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Daimler AG: Mit gezogener Handbremse in die Zukunft!

Eine Analyse von Henrik Becker

In meiner letzten Betrachtung (Abb. 1) für Daimler, vom Januar 2014, hatte ich den Anstieg bis ca. 90 €, für den Zeitraum bis Ende 2015, prognostiziert. Im Anschluß daran sollte sich eine größere Korrektur einstellen, welche meiner damaligen Sichtweise folgend, Welle (2) und damit Teil eines sehr langen Aufwärtstrends darstellen sollte. Der obere Chart stammt aus der damaligen Publikation und zeigt, daß die Aktie die Erwartungen fast vollumfänglich erfüllt hat.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern)

Wie die Abbildungen 2 und 3 zeigen, hat sich in der Zwischenzeit meine Lesart dahingehend verändert, daß ich nun Daimler nicht mehr in einem langen Aufwärtstrend sehe. Aktuell sehe ich die Aktie in einer seit 2009 währenden Korrektur, deren Abschluß noch nicht einmal ansatzweise zu erkennen ist. Kurzfristig kann sich im Verlauf dieser Bewegung (grüne 2) durchaus noch ein Anstieg bis 74 €, maximal 85 €, einstellen.

Diese Bewegung verkörpert Welle (2) einer fünfteiligen (1-2-3-4-5; Abb. 3) abwärtsgerichteten Impulswelle und wird aller Voraussicht nach durch ein Triangle (A-B-C-D-E; Abb. 2) ausgebildet. Das oberhalb liegende Zeitlineal zeigt als möglichen Zeitraum für den Abschluß des Triangels Mitte 2018 an. Wesentlich zeitiger ist, meiner Ansicht nach, nicht davon auszugehen.

Die sich an (2) anschließende (3) setzt den Wert noch einmal deutlich unter Druck. Das idealtypische Ziel einer „3“ liegt auf dem 1.62 Retracement und wird in aller Regel mit einer sehr dynamischen Bewegung erreicht. Das im 3. Chart dargestellte Zeitlineal zeigt auf, das mit dem Abschluß von (3) erst für Anfang der kommenden Dekade zu rechnen ist.
Anzeichen, deren Interpretationen auf eine nachhaltige Verbesserung der Ausgangslage hindeuten würden, kann ich dem Chartverlauf momentan nicht ablesen. Selbst ein signifikantes Überschreiten des 0.76-Widerstandes würde dies nicht bewirken können.

Fazit:

Daimler befindet sich seit fast 20 Jahren in einer Korrekturphase, deren Abschluß für den absehbaren Zeitraum nicht zu erwarten ist. Kurzfristig kann von weiter steigenden Notierungen, maximal bis in den 80 € Bereich, ausgegangen werden. Aus großer Höhe betrachtet wird sich die Aktie erneutem Verkaufsdruck beugen und bedingt dadurch wieder in den Bereich des Tiefs aus dem Jahr 2009 fallen. Eine crashartige Performance erwarte ich indes nicht, vielmehr wird der beachtliche temporäre Rahmen der beschriebenen Bewegung, für einen geordneten Rückzug einstehen.

Mehr von Henrik Becker unter https://neo-wave.de



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1 Kommentar

  1. Die haben durch ihre jahrzehntelange Arroganz die Zukunft verschlafen.

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