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Crash-Guru Marc Faber: „Wir haben überall eine Blase“

Es ist frustrierend, wenn man als Crash-Guru inhaltlich mit seiner Kritik vielleicht richtig liegt, aber der Crash kommt einfach nicht. Marc Faber wird sich diese Gedanken vielleicht machen, vielleicht auch nicht. Als Crash-Guru ist er…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Es ist frustrierend, wenn man als Crash-Guru inhaltlich mit seiner Kritik vielleicht richtig liegt, aber der Crash kommt einfach nicht. Marc Faber wird sich diese Gedanken vielleicht machen, vielleicht auch nicht. Als Crash-Guru ist er seit Jahrzehnten hoch angesehen und bringt regelmäßig scharfe Analysen. In den letzten Monaten warnte er schon vor teuren Aktien, hohen Verschuldungen usw. Aber der Markt ist bis jetzt immer noch nicht zusammengebrochen.

So hat sich Faber erneut aufgerafft, und sagt gegenüber CNBC, dass es derzeit überall eine Blase gebe. Die globalen Schuldenstände als prozentuales Verhältnis zum globalen Bruttosozialprodukt seien momentan 30%-40% höher als im Jahr 2007 (also direkt am Beginn der Finanzkrise). Zum US-Aktienmarkt sagt er derzeit klipp und klar: Wenn der S&P 500 jetzt 20% fallen würde, sei er auf den dann tieferen Niveaus noch nicht einmal bullish für US-Aktien eingestellt.

Jeder (er eingeschlossen) würde derzeit jede Menge Assets (Vermögenswerte) besitzen, und alle Inhaber könnten eines Tages 50% verlieren (All of us and I also own lots of assets, we’re going to lose 50 percent). Es könne sein, dass die Regierung Vermögenswerte durch Besteuerung oder durch Enteignung mindere. Oder es könne eine Abwertung in Preisen verschiedener Asset-Klassen geben, die in ihrem Ausmaß viele Menschen überraschen werde. So werde der Tag kommen, wo Tech-Größen wie Amazon, Tesla oder Netflix an einem Tag ruckartig 10% einbrechen werden, so Faber.

Seine Empfehlung, was man kaufen solle: Faber empfiehlt Investments in Anleihen, genauer gesagt US-Staatsanleihen, europäische Unternehmensanleihen und den Emerging Markets. Auch mag er Gold. 90% seiner Investments lägen in Aktien und Anleihen der Emerging Markets. Generell würde er sowieso empfehlen in Europa zu investieren. Dort seien die Bewertungen immer noch tiefer als in den USA, und die Wirtschaft sei noch am Wachsen. Ausländische Märkte haben laut Faber dieses Jahr die US-Märkte bereits in der Performance geschlagen, und das werde sich fortsetzen.

Logik-Frage unsererseits: Wenn der große Crash kommt, dann dürften europäische und asiatische Aktienmärkte doch genau so mit nach unten gerissen werden? Naja, aber irgendwo muss das Geld ja arbeiten, oder? Momentan sei man in den USA markttechnisch irgendwo zwischen den Jahren 1999 und 2000, womit Faber auf die Tech-Blase während dieser Zeit anspielt.

Es bleibt ein Haupt-Problem von Crash-Gurus, so unsere Meinung. Sie mögen inhaltlich im Recht sein, aber man weiß eben nie, wie lange eine Blase sich weiter selbst aufpumpt, und wann sie denn nun endlich platzt. Neu hinzugekommen als einer der Hauptinitiatoren dieser Blase ist der Faktor „Zentralbanken“, die kräftig mit aufpumpen. Hier scheint der Höhepunkt des Aufpumpens längst überschritten zu sein. Wann die Blase nun endlich platzt oder endet? Vielleicht mit den ersten Zinsschritten in Europa?


Die New Yorker Börse. Foto: Hundsgemeini / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

43 Kommentare

43 Comments

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    Ines Berger

    2. Juni 2017 10:26 at 10:26

    Ich bin seit 19500 im DOW Short und bei Tesla seit 240 USD.

    Es wird eine große Krise geben und es wird alles unter gehen.

    Ich halte weiter gegen den Trend, der Herr Fugemann hat Recht. Es wird ganz schlimm kommen.

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      Gerd

      2. Juni 2017 10:48 at 10:48

      „…Große Krise, alles wird untergehen, schlimm wird es kommen.“
      Und diese Prophezeihung soll ich Ihnen heute glauben? Ich soll Ihnen glauben, dass Sie die Situation diesmal richtig einschätzen? Wo Sie doch gestern bei Dow 19500 und Tesla 240 das Kommende offensichtlich auch schon falsch eingeschätzt hatten.

      Ich würde mal sagen, Sie können drauf hoffen, dass es in Ihrem Sinne geschehen wird – so wie ich das auch mache. Tut einem ja auch schon mal etwas gut.
      Aber mit Voraussagen – insbesondere wenn sie auf die Zukunft gerichtet sind – habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.

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        berti

        2. Juni 2017 11:39 at 11:39

        Dem kann ich nur zustimmen, wie oft habe ich schon gedacht: “ Das hätte ich nie gedacht, das es so kommt..“

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      Emm wie Meikel

      2. Juni 2017 16:06 at 16:06

      Die Zentralbanken mit Shorts bekämpfen zu wollen (die können endlos viel Geld „drucken“ und damit alles Mögliche hochkaufen) führt früher oder später in die Pleite.

      Das Theater hat erst dann ein Ende, wenn das Vertrauen in Fiatmoney weg ist, also niemand mehr Euros oder Dollars haben will bzw. nicht mehr an deren Werthaltigkeit glaubt.

      Das kann noch einige Zeit andauern, denn Fiatmoneyanbeter sind längst nicht vom Glauben abgefallen und glauben ganz fest an dessen Wert! (siehe auch das riesige Volumen der Schuldenmärkte: keinerlei Fluchtbewegung in Sicht)

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    Gerd

    2. Juni 2017 10:33 at 10:33

    „… Als Crash-Guru ist (Marc Faber) seit Jahrzehnten hoch
    angesehen …“

    Wie lange muss man eigentlich daneben liegen, um seine Reputation als angesehener Crash-Guru endgültig zu verlieren?

