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Finanznews

Danke, Rom! Marktgeflüster (Video)

Die Märkte fürchten eine Eurokrise 2.0 – grazie Roma!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die von der italienischen Regierung geplante Schuldenparty stürzt heute sowohl die (europäischen) Anleihemärkte als auch die Aktienmärkte in Turbulenzen. Das gilt insbesondere für Italiens Bank-Aktien, auch italienische Staatsanleihen kommen schwer unter Druck. Das drückt den Euro unter die 1,16er-Marke, auch der Dax (dort besonders die Bank-Aktien) verliert fast -2%. Es zeichnet sich eine länger anhaltende Schlammschlacht ab zwischen der italienischen Regierung und den Verantwortlichen in der EU, die Märkte fürchten eine Eurokrise 2.0. Eines ist klar: der Konflikt wird nicht so schnell vorbei sein und vor allem die europäischen Aktienmärkte weiter belasten – grazie Roma! Die Wall Street aber kümmert sich um sich selbst, das Window Dressing zum Quartalsende stützt die US-Indizes, der frei Fall der Tesla-Aktie wegen Elon Musk bleibt eine Randnotiz..

P.S.: Das Lied „Grazie Roma“ (von Antonello Venditti) können Sie hier hören..

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10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Rbird

    28. September 2018 18:50 at 18:50

    Danke für das Update:-)
    Die EU-Stimmung ist toll, freue mich auf den Videoausblick am Montag. Hoffnung auf ein paar nette Gaps :-)

    • Avatar

      Gixxer

      28. September 2018 20:20 at 20:20

      Ein Gap kann es durchaus geben, würde mich aber auch nicht wundern, wenn es eines nach oben wäre.
      Wäre nicht das erste Mal, dass übers Wochenende plötzlich wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

  2. Avatar

    Beobachter

    28. September 2018 19:42 at 19:42

    ÖLPREIS , ZINSEN, DOLLAR Alles steigt, Ich bin gespannt wie lange die US-Börse das noch negiert.Es ist eine Schande ,dass die OPEC die Ratschläge von Dealmaker Donald nicht ernst nimmt ! !
    Heute muss es noch halten damit die Kurssteller noch einen guten Quartalsabschluss vorweisen können u.
    die übervollen Taschen nochmals vollstopfen können.
    Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen dem Tesla – Kurs -Manipulator und den staatlichen Börsenmanipulatoren ?

  3. Avatar

    Patrick Verhulsel

    29. September 2018 08:32 at 08:32

    Hallo,

    naja rechtzeitig würde deshalb ja wohl Steuerreform 2.0 durchgewunken in USA,damit es erstmals wieder weiter nach oben geht gut zu beachten an Nasdaq,Dow Jones ,Nikkei etc,ich bin ja an sich kein Permabär,aber es wird nur noch im groben eine richting vorgelegt sprich manipuliert,“normale Marktentwicklung findet nicht mehr statt.
    Was früher verwerfungen verursacht hat,ist heute nichtmal eine korrektur wert.
    Deswegen würde es mich nicht wundern,das es Monntag wieder aufwärts geht

  4. Avatar

    Wolfgang M.

    29. September 2018 08:39 at 08:39

    Da sich die von mir in den letzten Wochen und Monaten bei meiner Wochenzusammenfassung so bezeichneten Rücken- und Gegenwindfaktoren für den Börsenaufschwung in dieser Woche nicht so wesentlich verändert haben (zumindest für die USA), möchte ich heute ein paar Gedanken zu Italien äußern, einem aufkeimenden Thema, welches Markus Fugmann bereits Tage zuvor als erhebliches Problem für Europas Börsen „geoutet“ hatte.
    Zuvor noch ein paar Sätze zu den USA.
    Jerome Powell hat am 26. September erwartungsgemäß die Zinsen zum 8. Mal in diesem Zyklus angehoben, allerdings mit einer kleinen Kampfansage an Mister President, dem Zinssteigerungen gar nicht gefallen. Bis Dezember dürfte hier etwas Ruhe herrschen.
    Donald Trump hat am Montag die Zölle für China in Höhe von 200 Mrd.$ in Kraft gesetzt, entgegen der Warnungen aus der Wirtschaft über die fatalen Wirkungen für die USA mit 1000 Brandbriefen an das zuständige Ministerium (zuletzt Walmart). Gewirkt hat bisher nur ein Dinner von Tim Cook mit Donald Trump (einschließlich Ehefrauen) in Trumps National Golf Course in New Jersey, Mitte August. Ergebnis: Verschiedene Produktcodes fehlten plötzlich auf der jüngsten 200 Mrd.$-Liste (Smart Watches, Fitnesstrackers u.w.). Was bedeutet dies? Apple ist für mich der große Hebel für China, um die USA, speziell die Wall Street zu treffen.
    Deshalb bleibe ich dabei: Sollte Trump im Handelskrieg in die Vollen gehen, will heißen, die Erhebung von Zöllen auf 517 Mrd.$ an chinesischen Waren, zu 25%, ist es vorbei mit der unverwundbaren US-Wirtschaft nebst Wall Street.
    Nach Schätzungen werden dann 80% Verbrauchsgüter für die USA betroffen sein und es ginge auch dann der amerikanischen Ikone Apple an die Marge, mit deutlicher Wirkung im Hightech-Sektor.
    Zu Italien
    In Italien ist bereits die 65. Regierung seit 73 Jahren (2.Wk) an der Macht und es droht infolge der Zusammensetzung und des Prgramms der Koalition richtige Unbill.
    Ich habe gestern Abend mit meinem neuen (künftigen) Schwiegersohn in Florenz telefoniert, der im Haus neben der Familie Renzi (Matteo Renzi war von 2014 bis 2016 Regierungschef in Italien) in Florenz aufgewachsen ist und mit seiner Schwester regelmäßig telefoniert. Der Bruder nimmt gerade eine Auszeit von der Politik, will aber zurückkehren.
    Der Lebensgefährte meiner Tochter meinte, es würde im Extremfall Italiens Staatspräsident Sergio Mattarrella eingreifen, der auch schon die Ernennung des Eurokritikers Paolo Savono zum Finanzminister abgelehnt hatte.
    Im Übrigen könne die EU viel fordern, was bringt es? Wie viele Länder haben sich an die Einhaltung der Maastricht-Kriterien gehalten und wie viele Sanktionsverfahren wurden durchgezogen?
    Nein, es werden die harten Urteile von Anlegern, der Finanzmärkte und der Ratingagenturen sein, die das Ganze regeln werden. Die aktuellen Politiker gehen davon aus, dass ihnen jemand das Geld zu vernünftigen Konditionen leiht für die höheren Defizite.
    Da könnten Sie sich täuschen. Klar hat auch hier niemand eine Glaskugel.
    In jedem Fall könnte der Monat Oktober richtig stürmisch werden, wie es Markus F. in seinem Marktgeflüster am Freitag angekündigt hat.
    Schönes Wochenende

