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Dänemark mit historischem Finanzereignis: Unabhängig und nicht mehr erpressbar?

Es ist heute der finanzielle Hingucker. Dänemark feiert heute ein finanziell gesehen historisches Ereignis. Zum ersten mal seit dem Jahr 1834 (also satte 183 Jahre) hat der dänische Staat keine Schulden mehr in…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist heute der finanzielle Hingucker. Dänemark feiert heute ein finanziell gesehen historisches Ereignis. Zum ersten mal seit dem Jahr 1834 (also satte 183 Jahre) hat der dänische Staat keine Schulden mehr in Fremdwährungen! Das ist wirklich eine bedeutende Sache. Dänemark ist zwar in der EU, aber nicht Teil der Eurozone. Auch wenn man seine dänische Krone de facto an den Euro gekoppelt hat, besitzt man dennoch eine eigene Währung mit unabhängiger Zentralbank. Also hat man auch eine Notenpresse, die die dänische Zentralbank ganz eigenständig anschmeißen kann, wenn es nötig sein sollte. Auch die Koppelung an den Euro kann man notfalls aufheben. Wenn man nun in eine Wirtschaftskrise gerät (siehe Island während der Finanzkrise), und große Spekulanten mit viel Cash drücken die Krone extrem stark nach unten, würden damit dänische Schulden in Euro oder in US-Dollar dramatisch im Volumen steigen.

Denn der dänische Staat müsste deutlich mehr Kronen aufbringen um die teurer gewordenen ausländischen Devisen zu kaufen für den Schuldendienst. Da man aber jetzt gar keine Schulden mehr in fremder Währung hat, kann man als relativ kleines Land kein Desaster wie Island oder andere kleine Länder mehr erleben. Und dank der eigenen Notenbank kann man unabhängig von Brüssel oder Frankfurt (EZB) immer frische Kronen drucken. Damit könnte die Zentralbank theoretisch immer die dänischen Staatsschulden aufkaufen, womit das Land rein finanztheoretisch unabhängig und nicht mehr richtig erpressbar durch Spekulanten ist!

Heute hat der dänische Staat seinen letzten Fremdwährungskredit über 1,5 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Die dänische Zentralbank weist (damit es keine Mißverständnisse gibt!) darauf hin, dass Dänemark als Staat natürlich weiter Schulden hat. Diese würden aber nun ausschließlich in landeseigenen Kronen aufgenommen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, so meinen wir zumindest: 50 Prozent dieser Schulden werden gehalten von dänischen Versicherungen und Pensionskassen. Damit ist das staatliche Schuldenwesen in Dänemark ähnlich unantastbar wie das in Japan, wo vor allem Japaner selbst die Schulden kaufen!

In der folgenden Grafik sind seit 1834 verschiedene historische Ereignisse eingezeichnet, sowie der Verlauf der Höhe der dänischen Schulden in Fremdwährungen in Relation zum dänischen Bruttoinlandsprodukt. Der erste Fremdwährungskredit wurde durch Dänemark im jahr 1757 aufgenommen in Hamburg und Amsterdam. Bis 1834 gibt es aber Lücken in den Aufzeichnungen, weshalb man erst ab dann mit dieser Statistik begonnen hat. In der Grafik hat die dänische Zentralbank wichtiger Ereignisse eingezeichnet, weswegen man zu bestimmten Zeiten Anstiege bei der Verschuldung im Ausland hatte, wozu Kriegskosten, Währungskrisen oder der Eisenbahnbau zählten.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Meschkat

    20. März 2017 19:32 at 19:32

    cool

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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