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      sabine

      2. Juni 2017 21:22 at 21:22

      a) Wie lange hat es gedauert, bis man den Qualitätsmedien nicht mehr glaubt? Sehr lange. Wer natürlich so dummes und verallgemeinerndes Zeug quatscht, iwe „der Marc Faber sage dauernd den großen Crash voraus und er komme einfach nicht“, der mag in seinem Wohlstandsfett weiterschwimmen.
      b) Marc Faber hat schon mehrere Platzen von Blasen vorausgesagt. Er hat auch schon mehrmals vorausgesagt, daß man Aktien kaufen solle, da es nach oben geht. So sagt er ja auch nicht, „Huhu, es kommt der Crash“, sondern man solle europ. Aktien kaufen, da er bei den Aktien der USA eine Absacken mit 40% vermutet. Er geht also detailliert auf Zahlen und Fakten ein. Im Gegensatz zu den „normalen“ Journalisten und „Fachleuten“.
      c) Außerdem sagt er, was mittlerweile viele sagen. Außerdem sagt er schon lange, daß ein ruhiges Vorhersehen von Massenbewegungen im Finanzsektor oder der Wirtschaft so gut wie unmöglich ist, weil diese Schwachköpfe in den Notenbanken alles manipulieren. Und man wisse ja nicht, was sie demnächst planen. Wer kann das vorausplanen?
      Außerdem haben die meisten vor 1929 auch gequatscht, der Crash komme nicht. Irgendwann kann man keinen Wert mit Gelddrucken mehr generieren, sonst wäre Zimbabwe der reichste Staat der Welt. (Auch in etwa Zitat Marc Faber.)
      Dies primitive und faktenfreie Dummbashing ist halt Die Stärke der heutigen Journalisten. Bis dann ihr Wert in der Beliebtheitskala der Gesellschaft bei null ankommt. Neben Polizisten, Bankern und Versicherungsvertretern.

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        sabine

        2. Juni 2017 21:56 at 21:56

        Und da wär noch Herr Matt King von der Citigroup, „der bereits in einer Analyse von Oktober 2014 berechnete, daß es die Zentralbanken rund 200 Milliarden Dollar pro Quartal kosten würde, nur um einen Markt-Crash zu verhindern.“ (Wieso Crash? Der kommt doch einfach nicht und wird nur von Spinnern herbeigeredet.) „Inzwischen ist die gemeinsame Bilanzsumme der wichtigsten Notenbanken bereits auf rund 15 Billionen Dollar angeschwollen. Paradebeispiel ist die Schweizer Notenbank (SNB), die allein im ersten Quartal für rekordhohe 17 Milliarden Dollar US-Aktien kaufte und nunmehr US-Aktien im Wert von mehr als 80 Milliarden Dollar besitzt. In diesem Zuge kaufte die SNB etwa fast 4 Millionen Anteile von Apple und hält damit knapp 20 Millionen Apple-Aktien. Es ist die schöne neue Welt, in der Notenbanken mit Geld, das aus heißer Luft geschaffen wird, permanent und unendlich Aktien und Anleihen aufkaufen und somit vermeintliche „Reichtums-Effekte“ erzeugen.“ Merkt keiner was? Die Notenbanken haben bald die Welt im Sack. Und sie kaufen nur das Beste an Firmen! Keinen Schrott.
        (Warum machen sie das, wenn alles glatt läuft?) DB Chef Ackermann hat am 28.9.2008 zurecht gesagt, wenn die Krise Sonntag Nacht (durch Fr.Merkels Zusage) nicht gelöst worden wäre, wäre es zum Crash gekommen.
        http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/tid-33533/protokolle-enthuellen-wie-ackermann-merkel-in-der-hre-rettungs-nacht-ueber-den-tisch-zog-ackermanns-harte-drohnung_aid_1101458.html
        Und irgendwann ist das game eben over. Dann werden die Karten neu gemischt.

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        Wolfgang M.

        5. Juni 2017 15:15 at 15:15

        sabine, der analytische Inhalt Ihres Kommentars wurde durch die Schlussbemerkung stark gemindert.
        Die Beliebtheitsskala in der Gesellschaft bei 0 …. Polizisten, Banker und Versicherungsvertreter… Sie waren nachts noch nie froh, dass eine Polizeistreife in der Nähe war……angesichts der Bedrohung unserer Gesellschaft eine unglaubliche Bemerkung!

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          Petkov

          5. Juni 2017 21:22 at 21:22

          Ich würde gerne im obigen Satz Polizei durch Justiz ersetzen. Der sanft fördernde und unmissverständlich anstiftende Umgang der deutschen Justiz mit moslemischen Schwerverbrechern sorgt in ganz Europa für Entsetzen.

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      PK

      3. Juni 2017 08:14 at 08:14

      es stimmt ausserdem nicht, daß er hoch angesehen ist.
      Für die meisten ist er nur eine Lachnummer.

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    Helmut Josef Weber

    2. Juni 2017 11:35 at 11:35

    Naja- der Goldpreis ist seit 2007 (in Euro) um 124% gestiegen.
    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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    Sonnenuhr123

    2. Juni 2017 16:02 at 16:02

    Marc Faber hat recht, es wird der Tag kommen wo es richtig kracht, aber wann weiß niemand. Man sehe sich nur Amazon an. Die verdienen noch immer fast kein Geld und sind bei 1000 Dollar, oder die Snap Aktie, irrsinnige Bewertung, oder Tesla, erstmal nur Erwartungen an die Zukunft. Ich hab das 2008 schon miterlebt was dann passieren kann. Aber zugegeben man hätte schon mitspielen können bei diesen Aktien, dann wär man um einiges reicher. Also mal schauen was passiert.

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      Denker

      2. Juni 2017 18:00 at 18:00

      So siehts aus,… komplette Abkopplung von der Realwirtschaft, Wahnsinn !!!

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    Beobachter

    2. Juni 2017 16:38 at 16:38

    Wenn ein Superfachmann wie Marc Faber schon lange falsch liegt ( wie viele andere) ist das eigentliche der Beweis dass die Notenbanken die Märkte total verzerrt haben u.alle wirtschaftlichen Gesetze unterdrücken.Wie Hans Werner Sinn kürzlich sagte werden aber die Notenbanken die Schwerkraft der Börse nicht ewig beeinflussen können.Die an Naivität nicht zu überbietende Aussage, dass Börsen nur noch steigen werden, wird bald heftig widersprochen werden.

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      Denker

      2. Juni 2017 17:57 at 17:57

      Immer wieder unfassbar wie maßlos dumm einige Kommentare hier sind.
      Jeder der nur annähernd etwas von diesem System versteht weiß dass immer weiter aufgeschuldet wird. Mark Faber hat absolut recht, mag er zeitlich daneben liegen, recht wird er dennoch behalten.Hier mal einige Aussagen aus Übersee von Tradern die sich sehr gut auskennen. Sollen die Schafe weiter schlafen….

      https://www.youtube.com/watch?v=Oep5VcPBRcs
      The Disconnect Between Stocks And Bonds Is Now Critical.

      https://www.youtube.com/watch?v=Mn41HShGBKI
      The Economy, Prepare For Impact.

