wieder erholen wird. Irgendwann setzt der Ersatz- und Nachholzyklus ein. Deutsche Autos werden immer älter, die letzten Zahlen sprechen von einem (Rekord)-Durchschnittsalter von 9,5 Jahren. Aber vorher muss die Industrie vermutlich noch durch ein tiefes Tal der Tränen, vertieft durch ein unvorhersehbares Ereignis mit unvorhersehbarer Tragweite.

Das Coronavirus hat weitreichende Folgen vor allem für exportorientierte Länder

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    25. Februar 2020 09:34 at 09:34

    In solchen Krisen kommt gelegentlich einer auf die Idee , eine der Schubladen zu öffnen, und eine Vermögenssteuer herauszuziehen, die dann allerdings Solidaritätsbeitrag heißt. Wenn die Krise dann vorbei ist, vergißt man einfach, die Steuer wieder abzuschaffen.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      25. Februar 2020 18:17 at 18:17

      @Columbo, da haben Sie wohl recht. Das Ganze (=wüten) ist vor allem eine psychologische Angelegenheit und spielt sich vorwiegend in den Köpfen ab. Hier eine Übersicht über die Letalität des Virus in Bezug auf das Alter der Infizierten (worldometer Coronavirus):
      AGE DEATH RATE*
      80+ years old – 14.8%
      70-79 years old – 8.0%
      60-69 years old – 3.6%
      50-59 years old – 1.3%
      40-49 years old – 0.4%
      30-39 years old – 0.2%
      20-29 years old – 0.2%
      10-19 years old – 0.2%
      0-9 years old – no fatalities
      *Death Rate = (number of deaths / number of cases) = probability of dying if infected by the virus (%).
      Grüße nach Südtirol

      • Avatar

        Quintus

        25. Februar 2020 18:59 at 18:59

        @Wolfgang M.

        Anhand solcher Aussagen können sie in etwa ermessen, warum sie der, vor allem älteren Bevölkerung durch Quarantänemaßnahmen Zeit verschaffen müssen. Der Unterschied liegt in der notwendigen Intensivbetreuung im Gegensatz zur Grippe, sollte die Krankheit ausbrechen.
        Sie gefährden damit aber ihr Krankenhauspersonal!

        „Das Virus sei durchaus gefährlicher als die Grippe, sagte er im Interview mit den tagesthemen.
        Bei 20 bis 30 Fällen könne das Gesundheitsamt gut handeln, Kontakte nachverfolgen und die „glimmende Zigarette austreten, bevor sie einen Waldbrand verursacht“. Bei 200 bis 300 Fällen seien dann aber auch die deutschen Gesundheitsbehörden überfordert.

        Zudem fehle es bei größeren Ausbrüchen an Infrastruktur: „Diese Hochinfektionszentren für sehr gefährliche Krankheiten in Deutschland, wo die ersten Fälle jetzt auch hinkamen von den Coronavirus-Patienten – da gibt es vielleicht 60 Plätze maximal. Das heißt: Wir sind dann schon – wenn wir italienische Verhältnisse hätten – ganz schnell an dem Punkt, wo normale Krankenhäuser solche Patienten behandeln müssten.“

        Das aber sei problematisch, da der Unterschied zur Grippe sei, „dass das Personal im mittleren Lebensalter, das normal und gesund ist, bei dem Coronavirus viel stärker gefährdet ist als bei der Grippe“, so Kekulé. Deshalb müssten sich die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter besser vorbereiten.
        https://www.tagesschau.de/inland/corona-interview-kekule-101.html

      • Avatar

        Lausi

        25. Februar 2020 19:38 at 19:38

        Ich hab’s geahnt: Das Virus kommt von der Fridays for Future Bewegung! ;-)

        • Avatar

          leftutti

          25. Februar 2020 21:11 at 21:11

          …gezüchtet in linksgrünen Kommunistenlaboratorien in Zusammenarbeit mit Finanzministerium und der Deutschen Rentenversicherung Bund zur Eindämmung und Neutralisierung der demagogischen, ähm sorry, der demografischen Entwicklung im Vaterlande.

