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Crash in Istanbul nach Erdogans Niederlage

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Durch das schwache Abschneiden der Erdogan-Partei AKP bei den gestrigen Wahlen hat sich die Unsicherheit für die Zukunft der Türkei massiv erhöht. Die AKP braucht einen Koalitionspartner, hat jedoch praktisch keinen potentiellen Partner, baldige Neuwahlen sind möglich.

Erdogan
Der Wahlverlierer Erdogan
Foto: Prime Minister Office / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

In der Türkei kommen damit zwei destablisierende Faktoren zusammen: die Scheinblüte, ausgelöst durch eine Pump-Wirtschaft (selbst kleine Käufe erfolgen in der Türkei in der Regel auf Kredit mit Ratenzahlungen, der sogenannte „taksit„), die nun in sich zusammenfällt: der Konsum sinkt, die Verbraucherstimmung so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr, die Investitionen gehen stark zurück, die Banken vergeben nicht mehr annähernd so großzügig Kredite wie zuvor. Die Türken sind über die Maßen verschuldet, türkische Unternehmen haben meist Dollar-Kredite aufgenommen und geraten immer mehr unter Druck, weil die türkische Lira zum US-Dollar stark an Wert verloren hat (womit die faktische Verschuldung steigt), die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei 11% (faktisch sicher höher). Dass Erdogans AKP viele Stimmen verloren hat, ist auch eine Folge der ökonomischen Lage.

Das einzige, was noch lief, waren staatliche Investitionen, meist für Erdogans größenwahnsinnige Projekte. Aber auch damit könnte bald Schluß sein – Profiteure von Groß-Projekten wie dem derzeit entstehenden, völlig überdimensionierten Großflughafen in Istanbul sind vor allem Bauunternehmen, die mit Erdogan kungeln. All das wird nun schwieriger, wenn die Mehrheiten für Erdogan bröckeln, die AKP nicht mehr das alleinige Sagen haben wird.

Der Aktienmarkt in Istanbul crasht heute kurz nach Eröffnung über 8%. Die türkische Lira ist im freien Fall zum US-Dollar und fällt auf ein neues Allzeittief:

usdtry

Die Türkei ist eine Gesellschaft vor dem ökonomischen und politischen Crash. Das wird – aufgrund der Deutsch-Türken – auch an Deutschland nicht spurlos vorübergehen. Die Türkei könnte darüber hinaus der erste Dominostein sein, dessen Fall Auftakt eines Crashes der Schwellenländer insgesamt sein wird..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Big Tech mit „enttäuschend guten Ergebnissen“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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