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Daimler-Quartalszahlen: Gewinn verdoppelt, Hochglanzdaten wohin man schaut

Daimler hat seine Zahlen für das 1. Quartal veröffentlicht. Man weiß gar nicht welches Superlativ man zuerst nennen soll bei diesen Daten. Der Gewinn hat sich binnen Jahresfrist verdoppelt, der Umsatz stieg um...

FMW-Redaktion

Daimler hat seine Zahlen für das 1. Quartal veröffentlicht. Man weiß gar nicht welches Superlativ man zuerst nennen soll bei diesen Daten. Der Gewinn hat sich binnen Jahresfrist verdoppelt, der Umsatz stieg um 11% (Vergleich gut erkennbar in der folgenden Grafik). Und diese Zuwächse schafft man mit einer gleich hohen Anzahl von Beschäftigten wie vor einem Jahr. Das bedeutet: Massive Effizienzsteigerungen!

Der Free Cash Flow steigt um 637%. Alle einzelnen Geschäftsfelder weisen zweistellige Zuwachsraten aus. Es gibt keinen negativen Ausreißer! Der Konzernabsatz erreicht für ein erstes Quartal den besten Stand jemals bei Daimler. Hier die Key Facts von Daimler im Wortlaut:

Konzernabsatz mit 754.300 Einheiten deutlich über Vorjahr (+10%)
• Umsatzplus von 11% auf 38,8 Mrd. €
• Konzern-EBIT mit 4.008 Mio. € 87% über Vorjahreswert
• Konzernergebnis auf 2.801 Mio. € verdoppel
• Free Cash Flow im Industriegeschäft bei 1,9 (i. V. 0,3) Mrd. €
• Für Gesamtjahr 2017 deutliche Steigerung von Absatz, Umsatz und Konzern-EBIT erwartet
• Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Hinter uns liegt ein äußerst erfolgreiches Quartal. Vor uns liegt eine Vielzahl an Möglichkeiten für weiteres
profitables Wachstum. Wir haben die richtigen Produkte, um diese Chancen zu nutzen – und die Finanzkraft, die notwendigen Investitionen zu stemmen.“
• Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet und haben im Automobilgeschäft erneut die Zielrendite übertroffen. Wir sind auch für den Rest des Jahres überaus zuversichtlich, sowohl unsere finanziellen als auch unseren strategischen Ziele zu erreichen.“

Hinter uns liegt ein äußerst erfolgreiches Quartal“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Vor uns liegt eine Vielzahl an Möglichkeiten für weiteres profitables Wachstum. Wir haben die richtigen Produkte, um diese Chancen zu nutzen – und die Finanzkraft, die notwendigen Investitionen zu stemmen. Das jüngste Beispiel: unsere neue S-Klasse. Daimler bleibt auf der Überholspur.“

Insbesondere Mercedes-Benz Cars konnte das Ergebnis deutlich verbessern. Der Ergebnisanstieg ist vor allem auf die positive Absatzentwicklung der neuen E-Klasse und der SUV-Modelle zurückzuführen. Das Geschäftsfeld Daimler Trucks verbesserte im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs von Immobilien in Japan das Ergebnis deutlich. Auch MercedesBenz Vans und Daimler Buses erzielten ein EBIT deutlich über dem Vorjahreswert. Bei Daimler Financial Services führte insbesondere das gestiegene Vertragsvolumen zu einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses. Wechselkurseffekte wirkten sich in allen Geschäftsfeldern positiv auf das operative Ergebnis aus.

„Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet und haben im Automobilgeschäft erneut die Zielrendite übertroffen“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services. „Wir sind auch für den Rest des Jahres überaus zuversichtlich, sowohl unsere finanziellen als auch unsere strategischen Ziele zu erreichen. Dabei haben wir stets die politischen und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen im Blick und werden weiterhin flexibel und mit Augenmaß agieren.“

Auch bei den Erwartungen kennt Daimler scheinbar keine Grenzen nach oben (Scherz). Zitat Daimler:

Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2017 deutlich zunehmen wird. Auf Basis der deutlichen Absatzsteigerung erwarten die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Daimler Buses sowie Daimler Financial Services deutlich höhere Umsatzerlöse. Für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans erwartet Daimler einen leichten Umsatzanstieg und für das Geschäftsfeld Daimler Trucks rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahrs. In regionaler Hinsicht erwartet das Unternehmen für Asien und Europa die höchsten Zuwächse.

Auf Basis der erwarteten Marktentwicklung sowie der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler nun davon aus, das Konzern-EBIT im Jahr 2017 deutlich zu steigern. Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2017 folgende Erwartungen für das EBIT:

– Mercedes-Benz Cars: deutlich über Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: leicht unter Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: leicht unter Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: leicht über Vorjahresniveau und
– Daimler Financial Services: leicht über Vorjahresniveau.

Auch zu den wichtigen Zukunftsbereichen E-Auto sowie fahrerloses Fahren findet man heute konkretere Aussagen (Thema „Tesla-Killer“…?). Zitat:

Bosch und Daimler haben Anfang April eine Entwicklungskooperation vereinbart, um vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren im urbanen Umfeld Anfang der kommenden Dekade einzuführen. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Software und Algorithmen für ein autonomes Fahrsystem. Mit dem vollautomatisierten, fahrerlosen Fahren im urbanen Umfeld wollen Bosch und Daimler den Verkehrsfluss in Städten verbessern, die Sicherheit auf der Straße erhöhen und einen wichtigen Baustein für den Verkehr der Zukunft liefern.

Mercedes-Benz Cars geht den nächsten Schritt in der Umsetzung seiner Elektro-Offensive: Das erste Serienmodell der neuen Produktmarke EQ soll zum Ende der Dekade im Mercedes-Benz Werk Bremen vom Band laufen. Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wird ebenfalls Elektrofahrzeuge der Produktmarke EQ produzieren und damit zum Kompetenzzentrum für batterieelektrische Modelle der Ober-und Luxusklasse entwickelt. Künftige EQ-Modelle sollen in die Serienproduktion der bestehenden Mercedes-Benz Werke auf vier Kontinenten integriert werden. Die neuen Elektrofahrzeuge werden auf einer eigens für batterieelektrische Modelle entwickelten Architektur basieren, die in jeder Hinsicht skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist.

An welchen Standorten innerhalb des Produktionsnetzwerks weitere EQ-Modelle vom Band laufen, wird abhängig von der Marktnachfrage entschieden. In dem Zusammenhang geht Mercedes-Benz einen weiteren Schritt in der Modernisierung des Werks Untertürkheim als Lead-Werk für den Powertrain-Produktionsverbund. Unternehmen und Betriebsrat setzen mit einer gemeinsamen Vereinbarung die Rahmenbedingungen für anhaltendes Wachstum bei herkömmlichen Antrieben und bereiten parallel den Einstieg in die Elektromobilität vor. Die vereinbarten Maßnahmen bilden einen langfristig wirkenden Baustein zur Sicherung der Beschäftigten am Standort.



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1 Kommentar

  1. Gute Nachrichten sind bekanntlich schlecht für den Kurs. Einzigartig nur bei Daimler

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