  2. Avatar

    Quintus

    25. Februar 2020 12:50 at 12:50

    Noch eine Info zum Ausbruchsgeschehen in Südkorea. Es würde erklären weshalb die Zahl der Infizierten so schnell ansteigen konnte:

    „You’ve probably heard about the sudden outbreak of the virus in South Korea. Well, did you also know that this is, in large part, to thank to an actual death cult? It’s called #Shincheonji, and it’s super scary.“

    Weiter heißt es:
    „They’ve grown so massively, in fact, that they’ve set up lots of cell branches in many countries over the last few years.
    This especially is scary considering how much they love to ’stay in touch‘ with all of their cell branches now that we know how fond they are of pathogens.“

    https://mobile.twitter.com/DrEricDing/status/1232192285598765057

  3. Avatar

    Quintus

    25. Februar 2020 13:58 at 13:58

    @ Wolfgang M.
    Wieso erklärt die WHO SARS-nCoV19 nicht zum Pandemiefall ?
    Könnte eben dieses Zögern der WHO mit der Fälligkeit(also Verlust der Anleger) der Pandemie-Anleihen der Weltbank zusammenhängen?
    Von Pandemie-Anleihen der Weltbank, die im Juli 2020 auslaufen werden und sich in der Nähe von 500 Millionen US-Dollar befinden, welche möglicherweise eine strukturierte abgeleitete Zeitbombe sind, haben die meisten Menschen wahrscheinlich noch nichts gehört…..

    „Diese Pandemie-Anleihen wurden als riesiges Glücksspiel im globalen Finanzkasino an Investoren verkauft. Die Weltbank verkaufte „Pandemie-Anleihen“, ein Programm wie kein anderes. 2017 wurden diese Anleihen an Privatinvestoren unter der Voraussetzung verkauft, dass sie ihr Geld verlieren würden, wenn eine der sechs tödlichen Pandemien einträfe. Sie zahlten sich 2019 nicht aus, als das Ebola-Virus in Afrika ausbrach. Die Weltbank kündigte die Schaffung dieser strukturierten Anleihen im Mai 2016 auf dem Treffen der G7-Finanzminister und Zentralgouverneure in Sendai, Japan, an.
    Die Weltgesundheitsorganisation wird das Geld behalten und es zur Bekämpfung des Ausbruchs verwenden. Die Anleger kauften die Anleihen und erhielten dafür regelmäßige Couponzahlungen, die in dieser Welt der Negativzinsen erheblich waren. Wenn ein Krankheitsausbruch zu einer Pandemie wird, erhalten Anleger ihr ursprüngliches Geld nicht zurück. Es gab zwei Arten von Schulden, die im Juli 2020 fällig werden sollen.
    Die erste Anleihe brachte 225 Millionen US-Dollar ein und weist einen Zinssatz von rund 7% auf! Das war erheblich. Die Auszahlung der Anleihe ist auszusetzen, wenn neue Influenzaviren oder Coronaviren ausbrechen. Die zweite Art von Anleihe war noch riskanter und brachte 95 Mio. USD mit einem Zinssatz von mehr als 11% ein. Diese zweite Art von Anleihe hält das Geld der Anleger, wenn Filovirus, Coronavirus, Lassa-Fieber, Rift Valley-Fieber und / oder hämorrhagisches Krimkongo-Fieber ausbrechen.
    Dann gab die Weltbank ein Derivat in Höhe von 105 Millionen US-Dollar heraus, das auf ähnliche Weise funktioniert.“
    https://www.armstrongeconomics.com/international-news/disease/half-billion-pandemic-derivatives/
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/weltbank-mit-pandemie-anleihen-gegen-das-coronavirus-16610836.html

    Instrument der Weltbank
    Die Pandemie-Anleihen der Weltbank sind Teil der Pandemic Emergency Financing Facility (PEF), mit der die Weltbank von Epidemien betroffenen armen Länder schnell helfen will. Dabei werden Mittel aus Rückversicherungsmärkten mit den Gewinnen der Katastrophenanleihen kombiniert. Die PEF umfasst außerdem eine Bargeldkomponente. Insgesamt hat die Fazilität ein Volumen von 500 Millionen Dollar.

    Große Vermögensverwalter, Pensionskassen und Stiftungen halten die Anleihen, die sich nur an institutionelle Investoren richten und ihnen lukrative Renditen bringen.

