Seit dem Anstieg auf ein neues Rekordhoch von 2.942 Dollar am 11. Februar hat die Gold-Rallye eine Pause eingelegt. Derzeit pendelt der Goldpreis um die Marke von 2.900 Dollar. Geht es nach den Analysten von Goldman Sachs, ist die Rally aber noch lange nicht vorbei. Unter anderem wegen des anhaltenden Appetits der Zentralbanken und der Besorgnis über die Trump-Zölle haben sie ihr Jahresendziel auf 3.100 Dollar angehoben.
Goldman: Goldpreis auf 3.100 Dollar
Die Strategen von Goldman Sachs haben laut einem Bericht von Bloomberg ihr Jahresendziel für den Goldpreis auf 3.100 US-Dollar pro Feinunze angehoben, da die Zentralbanken Käufe tätigen und die mit Gold unterlegten börsengehandelten Fonds weiterhin Zuflüsse verzeichnen, was die Begeisterung der Wall Street für das Edelmetall unterstreicht.
Die Analysten Lina Thomas und Daan Struyven schreiben in einem Kommentar, dass die Nachfrage der Zentralbanken mit durchschnittlich 50 Tonnen pro Monat höher ausfallen könnte als bisher erwartet. Sollte die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik, einschließlich der Trump-Zölle, anhalten, könnte der Goldpreis aufgrund einer höheren spekulativen Positionierung sogar die Marke von 3.300 US-Dollar pro Unze erreichen, so die Analysten. Letzteres würde nach Berechnungen von Bloomberg ein jährliches Wachstum von 26% bedeuten.

Gold: Siebenwöchige Gewinnserie
Der Goldpreis ist in diesem Jahr rasant gestiegen und hat in einer siebenwöchigen Gewinnserie, die auf dem Anstieg des letzten Jahres aufbaut, mehrere neue Rekordstände erreicht. Der anhaltende Anstieg des Edelmetalls wurde durch die verstärkten Käufe der Zentralbanken, eine Reihe von Zinssenkungen der US-Notenbank und in jüngster Zeit durch die zunehmende Besorgnis der Anleger über die störenden Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump ausgelöst.
„Wenn die erhöhte politische Unsicherheit – einschließlich der Angst vor Zöllen – anhält, könnte die spekulative Positionierung den Goldpreis bis zum Jahresende auf bis zu $3.300 treiben“, schreiben Thomas und Struyven. Darüber hinaus könnten steigende Inflationsbefürchtungen und fiskalische Risiken die Zentralbanken – insbesondere diejenigen, die große US-Schatzreserven halten – dazu veranlassen, mehr Gold zu kaufen“, so die Autoren.
Die optimistischeren Aussichten – die sich ergaben, nachdem Goldman im letzten Monat seine Jahresendprognose von 3.000 $ zurückgenommen hatte – folgten, als sich andeutete, dass die Käufe im Dezember höher ausgefallen waren. Sie werden auf 108 Tonnen geschätzt, wobei China 45 Tonnen kaufte, so die Analysten. Andernorts werden die Bestände der börsengehandelten Fonds aufgrund von zwei Zinssenkungen der Fed „allmählich ansteigen“, so die Analysten.
Der Goldpreis lag am Dienstagmorgen bei $2.910 je Unze, nachdem er in der vergangenen Woche ein Rekordhoch von über $2.942 erreicht hatte, dann aber auf $2.864 zurückgefallen war. Durch die fulminante Rally der letzten Wochen ist der Goldpreis stark überkauft. Ein Abbau der Überhitzung könnte die Folge sein.
FMW/Bloomberg
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Naja- das wären für 2025 bis zu 26 % Kursgewinn.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Das Dumme ist nur, dass die Goldmänner als Kontraindikatoren bekannt sind.
Ein gepfleges Rentnerdasein erwartet mich!
@Goldsammler
Ich bin schon soweit, es ist herrlich. Viel Glück!
Sogar als Liebhaber dieses Edelmetalls möchte ich mich nicht als zu euphorisch äußern. Im Übrigen ist die Aussage dieser hochbezahlten Kaffeesatzleder mit Vorsicht zu genießen. 2008 war ich Zeuge eines Interviews auf N-TV als ein Analyst folgenden Satz hervorbrachte: “ Wenn es jetzt noch weiter hoch geht, dann können die Märkte sogar noch weiter steigen“. Das muss man sich Mal auf der Zunge zergehen lassen. So oder so ähnlich Stufe ich die meisten Weisheiten ein, die von Analysten heraus gewürfelt werden. Ich denke es braucht keine umfangreiche akademische oder berufliche Bildung um in Märkten, die sich im höherprozentigen 2-stelligen Bereich bewegen eine Veränderungsprognose von 4 oder 5 oder 6 Prozent zu diagnostizieren. Oft ist sogar die Richtung egal. Und sollte sich Gold doch Mal ein Stück über die 3000-er Schwelle bewegen, liegen womöglich einige Millionen Anleger mit ihrer Strategie richtig, ohne auch nur auf einen einzigen Analysten angewiesen zu sein!
Wer sich nun erst jetzt Gedanken darüber macht, zum Rentenbeginn (in etwa 25 Jahren) über einige Unzen zu verfügen, mit der er seine Rente „aufhübschen“ kann, sollte sich mal über die Stückelung Gedanken machen.
Vor 25 Jahren kostete die Unze 280 Dollar, und beim Rüchumtausch war das ja auch von der Summe her kein Problem.
Das Geld konnte zielsicher verwendet werden.
Auch heute, nachdem sich der Goldpreis mehr als verzehnfacht hat, wird wohl jeder für die 2.800 Dollar schnell einen Verwendungszweck finden.
Aber, wenn sich nun auch in den nächsten 25 Jahren der Goldpreis wieder verzehnfacht, dann sind es bei einer Unze etwa 30.000 Dollar.
Bei einem neue Auto kein Problem.
Aber wenn nur 5.000 Euro für die Hausreparatur fehlen, was macht man dann mit den anderen 25.000 Euro?
Sicher sind kleine Stückelungen beim Kauf etwas teurer, aber beim Verkauf auch.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut