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Daniel Stelter: Staatsfinanzierung durch Druckerpresse – CORONOMICS kommt!

Daniel Stelter über die Coronomics, die neue Wirtschaftsordnung

Daniel Stelter gilt als einer der renommiertesten Ökonomen in Deutschland (hier seine Webseite). Er sieht die aktuell steigenden Kurse bei Dax, Dow und Co sehr kritisch. Und seine Begründung ist einfach wie einleuchtend. Notenbanken und Regierungen würden zwar in gigantischem Ausmaß agieren, aber die Gewinne der Unternehmen würden nach der Krise nicht auf ihr altes Niveau zurückkehren. Deswegen seien die jetzt steigenden Aktienkurse übertrieben. Man werde, so Daniel Stelter, nach der Coronakrise in einer Welt mit geringeren Gewinnmargen leben. Und der Absturz der Börsen im März sei deswegen so groß ausgefallen und so schnell gekommen, weil vor allem die Börsenzocker Aktien kräftig auf Kredit gekauft hätten. Und der Mechanismus des Margin Call knallt dann natürlich voll rein (so möchten wir es anmerken). Fällt die Aktie und die Sicherheitsleistung auf dem Brokerkonto rauscht Richtung Null, will der Broker schnell einen Nachschuss sehen – oder die Position wird platt gemacht. Dies verstärkte den Börsencrash wohl spürbar.

Daniel Stelter und die CORONOMICS

Daniel Stelter spricht im folgenden Video auch über die von ihm als solche bezeichneten CORONOMICS, also die neue Wirtschaftsordnung nach der Coronakrise, in die wir eintreten werden. Dazu bringt er ganz aktuell auch das Buch raus mit dem Titel Coronomics: Nach dem Corona-Schock: Neustart aus der Krise. Es werde eine zunehmend engere Zusammenarbeit von Notenbanken und Regierungen geben. Man werde sich darauf einstellen müssen, dass die Notenbanken die Staaten direkt mit Kredit versorgen. Wir Deutschen könnten dies gar nicht beeinflussen, so seine Meinung. Schauen Sie dazu seine Kommentare ab Minute 7 im Video. Anmerkung: Dass die Notenbanken schon volle Pulle um sich schlagen, sieht man in den letzten Wochen ganz deutlich (beispielsweise hier oder hier).

Daniel Stelter über anderes Modell der Staatshilfe

Interessant sind die Aussagen von Daniel Stelter im Video ab Minute 8:30 über ein anderes Modell, wie der deutsche Staat hätte den Gewerbetreibenden in dieser Krise helfen sollen. Nicht per Kredit, sondern umfassend mit nicht rückzahlbaren Staatszuschüssen. Denn was auch wir die letzten Tage immer wieder ansprachen: Nach dem „Ende“ der Coronakrise werden hunderttausende kleine Gewerbetreibende mit noch nachzuzahlenden Gewerbemieten (werden derzeit oft gestundet) und vor allem mit den Kreditraten der KfW-Darlehen zu kämpfen haben. Die monatlichen Belastungen werden deutlich höher sein, die Einnahmen aber wohl noch lange Zeit geringer als vor der Krise. Also werden diese Gewerbetreibenden noch lange Zeit keine Gewinne machen und wohl auch kaum investieren können. Genau dieses Problem spricht Daniel Stelter aktuell sehr gut an. Staatliche Zuschüsse wären nach seiner Meinung daher besser gewesen als Kredite. Auch der Weg, wie diese Zuschüsse hätten ausgeschüttet werden können, ist sehr intelligent!

Die Zombies

Das große Problem bei der nicht mehr voranschreitenden Produktivitätssteigerung sieht Daniel Stelter (im Video ab Minute 17) bei den Zombieunternehmen. Seit Fed-Chef Alan Greenspan würde man nicht mehr zulassen, dass die Zombieunternehmen aus dem Markt ausscheiden, also pleite gehen. Mit billigem Geld würden unproduktive Unternehmen künstlich am Leben gehalten. Das ist übrigens genau die These, die auch Markus Krall immer wieder vehement vertritt. Schauen Sie sich das folgende Video an, es lohnt sich!



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