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Daimler-Quartalszahlen: 1,2 Milliarden Euro Verlust

Claudio Kummerfeld

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am

Die Daimler-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 42,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 40,76). Der Verlust (!) liegt bei 1,24 Milliarden Euro (Vorjahresquartal +1,83)

Die Aktie notiert vorbörslich mit -0,8%.

Warum das Ergebnis so mies ist? Dazu Daimler im Wortlaut:

Im zweiten Quartal 2019 hatten insbesondere Aufwendungen aus einer Neueinschätzung von Risiken im Zusammenhang mit laufenden behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge sowie eine aktualisierte Risikobewertung für einen erweiterten Rückruf von
Takata-Airbags vor allem in den Geschäftsfeldern MercedesBenz Cars und Mercedes-Benz Vans maßgeblichen Einfluss auf den starken Ergebnisrückgang. Zusätzlich belasteten Aufwendungen im Rahmen der Überprüfung und Priorisierung des Produktportfolios im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans das Ergebnis. Dagegen konnten die Geschäftsfelder Daimler Trucks und Daimler Buses das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal insbesondere aufgrund des Absatzanstiegs deutlich steigern. Auch im Geschäftsfeld Daimler Financial Services lag das EBIT deutlich über dem des Vorjahresquartals, da das Ergebnis im zweiten Quartal 2018 durch die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren negativ beeinflusst war. Rückläufige Abzinsungsfaktoren belasteten das Ergebnis. Wechselkurseffekte wirkten sich im Saldo negativ auf das operative Ergebnis aus.

Die Aussichten für das Gesamtjahr hier im Wortlaut von Daimler:

Auf der Basis der von uns erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen unserer Geschäftsfelder gehen wir nun davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2019 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen wird. Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2019 folgende Renditeerwartungen:
– Mercedes-Benz Cars: Umsatzrendite 3 % bis 5 %
– Daimler Trucks: Umsatzrendite 7 % bis 9 %
– Mercedes-Benz Vans: Umsatzrendite -15 % bis -17 %
– Daimler Buses: Umsatzrendite 5 % bis 7 %
– Daimler Financial Services: Eigenkapitalrendite 17 % bis 19 %

Der Absatz ist rückläufig, siehe hier:

Auszugsweise hier von Daimler ein Kommentar zum Automarkt:

Die Abschwächung des weltweiten Pkw-Marktes setzte sich im zweiten Quartal fort. Die weltweite Nachfrage bewegte sich weiterhin leicht unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend dafür war erneut vor allem der chinesische Markt, der auch im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang verzeichnete. Der europäische Markt lag leicht unter dem Vorjahreswert. Dabei verfehlten die Verkäufe in Westeuropa das Vorjahresniveau ebenfalls leicht. In Deutschland lag die Nachfrage in der Größenordnung des Vorjahres, der britische und der französische Markt verzeichneten ein leicht rückläufiges Absatzvolumen. In Osteuropa ging der Markt deutlich zurück. Dabei bewegten sich die Verkaufszahlen in Russland leicht unter dem Vorjahresniveau, während der türkische Markt mit einem Rückgang von mehr als 40 % erneut deutlich schrumpfte.

Daimler-Zentrale - Daimler-Quartalszahlen
Daimler-Zentrale. Foto: User:Enslin CC BY-SA 3.0

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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am

New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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