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Daimler: schlechte Zahlen – und jetzt auch die US-Behörden am Hacken!

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FMW-Redaktion

Gleich zwei schlechte Nachrichten auf einmal: Daimler legt sehr schlechte Zahlen vor – und nun droht dem Stuttgartern auch noch Ungemach durch die US-Behörden in Sachen Abgasemissionen.

Zunächst zu den Zahlen: der Umsatz im 1Quartal bei 35 Milliarden Euro, unter der Prognose von 36,1 Milliarden Euro. Auch das EBIT (earnings before interest and taxes, also der Gewinn vor Zinsen und Steuern) mit 2,148 Milliarden Euro sehr deutlich unter der Prognose von 2,468 Milliarden Euro. Eine schwere Enttäuschung, daher das Ergebnis pro Aktie bei 1,26 Euro (Vorjahresquartal noch bei 1,83 Euro). Aus dem laufenden Geschäft fiel der operative Gewinn um 9 Prozent auf 2,68 Milliarden – auch das eine Enttäuschung.

Dabei ist das schwächere Ergebnis im Q1 durch Absatzrückgänge bei der S- und E-Klasse ausgelöst worden nach Angaben Daimlers – die S-Klasse ist extrem margenstark, daher hier der Schmerz besonderes groß. Dazu ncoh Währungseffekte, die sich ungünstig auf das Ergebnis ausgewirkt hätten. Gleichwohl will Daimler nach wie vor an den Zielen für 2016 festhalten.

Nach Xetra-Eröffnung verliert Daimler knapp 6%:

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Das liegt auch an der heute Nacht bekannt gewordenen Aufforderung des US-Justizministeriums an Daimler, doch bitte schön die eigenen Abgaswerte unter die Lupe zu nehmen. Hatte Daimler nicht stets felsenfest behauptet: wir sind unschuldig, jeder, der anderes behauptet, wird sofort verklagt? Nun ist das alles natürlich noch kein Schuldbeweis – aber so ganz ohne Grund dürfte die US-Justiz wohl nicht von Daimler diese Prüfung verlangen!

Daimler sagte heute Morgen, dass dem Konzern das Untersuchungsergebnis der US-Behörden nicht vorliege – es geht um den KBA-Bericht. Aber man gehe natürlich etwaigen Hinweisen auf Regelverstöße “konsequent” nach – diese Töne hatten wir zueltzt von Volkswagen gehört. Und na klar, man werde selbtsredend mit den US-Behörden kooperieren.

Eines wird damit klar: gestern erwischte es Mitsubishi, und sollte auch Daimler manipuliert haben, kommen sehr schwere Zeiten auf die Autonindustrie insgesamt zu – und das würde dann den Dax belasten, der bkanntlich ziemlich Auto-lastig ist..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    V

    22. April 2016 12:14 at 12:14

    Schon davon gehört, dass Daimler aktuell die neue E-Klasse rausbringt? Und dass damit auch hohe Anlaufkosten verbunden sind? Das Unternehmen guidet auf das Restjahr ganz ordentlich – trotz gemischtem Umfeld. Und ist bei den Premiumanbietern nach wie vor der am schnellsten wachsende. Ja, Wachstum!!

    Aber selbst im Wachstum sieht Finanzmarktwelt noch was negatives. Man muss in der Suppe nur tief genug rumstochern um irgendwas zu finden…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – der schwache US-Dollar

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es geht um einen Rückblick auf den starken Juli. Und es geht um die Frage, ob der schwache US-Dollar denn nun gut oder schlecht ist für die Wall Street.

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Auch Corona kann Apple nicht bremsen – Werbung

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Lieber Börsianer,

das zweite Quartal 2020 wird als eines der paradoxesten in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Obwohl nahezu alle Unternehmen rote Zahlen schreiben, stiegen die Kurse an den Börsen nach der März-Korrektur beinahe unaufhaltsam nach oben. Da ist es doch um so erfreulicher, wenn man Aktien im Depot hat, bei denen die Kursentwicklung tatsächlich auf einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung basiert.

Fakt ist: die Tech-Branche ist der größte Profiteur der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu nahezu allen anderen Branchen wurden die Geschäftsmodelle von Digitalkonzernen nicht von Corona beeinträchtigt. Vielmehr befeuerte die Pandemie das Geschäft. Die Stichworte sind: Online-Shopping, Streaming, Homeoffice. In einer Zeit, in der viele andere Dinge nicht möglich sind, schlägt die Stunde der Digitalanbieter.

Trotzdem befinden wir uns inmitten der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Weltweit sind viele Menschen zur Sparsamkeit gezwungen. Natürlich wird nun niemand wegen Corona sein Netflix-Abo kündigen. Aber große Ausgaben, die nicht zwingen notwendig sind, werden in Zeiten von Corona überlegter und häufig auch später getätigt.

Vor diesem Hintergrund finde ich die Quartalszahlen von Apple einfach nur beeindruckend. Das Unternehmen macht 78% seines Umsatzes mit dem Verkauf von hochpreisiger Hardware. Anscheinend trifft die Annahme der Corona-bedingten-Sparsamkeit nicht auf die Kunden des Unternehmens zu.

Obwohl der gesamte Smartphone-Markt im zweiten Quartal um 16% eingebrochen ist, konnte Apple den iPhone-Absatz um 11% steigern. Hierbei half vor allem die extrem günstige Neuauflage des iPhone SE. Kurz vor Corona präsentierte Apple dieses…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Andre Stagge über den Freitagsindikator – hochinteressantes Video!

Claudio Kummerfeld

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Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden aktuellen Video den “Freitagsindikator”, und inwiefern man damit eine Prognose auf die kommende Börsenwoche geben kann. Den YouTube-Kanal von Andre Stagge finden Sie hier.

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