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Daimler-Quartalszahlen: Absatzzahlen super, Gewinn halbiert

Claudio Kummerfeld

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am

Die Daimler-Quartalszahlen wurden heute früh veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

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Der Umsatz liegt bei 46,6 Milliarden Euro (Vorjahreswert 43,6).

Der Gewinn liegt bei 1,46 Euro pro Aktie (Vorjahreswert 2,93).

Die Zahl der Beschäftigten stieg binnen eines Jahres von 289.321 auf 298.683.

Alle fünf Geschäftseinheiten konnten ihren Mengenabsatz im Jahresvergleich spürbar steigern (Ende der zweiten Grafik).

Beim Gewinn spricht Daimler von einem „soliden Niveau“, wobei man damit die Jahreszahlen meint, wo der Gewinn pro Aktie um 29% rückläufig ist (im Jahresvergleich der Quartale sogar -50%). Hier die Gründe für die rückläufigen Gewinne im Wortlaut von Daimler:

Aufgrund schwieriger politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie diverser außerordentlicher Belastungen in den Geschäftsfeldern spiegelte die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2018 nicht die anhaltend hohe Fahrzeugnachfrage wider. Die deutliche Steigerung des EBIT im Geschäftsfeld Daimler Trucks konnte den deutlichen Rückgang der Ergebnisse der übrigen Geschäftsfelder nicht ausgleichen. Dabei erreichten vor allem die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars sowie Mercedes-Benz Vans nicht die Ergebnisse des Vorjahres. In beiden Geschäftsfeldern beeinflussten unter anderem Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge, gestiegene Rohstoffpreise sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge das Ergebnis.

Zitat Daimler zum gesamten Geschäftsbericht:

Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter MercedesBenz Cars: „Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind. Das hat sich auch in unseren Ergebnissen und unserem Aktienkurs niedergeschlagen. Trotzdem haben wir dem Gegenwind standgehalten und sind bei zentralen Zukunftsthemen substanziell vorangekommen. Das verdanken wir nicht zuletzt unserem starken Kerngeschäft. Für alle Divisionen gilt: Ein profitables Geschäft ist die Voraussetzung, um auch künftig in neue Technologien und Produkte investieren zu können.“

Bodo Uebber, Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Daimler verfügt weiterhin über eine hohe Nettoliquidität und eine robuste Bilanz. Damit wir auch in Zukunft konsequent in weiteres Wachstum und neue Technologien investieren können, müssen wir unsere Effizienz weiter verbessern. Die Vorbereitungen für unser »Projekt Zukunft« kommen gut voran und laufen planmäßig.“

Daimler-Quartalszahlen

Daimler-Quartalszahlen

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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