    • Avatar

      PK

      3. Juni 2017 08:26 at 08:26

      „Wenn ein Superfachmann wie Marc Faber schon lange falsch liegt ( wie viele andere) ist das eigentliche der Beweis dass die Notenbanken die Märkte total verzerrt haben“

      ja, aber wenn er so ein toller Fachmann ist, wieso hat er dann den Einfluss der Notenbanken nicht richtig antizipiert ?
      Was nützt einem die Erkenntnis, daß man ja ohne die Notenbanken recht gehabt hätte ? Die Aktionen der Notenbanken sind mit ganz weitem Abstand DER dominierende Faktor in diesem Spiel, aber warum kommen sich alle Leute so unglaublich clever vor, die gegen den Markt wetten mit der Aussage, ohne die Notenbanken hätte ich aber recht ??

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    Martin

    2. Juni 2017 21:09 at 21:09

    George Soros setzt auf fallend, und hat wie ich, schon reichlich geblutet. Der Typ ist aber nicht schlecht. Letztes Jahr ist er bei 1370 $ auf Gold short gegangen. Ich dachte mir nichts dabei und blieb long. Er hatte Recht.

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    Beobachter

    3. Juni 2017 07:18 at 07:18

    Was eben ein normales 08/15 Hirn nicht versteht, damit meine ich mich.Die Krise 2008 entstand weil in USA die
    Immobilien mit zu viel Kreditkäufen aufgeblasen wurden bis es knallte.Immerhin geht eine Immokorrektur langsamer vor sich dauert aber länger.( ca. – 30% in 4Jahren) Um solches zu verhindern hat der Staat Regulierungen gemacht u.man hat gesagt,dass solches nie mehr passieren dürfe.JETZT KOMMT FÜR MICH DAS UNVERSTÄNDLICHE.- JETZT PUMPEN DIE STAATEN MIT HILFE DER NOTENBANKEN AKTIEN,ANLEIHEN UND NATÜRLICH AUCH WIEDER IMMOBILIEN AUF .
    Der Widerspruch ist, dass man mit Regiulierungen nach 2008 verhindern wollte,was man aber ausdrücklich selber wieder machte,nämlich HOCHPUMPEN VON ANLEIHEN U.AKTIENKURSEN!
    Das Ziel dass durch höhere Aktienkurse ein Scheinreichtum entsteht u.die Wirtschaft ankurbelt ist aber fehlgeschlagen,im Gegenteil, es ist sogar eine grosse Umverteilung von Gläubigern zu Schuldnern entstanden.Dass die höheren Immopreise noch nicht auf die Teuerung schlägt ist für mich unverständlich.
    Ich u.viele andere verstehen diesen widersprüchlichen Wahnsinn nicht u.denken ,dass diese Kamikaze-Notenbankpolitik bald enden muss.
    Diejenigen die meinen es könne immer so weiter gehen u. kritische ( bärische) Leute verhöhnen kann ich leider nur als sehr naiv bezeichnen, auch wenn sie noch eine gewisse Zeit recht haben sollten!

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      Gerd

      4. Juni 2017 12:56 at 12:56

      @Beobachter:
      „Die Krise 2008 entstand weil in USA die
      Immobilien mit zu viel Kreditkäufen aufgeblasen wurden…“
      M.E. entstand die eigentliche Krise nur, weil Hypothekenkredite zu handelbaren „Paketen“ gebündelt wurden und betrügerisch als viel werthaltiger dargestellt wurden, als das, was in ihnen steckte. Erst das brachte im Verlauf den Stein ins rollen.
      Ohne dem wäre Lehmann nicht eingeknickt. Es hätte lediglich eine hohe Kreditausfallrate im Bankwesen gegeben, meinetwegen auch mit vielen Zwangsversteigerungen – aber das wäre es gewesen.
      Schlimm für die Hausbesitzer, zumal die Immobilien, weil sie zum Wohnen gebraucht werden, heute wieder den selben Wert haben wie vor der Krise – aber kein Problem für das Finanzsystem.

      Beobachter:
      „…, es ist sogar eine grosse Umverteilung von Gläubigern zu Schuldnern entstanden.“
      ?
      Ob das so stimmt, dazu sag ich mal nix, weil ich nicht weiß, wen sie als Schuldner und wen als Gläubiger ansehen.
      Es heißt aber, dass die Reichen, die Millionäre und Milliardäre nach der Finanzkrise sogar noch reicher geworden sind.

      Beobachter:
      „JETZT PUMPEN DIE STAATEN MIT HILFE DER NOTENBANKEN …NATÜRLICH AUCH WIEDER IMMOBILIEN AUF“
      M.E. wird durch das billige Geld der Notenbank der Bau neuer Wohnungen überhaupt erst möglich: Und das dämpft sogar sowohl den Preisanstieg der Immobilien als auch der Mieten. Also, das Gegenteil von Aufpumpen. Der Anstieg in Deutschland hingegen wird hervorgerufen durch den Zuzug von Millionen Menschen, die natürlich auch eine Wohnung haben wollen. Und wenn etwas dringend benötigt wird (Wohnungen), darf man auch erst recht nicht von einer Preisblase sprechen. Anders als ggf. bei alten Gemälden oder Wein, was kein Mensch wirklich braucht.

      Beobachter:
      „Dass die höheren Immopreise noch nicht auf die Teuerung schlägt ist für mich unverständlich.“

      Dass die gestiegenen Mieten (nicht die Immopreise) sich nicht stärker auswirken, wundert mich zwar auch. Aber bitte bedenken Sie, dass die ganz großen Preissprünge zunächst „nur“ bei Neuvermietung zum Tragen kamen.
      (Ob die nicht öffentlich inserierten Erhöhungen bei Altverträgen überhaupt berücksichtigt werden können, da ja nicht bekannt, weiß ich nicht).
      Zudem ist knapp die Hälfte der Bevölkerung nicht von Mietsteigerungen betroffen, da sie in Eigentum lebt. Denen ist Wohnungsknappheit nicht nur egal, die freuen sich sogar wegen der Wertsteigerung darüber. Wie sowas in der Statistik berücksichtigt wird, weiß ich auch nicht. Aber evtl. drückt das Statistikamt auf diese Weise sogar die Höhe der Mietsteigerung nach unten – indem sie die Erhöhung ebenfalls nur zu gut der Hälfte berücksichtigt (wäre nicht korrekt, ich weiß).