    Die Versicherungskomponente der PEF hat die Weltbank mit Swiss Re und Munich Re entwickelt. Die Prämien werden von Japan und Deutschland finanziert. (tos)
    https://www.fr.de/wirtschaft/ebola-investoren-verdienen-pandemie-anleihen-ebola-wuetet-weiter-12917275.html

  4. Avatar

    Columbo

    25. Februar 2020 16:47 at 16:47

    95(fünfundneunzig)% der Corona-Kranken werden gesund(WHO). Das ist „Wüten“ wohl nicht ganz die richtige Wortwahl.
    Die Influenza verläuft 60(sechzig) mal tödlicher. Die „wütet“ schon eher…

    • Avatar

      Quintus

      25. Februar 2020 18:44 at 18:44

      @Columbo
      60 x 2% ergibt?
      95% gesunden?

      Noch kann ihnen niemand die exakte Gesundungsrate ermitteln, denn die Zahlen die sie aus China erhalten sind definitiv NICHT der Wahrheit entsprechend, somit unbrauchbar.
      Eine Tatsache jedoch ist bereits gewiss: bei älteren Personen über 65 sind die Letalitätszahlen aufgrund einer dann notwendigen Intensivbetreuung erschreckend hoch! Sind sie über 65?
      Die Infektionszahlen außerhalb Chinas steigen erst an. Hier bekommen sie also erst verläßliche Zahlen in 2-3 Wochen frühestens, die bis zum Ende der Pandemie noch ständig nachkorrigiert werden.
      Noch zur Info:
      Harvard public heath prof Mac Lipsitch, on coronavirus: “It is likely we’ll see a global pandemic…If a pandemic happens, 40% to 70% of people world-wide are likely to be infected in the coming year.”

      Multiplizieren sie nun die Zahl der Infizierten weltweit mit der Letalitätsrate!
      Das Ergebnis ist übrigens schon bekannt bzw. dürfte sich diesem nähern, sollten die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wie durchgespielt scheitern.
      „Tatsächlich fand am 18. Oktober 2019 eine Pandemie-Übung statt. Am «Event 201» beteiligt waren das Johns Hopkins Center for Health Security, das Weltwirtschaftsforum (WEF) sowie eben die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Das Szenario sah die globale Ausbreitung eines Coronavirus vor, die Anwesenden wollten damit Erkenntnisse gewinnen, wie eine solche Pandemie gestoppt werden könnte. Das Coronavirus wurde gewählt, weil auch Sars 2003 zu dieser Virusfamilie gehörte.
      Das Ergebnis: Fiktive 65 Millionen Tote
      https://www.derbund.ch/panorama/vermischtes/wie-fake-news-zur-pandemiepanik-beitragen/story/10280867

      • Avatar

        Shong09

        25. Februar 2020 19:23 at 19:23

        20% Mortalitätsrate dürften/könnten es schon sein, man muss die Todeszahlen schließlich zu den Krankheitszahlen von vor ca. 2-4 Wochen, evtl. sogar bis zu 7 ins Verhältnis setzen. Da können Sie selbst mit den Zahlen aus China eine ungefähre Vorstellung bekommen, wo die Rate liegt, vorausgesetzt die haben beide Zahlen proportional ungefähr gleich hoch gekürzt.
        Vielen Dank für Infos Quintus

  5. Avatar

    Wirrologe

    25. Februar 2020 18:19 at 18:19

    @ Columbo,auffallend wie der sonst realistische Herr versucht die Pandemie schönzureden.
    Es kommt doch einzig u.allein darauf an wie stark die Lieferketten u.Produktionen beeinträchtigt werden.
    Er war sicher noch nie ein Glied einer Lieferkette, eher Laferkette. ( Ironie) Aber es ist mühsam wie da gewisse Leute Sachen diskutieren ,die noch niemand genau weiss,
    Ich denke da haben die Berichte von@ Quintus am meisten Substanz.

    • Avatar

      Columbo

      25. Februar 2020 18:54 at 18:54

      @Wirrologe

      Bei Lieferketten kenn ich mich nicht aus, bei Krankheiten schon. Daher fällt mir der unglaubliche Unsinn, der zum Thema gelegentlich gesagt und geschrieben wird, besonders auf.

      • Avatar

        Quintus

        25. Februar 2020 19:44 at 19:44

        @Columbo
        Wenn sie Kinder hätten, die als Krankenschwestern hier in Bayern und Rheinland Pfalz tätig sind, würden sie sich sehr schnell überlegen, ob sie ihren „bei Krankheiten kenne ich mich aus Verstand“ auch frühzeitig mit einbringen und eventuell entlastende Fakten zu unserer Beruhigung beisteuern oder ihre Zeit mit dem banalisieren von jedermann zugänglichen Quellen verbringen!