  5. Avatar

    Marko

    29. September 2018 20:33 at 20:33

    Was mich wirklich wundert … Die Leute fragen mich, kaum zu glauben, Marko, wie geht es weiter mit der Börse… ?

    Finde ich irgendwie geil…

    Na, die Antwort könnt Ihr Euch doch denken…

    Ist irgendwie langweilig geworden, die Börse, trotz dem Donald…

    Das zeigt eigentlich Stärke…

  6. Avatar

    Trigo

    29. September 2018 23:57 at 23:57

    David Stockman @ Mises … just brillant https://youtu.be/9qoGGeqnpOc

  7. Avatar

    Wolfgang M.

    30. September 2018 11:28 at 11:28

    @Trigo. Danke für das Einstellen des YouTube-Videos mit David Stockman.
    Da ich seit Wochen/Monaten über die tailwinds und headwinds für die US-Wirtschaft schreibe, waren für mich einige Ausführungen für meinen Versuch das Ende des 10-jährigen Aufschwungs in grober Annäherung zu erfassen, sehr hilfreich (insb. von Minute 30 bis 40 des Videos).
    Klar beschreibt er den Wahnsinn im 10. Jahr eines Aufschwungs, mit einer Defizitquote von 3 bis 4% zum GDP (BIP) eine Steuerreform durchzusetzen und Ausgaben für Militär u.w. zu erhöhen, was den Staat weitere 4 Bio.$ Schulden (nach deutscher Rechnung) einbringen könnte. Dies dürfte das Defizit in die Nähe von 6% bringen. Damit kommt bereits in Kürze das große Dilemma: Ab dem 1. Oktober sind 1,2 Bio. $ neue Schulden (Steuerreform) am Kapitalmarkt zu platzieren, zudem möchte die Fed ihre Bilanz um 600 Mrd.$ pro Jahr reduzieren. (The mother of all yield shocks!)
    Gleichzeitig will die Fed in ihrem Zinsanhebungsprogramm fortfahren – die Neunte auf 2,25 bis 2,50% steht bereits im Dezember auf der Agenda. Danach sollen 4 Weitere im Jahr 2019 folgen, in diesem Umfeld.
    Dies bestätigt mich eigentlich in meiner Annahme, dass die Fed wieder der Hauptfaktor für die nächste Rezession sein wird – in einer Ökonomie, die zu 70% von konsumsüchtigen Verbrauchern abhängt.
    Dabei sind die Effekte des Handelskrieges noch gar nicht berücksichtigt.
    Sehr interessant fand ich auch das Fazit des Vortrags Stockmans:
    Präsident Trump macht einen großen Fehler, indem er die Performance der Wall Street zu sehr mit seiner Politik als wesentlichen Faktor verknüpft. Deshalb könnte ihn aber auch ein starker Kurseinbruch (bis jetzt hat es noch niemand geschafft Konjunkturzyklen abzuschaffen) aus dem Amt kegeln.
    Außer er schafft es Jerome Powell oder andere als Sündenböcke glaubhaft haftbar zu machen.
    Gruß

  8. Avatar

    Columbo

    1. Oktober 2018 09:23 at 09:23

    Laut Daniel Stelter hat Italien weniger Schulden als Deutschland.

    https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/das-desaster-der-schwarzen-null/

  9. Avatar

    Hinterfrager

    2. Oktober 2018 23:08 at 23:08

    Wenn schon die Achtziger zitiert werden: Die „schönste (Yuppie-) Stadt der Welt“ (zumindest seinerzeit) hat natürlich auch ihren eigenen Song…

    https://www.youtube.com/watch?v=KudUceZiE-o

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