      Beobachter:
      „Diejenigen die…kritische ( bärische) Leute verhöhnen…“
      „Verhöhnen“, empfinden Sie das so?
      Ok., ich empfinde es eher andersherum, nämlich dass die Nichtbären „verhöhnt“ werden.
      Nun gut, dann ist es 1:1 ausgeglichen.
      (wobei ich persönlich ja ein Fabelwesen bin, sowohl Bulle als auch Bär. Ich fühle mich also jedesmal verhöhnt – oder auch eben nicht)

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    PK

    3. Juni 2017 08:23 at 08:23

    Das einzig Wahre an Fabers Analyse ist seine Aussage, daß wir überall eine Blase haben. Dies schließt aber Cash eben ein. Die Zentralbanken haben jegliche Zurückhaltung fallen lassen, dies in jeder benötigten Menge nachzudrucken und – was noch viel wichtiger ist – es wird scheinbar vom Markt ohne Vertrauensverlust akzeptiert.
    Und was einfach einige noch nicht begriffen haben ist die Tatsache, daß alle anderen Assets in genau diesen Währungen gemessen werden.
    Wenn ich den Wert dieser Messgröße verringere, muss zwangsläufig alles steigen, das hat mit einem reellen Vermögenszuwachs nicht viel zu tun. Gleichzeitig erleben wir nur deshalb keine Inflation in den Gütern des täglichen Bedarfs, weil eben die Automatisierung immer weiter zu einer Produktivitätssteigerung führt.
    Und in dieser Situation ist die absolut schlechteste Anlageform eben Cash oder Staatsanleihen. Die Zusammenhänge sind an sich recht einfach.
    Und Faber liegt nicht seit Monaten falsch, er liegt seit 9 Jahren falsch.
    Es ist erstaunlich, daß hier zum Teil den Leuten mehr Respekt entgegengebracht wird, die nachweislich seit Jahren gegen den Markt spekulieren (weil sie ja sooo schlau sind und ja theoretisch doch recht haben) als gegenüber den „Schafen“ und „Pavloschen Hunden“, die in dieser Situation die Kohle machen weil sie ein paar ganz einfache Sachen begriffen haben.

  9. Avatar

    Beobachter

    3. Juni 2017 11:50 at 11:50

    @PK ,welche Widersprüche, 1.Sie geben zu,dass es Blasen gibt,wie jedes Kind weiss,BLASEN PLATZEN IMMER
    2.Meines Wissens steigt in USA die Produktivität nicht mehr
    3.Wenn Sie ein gewisses Vermögen haben u.dies gemäss Ihrer Gesinnung fast alles in Aktien haben,dann werden Sie dann bald der so Schlaue sein.
    4.Derjenige der nach der längsten u.grössten Hausse aller Zeiten eher auf eine Korrektur als auf weiter höhere Kurse setzt ist nach Ihrer Meinung der Abnormale.
    5.Auch Wenn Marc Faber (noch) nicht recht hat finde ich seine Analysen interessant u.nachvollziehbar.Ihre Super Analyse ist natürlich einfacher u.bis jetzt richtig. d.h.
    NEUSTE BÖRSENREGEL VON P.K. = AKTIEN DIE DURCH NOTENBANKGELDSCHWEMME 8 Jahre gestiegen sind, werden weiter nur steigen!
    Übrigens möchte ich Ihnen sagen ,dass Sie die obgenannte Theorie auf eine arrogante Art vertreten.

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      PK

      3. Juni 2017 12:58 at 12:58

      einfach mal akzeptieren, daß Cash und Anleihen auch eine Anlage ist, die mit entsprechend Risiko versehen ist und – wie die Geschichte zeigt – sich schnell in Rauch auflösen kann.
      In diesem Abwertungswettlauf der Währungen und Gelddruckorgien halte ich dann doch lieber andere Assets.
      Sie sprechen selber von einer Notenbankgeldschwemme, was im Prinzip ja zutreffend ist, und halten offenbar also lieber genau dieses Geld, was gerade in beliebiger Menge nachgedruckt wird ??
      Es ist sicher so, daß Aktien bei einem Vertrauenscrash in die Währungen ebenfalls stark leiden werden, aber wenn sich der Rauch verzogen hat, wird man am Ende mit mehr dastehen als mit Doller oder Euro am Konto für die man sich nichts mehr kaufen kann.
      Ist doch alles nicht so kompliziert, oder doch ?

  10. Avatar

    Beobachter

    3. Juni 2017 16:11 at 16:11

    @PK Ich kann nicht glauben,dass Sie so dumm sind wie Sie schreiben, IHRE SOGENANNT SICHEREN AKTIEN SIND AUCH IN IRGENDEINER WÄHRUNG,also d.h.doppelter Verlust,nicht zu glauben, ich glaube Sie müssen es wirklich erleben bis Sie es glauben.

    • Avatar

      PK

      3. Juni 2017 18:04 at 18:04

      ach Beobachter, wie erklär ich es nur, daß es für Ihren Intellekt begreiflich wird ?
      Der Dax wird in Euro notiert. Was passiert, wenn ich auf einmal eine Verdoppelung der Euro-Menge vornehme ? Also jeder bekommt für einen Euro den er einfliefert, auf einmal 2 Euro ?
      Würde sich dann der Dax oder andere Werte (Gold, Immos) halbieren oder verdoppeln ?
      Es ist fast tragisch komisch, daß die typischen Crashpropheten die Blase am Aktienmarkt mit gedrucktem Geld erklären (soweit OK) und gleichzeitig genau das für eine sichere Anlage halten, was von den Notenbanken in beliebiger Menge nachgedruckt wird.

      Noch ein ganz einfaches historisches Beispiel:
      Was war in der Weimarer Zeit mehr wert nach der Hyperinflation ?
      Eine Reichsmark oder ein vor der Hyperinflation erworbener Aktienkorb ?
      Kleine Nachhilfe:
      Der Aktienindex stieg 1923 um sagenhafte 299.409.865.171%.
      Wahrscheinlich wäre er damals von Ihnen geshortet worden, wenn es Sie und Puts bereits gegeben hätte. Und Sie hätten verzweifelt versucht zu verstehen, wie es sein kann, daß sich in einem so desaströsen wirtschaftlichen Umfeld der Aktienindex alle 3 Tage verdoppelt.
      Real waren Aktien damals sicher keine gute Anlage (Immos aber auch nicht wegen der dann folgenden Steuern), aber es war ALLES besser als Cash oder Anleihen.
      Während Aktien ein paar Jahre nach der Hyperinflation wieder Real auf alte Werte stiegen, hatten die Besitzer von Bargeld oder Anleihen alles verloren.

