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Dank Donald Trump: Perfekte Korrelation zwischen Goldpreis und US-Dollar

Währenddessen steigt der Goldpreis von 1.226 auf 1.247 Dollar. Der Goldpreis steigt nun fünf Tage am Stück sauber in einem Rutsch nach oben um genau 30 Dollar...

FMW-Redaktion

Donald Trump liefert derzeit ein Desaster nach dem anderen. Ganz aktuell gibt es sogar Rufe nach Amtsenthebung, auch wenn das nicht mal eben so einfach geht. Warum niemand bei George Bush nach Amtsenthebung gerufen hat nach den frei erfundenen Gründen für den Irak-Einmarsch, sei dahingestellt, aber sei es drum. Irgendwelche Geheimnisse, die die nationale Sicherheit der USA wohl nicht wirklich gefährden würden, hat Trump angeblich an den russischen Außenminister durchgesteckt. Bedeutender als dieses Ereignis ist wohl eher die schnelle Aneinanderkettung der Pannen und Peinlichkeiten bei Trump.

Denn beispielsweise wurde jüngst auch bekannt, dass Trump dem nun entlassen FBI-Chef zu einem früheren Zeitpunkt gesagt haben soll er solle bitte seine Ermittlungen gegen Michael Flynn einstellen, den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater von Trump. Also womöglich eine direkte Beeinflussung der Justiz um die eigenen Mitarbeiter abzuschirmen? Trump´s Aktionen und Peinlickheiten lassen die Unsicherheit steigen, was den US-Dollar schwächt. Aber warum eigentlich? Nun, wenn Trump sich selbst immer so weiter schwächt, wird es immer unwahrscheinlicher, dass er seine Steuerpläne und/oder Infrastrukturinvestitionen durch den Kongress bekommt.

Bei einer Amtsenthebung wäre das Ergebnis ja das selbe. Je mehr bei ihm schief geht, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der riesige angedachte Trump-Stimulus in der US-Wirtschaft überhaupt ankommt. Und man bedenke: Der US-Kapitalmarkt hat viel vom „tollen“ Trump-Stimulus schon eingepreist. Jetzt passiert Folgendes: Durch dieses Szenario wird der US-Dollar geschwächt. Der Dollar-Index als quasi künstlicher Währungskorb des US-Dollar gegen diverse andere Währungen fällt von Freitag Abend bis jetzt von 99,60 auf 97,80. Das ist ein immenser Absturz. Währenddessen steigt der Goldpreis von 1.226 auf 1.247 Dollar. Der Goldpreis steigt nun fünf Tage am Stück sauber in einem Rutsch nach oben um genau 30 Dollar.

Das ist zwar kein gigantischer Anstieg, aber er reagiert dennoch mustergültig auf die Dollar-Schwäche, denn alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, sollte tendenziell entgegengesetzt verlaufen. Beim Goldpreis beispielsweise war das in den letzten Wochen nicht immer der Fall, denn jenseits des Wärhungseffekts können Assets wie Gold oder Öl ja noch von anderen Faktoren beeinflusst werden. Aber ganz aktuell ist der Goldpreis unter der Fuchtel von Donald Trump und allem, was um ihn herum so geschieht. Kann der Goldpreis jetzt durchstarten? Im längeren Bild (zweiter Chart) liegt beim Preis von 1.257 Dollar ein charttechnischer Widerstand, den es zu überwinden gilt. Danach wäre die 1.295 zu überwinden.


Der Goldpreis (blau) gegen den Dollar-Index (schwarz) seit 9. Mai.


Der Goldpreis seit November 2016.



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2 Kommentare

  1. Die Dollar-Gold Bewegung ist richtig beschrieben. Trump als Begründung halte ich für fragwürdig. Die beschriebenen Vorgänge sind bislang bloße Gerüchte von interessierter Seite. Zum anderen war beim Dollar aus chartechnischen Gründen eine Gegenbewegung wahrscheinlich, https://www.kimblechartingsolutions.com/2017/05/king-dollar-breaking-3-year-support-kiss-good-bye/
    Dafür findet sich dann (leider immer hinterher) eine Begründung.

    1. Richtig erkannt, bloße Gerüchte. Aber sind es nicht genau die, worauf die Börsenidioten so richtig anspringen und abfahren? Daten und Fakten interessieren diese Irren doch nicht. Gerüchte, Zukunftslotterie, Zocken, das ist Börse.
      Natürlich mögen charttechnische Gründe und die EURO-Stärke (= Schwäche im USD-Index, auch so ein dubioses Börsenkonstrukt) aufgrund fundamentaler und anhaltender guter Konjunkturdaten unterstützend zur Seite stehen, aber die Flucht in sichere Häfen und deren Heftigkeit bzw. Volatilität in den letzten 12 Stunden ist derart signifikant konvergierend zu der Enthüllung, dass man dies nicht weiter hinterfragen muss.

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