        • Avatar

          Columbo

          25. Februar 2020 21:43 at 21:43

          @Quintus

          Ich will keinesfalls den wirtschaftlichen Schaden, den das Virus verursachen kann, in Abrede stellen. Das beunruhigt mich auch.
          Aber die Krankheit selbst ist vergleichsweise harmlos, daß wird Ihnen jeder Arzt, Epidemiologe, Facharzt oder was weiß ich, bestätigen. Was soll ich sagen, 80% Spontanheilung ist nun mal keine gefährliche Krankheit. Da gibts ganz andere Fürchterlichkeiten, an denen man erkranken kann.

  6. Avatar

    Lausi

    25. Februar 2020 19:31 at 19:31

    @Columbo: Ihre beschwichtigende Kommentare kommen mir ab und zu wie das Pfeifen im Walde vor. Da Sie mit Ihrem Wohnsitz Südtirol ja an vorderster Virus-Front leben, wäre das auch nicht weiter verwunderlich. Mein Tipp: Trinken Sie eine Flasche Brunello und suchen Sie dann eine Astrofrau auf, um über Ihr weiteres Schicksal im Klaren zu sein. Und noch ein Geheim-Tipp: Irgendwo habe ich gelesen, dass man mit Jodeln das Corona-Virus fernhalten kann :-)

    • Avatar

      Columbo

      25. Februar 2020 21:57 at 21:57

      @Lausi

      Ich gebs zu, meine Kommentare waren ausschließlich darauf ausgerichtet, Sie zu beruhigen. Es hat nicht funktioniert.
      Die Wahrheit ist, wir werden alle in Kürze durch die Hölle gehen.

      • Avatar

        Lausi

        25. Februar 2020 22:54 at 22:54

        @Columbo: Zur Einstimmung kann man sich ja schon mal dieses Lied anhören ;-)

        https://youtu.be/gUUdQfnshJ4

        Ich wünsche Ihnen alles Gute!

  7. Avatar

    Christl Leugner

    25. Februar 2020 21:18 at 21:18

    Wir sollten mehr über Börsenthemen statt über den bledn Virus-Schmarrn da dauernd red’n!

    • Avatar

      Lausi

      25. Februar 2020 22:29 at 22:29

      Nur scheint der Virus-Schmarrn irgendwie auch ein Thema an der Börse zu sein – lol :-)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanagerindex – Dienstleister schrumpfen, Gewerbe stark

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für September) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 53,7 (Prognose war 54,1; Vormonat war 54,4)

Verarbeitendes Gewerbe: 56,6 (Prognose war 52,5; Vormonat war 52,2)

Dienstleistung: 49,1 (Prognose war 53,0; Vormonat war 52,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 48,5 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 51,9)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

 

„Während die aktuellen PMI-Daten zeigen, dass die deutsche Wirtschaft im September insgesamt auf Wachstumskurs geblieben ist, liefen die Trends auf Sektorenebene jedoch zunehmend auseinander. So vermeldete der Dienstleistungssektor erstmals seit drei Monaten wieder Geschäftseinbußen, was bedeuten könnte, dass die Erholung hier wegen der weiter geltenden Abstandsregeln, der starken Verunsicherung in der Wirtschaft und der Ungewissheit der Beschäftigten hinsichtlich der weiteren Jobentwicklung ihren Höhepunkt bereits überschritten haben dürfte. Im Gegensatz dazu erholte sich die Industrie – nicht zuletzt dank der wieder anziehenden Exportnachfrage – weiter im Eiltempo. Produktion und Auftragseingang wiesen hier abermals starke Zuwächse aus, was mit dazu beitrug, dass sich der Stellenabbau verlangsamte. Die steigenden Infektionszahlen decken sich mit der etwas weniger optimistischeren Stimmung im Servicesektor. Demgegenüber konnten die Industrieunternehmen scheinbar jegliche Sorgen hinsichtlich potenzieller Restriktionen im In- oder Ausland abschütteln, sodass die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist hier wieder so positiv ausfielen wie zuletzt vor über zweieinhalb Jahren.”

