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Daimer + SAP: Gute Zahlen und gute Aussichten

Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten dieser Tage. Heute früh haben Daimler sowie SAP Zahlen gemeldet. Bei Daimler geht alles rauf im Vergleich zum Vorjahresquartal…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten dieser Tage. Heute früh haben Daimler sowie SAP Zahlen gemeldet. Bei Daimler geht alles rauf im Vergleich zum Vorjahresquartal (rot umrandet). Anzahl der verkauften Fahrzeuge +5%, Umsatz +4%, Nettogewinn +13%. Liest man Daimlers Bericht von heute früh, gibt es sogar in China gar keine Krise! Zitat:

„Die weltweite Pkw-Nachfrage bewegte sich im dritten Quartal weiterhin auf ihrem Expansionspfad. Ausschlaggebend für das weltweite Plus waren vor allem die anhaltend günstigen Marktentwicklungen in China und in Westeuropa. Die Nachfrage in China profitierte neben etwas günstigeren wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen auch weiterhin von Steuervergünstigungen für den Kauf kleiner Pkw. Gemessen am bisherigen Jahresverlauf gewann der Markt weiter an Dynamik und übertraf das Vorjahresniveau deutlich zweistellig. Die Erholung der PkwNachfrage in Westeuropa setzte sich fort.“

Dank eines BIP von +6,5% (Daimler nimmt die offizilellen China-Daten also als wahr hin) sei in China alles gut! Auch die Aussichten für Daimler insgesamt sehen wohl gut aus, Zitat:

„Nach den absatzstarken ersten drei Quartalen für MercedesBenz Cars wollen wir auch im vierten Quartal weiter wachsen und damit unseren Absatz im Gesamtjahr 2016 deutlich steigern. Dazu wird die erfolgreich angelaufene E-Klasse Limousine ebenso beitragen wie das neue E-Klasse T-Modell, dessen Auslieferung in Europa im Oktober beginnt. Für steigende Verkaufszahlen wird zudem die Markteinführung des GLC Coupé in den USA sorgen – ein Modell ohne direkten Vorgänger im Portfolio. Der Mercedes-AMG GT R sowie der Mercedes-AMG GT Roadster als offene Variante haben Ende des Jahres ihren Verkaufsstart. Den Abschluss der Modelloffensive bildet in diesem Jahr im Dezember die Markteinführung des neuen smart fortwo Coupé  electric drive in den USA.“

daimler
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SAP

SAP legte für das Q3 im Vergleich zum Vorjhar ein Umsatzplus von 8% hin, während der Gewinn um 9% zurückgeht. Davon sollte man sich in diesem Fall aber nicht täuschen lassen, da 300 Millionen Euro für aktienbasierte Gehaltsbestandteile ausgegeben wurden, die aufgrund des höheren Aktienkurses anfielen. Trotz Abfindungen für 3.000 entlassene Mitarbeiter im letzten Jahr stieg die gesamte Belegschaft im letzten Jahr um mehr als 7.000 auf 82.426 Mitarbeiter. Laut SAP sei man sehr optimistisch für das Geschäft, und hebt seine Umsatz- und Gewinnerwartungen an. Alle Kennzahlen beim Ausblick würden am oberen Ende der Bandbreite tendieren, so SAP. Das vierte Quartal werde dank voller Auftragsbücher stark ausfallen. Für den bereinigten operativen Gewinn erwartet SAP im Gesamtjahr von 6,5-6,7 Milliarden Euro nach 6,35 in 2015.

sap
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Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Martin

    21. Oktober 2016 11:00 at 11:00

    Daimlers Umsatzausblick wurde für den weiteren Jahresverlauf lt. einem Presseartikel allerdings von „leicht steigern“ auf „etwa auf Vorjahresniveau“ zurückgenommen. Das trägt vielleicht zu dem etwas unschönen Rücksetzer bei der Aktie bei (aktuell -3%).

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Aktien

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Aktien

Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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