  11. Avatar

    Gerd

    4. Juni 2017 11:52 at 11:52

    @PK
    Dass ein einzelner Mensch die Sache jeweils so trefflich analysieren kann wie Sie, bewundere ich ja schon seit langem. Jetzt das ist auch wieder Extraklasse. Habe ich noch nie gehört – und Sie haben Recht:

    Ich sags mal das für mich Neue mit meinen einfachen Worten:
    Die EZB „druckt“ unendlich CASH, überflutet die Welt mit mit CASH. Sie druckt hingegen keine Aktien, erst recht keine Fabriken, Autos oder Chemie/Pharma/Maschinen/Elektronik-Produkte. (Sie druckt auch kein Gold). Das alles wird nicht mehr – nur CASH wird mehr.

    CASH ist demnach die Mutter aller Blasen, das immer größer werdende Cashvolumen. Und es vollzieht sich gerade ein Cash-Crash – in Salamitaktik. Und das erweckt natürlich den Anschein, als würde alles drumherum (um den Cash) immer höher bewertet. Aus dem Weltall betrachtet, könnte Einstein es genauso gut andersherum sehen. Alles bleibt konstant, nur Cash verliert an Wert.

    Aber PK, ich fürchte, Ihre Erklärung, ebenso wie Ihre ausgesprochen klugen Kommentare der Vergangenheit, mögen hier eh nur sehr wenige hören. Und obwohl Sie ja bis vor kurzem die ganze Zeit über long waren, behaupten Sie nirgends, dass es weiter aufwärts gehen m u s s oder nie mehr fallen k a n n . (Ich übrigens auch nicht. Meine einzige schwache Ausrede, warum ich mich blöderweise immer noch nicht von meiner Short-Seitensprung-Affaire verabschiedet habe).

    Die meisten Leser auf dieser Seite ziehen es offensichtlich vor, Propheten zu huldigen, die schon jahrelang einen Crash am Aktienmarkt vorhersagen. Klar, der wird auch mal wieder kommen. Wenn nicht gestern und heute, dann morgen oder aber wenigstens noch in diesem Jahrzehnt. Oder aber ganz bestimmt noch in diesem Jahrhundert.
    Und sollte der DAX dann ggf. mal bei 15000 stehen und um 20-25% nach unten rauschen, wird man Gurus wie Herrn Faber mit Lobeshymnen bedenken. Obwohl der DAX selbst bei 11000 dann auch nur auf einem Niveau aufgeschlagen sein würde, was im letzten Jahr von den Bären auch schon als maßlos überteuert eingestuft wurde. Und diejenigen, welche seit Herbst 2016 short sind (im DAX oder DOW), wären damit trotzdem noch nicht aus dem Schneider. Siehe zum Beispiel @Ines Berger, die seit 19500 im Dow short ist (1. Kommentar auf dieser Seite)

    (Etwas) off topic:
    Hier Wetter-Crash. Temperatur um 50% abgestürzt. Gestern noch 30 heute 15Grad. PLUS wohlgemerkt. Ich wage die Vorhersage, dass wir auch noch die 15Grad MINUS sehen werden. Wenn nicht heute oder Morgen, dann aber noch in diesem Jahrzehnt. Aber ganz bestimmt noch mal in diesem Jahrhundert.
    Ich als Wetter-Crash-Prophet empfehle deshalb dringend:
    auch jetzt schon Finger weg von Sonnenschirmen und Badehosen. Am besten sofort dicke Handschuhe und Wollsocken kaufen. Aber aufpassen, dass diese nicht bereits wertlos verfallen sind, wenn es soweit ist. Wegen Mottenfraß.

  12. Avatar

    Wolfgang M.

    4. Juni 2017 16:11 at 16:11

    @PK
    Wenngleich ich mit der Tonalität seiner Kommentare nicht immer einverstanden bin, möchte ich Ihm bezüglich seiner Äußerungen zur Sicherheit von Cash und Anleihen im „worst case-Szenario“ Recht geben. Klar, verlieren Aktien im Crash gewaltig, aber mit Cash ist man in bestimmten Lagen auch nicht sicher. Beispiel: Die Deutsche Bank (Skandalaktie der letzten Jahre) existiert schon seit 1870 und hat die Hyperinflation und zwei Weltkriege überlebt. Nach dem 2.WK wurde sie in 10 Einzellinstitute zerlegt, den Altaktionären Anteile daran übertragen und in den 1950-ern wurde diese wiederum zusammengelegt. Es ist also etwas übrig geblieben während die Reichsmark und die Anleihen wertlos wurden. Selbst wenn Daimler heute wirtschaftlich den Bach hinunterginge – wieviel Quadratkilometer! Grund und Boden besitzt die Firma mit ihren Werken und Teststrecken in Deutschland? Dieser ist bekanntlich nicht vermehrbar. Will sagen, auch wenn ich an einen heftigen Aktienrückschlag in absehbarer Zeit (aber wann?) glaube, Sachwerte und Immobilien bieten einen nicht zu verachtenden Schutz in Krisenzeiten. Noch ein Beispiel: Nach dem Krieg hat man Immobilienbesitzern Zwangsanleihen auferlegt, aber die Zahlungsbedingungen so gestreckt, dass die Inflation Vieles erledigt hat – zum Nutzen der Eigentümer. Also, wenn Finanzblasen platzen, geht vieles kaputt, Cash bietet aber nicht immer einen ubiquitären Schutz. Sollte man bedenken. Gruß

  13. Avatar

    Immoprofi

    4. Juni 2017 17:31 at 17:31

    @Sabine, Super Kommentare,ich könnte jedes Wort unterschreiben.
    @Gerd u.P.k, beide outen sich als Nichtkenner der Immobranche.
    Haben etwa die Zuwanderer z.B.die Preise in München hochgetrieben,ja. auch aber doch eher die tiefen Hypozinsen, die man sich auch noch fest auf lange Zeit sichern kann
    zu PK, Faber habe den Einfluss der Notenbanken nicht antizipiert ? ? Sie haben ihn anscheinend antizipiert,Bravo
    JEDER WEISS ,DASS DAS EIN NOCH NIE DAGEWESENES EXPERIMENT IST, U.DER AUSGANG IST UNGEWISS .Gewiss die Notenbanken mussten eingreifen, aber dass man jahrelang im Krisenmodus weiterfährt ist eben für Marc Faber u.viele andere unverständlich u.auch nicht voraussehbar. Warum kann dann die Zinspolitik nicht schneller normalisiert werden, ETWAS STIMMT DOCH NICHT? ? Zu Gerd, Die Hypokredite in USA wurden doch erst faul als die Immopreise gefallen sind!
    Zu P.K. der sich anscheinend intellektuel ein bisschen abgehoben fühlt möchte ich nur sagen, dass die letzten Finanzkrisen u.Desaster durch Akademiker verursacht wurden ,während 1970-bis 1990 gesunde Banken mit vielen Nichtakademikern ( Praktikern) aufgebaut wurden.
    Faber ist übrigens beides.

    • Avatar

      PK

      4. Juni 2017 19:59 at 19:59

      Zitat Immoprofi:
      „JEDER WEISS ,DASS DAS EIN NOCH NIE DAGEWESENES EXPERIMENT IST, U.DER AUSGANG IST UNGEWISS .Gewiss die Notenbanken mussten eingreifen, aber dass man jahrelang im Krisenmodus weiterfährt ist eben für Marc Faber u.viele andere unverständlich u.auch nicht voraussehbar. Warum kann dann die Zinspolitik nicht schneller normalisiert werden, ETWAS STIMMT DOCH NICHT? ?“

      Ich finde es absolut naheliegend und vorhersehbar, daß die Notenbanken genau so weiter machen wie bisher. Alles andere würde ich als große Überraschung empfinden.
      Der aktuelle Placebo – Zinserhöhungszyklus wird auch nur im Sande verlaufen. Der erste 10% Rücksetzer in den Märkten wird sofort wieder zum Öffnen der Geldschleusen führen. Wo sollen die Staaten bitte die Steuereinnahmen hernehmen, um wieder Zinsen in der gewohnten Höhe zu entrichten ?
      Was meinen Sie, welcher Druck in der nächsten Krise auf die Notenbanker ausgeübt werden wird die QE Programme fortzuführen, wenn es mal wieder scheppern sollte ?

      Es gibt daher nur 2 Zustände, die wir in diesem Szenario betrachten sollten.
      a) der aktuelle semistabile Zustand hält noch eine Zeitlang an so wie er ist
      b) die fortlaufende direkte Staatsfinanzierung drängt die letzten echten Investoren aus dem Anleihenmarkt und wir erleben einen Vertrauensverlust, Schuldenschnitt, Währungsreform etc. Wann das passiert, kann keiner genau sagen. Irgendwann wird es aber passieren.

      Eine Möglichkeit c), daß die Zinsen wieder auf ein normales Niveau zurückkommen und der Markt für Staatsanleihen tatsächlich wieder frei wird und das Zinsniveau nicht mehr durch die Rückkaufprogramme der Notenbanken sondern durch Angebot/Nachfrage bestimmt wird, wird es nicht mehr geben. Die Büchse der Pandora wurde geöffnet und das ist nicht reversibel.

      und daher sollte man sich Möglichkeit a) und b) anschauen und entsprechend seine Anlageentscheidungen daraus ausrichten.

      Grundsätzlich sollte man als Anleger nicht zu sehr darüber nachdenken, ob man das, was die Notenbanken und Politiker alles so treiben nun gut oder schlecht findet, sondern wie man für sich den maximalen Vorteil (oder zumindest den geringsten Nachteil) daraus generieren kann.

      Ich glaube hier liegt bei vielen einfach ein grundsätzliches Missverständnis vor und
      werde manchmal dein Eindruck nicht los, daß einige anfangen Aktien zu shorten , weil man die Entscheidungen der Notenbanken etc. für dumm etc. hält.

      Faber ist auch nur ein Dinosaurier, der es nicht geschafft hat (hier mag das Alter auch eine Rolle spielen), seine Vorstellung vom Funktionieren der Märkte der QE-Ära anzupassen. Da spielt der verzweifelte Wunsch eine Rolle, die Märkte sollten wieder frei sein und so funktionieren wie vor 20 Jahren als noch alles gut war. Aber es wird nicht wieder so, nicht ohne eine grundsätzliche Währungsreform und Schuldenschnitt.

      Ich persönlich kann ganz langfristig nur empfehlen, mit einer sinnvollen Mischung aus Aktien, Immos und Gold die Planung für die nächsten 2 Jahrzehnte anzugehen. Es wird für alle schmerzhaft werden und mit einem realen Wohlstandsverlust einhergehen, aber mit Sicherheit für die am schlimmsten, die sich bei Cash und Anleihen in Sicherheit wiegen.

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      Wolfgang M.

      4. Juni 2017 21:44 at 21:44

      Hallo Immoprofi,
      als langjähriger Münchner Bürger möchte ich zum Wohnungsproblem ein paar Fakten liefern. München hatte im Jahre 1972 ca. 1,3Mio Einwohner – ungefähr genauso viel wie 2010. Seit 2010 hat M über 160 000 mehr Bewohner bekommen und die 1,5Mio-Grenze überschritten. Die Stadt ist Sitz von 6! Dax-Konzernen, früher gab es sogar noch die Hypo-Vereinsbank. Der Zuwachs hatte hpts. wirtschaftliche Gründe. Die Immobilienpreise stiegen in den letzten 5 Jahren extrem, aber der Anstieg war vorher schon schwindelerregend. Beispiel: Meine Eltern kauften 1972 ein kleines Nachkriegshäuschen mit 800 qm Grund für 120000 DM und verkauften dies vor der Euroeinführung vor der Jahrtausendwende für 1Mio DM, wenn das kein Preisanstieg ist? Hatte auch relativ wenig mit dem Zinsniveau zu tun. Ich kenne viele Münchner, die die Entwicklung gar nicht glauben können, vor allem bei der anfallenden Erbschaftssteuer für ihre Erben in den kommenden Jahren – Schäuble und seinen Nachfolger wirds freuen. Die Entwicklung ist aber nicht nur auf die Stadt beschränkt, sondern betrifft das gesamte Alpenvorland zwischen Chiemsee und Bodensee. Das birgt natürlich eine große Gefahr bei steigenden Zinsen, aber, wie sie selbst sagten, viele haben langlaufende Darlehen. Im Gegensatz zu den Amis brauchen unsere Darlehensnehmer aber 20-30% Eigenkapital. Wie gesagt selbst erlebt, kein Fake. Fazit: Die finanzielle Repression der Notenbanken (für Sparer) als Versuch der Staatsentschuldung hat mittlerweile regional ganz schön heftige Nebenwirkungen. Gruß aus Oberbayern.

