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Das Anti Bargeld-Virus grassiert weltweit – nur an einem Ort regt sich Widerstand

Redaktion

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FMW-Redaktion

Erst Wolfgang Schäuble, dann andere europäische Funktionäre, dann die EZB, dann der Ex US-Finanzminister Larry Summers. Irgendwie haben alle über Nacht und auch noch gleichzeitig gemerkt, dass die Kriminellen und Terroristen dieser Welt das Bargeld bzw. die größten Geldscheine als Geiseln halten. Und jetzt springt dieser Anti Bargeld-Virus über nach Australien…

Bargeld
Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

Erst vorgestern berichteten wir darüber, dass Larry Summers darauf drängt, dass die USA einfach aufhören sollen den 100 Dollar-Schein zu drucken. Das wäre in der Praxis natürlich einfach umsetzbar und würde die Note schleichend abschaffen. Ein Großteil des gesamten Bargeldes wäre damit dem Bürger entzogen.

Und jetzt Australien. Auch dort will man plötzlich gemerkt haben, dass die Notenbank mehr große Banknoten druckt als im freien Umlauf sind. Wir denken es ist ein Virus, dass sich schnell verbreitet – Wissenschaftler, Politiker und Notenbanker werden davon innerhalb weniger Stunden angesteckt und verbreiten es immer weiter. Die Schlussfolgerung von Steve Worthington, Professor an der Swinburne University laut einem australischen Pressebericht: Die 100 Dollar-Noten (Australischer Dollar) werden von dunklen Mächten, also Terroristen und Kriminellen gehortet.

Und da ist es, das Virus: Der Professor nimmt direkt Bezug auf die Diskussion in den USA und Europa. Dort würde bereits aktiv darüber diskutiert den 500 Euro-Schein und 100 US Dollar-Schein abzuschaffen. Der australische 100er werde an Geldautomaten kaum ausgegeben, er würde für Steuerhinterziehung und kriminelle Geschäfte benutzt. Die Notenbank drucke mehr 100er als da draußen im Umlauf wären, also wäre die Schlussfolgerung zu ziehen, dass sie von Leuten gehortet würden, die ihre Steuern nicht zahlen wollen oder von Kriminellen, die einfach Bargeld auf die hohe Kante legen wollen. Die Vermutung liege nahe, dass so hoch notierte Geldscheine auch benutzt würden um terroristische Aktivitäten zu finanzieren.

Also, wie sieht es aus? Gibt es bald eine „konstatierte Aktion“ der weltweiten Notenbanken gegen die bösen großen Zahlen auf den Geldscheinen? Dann schlagen wir endlich zurück gegen die Steuerhinterzieher, Kriminellen und Terroristen!?

Aber wie in einem bestimmten Comic gibt es einen kleinen Ort auf dieser Welt, wo gerade eine kleine Keimzelle der Gegenbewegung entsteht. Im Schweizer Kanton Zug haben Anfang der Woche laut „Neuer Züricher Zeitung“ zwei Kantonsräte (Regionalpolitiker) die Forderung aufgestellt, dass die Schweiz einen 5.000 Franken-Schein einführen soll! Aber hallo, jetzt geht´s los? 5.000 Franken als Gelschein? Die Zuger SVP-Kantonsräte Philip C. Brunner und Manuel Brandenberg nennen ihre Intitiative

„Standesintitiative zur Stärkung der Privatsphäre und Freiheit durch die Verankerung der Bargeldnoten im Bundesgesetz über die Wärung und Zahlungsmittel (WZG) und Einführung einer 5000-Franken-Banknote“.

Puhhh, was für ein Name. Der 5.000 Franken-Schein soll nach ihrer Initivative nicht nur eingeführt, nein es sollen auch alle Geldscheine per Gesetz festgeschrieben werden, da sie ja bislang durch die Schweizerische Nationalbank im Alleingang abgeschafft werden könnten. So extrem unwahrscheinlich ist die Einführung des 5.000ers in der Schweiz nicht, denn wie man weiß: dort ist das Volk der Chef. Kommt man damit zu einer Volksabstimmung, was sollte die Bürger davon abhalten dafür zu stimmen?

Die Initiative spricht von „Bargeld als persönliche Waffe der garantieren Freiheit“. Mit der gesetzlichen Verankerung würde Bargeld gestärkt werden, so Brunner und Brandenberg. Bargeld sei geprägte Freiheit und dazu geeignet „den Staat mit seinem immer wieder aufkommenden überbordenden Totalitätsanspruch in die Schranken zu weisen“.


7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Josch

    19. Februar 2016 10:20 at 10:20

    Nachdem die westlichen Eliten die Kontrolle über das weltweite Finanzsystem zu verlieren im Begriff sind, wird eben das Geld abgeschafft. Kein Bankrun, keine Schuldenbegleichung, Totalkontrolle aller Finanzströme- und Bewegungen und zugleich Russland und China, die auf riesigen Goldreserven sitzen, die ihnen dann nicht das Geringste mehr nützen würden. Bleibt abzuwarten, ob die Weltgemeinschaft sich diesem Diktat zu unterwerfen bereit sein wird.

