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Devisen

Das aktuelle Drama um Theresa May – britisches Pfund fällt weiter

Claudio Kummerfeld

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Gestern traf Theresa May wichtige EU-Vertreter, unter anderem den Rats-Chef Donald Tusk. Der brachte es in seinem aktuellsten Tweet auf den Punkt. Frei übersetzt kann man sagen: Schön, dass Du uns besucht hast Theresa. Wir würden Dir gerne helfen. Nur wir wüssten nicht wie wir Dir helfen sollen, denn alles ist ja bereits verhandelt, und entgegenkommen können wir Dir nicht mehr.

Also wusste wohl niemand so recht, warum sie gestern in Brüssel war. Es war wohl nur der krampfhafte Versuch von Theresa May irgendeine Art von Aktivität zu zeigen, für die Parlamentarier in London. Schaut her, ich verhandele nochmal nach. Nur es gibt nichts nachzuverhandeln. Das machte gestern auch Jean-Claude Juncker deutlich.

Und jetzt? Ganz aktuell wird bekannt, das sich Theresa May wohl noch heute einem Misstrauensvotum in London stellen muss, wie mehrere britische Medien übereinstimmend berichten. May soll heute Mittag vor dem Parlament in London sprechen. Die erforderliche Zahl an konservativen Abgeordneten sei nun erreicht worden, um diese Abstimmung durchführen zu können. Was für ein Desaster für diese Frau, die offenbar von allen Seiten attackiert wird.

Die Abstimmung selbst könnte wohl heute Abend stattfinden. Aktuell hört man von May´s Justizminister Gauke, dass der Artikel 50 (also der Brexit) verschoben werden müsse, wenn May verliert und ein neuer Premier eingesetzt wird. Das Chaos in London scheint perfekt zu sein. Wer aktuell das britische Pfund handelt, wird wohl im Laufe des heutigen Tages und auch morgen extrem starke Nerven benötigen.

Wie wir gestern schon schrieben, war der Weg für das britische Pfund nach unten frei, nachdem das Tief bei 1,2670 aus August gestern brutal unterschritten wurde. Im aktuellen Chart sieht man die gestrige Fake-Erholung, und den aktuellen neuen Absturz. In den letzten zwei Tagen hat das Pfund gegen den US-Dollar 250 Pips verloren.

Pfund vs USD - Theresa May-Debakel
GBPUSD seit 6. Dezember.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    12. Dezember 2018 11:38 at 11:38

    In den letzten Wochen habe ich in manch langem Kommentar über die Voraussetzungen für eine Jahresendrallye gesprochen (Entspannung Handelskrieg, „dovishe“ Fed, kein weiterer deutlicher Einbruch der Frühindikatoren, Abbau des Optimismus u.w.) gesprochen. Derzeit hat sich vieles in diese Richtung entwickelt. Vor allem hat der Dax mit seinem 3000-Punkteeinbruch ein Gutteil Wachstumsschwäche eingepreist. Sollte sich diese Gemengelage kurzfristig nicht verschlechtern und es in der sehr pessimistischen Stimmung (kaum einer erwartet kurzfristig mehr steigende Kurse) noch zu Eindeckungen kommen, was mit jedem weiteren Anstieg immer wahrscheinlicher wird, wird sie tatsächlich noch kommen – die von vielen gehasste JER/JAR.
    Was aber noch nicht viel am Gesamtbild ändert.

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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