  14. Avatar

    Immoprofi

    4. Juni 2017 20:56 at 20:56

    @ P.K Wenn Anleihen fallen, d,h.Zinsen steigen dann werden Anleihen auf tieferem Niveau interessant,dann werden die sogenannten Realwerte Aktien zusammenfallen wie ein Kartenhaus u.Anleihen werden kurzfristig sogar wieder steigen.Ihr Bashing gegen Faber ist nur peinlich ,irgendwann wird der Markt wieder die Zinsen bestimmen u.nicht die Notenbanken! Vielleicht sagen dann die Chinesen wieviel Zins sie auf den US Anleihen wollen u.nicht mehr die FED,wenn sich die Amerikaner immer weiter Verschulden.

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      PK

      4. Juni 2017 23:01 at 23:01

      „,irgendwann wird der Markt wieder die Zinsen bestimmen u.nicht die Notenbanken! “

      eben nicht. Der Moment, wo die Notenbanken nicht mehr die Höhe der Zinsen bestimmen ist der Moment des Kontrollverlustes – wenige Tage/Wochen später kommt zwangsläufig der Kollaps/Schuldenschnitt.

      Aber leider muss ich feststellen, daß es nicht möglich ist, bestimmte Sachverhalte so einfach darzustellen, daß sie für jeden begreiflich werden.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        5. Juni 2017 10:10 at 10:10

        Ja, leider muss man sagen. Wenn die Notenbanken die Zinskontrolle verlieren, kommt der Staatsbankrott mit Währungsschnitt. In den letzten 300 Jahren gab es über 200 Staatsbankrotte – allein Griechenland war 6-mal dabei. Deutschland zweimal im 20. Jahrhundert (deshalb die vererbte Angst der Deutschen vor Inflation). Jetzt versuchen die Notenbanken das Experiment mit finanzieller Repression der Geldvermögenhalter, wie bereits sogar in den Medien zu lesen: 10 Jahre 0%-Zinsen bei gleichzeiter 3%er Inflation bedeutet fast Halbierung der Geldvermögen bei gleichzeitiger Entschuldung der Staaten (bei Wachstum) und dies schleichend. Nebenwirkungen: Verteuerung anderer Assets (Immos, Aktien). Aber, wie Sie Recht haben. Wenn die Notenbanken die Kontrolle verlieren stürzen Aktien und Anleihen ganz schön ab -Cash ist King ist dann aber der schlechteste Rat. Übrigens: Vesucht nicht gerade Goldman Sachs im 800%-Inflationsland Venezuela an Sachwerte zu gelangen? Gruß

        • Avatar

          PK

          5. Juni 2017 17:16 at 17:16

          so ist es.
          Wo wären denn die Zinsen, wenn man den Markt bestimmen lassen würde ?
          Und wo ist das Zinsniveau, ab dem es für viele Staaten aufgrund des hohen Schuldenstandes existenzbedrohend wird ?
          Nur wegen dem absurd niedrigen Zinsniveau können sich die Staaten ja die hohe Verschuldung scheinbar leisten.
          Es ist eben völlig naiv anzunehmen, das Zinsniveau würde sich von selber auf einen angemessenen Wert einpendeln wenn man den Markt freigeben würde. Sobald ein kritischer Punkt of no return überschritten ist, geht es rasend schnell, innerhalb von Tagen/Wochen.
          Denn der Zustand der drohenden Zahlungsunfähigkeit beschleunigt sich ja bei steigenden Zinsen/fallenden Anleihen. Damit wird ein weiterer Zinsaufschlag erforderlich – ein Teufelskreis.

          Die Notenbanken werden also weiter in den Markt eingreifen, bis es eben zum kompletten Kontrollverlust kommt.

          Wir werden noch viele, viele QE sehen und damit einen weiteren Abwertungswettlauf der Währungen.
          Und das absolut schlechteste, was man in diesem Zustand halten kann, sind Anleihen und Cash. Ich glaube, hier bringen sogar die Hardcore Goldfans mehr Verstand auf als ein Faber und seine Fans.

          • Avatar

            columbo

            5. Juni 2017 17:55 at 17:55

            @PK
            bin ganz Ihrer Meinung, nur möchte ich Faber zugute halten, daß er ein Goldfan ist und deshalb Verstand haben muß.

  15. Avatar

    Gerd

    5. Juni 2017 14:31 at 14:31

    @Wolfgang M.
    Interessanter Bericht von Ihnen.

    Das erwähnte Häuschen ist im Zeitraum von rund
    25 Jahren also um etwa 700% teurer geworden. Immobilienblase?
    Obwohl wir in dem Zeitraum zwischen 1972 und dem Jahrtausendwechsel überhaupt keinen durchgeknallten Draghi hatten. Auch keine Minuszinsen. Nicht mal Minizinsen. Ganz im Gegenteil.
    Mitte der Siebziger hatten wir teilweise Renditen von 11 bis 12 Prozent im 10-Jahresbereich. Viele Jahre danach auch gut und gerne 8%. Und bis 1997 immer weit oberhalb von 5%.
    Nach der These, die hier und heute ständig vertreten wird, hätte es solche Preissteigerungen bei den attraktiven Anlagezinsen damals gar nicht geben dürfen. Bzw. die Preise wären demnach, wenn man weiter schlussfolgerte – noch exorbitanter gestiegen, falls damals schon ein Draghi-Typ für Minizinsen gesorgt hätte. Denn man meint ja, dass für die in den letzten Jahren „aufgepumpte“ Blase bei Immobilien und Mieten hauptsächlich Draghis Niedrig-Zinspolitik verantwortlich sei.
    Umgekehrt ist es richtig.
    Wer wollte oder könnte heute noch neu bauen, wenn er Hypothekarkredite mit 5% aufwärts bedienen müsste? Wo ihm dann gleichzeitig gutverzinsliche Sparanlagen angeboten würden.
    Die Lücke zwischen Wohnraumangebot und wachsender Nachfrage würde wegen geringerer Neubauzahlen noch größer und die Mieten müssten noch weiter steigen.

    Von Politik und Medien wird es natürlich falsch dargestellt, um die wohnraumsuchenden Nichtimmobilienbesitzer vom Versagen der Politik abzulenken. Es könnten ja mögliche Wähler sein, denen gemäß Martin Schulz zu wenig Gerechtigkeit widerfahren ist – nach vielen Jahren SPD-Regierungsbeteiligung.
    Wenn dazu obendrein noch auf eine Institution geschimpft werden kann, welche sich Bank nennt, kommt das in den letzten Jahren bei den kleinen Leuten immer besonders gut an. Weil letztlich sind es immer die Banker, die an allem schuld sind, niemals die Politik oder der nach Rendite gierende Anleger selber.