  2. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    19. Februar 2016 11:20 at 11:20

    So ist es! Die sollen erst mal schauen, die Steueroasen und Steuerschlupflöcher der Großkonzerne und dem „Geldadel“ zu stopfen. Das bringen sie seit Jahren nicht zustande, aber das Bargeld abschaffen, da wären sich alle einig und wie es scheint auch schnell umsetzbar.
    Für mich gibt es da eine Kausalkette, die für Leute mit gesundem Menschenverstand, sehr leicht durchschaubar ist.

  3. Avatar

    oscar

    19. Februar 2016 12:07 at 12:07

    aber, aber, natürlich wird es durchgesetzt werden. seit wann hat der steuerzahler lemming hier in diesem land überhaupt noch was zu melden…ausser nazis und fremdenfeindliche zu hauf. alles was bisher angekocht wurde oder durch strohmänner verbal vorbereitet wurde, ist umgesetzt worden. mal zurüchschauen. was den meiste menschen halt lästig oder zu unbequem ist.
    solange wir diktaturen ala eu haben , vom eigenen schizophrenem land ganz zu schweigen, wird es genau so kommen. wie bitte soll der machtapparat problemlos an das geld der in sippenhaft genommenen michels, ähm sry souverän, kommen? das ist ultra kapitalistische, finanzdiktatur in reinkultur. und der bürger …er wird es akzeptieren…(müssen) ! ohne zu murren….dafür bauen wir ja auch mit hilfe der zügellosen einwanderung latent einen polizeistaat auf. mir wird gerade leicht übel.

  4. Avatar

    Argonautiker

    19. Februar 2016 13:08 at 13:08

    Stimmt, Terroristen werden sich sicherlich durch die Abschaffung der großen Geldnoten abhalten lassen und dann einfach friedlich. Wäre vielleicht noch zu klären, ob Terroristen schon als Terroristen zur Welt gekommen sind, oder ob Terroristen deshalb Terroristen wurden, weil die Herrschende Macht deren Lebensweise vollkommen unterdrückt haben, sodaß sie über die Jahre, außer aggressiv gegenüber ihren Unterdrückern zu werden, keine Lösung sahen.

    Überall große Noten abschaffen und in der Schweiz extra Große einführen, sieht mir eher nach einer Monopolschaffung zur Illegalität der Eliten aus. Die Schweiz bietet sich dazu doch geradezu an, da es ihrer Tradition entspricht, und sich die Sauberwestenillegalität gerade dort doch eh die Hand gibt. Also die Menschen, die zwar zum Beispiel Krisenherde bewaffnen, damit Terror dort so richtig mächtig werden kann, aber Gewalt natürlich zutiefst verabscheuen. Ist halt ein Geschäft. Was können sie dafür, was die Leute mit ihren Waffen dann machen? Vielleicht sollte man deren Kinder, wenn sie streiten, auch mal scharfe Waffen zum Spielen geben, aber dabei natürlich sagen, daß sie damit nur spielen dürfen, alles andere wäre von Übel, weil Gewalt wäre zutiefst verabscheuungswürdig.

    Auch, daß Bargeld auf einmal Freiheit bedeutet, halte ich gelinde gesagt für Blödsinn. Monopolisiertes Geld hat schon immer ein Sklavensystem erzeugt, weil einige Wenige, nämlich die Gelderzeuger, was dürfen was Andere nicht dürfen. Nämlich sich Geld drucken, obwohl sie noch nichts dafür geleistet haben. Es ist lediglich so, daß Bargeld gegenüber reinem Giralgeld ein weniger zwanghaftes Sklavensystem wäre, mehr aber auch nicht.

  5. Avatar

    bigben

    19. Februar 2016 13:15 at 13:15

    die ganze bargelddiskussion hat nach dem treffen zwischen merkel und draghi begonnen. ich liege daher wahrscheinlich falsch, wenn die ezb im märz den zins von 0,05 auf -0,1 senkt. ;)

    einfach mal ins kalkül einbeziehen, was währe wenn …

  6. Avatar

    EuroTanic

    19. Februar 2016 15:12 at 15:12

    Ich bin für Bohnen als gesetzliches Zahlungsmittel. Die kann man wenigsten notfalls essen

  7. Avatar

    Argonautiker

    19. Februar 2016 18:50 at 18:50

    Da kommen wir wieder hin, wenn „Die“ so weiter machen. Vielleicht wären Bohnen also die Lösung, um nicht „da hin“ zu kommen. :-)

    Es steht zu befürchten, das „Die“ aber genau da hin wollen, weil sie die Zeit seit Lehman dazu genutzt haben, und über die Hintertür mittels QE Geld, in echte Güter gegangen sind. Wie passend, daß die gerade so billig geworden sind.

    Es ist natürlich ebenso reiner Zufall, daß dieses billige Geld kaum in der produzierenden Wirtschaft oder beim Konsumenten ankommt. Wieso bloß?

    Wahrscheinlich ist es auch reiner Zufall, daß ein großer Krieg zum Anschub einer neuen Währung und zum formatieren der kollektiven Bewußtheit, schon bereit steht.

    Nein, mein Sieger, alle haben geraubt, gemordet und vergewaltigt, nur Du nicht, gut daß du gekommen bist, um uns zu befreien. Befiehl und wir folgen Dir.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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