 

Die deutsche Wirtschaft mit mühsamer Erholung

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verkäufe bestehender Häuser

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Die Verkäufe bestehender US-Häuser (August) sind mit +2,4% auf eine Jahresrate von 6,0 Millionen ausgefallen wie erwartet (Prognose war +2,4% auf eine Jahresrate von 6,00 Millionen; Vormonat war +24,7% auf eine Jahresrate von 6,0 Millionen).
Die Daten aus dem August sind Transaktionen, die in der Regel im Juli abgeschlossen und dann im August finalisiert werden..

Die Verkäufe bestehender Häuser machen etwa 90% des amerikanischen Immobilienmarkts aus und sind daher von besonderer Bedeutung!

weiterlesen

Europa

Coronakrise: Löhne fallen in Deutschland stärker als in Finanzkrise

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Coronakrise hat in Deutschland gravierende Folgen für die Löhne! Wie heute das Statistische Bundesamt mitteilte, fielen die Nominallöhne im 2.Quartal aufgrund der Coronakrise um -4,0% – und damit deutlich stärker als auf dem Hochpunkt der Finanzkrise im 2.Quartal 2009, als die Löhne nur um -0,7% gefallen waren. Entscheidender Grund für die Lohnrückgänge im 2.Quartal sind die verkürzten Arbeitszeiten aufgrund der Coronakrise, wie Destatis mitteilt. Die Kurzarbeit federt dabei die Einkommens-Rückgänge etwas ab. Stärker betroffen von Lohnrückgängen sind die unteren Einkommensgruppen in der Coronakrise – eine alarmierende Tendenz: schon bald dürfte daher ein starker Anstieg von Firmeninsolvenzen und Privatinsolvenzen folgen. Das gilt insbesondere für jene, die in von der Coronakrise am stärksten betroffenen Branchen tätig sind und ihren Job bald verlieren dürften.

In der Coronakrise fallen die Löhne stärker als ind er Finanzkrise

Grafik: Destatis

Zum Rückgang der Löhne aufgrund der Coronakrise schreibt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Wortlaut:

„Der Nominallohnindex lag in Deutschland im 2. Quartal 2020 um 4,0 % niedriger als im Vorjahresquartal. Dieser Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, legten die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um knapp 0,8 % zu. Dies ergibt einen realen (preisbereinigten) Verdienstrückgang von 4,7 %. Es ist die historisch stärkste Abnahme der Nominal- und auch der Reallöhne im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 und somit stärker als in der Finanzmarktkrise 2008/2009.

Corona-Pandemie führt zu Verkürzung der Arbeitszeit

Der Einsatz von Kurzarbeit sowie die Geschäftsschließungen aufgrund der Corona-Pandemie führten zu einer starken negativen Lohnentwicklung im 2. Quartal 2020. Das Kurzarbeitergeld ist hierbei allerdings nicht berücksichtigt; es hat die Einkommensverluste für viele Beschäftigte abgefedert. Bezogen auf die Nominallöhne ist erstmalig seit dem 2. Quartal 2009 wieder eine negative Entwicklung in Deutschland festzustellen, die mit -4,0 % noch deutlicher als zu Zeiten der Finanzmarktkrise ausfällt (2. Quartal 2009: -0,7 %). Der Hauptgrund liegt hier vor allem in der stärkeren Verkürzung der Arbeitszeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im 2. Quartal 2020 die bezahlte Wochenarbeitszeit in der Gesamtwirtschaft um 6,2 % auf durchschnittlich 36,8 Stunden. Im 2. Quartal 2009 hatte der Rückgang bei 2,1 % gelegen.

Stärkere Verdiensteinbußen in den unteren Leistungsgruppen

Die unteren Leistungsgruppen waren vom Rückgang der Arbeitszeit und somit von geringeren Verdiensten im 2. Quartal 2020 am stärksten betroffen. Bei den un- und angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Vollzeit sanken die bezahlten Arbeitsstunden um 9,8 % beziehungsweise 9,4 %. Die Verdienste gemessen am Nominallohnindex reduzierten sich für diese beiden Leistungsgruppen um 7,4 % beziehungsweise 8,9 %. Im Vergleich dazu gingen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung sowohl die Verdienste gemessen am Nominallohnindex (-2,0 %) als auch die Wochenarbeitszeit (-3,0 %) unterdurchschnittlich zurück. Da die unteren Leistungsgruppen im Durchschnitt weniger verdienen, fällt ihr eigentlich dominanterer Arbeitszeit- und Lohnrückgang für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Nominallöhne weniger stark ins Gewicht.“

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen