Der KI-Boom treibt den Strombedarf von Rechenzentren auf immer neue Rekordwerte. Doch hinter dem rasanten Ausbau der Infrastruktur zeichnet sich ein bislang unterschätztes Problem ab. Experten warnen, dass moderne KI-Rechenzentren ihre eigene Technik zunehmend an ihre Belastungsgrenzen bringen – mit potenziell hohen Kosten für Betreiber und Investoren. Die Ursache liegt ausgerechnet im Herzstück der künstlichen Intelligenz.
Wenn KI zur Belastung wird
Der enorme Stromhunger künstlicher Intelligenz gilt seit Monaten als eine der größten Herausforderungen der Branche. Ein Bloomberg-Bericht zeigt jedoch, dass die eigentliche Schwachstelle woanders liegt. Moderne KI-Rechenzentren verbrauchen den Strom nicht gleichmäßig. Während des Trainings großer Sprachmodelle fahren Hunderttausende Grafikprozessoren ihre Leistung innerhalb von Millisekunden hoch und wieder herunter. Nicht der durchschnittliche Stromverbrauch wird damit zum Problem, sondern die Geschwindigkeit, mit der sich die Last verändert. Genau diese abrupten Lastwechsel setzen der Energieinfrastruktur dauerhaft zu.
„KI erzeugt ein sehr ungewöhnliches Lastprofil“, sagt Amber Villegas-Williamson vom Uptime Institute. „Es ist wie ein Auto, dessen Motor permanent bis an die Drehzahlgrenze getrieben wird. Der Verschleiß steigt deutlich schneller als bei konstanter Geschwindigkeit.“
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Die Dimensionen sind gewaltig. Ein Rechenzentrum mit einer Leistung von einem Gigawatt entspricht ungefähr dem Strombedarf einer Großstadt wie Boston. Bei KI-Anwendungen kann sich jedoch innerhalb weniger Sekunden ein erheblicher Teil dieser Last ein- oder ausschalten. Einige geplante KI-Campus in Texas und anderen US-Bundesstaaten sollen künftig fast so viel Strom verbrauchen wie New York City. Für die Stromversorgung bedeutet das enorme Belastungen, auf die viele bestehende Systeme nie ausgelegt wurden.

Die versteckten Milliardenkosten
Die Folgen zeigen sich bereits in der Praxis. etreiber und Energieexperten berichten von gerissenen Turbinen, verschlissenen Batterien und beschädigten Komponenten. Teilweise mussten Speichersysteme schon nach wenigen Wochen ersetzt werden, obwohl sie eigentlich für eine deutlich längere Lebensdauer ausgelegt waren.
Das eigentliche Risiko liegt jedoch nicht in den Reparaturkosten. Wesentlich teurer werden ungeplante Ausfälle. Rechenzentren sind darauf ausgelegt, rund um die Uhr verfügbar zu sein. Fällt ein KI-Cluster auch nur wenige Minuten aus, stehen teure Grafikprozessoren still und erwirtschaften keine Umsätze mehr.
„Der finanzielle Schaden besteht nicht darin, eine Pumpe oder einen Schalter auszutauschen“, sagt Jason Hoffman vom Rechenzentrumsbetreiber Switch. „Der eigentliche Verlust entsteht dadurch, dass diese teure Rechenkapazität während der Ausfallzeit keine Einnahmen generiert.“
Genau das trifft die Branche in einer sensiblen Phase. Hyperscaler investieren derzeit Hunderte Milliarden Dollar in neue KI-Rechenzentren. Gleichzeitig fragen sich Investoren und Kreditgeber zunehmend, ob sich diese gewaltigen Investitionen tatsächlich wie erwartet amortisieren. Die zunehmenden Zuverlässigkeitsprobleme deuten darauf hin, dass nicht nur Wartungs- und Ersatzkosten steigen könnten. Sollte die Infrastruktur schneller verschleißen als bislang angenommen, müssten womöglich auch die Abschreibungszeiträume vieler Milliardenprojekte neu bewertet werden.
Gefahr für die Stromnetze
Die Auswirkungen reichen jedoch weit über einzelne Rechenzentren hinaus. Stromnetze müssen Erzeugung und Verbrauch permanent im Gleichgewicht halten. Extreme Lastwechsel großer KI-Anlagen erschweren diese Aufgabe zusätzlich.
Nach Angaben der North American Electric Reliability Corporation (NERC) stellen Rechenzentren inzwischen eines der größten Risiken für die Stabilität des nordamerikanischen Stromnetzes dar. Die Behörde untersuchte mehr als 33 Gigawatt installierter Rechenzentrumsleistung und kam zu dem Ergebnis, dass rund drei Viertel der bisherigen Lastmodelle das tatsächliche Verhalten moderner KI-Rechenzentren nicht ausreichend abbilden. Anfang des Jahres verschärfte die Behörde ihre Warnungen und forderte Betreiber großer Anlagen auf, kurzfristig Gegenmaßnahmen vorzulegen.
Sreemant Roy von Schneider Electric warnt deshalb vor den Folgen der hochdynamischen Lasten. Ohne geeignete Technik könnten sie Instabilitäten im Stromnetz verursachen und im schlimmsten Fall sogar regionale Stromausfälle begünstigen.
Die Suche nach Lösungen
Die Branche arbeitet bereits an Gegenmaßnahmen. Nvidia entwickelt neue Servergenerationen inzwischen gemeinsam mit Energieexperten. Betreiber investieren verstärkt in Batteriesysteme, Kondensatoren, Schwungräder und intelligente Steuerungen, um die extremen Lastschwankungen abzufedern. In den USA testet das Energieministerium neue Technologien bereits unter realen Bedingungen.
Damit zeichnet sich eine neue Realität des KI-Booms ab. Nicht die Rechenleistung der Chips entscheidet künftig allein über den Erfolg neuer KI-Rechenzentren. Immer wichtiger wird die Frage, ob ihre Energieversorgung den enormen Lastwechseln dauerhaft standhält. Gelingt das nicht, könnten aus den Milliardeninvestitionen der Branche schneller hohe Folgekosten werden als bislang erwartet. Die nächste Phase des KI-Wettlaufs wird deshalb nicht nur über leistungsfähigere Chips entschieden, sondern auch über eine robuste und zuverlässige Energieinfrastruktur.
„Wir haben jetzt die Chance, es richtig zu machen“, sagt Martha Symko-Davies vom National Laboratory of the Rockies.
FMW/Bloomberg
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Derzeit sind in Deutschland noch etwa 30 GW an Kohlekapazität am Netz (ca. 15 GW Steinkohle und ca. 15 GW Braunkohle). Bis 2030 schrumpft diese Leistung auf das gesetzliche Zielniveau von maximal 17 GW (8 GW Steinkohle, 9 GW Braunkohle). Das bedeutet ab heute eine Netto-Reduktion um rund 13 GW.
So geht ein Feind vor, der ein Land erobert hat, die Industrie demontieren will und somit die Wirtschaft extrem schwächen will.
Das prominenteste und aktuellste Großprojekt, das wegen fehlender Netzkapazitäten und Strommangel aufgegeben wurde, ist das geplante KI-Mega-Rechenzentrum im mecklenburgischen Demmin, das eine Leistung von 300 Megawatt und Investitionen von über einer Milliarde Euro bringen sollte. Die benötigte Anschlussleistung stand dort nicht rechtzeitig zur Verfügung
Laut Berichten von Nichtregierungsorganisationen wie AlgorithmWatch wurden innerhalb eines Jahres fast 50 Rechenzentrumsprojekte in Deutschland durch die Kombination aus fehlendem Strom, strengen Auflagen (wie dem Energieeffizienzgesetz) und daraus resultierenden Bürgerprotesten verhindert oder auf Eis gelegt.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
Es ist mal wieder an der Zeit für einen Faktencheck:
Sie argumentieren wie so oft meilenweit an den interessanten Inhalten dieses wirklich spannenden Artikels vorbei – nur um Ihr Deutschlandbashing und Ihre Untergangsfantasien unter die Leute zu bringen.
1. Rechenzentrum Demmin
Die Unternehmen ClimateChange Energy und Noya Group planten am Rand der Hansestadt Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) ein KI-Mega-Rechenzentrum. Die Investoren haben versucht, ein Projekt über die Verfügbarkeit von grünem Strom und billigem Land zu definieren, ohne die Netzkapazität im Vorfeld verbindlich zu sichern.
Mecklenburg-Vorpommern produziert gigantische Mengen billigen Wind- und Solarstroms. Die Investoren wollten das Rechenzentrum direkt an der Quelle bauen, um von günstigen Preisen zu profitieren und mit echtem „Grünstrom vor Ort“ zu werben. Das lokale Stromnetz, die Leitungen und das nahegelegene Umspannwerk sind für den sofortigen Anschluss eines solchen Megaverbrauchers allerdings nicht ausgelegt.
Projektplaner mit mehr Basiswissen zu Stromsystemen weichen daher gezielt dorthin aus, wo die Höchstspannungsnetze (betrieben von den vier großen Übertragungsnetzbetreibern) direkte Megawatt-Kapazitäten anbieten können.
Nur wenige Kilometer weiter nördlich wird ein Rechenzentrum geplant, das mit bis zu 1,2 Gigawatt viermal so groß ist wie Demmin. Der Unterschied: Dummerstorf liegt strategisch perfekt an einem massiven Netzknotenpunkt, an dem der Strom von den großen Offshore-Windparks anlandet.
Fazit:
Die Teil-Behauptung, KI-Projekte würden wegen Strommangels nicht realisiert, ist reine Fake News.
2. Berichte von NGOs
AlgorithmWatch befasst sich kritisch mit den Auswirkungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Die NGO warnt nicht vor den Folgen des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) für die Wirtschaft, sondern wirft der Bundesregierung und der Tech-Lobby vor, das Gesetz gezielt aufweichen und verwässern zu wollen.
Die Behauptung, dass 50 Projekte wegen bürokratischer Hürden oder „Strommangels“ auf Eis gelegt wurden, ist eine gezielte Falschinterpretation der Marktlage: In der Tech-Branche werden Dutzende bis Hunderte Standorte parallel angefragt und geprüft. Dass ein Großteil dieser Sondierungen (oft informelle Voranfragen) nicht realisiert wird, ist ein normaler wirtschaftlicher Filterprozess.
Fazit:
Sie betreiben hier klassische Desinformation durch Kontext-Verdrehung.
3. Geplante Stromsperren aufgrund von Strommangellagen
Ihr neuestes Steckenpferd ist die angebliche Vorbereitung der deutschen Industrie auf tage- und wochenlange Stromsperren durch die Bundesnetzagentur. Diese Fehlinformation haben Sie ganz offensichtlich ungeprüft aus Hetzkampagnen rechts-alternativer Medien übernommen.
Seit Wochen wird in Ungarn und Rumänien der ganzen Welt anschaulich vor Augen geführt, was es für die Industrie bedeutet, wenn thermische Kraftwerke – wie etwa die „zuverlässige“ Kernkraft – nicht ausreichend gekühlt werden können, während gleichzeitig leider viel zu wenig Strom aus EE zur Verfügung steht (etwa 25 % in Ungarn).
Fazit:
Fakt ist, dass die BNetzA einen Notfallplan entwickelt – ähnlich wie bei der Gasversorgung nach Putins Erpressungsspielchen. Gerade Sie als Prepper sollten wissen, dass es nicht die schlechteste Idee ist, auf Eventualitäten gut vorbereitet zu sein – statt sehenden Auges in die Katastrophe zu schlittern 😉
4. Thema des Artikels komplett ignoriert
Sie gehen mit keinem Wort darauf ein, dass der Artikel ein globales und alles andere als ein rein deutsches Problem thematisiert: die extremen, abrupten Lastwechsel und ungewöhnlichen Lastprofile großer KI-Anlagen, die Stromnetze weltweit vor völlig neue Herausforderungen stellen.
Fazit:
Ihr Kommentar ist wie so oft sinnlos wie ein Kropf und trägt rein gar nichts zum Erkenntnisgewinn bei.
Jonas Tobsch
Was hat die Bundesnetzagentur denn für Maßnahmen angekündigt?
Seltsam.
In Spanien ist es noch wärmer.
Kein Wassermangel, die Kraftwerke brummen und die Erneuerbaren natürlich ganz besonders.
Im Jahresschnitt 77 % CO2 frei.
Keine Kohle mehr.
Von mir geschätzt sind heute über den Tag 90 % CO2 freier Strom im Netz.
Er wird ja auch für zig Millionen Klimaanlagen Strom benötigt.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
Diese äußerst seltsame Suggestivfrage müssen Sie sich schon selbst beantworten. Schließlich sind einzig und alleine Sie es, der seit einer Woche nicht müde wird, auf diesen von Apollo News lancierten und von den Springer-Medien dankbar aufgegriffenen angeblichen „Geheimplan“ der BNetzA hinzuweisen, laut dem die Industrie darauf vorbereitet werden muss, sich auf tage- oder wochenlange Stromsperren einzustellen.
Inzwischen scheint Ihr Fanatismus so weit zu reichen, dass Sie diese Andeutungen in einem einzigen Kommentar-Thread mehrfach wiederholen:
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238337
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238377
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238401
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238404
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238446
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238481
https://finanzmarktwelt.de/power-of-siberia-2-china-laesst-gazprom-auflaufen-396792/#comment-238534
https://finanzmarktwelt.de/chinas-strategie-gegen-die-dunkelflaute-396036/#comment-238718
https://finanzmarktwelt.de/chinas-strategie-gegen-die-dunkelflaute-396036/#comment-238719
Im Übrigen ist ein Notfallplan für Eventualitäten keineswegs gleichzusetzen mit der Ankündigung konkreter Maßnahmen. Und vor allem hat er nichts mit Temperaturen und Wasserständen in Spanien zu tun.
Und schon wieder pickt er sich einen Nebenschauplatz heraus und kontert diesen mit dem Strohmann.
In seinem religiösen Eifer scheint ihm dabei nicht einmal mehr aufzufallen, dass er uns sogar mit der Siesta angeschwindelt hat, die nicht nur ihm ein paar Stunden wohlverdiente Ruhe beschert hätte 😏
Andererseits hat er im Halbschlaf schon begonnen, die vielen Grüße aus Andalusien zu zählen 😴
Hallo @ Jonas Tobsch
Wenn man etwa anzweifelt, dann sollte man auch in der Lage sein, seine eigene Sicht der Dinge dazu vorzutragen.
Deshalb meine Frage, die Du nicht beantworten konntest.
Sicher wirst Du nun aber alle nachfolgenden Berichte durch die Bank ablehnen.
Natürlichh wird Dich das als Ideologe nicht beeindrucken.
Daher sollten wir einfach abwarten, wann es, in welchem Umfang, die ersten Stromabschaltungen für die deutsche Industrie geben wird.
Ideologen können das natürlich nur mit Verweigerung zur Kenntnisnahme beantwortet.
Schau dir „Todesstoß für die Industrie: Netzagentur bereitet Abschaltungen vor“ auf YouTube an
https://youtu.be/DnXEYpQvILE?is=D7IxRXw2JMqCvEDq
Geheime Planungen – Bundesnetzagentur bereitet Deutschland auf lang anhaltende Stromausfälle vor – WELT
https://share.google/xsQ13msnpDD7Po1iE
MERKUR.DE
Der Geheimplan der Bundesnetzagentur gegen Stromausfälle
https://share.google/n6zK24Tclos1hOfNU
Neue Strom-Notfallplattform: Bereitet die Bundesnetzagentur uns auf Blackouts vor?
https://www.berliner-zeitung.de/article/neue-strom-notfallplattform-bereitet-die-bundesnetzagentur-uns-auf-blackouts-vor-10252347
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
also, du beklagst, dass die BNetzA das macht, was in Spanien nicht funktionierte, als die marode Infrastruktur des spanischen Stromnetzes zusammengebrochen ist?
Und wir nicht hatten, als dein Freund Putin uns das Gas abgestellt hat?
Und eigentlich das ist, was man als verantwortungsvoller Mensch im gewissen Maße selber machst?
Nämlich einen simplen Notfallplan????
Ernsthaft jetzt?
Geh spielen, Helmut.
@Helmut
Sie müssen mir hier nicht das ganze Portfolio rechtskonservativer Medien auflisten, die den Bericht von Apollo News fast wörtlich abgeschrieben haben. Wie bereits mitgeteilt, kenne ich die Inhalte dieser Quelle – und weiß ebenfalls, dass wiederholter Alarmismus und Quantität niemals Qualität ersetzen können 😉
Was also steckt hinter diesem präventiven Notfallplan, der sich auf Szenarien des Übertragungsnetzbetreibers Amprion stützt?
Industrieunternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als acht GWh sollen verpflichtet werden, sich auf einer Plattform zu registrieren. Im potenziellen Krisenfall – wie er zum Beispiel derzeit (und auch schon vor zwei Jahren in Frankreich) in einigen Ländern mit hohem Kernkraftanteil eingetreten ist – kann der Staat diese Unternehmen mit drei Tagen Vorlauf anweisen, ihren Verbrauch für bis zu 24 Stunden zu drosseln oder ganz einzustellen.
Primäres Ziel ist dabei, die Versorgungssicherheit im gesamten Bundesgebiet zu gewährleisten und einem plötzlichen, katastrophalen Blackout wie in Spanien 2025 vorzubeugen. Ein vergleichbares Modell existiert bereits seit 2023 mit der „Sicherheitsplattform Gas“ und dem „Notfallplan Erdgas“.
Amprion als maßgeblicher Urheber verschiedener Berechnungen bestätigt: „Der Aufbau dieser digitalen Meldeplattform erfolgt nicht aufgrund von Anzeichen für eine mögliche Energiemangellage, sondern soll die Bundesnetzagentur in der prozessualen Bearbeitung von potenziellen Krisenfällen unterstützen.“
Der BDEW hält bisher existierende Maßnahmen für unzureichend, weil diese lediglich einen Vorlauf von nur zwölf Minuten vorsehen. Binnen so kurzer Zeit könnten Industriebetriebe kaum ihre Produktion geordnet herunterfahren. Es drohen Produktionsausfälle und Maschinenschäden.
Die neue Sicherheitsplattform schließt genau diese Lücke: Statt wenigen Minuten Vorwarnzeit gäbe es ein bis drei Tage – genug Zeit für einen kontrollierten Stopp. Sie ersetzt also nicht den technischen Lastabwurf, sondern ergänzt ihn um eine planbare, marktnahe Vorstufe.
Der Verband hält daher eine verbesserte und zeitgemäße Krisenvorsorge für äußerst sinnvoll. Auch der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU) teilt diese Einschätzung: „Es ist eine sinnvolle Maßnahme“.
Nachdem das nun hoffentlich geklärt ist, meine Frage an Sie: Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?
@Helmut
ach, sieh mal da was laut deinen Medien die Industrie sagt:
„Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen die dreitägige Vorlaufzeit der geplanten Maßnahmen. Kurzfristige Störungen im Netz, etwa durch einen Kraftwerksausfall, lassen sich üblicherweise mit vorhandener Reserveenergie auffangen. Die Übertragungsnetzbetreiber verfügen dafür bereits heute über etablierte Instrumente. Im äußersten Fall können auch über zeitlich begrenzte, regionale Abschaltungen zum Einsatz kommen.“
Kein Wort wegen irgendwelcher Entschädigungen. Ach ja, Helmut: Eine Frage: Hat eigentlich der spanische Staat die Industrie wegen der Produktionsausfälle durch den Blackout entschädigt?
Hallo @ Jonas Tobsch
Nur—die Strohmabschaltungen werden nicht mehr wie früher entschädigt und die Betriebsausfallversicherung zahlen auch nicht.
Mal sehen, wann die ersten Abschaltungen über Tage und Wochen kommen und wieviel Firmen dann gar nicht mehr die Produktion wieder hochfahren.
Ich denke, die Chinesen werden davon profitieren.
In den letzten 5 Jahren hat die deutsche Industrie einen massiven Beschäftigungsrückgang erlebt, bei dem je nach Abgrenzung und Datenbasis zwischen 340.000 und 520.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind.
Der Trend zeigt eine deutliche Beschleunigung: Allein im Jahr 2025 verlor die Industrie im verarbeitenden Gewerbe laut Bundesagentur für Arbeit rund 177.000 Stellen in einem einzigen Jahr. Verbände wie der BDI warnen, dass Deutschland derzeit monatlich rund 15.000 weitere Industriejobs verliert.
Aber, das ist Ideologie und da muss Deutschland nun bis zum bitteren Ende durch.
Und da kommen doch die Stromsperren für die Deindustrialisierung gerade richtig.
Zumal ja sowieso bis 2030 noch eine Menge Kohlekraftwerke abgestellt werden müssen.
Es wird spannend werden.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Und schon folgt sogleich der nächste bunte Strauß an Strohmännern und Nebelkerzen 😄
Nachdem ich Ihnen nun ausführlich und detailliert meine Ansichten als Antwort geschrieben habe, bin ich an der Reihe, eine Frage zu stellen: Wie sieht eigentlich der spanische Notfallplan zur Vermeidung des nächsten Blackouts oder wenigstens zur Vorsorge für ähnliche Eventualitäten aus?
Immerhin hat der historische Blackout auf der Iberischen Halbinsel am 28. April 2025 in der Industrie massive wirtschaftliche und technische Schäden verursacht. Insgesamt schätzte der spanische Unternehmerverband (CEOE) den Schaden auf rund 1,6 Milliarden Euro.
Hallo @ Jonas Tobsch
Unser Notfallplan für einen Blackout hat sich bewährt. Nach etwa 9 Stunden Batteriebetrieb haben wir unseren Diesel angeworfen. Der lief dann die ganze Nacht und hatte bis zum Morgen wieder die Batterien geladen. So konnten wir wieder für 9 Stunden auf Batterien umschalten.
Bzw. sobald der Diesel ausgeht, schaltet es sich wieder automatisch auf Batterien.
Ja, ein Blackout ist ärgerlich und kostet Geld.
Nur — wenn schon die Bundesnetzagentur plant, wie Unternehmen Tage und Wochen der Strom abgestellt werden kann, dann ist es mehr als ärgerlich.
Und alles ohne finanzielle Entschädigung, denn selbst die Betriebsausfallversicherungen zahlen nicht.
Ich bin mal gespannt, wieviel Firmen nach Tagen oder Wochen ohne Strom, die Poduktion gar nicht mehr aufnehmen werden.
Nicht alle Firmen haben ein dickes finanzielles Polster.
Wer zahlt die Löhne weiter?
Kurzarbeitergeld?
In Spanien war das ein typischerweise Fall für die Betriebsunterbrechungsversicherung.
Hier in Spanien sind von Juli bis September etwa 43 Millionen Touristen. Das sind um Schnitt über 200 Millionen Übernachtungen.
Einmal die gesamte spanische Bevölkerung
Fast alle wollen nicht nur eine Klimaanlage.
Wie sähe es wohl in Deutschland aus, wenn in den 3 bis 4 Monaten etwa 85 Millionen Touristen nach Deutschland kommen würden?
Und fast alle wollten nicht nur eine Klimaanlage, sondern auch noch eine Pool.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
ah, du machst was? Einen NOTFALLPLAN? Ist das nicht das Teufelzeug, was die Bundesnetzagentur ausarbeitet? Und gegen die du hier agitierst? Also, der Staat darf keinen Notfallplan machen, aber du verkündest stolz, dein Notfallplan hätte sich bewährt. Sowas aber auch. Man könnte auch sagen: Was für eine Doppelzüngigkeit
Der Untertan
In Spanien zahlen die Versicherungen, weil die Unterbrechung nicht gesteuert vorsätzlich war.
Selbst die aufgetauten Kühltruhe wurden von den Versicherungen bezahlt.
In Deutschland zahlt keine Versicherung den Firmen Entschädigungen, denn die Strom-Unterbrechungen über Tage und Wochen sind geplant.
Ich vielen sozialistischen Ländern, die Mangelwirtschaft hatten/ haben, gab es oder gibt es Stromsperren für die Industrie.
Hier reiht sich Deutschland nun ein.
Die schon vor Jahre soetwas prophezeit haben, wurden von den Ideologen ausgelacht.
Als Sahnehäubchen, hat Deutschland auch noch den teuersten Strom der Welt.
Deutschland muss nur so schnell wie möglich deindustrialisieren, dann reicht es vielleicht doch mit dem Strom.
Und dann werden uns die Ideologen erklären, warum es so wichtig war, dass Deutschland so runtergewirtschaftet werden musste, und daher möglichst viel von den etwa 0,08 % des CO2 einzusparen konnte, für das Deutschland weltweit verantwortlich ist.
Warum über so eine Energiepolitik die ganze Welt lacht, begreifen auch immer mehr Menschen selbst in Deutschland.
Die gut Ausgebildeten und auch die Intelligentesten, verlassen Deutschland.
Und die Firmen auch.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut