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Daimler-Quartalszahlen: Geschäft brummt, Gewinn durch Dieselkosten nur leicht beeinträchtigt

Die Daimler-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 40,8 Milliarden Euro…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Daimler-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 40,8 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 38,6).

Der Gewinn (vor Zinsen und Steuern ) liegt bei 3,46 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 4,04).

Hier im Wortlaut von Daimler der Grund für den rückläufigen Gewinn (Dieselskandal):

Dabei lag das EBIT im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars deutlich unter dem Vorjahreswert, da insbesondere Garantieaufwendungen und Aufwendungen für Servicemaßnahmen das Ergebnis des Geschäftsfelds belasteten. Auch Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten ein EBIT deutlich unter den Vorjahreswerten. Das Geschäftsfeld Daimler Trucks konnte das Ergebnis des Vorjahresquartals dagegen insbesondere aufgrund eines höheren Absatzes in der NAFTA-Region und in Asien deutlich übertreffen. Daimler Financial Services konnte im dritten Quartal 2017 ebenfalls einen deutlichen EBIT-Anstieg
erreichen.


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Die Zahl der Mitarbeiter steigt binnen Jahresfrist von 282.488 auf 292.121.

Der Umsatz in Europa steigt um mehr als 1 Milliarde Euro im Jahresvergleich, in Deutschland sinkt er aber leicht.

Asien und China als Teilmarkt können beide leicht zulegen.

Der Umsatz in Nordamerika und USA als Einzelmarkt können leicht zulegen.

Wie die letzte Grafik zeigt, legen alle Teilsegmente von Daimler von den Absatzzahlen her zu, nur der Euro-Umsatz bei Vans verliert als einziger.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,8%. Das zeigt: Die Anleger nehmen den Gewinnrückgang auf die leichte Schulter, weil er sich in Grenzen hält, und man wohl glaubt, dass die Dieselkosten damit für Daimler im Großen und Ganzen im Rahmen geblieben sind.


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Ausblick von Daimler im Wortlaut in Kurzfassung:

Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2017 deutlich zunehmen wird. Auf Basis der deutlichen Absatzsteigerungen erwarten die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Daimler Buses sowie Daimler Financial Services deutlich höhere Umsatzerlöse und Mercedes-Benz Vans einen leichten Umsatzzuwachs. Auch für das Geschäftsfeld Daimler Trucks rechnet Daimler nun mit einem Umsatz deutlich über dem des Vorjahres. In regionaler Hinsicht erwartet das Unternehmen für Asien und Europa die höchsten Zuwächse. Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung sowie der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht der Konzern davon aus, das Konzern-EBIT im Jahr 2017 nochmals deutlich zu steigern.
Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2017 folgende Erwartungen für das EBIT:
– Mercedes-Benz Cars: deutlich über Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: auf Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: leicht unter Vorjahresniveau und
– Daimler Financial Services: deutlich über Vorjahresniveau.

Weitere Key Facts von Daimler im Wortlaut:

-Free Cash Flow im Industriegeschäft in den ersten neun Monaten bei 5,8 (i. V. 2,6) Mrd. €
– Für Gesamtjahr 2017 deutlicher Anstieg beim Absatz und beim Umsatz erwartet
-Konzern-EBIT deutlich über dem Niveau des Vorjahres erwartet
– Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Daimler ist erfolgreich unterwegs und führt mit Mercedes-Benz das PremiumSegment an. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, aus einer starken Position heraus zu prüfen, ob wir uns noch besser aufstellen können, um auch in Zukunft das automobile Zeitalter maßgeblich und erfolgreich von der Spitze aus zu gestalten.“
– Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Um dauerhaft wettbewerbsfähig und nachhaltig profitabel zu sein, sind Agilität, Flexibilität und eine kontinuierliche Weiterentwicklung essentiell. Die Sicherung der Zukunft von Daimler basiert für uns auf drei Elementen: Wahrung und Steigerung des Unternehmenserfolgs, Zukunftsgestaltung für unsere Mitarbeiter und langfristige Bindung der Investoren an das Unternehmen.“

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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