    So schlimm die Draghi-Geldpolitik auch ist – und die Auswirkungen werden wir wahrscheinlich noch mal heftigst zu spüren bekommen – für Wohnungsbrauchende ist sie per saldo ein Segen.

    Sie selbst, Wolfgang M., schreiben richtig: “(Der damalige Preisanstieg) Hatte auch relativ wenig mit dem Zinsniveau zu tun.“
    Ich weiß übrigens woran es damals lag. Aber da die anderen Leser das überhaupt und sowieso immer noch besser wissen als ich, erübrigt sich jede weitere Erklärungshilfe meinerseits.

    Allgemeingültiger Hinweis noch:
    Preisanstiege bei Mieten/Immobilien sind nicht davon abhängig, ob die Zahl der Einwohner einer Stadt tatsächlich ansteigt, sondern es reicht schon, dass immer mehr Menschen alles dafür geben würden/müssen, unbedingt dort wohnen zu können. Bei unterstellt gleichbleibendem Angebot – so dass die Namen auf der „Warteliste“ immer mehr werden.
    Bezogen auf München: Unzählige Pendler oder Familiennachzügler oder wer auch immer wollen unbedingt rein. Ein Rentner verkauft einem Pendler mit hohem Gewinn seine ETW und zieht in den Bayrischen Wald. Ergebnis: Preis wegen hoher Nachfrage gestiegen – Einwohnerzahl aber gleichgeblieben.

    Am Aktienmarkt ähnlich. Die Anzahl der Aktionäre muss trotz gestiegener Kurse in den zurückliegenden Monaten nicht zugenommen haben. Es reicht, wenn die neuen Käufer willens sind, mehr zu zahlen als ihre Vorgänger.

  16. Avatar

    Gerd

    5. Juni 2017 14:34 at 14:34

    Hinweis: erst ging der Kommentar nicht rein – dann ist er plötzlich doppelt drin

  17. Avatar

    Tierschützer

    6. Juni 2017 06:18 at 06:18

    @An alle Verbündeten Cash u.Faber Gegner,
    Wenn nächstens eine ganz normale Aktienkorrektur von 10 -20% kommt, wird man mit Cash gar nichts verlieren,während Anleihen kurzfristig sogar steigen würden wie meistens bei grösseren Baissen.
    Hier noch ein Witz für alle grimmigen Faber Gegner.
    Die Notenbanken werden vom Tierschutz angeklagt weil sie versuchen alle SCHWARZEN SCHWÄNE auszurotten.

  18. Avatar

    Beobachter

    6. Juni 2017 07:31 at 07:31

    @Gerd, der selbsternannte Immokenner will den Leuten weismachen,dass Preissteigerungen der Immos nichts mit den tiefen Zinsen zu tun hat.Immos sind sehr hoch fremdfinanziert, kaufen kostet auch bei hohen Preisen viel weniger als mieten, eigentlich müssten alle die teuer mieten kaufen,die Banken bremsen die Käufer weil sie eine Immoblase befürchten, sie werden aber nicht müde den Leuten hochbewertete Aktien anzudrehen.
    Frage,warum sind die Immopreise in USA wieder auf dem sogenannte hohen Niveau wie vor der Immokrise ?Anderseits sagt er die Nachfrage sei wichtig, klar, könnte ja sein dass die Nachfrage steigt ,wenn die Hypokosten viel tiefer sind als vor 4-5 Jahren u.die Mietkosten steigen.
    Ich habe 30 Jahre Erfahrung im Immobereich u.profitiere sehr stark von dieser Geldschwemme u.finde es trotzdem falsch, übrigens habe ich meine Immos in den 90 er Jahren günstiger in einer Hochzinsphase gekauft.
    Damals gab es ein Oberguru der sagte .ANLEIHEN DAMALS CA.7% Rendite seien das beste, IMMOBILIEN KÖNNE MAN AUF JAHRZEHNTE VERGESSEN WEIL ZINSEN NIE MEHR TIEF WERDEN.
    Erinnert mich sehr an die Oberlehrer von heute die sagen,Zinse können fast nie mehr steigen.Eigene Erfahrung ist halt doch das beste.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      6. Juni 2017 09:18 at 09:18

      Hallo Beobachter
      fairerweise muss man aber auch feststellen, dass sich
      tausende junge Familien hierzulande kein Eigentum leisten können, weil sie die 30% Eigenkapital nicht aufbringen können -(das im Zuge des Booms auch stark gestiegen ist)! Ganz im Gegensatz zu den Suprime-Krediten in den USA bis 2006, wo selbst Arbeitslosen Häuser zu 100% finanziert wurden. Im Vergleich dazu ist die Blase in D gerade mal ein Bläschen. Gruß

    • Avatar

      Wolfgang M.

      6. Juni 2017 09:32 at 09:32

      Hallo Beobachter,
      noch eine Bemerkung zu dem „Andrehen überteuerter Aktien“. Wie allseits bekannt, besitzen nicht mal 10% der Bundesbürger Aktien, eine der niedrigsten Aktienquoten der Industrieländer. Über die Hälfte des Dax liegt in ausländischen Händen. Allein der US-Riese Blackrock verwaltet schon bald soviel Anteile an Dax-Firmen wie die Einheimischen. Wie bereits erwähnt, ich erwarte nach dem starken 1. Halbjahr im Sommer auch eine heftige Dax-Korrektur. Mehr erst bei einer möglichen Rezession. Gruß

      • Avatar

        PK

        6. Juni 2017 10:10 at 10:10

        Blackrock ist da schwer zu bewerten, weil wiederum viele Deutsche in seine ETFs investiert sind. Daher sind diese Statistiken mit Vorsicht zu geniessen.

        • Avatar

          Wolfgang M.

          6. Juni 2017 12:22 at 12:22

          Klar, aber mir ging es primär um die deutsche Aktienkultur und das Festhalten an den Magerzinskonten. Es gibt auch noch Comstage und dB XTrackers, die stark im ETF-Markt engagiert sind. Habe erst kürzlich ein Buch über BlackRock gelesen (von einer deutschen Journalistin, Heike Buchter, die jahrelang über die Marktmacht des Finanzgiganten recherchiert hat) und da war die Beteiligung von BlackRock 2014 im Dax schon sehr hoch. Gruß

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Veröffentlicht

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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